Wann, wenn nicht jetzt?

Von | 18. Januar 2018

(ANDREAS UNTERBERGER) Die Konjunktur boomt sensationell. Weltweit wie auch in Österreich. Alle vor einem Jahr erstellten Wirtschaftsprognosen werden weit übertroffen. Ein herrlicher Zeitpunkt, um sich zu freuen – aber auch, um umgehend das Notwendige anzugehen. Wann, wenn nicht jetzt, sollte damit begonnen werden?

Denn es gibt keinerlei Garantie, dass der Boom wirklich zwei Jahre anhält, wie jetzt die Wirtschaftsforscher versprechen. Sie können sich bei ihren erfreulichen Prognosen nämlich genauso irren, wie sie sich im letzten Jahr in die Gegenrichtung geirrt haben. Immerhin hat der große österreichische Ökonom Erich Streissler einmal nachgewiesen, dass die Wirtschaftsforscher im Schnitt überoptimistisch sind. (weiterlesen hier)

3 Gedanken zu „Wann, wenn nicht jetzt?

  1. Thomas Holzer

    Jetzt eben nicht möglich, da 3 Landtagswahlen anstehen, das muß man schon verstehen 😉

  2. dna1

    Zitat: “Oft wird auch die Nullzins- und Kreditkauf-Politik der Europäischen Zentralbank als Ursache des Aufschwungs genannt. …….. auch wenn unerklärt bleibt, warum sie davor jahrelang fast gar nichts bewirkt hat.”

    Das liegt wohl daran, dass die EZB sich maßlos überschätzt, ihre Wirkung sowohl auf die Inflationsrate (Draghi lügt sowieso, wenn er bei jeder PK als alleinige Grundlage seiner Entscheidungen “close but below 2%” wiederkäut, ich könnte kotzen) als auch auf das Wirtschaftswachstum sind sehr begrenzt. Die wahren Treiber sind der Zyklus, es geht rauf, und wieder runter, es wird eingeatmet, und wieder ausgeatmet, da kann eine Zentralbank hüpfen soviel sie will. Alles, was sie können, ist Aktien- und FX-Kurse bzw. Zinsen für Staatsanleihen manipulieren.
    Langfristig sind ganz andere Faktoren für eine Wirtschaft ausschlaggebend. Nämlich: Haben sie die Fachkräfte, die sich brauchen, oder nur Sozialfälle? Geben sie Anreize, etwas zu probieren und mutig zu sein, oder belohnen sie Schwäche? Unterstützen sie Hochschultätigkeit im Bereich MINT oder Orchideen? Wollen sie die besten Leute am Platz, oder quotengerecht?

    Und deshalb wird es auch nicht jetzt sein.

  3. Christian Peter

    Wann, wenn nicht jetzt mit einer Kanzlerpartei, welche die Republik Österreich seit nunmehr 70 Jahren in den Niedergang regiert ?

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