Wann bricht endlich der Steuerstreik los?

“…..Wie oft darf die Regierung noch die Steuern erhöhen, ohne dass ein breitflächiger Steuerstreik ausbricht? Wie viel Verdruss darf den Wählern zugemutet werden, ehe dieser Verdruss Demokratie gefährdende Ausmaße annimmt? Ein ganze politische Klasse von Kärnten bis Wien arbeitet seit Jahren nach Kräften daran, die Österreicherinnen und Österreicher von ihrem Staat zu entfremden. Krisen wie jene um die Kärntner Hypo-Bank sind dazu angetan, weit mehr zu Fall zu bringen als nur Regierungen….” (hier)

13 comments

  1. Thomas Holzer

    “Wann bricht endlich der Steuerstreik los?”

    weder hier noch in Italien noch sonst irgendwo in EU-Europa!
    In Italien werden alle Empfänger (Privatpersonen) von Überweisungen aus dem Ausland unter Generalverdacht gestellt (niemanden scheint dies zu stören)
    In Österreich dilettiert eine Politikerkaste, die nur noch daran interessiert ist, möglichst lange noch an den Futtertrögen der Macht verbleiben zu können und nebstbei den nahenden eigenen Abgang mit Steuergeld abzusichern.
    In Deutschland wird von allen möglichen Politikern bewußt(sic!) Recht gebrochen, um sich und der eigenen Partei Vorteile zu verschaffen

    Andererseits; die Demokratiegläubigen verweisen ja immer darauf, daß die Politiker, die Abgeordneten “nur” den Querschnitt der Bevölkerung, des Wahlvolkes darstellen. Insofern haben wir genau die Dilettanten als Politiker, welche wir daher anscheinend verdienen.

  2. cmh

    Ich wundere mich nur, dass da noch niemand früher draufgekommen ist.

    Gerade in Österreich haben alle möglichen Negeranten, bei denen nur der Auslandsbezug sicher ist Kohle und keiner weiss woher.

    Ich denke da vor allem an die SPÖ aber auch andere haben mehr Geld als der Fiskus für möglich hält. Aber Geld hat bekanntlich kein Mascherl.

  3. Christian Peter

    ‘auf dem Spiel steht unser politisches System’

    das nennt sich (totaler) Parteienstaat. Was darf man sich von einem politischen System erwarten, in dem sich politische Parteien den Staat zur Beute machten ?

  4. menschmaschine

    Wann bricht endlich der Steuerstreik los?
    noch lange nicht.
    so lange die masse abends bei einem bier vor der glotze sitzend sicher sein kann, daß sie auch am nächsten tag noch ein bier trinken wird können, weil bösen reichen genommen und ihnen gegeben wird, so lange wird sich in österreich nichts ändern.

  5. Rennziege

    18. Februar 2014 – 13:28, menschmaschine
    Vor der Glotze hocken, Bier im Bauch … Das haben Sie knusprig geschildert, mm. Aber besteht nicht die Hoffnung, dass das Unterschichten-TV (federführend in der Peinlichkeit: ORF) den Glotzenden über kurz oder lang so viel Brechreiz beschert, dass auch das Bier nimmer schmeckt?
    Revolutionen haben oft bescheidene Anfänge. 🙂

  6. Wettbewerber

    Was soll ein Steuerstreik großartig verändern? Ganz abgesehen davon, dass ein solcher einfach nicht stattfinden wird: Zuallererst muss sich der “Realitätsstreik” (oder besser: Realitätsverweigerung) der breiten Massen aufhören, damit sich _wirklich_ und jemals irgendetwas ändert.

    Ein paar Beispiele: “Die Regierung ist gut.” – “Der Staat beschützt mich und meine Familie.” – “Die Medien erzählen uns, was wirklich wichtig ist.” – “Umverteilung erzeugt Wohlstand.” – “Bildung bringt uns nach vorne.” – “Kampf dem Klimawandel.” – “Die Moslems sind unsere Feinde.” usw.

    Wer auch nur einen einzigen dieser Sätze (ob nun gefühlsmäßig oder mit voller Überzeugung) für richtig hält, der hat – Dank an Thomas Holzer – es in Wahrheit nicht anders verdient (ja, soviel Darwin muss schon sein), ein Leben lang zum Narren gehalten zu werden. Einziger Trost: Man befindet sich dann in guter Gesellschaft…

  7. Der Realist

    von Regierungsmitgliedern wird ja ständig verlautbart, Österreich ist eines er reichsten Länder, gleichzeitig vermeldet die Caritas steigende Armut. Solange es der Regierung gelingt, mit Steuererhöhungen auf Sekt und andere Sachen die man eben täglich dringend braucht, von den wirklich grauslichen Belastungen für die Durchschnittsverdiener abzulenken, solange droht auch kein Problem von der Straße.
    Hört man die Aussagen von Politikern in Bezug zu den Kosten ihrer Lieblingsprojekte, so hat man vielfach den Eindruck wir leben noch in Schilling-Zeiten, da wird ganz locker mit Millionen für schlecht geplante Prestigeprojekte, für dubiose Förderungen oder zweifelhafte Kulturveranstaltungen herumgeworfen.
    Würden die Leute nachrechnen, wie lange sie arbeiten müssen um eine Million oder gar eine Milliarde Euro zu verdienen, die Regierenden kämen sofort in Erklärungsnotstand.

  8. menschmaschine

    @ rennziege
    Revolutionen haben oft bescheidene Anfänge, das stimmt.
    aber ich sehe in österreich nirgends einen aktuellen anlaß für einen solchen. im ORF auch nicht, denn, so schlecht das programm auch sein mag: das ist es ja schon seit jahrzehnten.
    nein, da braucht es mehr. auch der hypo-skandal wird nicht reichen. der ist trotz allem für die meisten zu abstrakt, fürchte ich. vor allem für jene große anzahl an landsleuten, die frei heraus bekennen, sich für politik und wirtschaft nicht zu ineteressieren, weil “die da oben” eh machen, was sie wollen.
    sehen sie wirklich irgendwo anzeichen für ein aufbegehren, ein sich-wehren?

  9. Thomas Holzer

    @menschmaschine
    Nirgendwo in Österreich!
    Verdanken wir aber ca. 40 Jahren (demokratischem) Sozialismus in diesem Lande!
    Alles wurde demokratisiert, alles wird an Institutionen -welche natürlich von den Sozialisten im Verein mit der OEVP geschaffen wurden- ausgelagert, für jeden Blödsinn gibt es Beauftragte, NGOs, institutionalisierte, von Zwangsbeiträgen lebende Kammern.
    Die Zwangsmitgliedschaften haben die Parteibücher ersetzt. In diesem Land kommt niemand irgendeiner staatlichen Einrichtung aus, außer er entscheidet für sich, in der Gosse zu leben.

  10. Thomas Holzer

    Nachtrag:
    ein heute ca. 30 Jähriger kennt gar nichts anderes als den Vollkaskostaat!
    In Wien erhalten sogar die Bezieher der bedarfsorientierten Mindestsicherung die AK-Postille frei Haus!

  11. menschmaschine

    @ thomas holzer
    sie sagen es.
    bis sich ein dermaßen eingelulltes volk erhebt, muß schon ghröberes, ja gröbstes passieren. und dann ist eh schon alles zu spät oder auf wienerisch “a scho wurscht”.

  12. PP

    “Wie viel Verdruss darf den Wählern zugemutet werden, ehe dieser Verdruss Demokratie gefährdende Ausmaße annimmt?”

    Nochamal: Wir haben Sozialdemokratie UND NICHT Demokratie!

  13. Gutartiges Geschwulst

    @Rennziege: “Revolutionen haben oft bescheidene Anfänge.”

    Vor Allem, wenn es sich um Geist und Integrität ihrer Initiatoren handelt.

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