Warum alle Parteien mehr oder weniger links sind

“Es gibt ein sehr altes spieltheoretisches Modell von zwei Eisverkäufern am Strand, das Vieles aus der derzeitigen politischen Landschaft erklärt. Stellen Sie sich dazu einen langen, sonnigen Strand vor, auf dem sich zahlreiche Menschen tummeln” (hier)

5 comments

  1. Fragolin

    Netter Vergleich, zwar etwas hinkend aber trotzdem die Situation ganz brauchbar beschreibend.
    Was die Linken langsam merken müssen ist aber, dass es den inzwischen als “rechtspopulistisch” oder gar “rechtsradikal” beschimpften Leuten der Mitte vollkommen egal ist, wie man sie verunglimpft, beschimpft und anrotzt.
    Liebe selbsternannte Revoluzzer, Antifanten und Kollektivanbeter, die ihr die Bedeutungslosigkeit eurer eigenen erfolglosen Existenz damit zu übertünchen hofft, dass ihr euch als kneifender Blinddarm an irgend einen Über-Organismus mit saftigen Parolen hängt:
    Nennt mich wie ihr woillt, ihr ***, ich tue es auch mit euch; und auch wenn es mir im Gegensatz zu euch verboten ist, euch laut bei eurem wahren Namen zu nennen, so denke ich es mir eben, denn egal wie fest eure Stasi-Bande die Knebel noch zieht: die Gedanken sind und bleiben frei!
    Ihr seid die Hetzer, die Spalter und Brandstifter; und egal wie oft ihr das noch anderen unterstellt, immer mehr Menschen begreifen langsam, wer hier wirklich die Demokratie-, Freiheits- und Volksfeinde sind!

  2. Zaungast

    Alle Parteien sind mehr oder weniger links, weil das Volk mehr oder weniger links ist. Wäre das Volk (Nachfrage) ein anderes, gäbe es auch andere Parteien (Angebot). Ohne Nachfrage krepiert jedes Angebot.

  3. gms

    Zaungast,

    “Alle Parteien sind mehr oder weniger links, weil das Volk mehr oder weniger links ist.”

    Ein Beobachter aus dem Weltraum wäre die DDR betreffend vermutlich zum selben Urteil gekommen. Nicht daß obige zitierte Feststellung völlig falsch ware, doch spiegelt sie m.E. nicht alle Kausalitäten wider.

    “Wäre das Volk (Nachfrage) ein anderes, gäbe es auch andere Parteien (Angebot). Ohne Nachfrage krepiert jedes Angebot.”

    Nachfolgendes spricht gegen diese Interpunktion: (1) In Demokratien setzt sich zumeist nicht die Mehrheit durch, sondern die lautstärkste Gruppierung. (2) Ein zunehmend von der Politik angefüttertes, sprich durch Transfers korrumpiertes Volk, bildet den zweiten Teil einer sich selbst verstärkenden Dynamik (3) Politik ist ein dreckiges Handwerk, ein Wettbewerb der Gauner mit erwartbaren Ergebnissen (4) Der Links-Drift findet in allen westlichen Demokratien gleichzeitig statt.

    Klar ist der Mensch ein soziales Wesen (daher auch der leidige Effekt durch Lautstärke), aber dennoch gibt dessen Veranlagung nicht das her, was wir spätestens nach dem Zerfall der UdSSR erlebten und im Westen einen regelrechten Sozialismus auf Steroiden bewirkte. Diese intensivierte Dressur [1] wirkt in zwei Richtungen, indem sie einerseits das Volk in die entsprechende Richtung bugsiert und ergänzend Mitbewerber fernhält.

    Zuguterletzt: Die Effekte einer repräsentativ organisierten Massendemokratie hatten die antiken Griechen schon antizipiert. Wie man also eine Gesellschaft in den Orcus schickt, ist keine Geheimwissenschaft, und solange sich das nicht rumspricht und zugleich einige Wenige davon besonders profitieren, wird sich auch wenig ändern.

    [1] amazon.de/dressierte-Bürger-Reinhard-K-Sprenger/dp/3593377594

  4. mariuslupus

    Die Parteien der sozialen Kälte, die CDU oder die ÖVP, in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts hatten eine Botschaft an ihre Wähler. Die Botschaft war, ihr sollt arbeiten und dann könnt ihr euch etwas kaufen oder nach Italien in Urlaub fahren. Es hat einen Vertrag zwischen den Wählern und den Regierenden. Die Wähler arbeiten und zahlen Steuern, die Regierung sorgt für die Infrastruktur.
    Aber, die Sozis haben, voller Neid entdeckt, dass an der Macht zu sein, eine komfortable Existenz garantiert.
    Die Sozis hatten ihre Botschaft an die Wähler. Im Land gibt es Reiche, die sollen Steuern zahlen, im Land gibt es Leute die arbeiten, die sollen auch Steuern zahlen. Diese Steuern die wir den Arbeitenden abknüpfen, verteilen wir an die die uns in der Zukunft wählen werden. Und so ist der sozial warme Wohlfahrtstaat entstanden, in dem die Anzahl der Sozialhilfempfänger steigt, die Steuern steigen auch. Die Sozis haben immer mehr Wähler. Und alle zusammen sind links.

  5. Zaungast

    @mariuslupus

    Anscheinend ist es in Österreich nicht mehr möglich, daß eine “Partei der sozialen Kälte” auch nur auf 10% kommt. Ein durch und durch Volk der “sozialen Warmen”.

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