Wann platzt die Target-Bombe?

Von | 3. Juni 2017

“Das Target-System dient dazu, Überweisungen zwischen den Ländern des Euroraums abzuwickeln, ist also das Zahlungssystem der Notenbanken des Euroraumes für die finale Abwicklung von nationalen und grenzüberschreitenden Euro-Transaktionen. Überweisungen mittels dem Target2-Zahlungssystem werden nur über Zentralbankgeld (ZBG) abgewickelt. Fließt einem Bankensystem einer Volkswirtschaft der Eurozone mehr ZBG über das Target2-Zahlungssystem zu als ab, entsteht ein positiver Target2-Saldo, fließt mehr ZBG ab als zu, ein negativer Target2-Saldo. Letztlich handelt es sich also um Schulden anderer Notenbanken im Euroraum, die bei der Deutschen Bundesbank aufgelaufen sind, weil diese Notenbanken ihre Bilanzen nicht ausgleichen. Schon seit der Finanzkrise 2008 bauen sich in zunehmendem Maß Target-Schulden bei der Bundesbank auf – das Rekordhoch von 830 Milliarden Euro beträgt mehr als die Hälfte der Bundesbank-Bilanz von gut 1,4 Billionen Euro….” (weiter hier)

2 Gedanken zu „Wann platzt die Target-Bombe?

  1. Christian Peter

    Nicht mehr ewig, an diesen Zahlen lässt sich ablesen, dass die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Eurozone immer größer werden. Die Ursache dafür ist nicht der Euro, sondern der EU – Binnenmarkt, auch mit eigener Währung werden die Länder der südlichen Peripherie samt Frankreich im ungeschützten Wettbewerb mit Deutschland und anderen Ländern niemals wettbewerbsfähig werden.

  2. hstockmar@yahoo.com

    Das ist eine Kreditkarte ohne Limit für die Defizitlaender. Am Ende steht dann ein Kollaps.

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