Warum der muslimische Antisemitismus?

Die antisemitischen Ausschreitungen dieser Tage werden vielfach als Reaktion auf Trumps Jerusalem-Entscheidung präsentiert, sie haben aber damit nicht das geringste zu tun. Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass man schlicht keine Antwort auf diesen Hass hat und deshalb nach dem im linken Millieu beliebten Strohhalm der „Israelkritik“ greift, um dem widerwärtigen Antisemitismus zumindest ein wenig Legitimation zu verschaffen. Die Schande besteht darin, dass wir so keine Verantwortung gegenüber jener Minderheit im Land zeigen, für die wir tatsächlich historisch gesehen eine besitzen./ mehr

13 comments

  1. Thomas Holzer

    Der geschäftsführende deutsche Innenminister hat schon reagiert; er fordert die Einsetzung eines Antisemitismusbeauftragten 😉

  2. Christian Peter

    Israel – Kritiker als Antisemiten zu bezeichnen ist genauso verwegen wie Kritiker der Einwanderungspolitik als Nationalsozialisten zu bezeichnen. Tatsache ist : Israel betreibt seit Jahrzehnten Landraub im großen Stil in Palästina, Hunderttausende Araber wurden von Israel enteignet und aus ihrer Heimat vertrieben.

  3. astuga

    @CP
    Die Vertreibung von Teilen* der arabischen Bevölkerung (die sich erst später selbst zum Volk der Palästinenser umdeklarierten) war eben auch die direkte Folge der Unterdrückung und Vertreibung der Juden im islamischen Raum.
    Diese jahrhundertelange Unterdrückung mündete während des 2. WK. in mehreren Pogromen (Farhud als bekanntestes).
    Auch die gewaltsame Vertreibung der Juden in Ostjerusalem durch die Jordanier sollte nicht vergessen werden.
    Dennoch ist Jordanien eines von zwei arabischen Ländern die mit Israel Frieden geschlossen haben, und de facto ein bereits existierender palästinensischer Staat.

    In Europa übersieht man all das gerne und konzentriert sich nur auf das Schicksal europäischer Juden (jedenfalls unter dem Aspekt der Staatsgründung Israels, vor der aktuellen Judenfeindlichkeit der zugewanderten Muslime in Europa verschließt man hingegen die Augen – wo diese Juden dann wohl hingehen werden? Ich nehme an nach Israel.).

    *Israel hat etwas mehr 10 % arabischstämmige Staatsbürger, die dort mehr an Demokratie und Freiheit genießen als in jedem islamischen oder arabischen Land (und das trotz Terroranschlägen und Morden an Juden).
    Manche davon wissen das zu schätzen und dienen sogar in den Streitkräften Israels.
    Und ich wiederum weiß zu schätzen, dass Sie sich so für die Rechte der Sahauris (Westsahara), Uighuren, Tibeter, Nord-Zyprioten und Kurden einsetzen.
    Oder den deutschen Vertriebenen… Danke!

  4. Thomas Holzer

    @CP
    Was Sie hier betreiben, ist nicht mal die Veröffentlichung, Verbreitung “alternativer Fakten”, sondern schlicht und einfach Geschichtsfäkschung

  5. aneagle

    @CP
    Liberale kultivieren stolz und genüsslich ihre Eigenschaft auch noch den abstrusesten Unsinn tolerant und sachlich zu beantworten. Auf diese Art verschaffen sie sich ein gutes Gefühl der Übung in analytischer Semantik bei gleichzeitiger zur Schaustellung Ihrer Bereitschaft auch noch mit dem simpelst gestrickten Gesprächspartner auf Augenhöhe zu argumentieren. Soweit so nützlich, wie liebenswert.
    Wenn allerdings den Eindruck überhand gewinnt, nicht mehr auf einen Diskurspartner sondern lediglich auf einen sinnbefreiten Provokationsautomaten zu reagieren, ist man besser beraten, die Kommunikation spärlich zu gestalten. 😉

  6. Falke

    “In Frankreich richtete sich 2016 jede dritte rassistische Straftat gegen Juden”. Einmal grundsätzlich: Wieso “rassistisch”? Juden werden doch hoffentlich heutzutage nicht als “Rasse” eingeschätzt? Das war reine Naziideologie. Genausowenig wie Araber/Moslems: Sogenannte “Islamophobe” werden auch ständig als “Rassisten” beschimpft. Sind denn Araber eine Rasse? Oder gar Moslems? Ist doch wohl absurd!
    Zu etwas anderem: Die Autorin, Anabel Schunke, bezeichnet sich als “freie Journalistin”, geboren in Goslar, und schreibt “Eine Umfrage….. spiegelt WIEDER”. Von einem deutschsprachigen Journalisten (ja, und sogar von einer Journalistin) kann man eigentlich schon erwarten, dass er/sie die Orthographie seiner/ihrer Muttersprache beherrscht.
    Und noch eine Empfehlung an den Blogbetreiber: Schriften kann man leicht durch “copy/paste” übernehmen, dann vermeidet man Titel wie “der MULIMISCHE Antisemitismus”. Klingt aber nicht unoriginell. 😉

  7. Rennziege

    17. DEZEMBER 2017 – 17:09 — Falke
    Als beharrliche Vertreterin korrekter Orthographie und Zeichensetzung bin ich ganz auf Ihrer Seite. Der feschen Anabel, die argumentativ untadelig schreibt, hätte so was nicht passieren sollen. Aber es gibt Grenzfälle, die seit der idiotischen Rechtschreibreformen, die die deutsche Sprache im Zweijahresrhythmus erleiden muss, stets für Unsicherheit sorgen. (Die armen Schüler! Aber die lernen eh nur noch “schreiben nach hören”, was ihnen den Weg in brauchbare Schriftlichkeit naturgemäß zeitlebens verbaut — oder sogar soll.)

    Zum konkreten Beispiel: Bei “widerspiegeln”, “wiedergeben”, “wiederholen”, “widerlegen”, “widersprechen” etc. kann man sich schon mal vertun — es sei denn, man hat neben SMS- und WhatsApp-Flatulenzen auch ein paar Klassiker gelesen.

  8. Falke

    @Rennziege
    Sie haben schon recht mit der “idiotischen” Rechtschreibreform. Da ich auch beruflich schreibe, bin ich damit täglich konfrontiert. Die beiden Formen von “wi(e)der” werden allerdings nicht davon brührt. Es ist an sich ganz einfach: “wieder” heißt “nochmals, “wider” heißt “gegen”. Wenn man sich das vor Augen hält, ist man auf der sicheren Seite. Sollte ein Berufsschreiber jedenfalls sein.

  9. Rennziege

    17. DEZEMBER 2017 – 20:58 — Falke
    Thank you, sir! Berufsschreiber? Samma zwaa. Ihre simple Definition trifft den N. auf den K. Ich meinte ja die Akustik, in welcher die “i”-Vokale von “wider” und “wieder” in ihrer Länge und Betonung nicht immer zu unterscheiden sind; also auch die Leute, die (oft trotz guter Schulbldung) schreiben, wie sie hören.
    Im Englischen gibt’s das ja ähnlich. Da wird “there” geschrieben, wenn “their” oder “they’re” gemeint ist; sind ja Homonyme. Ich hab’ schon “ours” statt “hours” gelesen, etc.
    Herzliche Grüße!

  10. Rennziege

    P.S.: Wenn Sie in deutschprachigen Qualitätsmedien blättern, Print oder online, werden Sie zweifellos merken, wie oft auch hochbezahlte Journalisten “das” und “dass” verwexxxeln, von falsch gesetzten, sinnstörenden oder fehlenden Kommata mal abgesehen, wie sie auch in Leserbriefen zuhauf zu finden sind. Zu Zeiten, als die Konjunktion “daß” noch täglich Brot war, gab’s das nicht oder kaum.

  11. Falke

    @Rennziege
    Noch viel schlimmer ist die Unart, die sich offenbar immer mehr einbürgert, nach der Präposition “ohne” den Dativ zu benutzen (also etwa “ohne mir” oder “ohne dem Partner”…). Weiters haben viele Schreiber und Redner Schwierigkeiten mit dem Ausdruck “wider besseres Wissen” (schon wieder “wider” 🙂 ); man hört immer öfter “wider besseren Wissens”. Auch der Genitiv bereitet oft Schwierigkeiten: etwa “eines Ereignisses gedenken” oder “eines Problems Herr werden” – man hört und liest immer öfter “dem Ereignis gedenken” bzw. “einem Problem Herr werden”. Kennen Sie vielleicht die Bücher von Bastian Sick, z.B. “Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod”? Ist durchaus humorvoll und lesenswert. So, jetzt habe ich mir einen kleinen Teil meines täglichen Frustes von der Seele geschrieben; ich bin “froh” (ist natürlich anders gemeint, ich glaube, Sie verstehen mich), dass es auch andern nicht besser geht 🙂

  12. Rennziege

    18. DEZEMBER 2017 – 10:47 — Falke
    Auch diese Diagnose aus Ihrer Feder stimmt. Zu Bastian Sick: Ich kenne ihn gut, wir sind Freunde. Schon zu Zeiten, als er im “Spiegel” seinen “Zwiebelfisch” veröffentlichte, tauschten wir uns als fröhliche Sprachpfleger aus. Dann schrieb er etliche Bestseller, die ihn zum Millionär machten; bisweilen füllte er mit seinen Live-Shows ganze Stadien. Wohlvergönnt!
    Ist ein bisschen stiller geworden um ihn. Sein monatlicher Newsletter ist aber überaus erfreulich, humorvoll und gratis:
    Bastian Sick
    P.S.: Bastian schreibt gerade an seinem nächsten Buch.

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