Warum die Gelbwesten so wütend sind

The bulk of the Yellow Jacket movement decries this violence — but also, hypocritically, relies on it. They would not have been able to so quickly extract the concessions they have from Macron if the protests had been merely peaceful and disruptive. weiter hier

7 comments

  1. Selbstdenker

    Vorgestern schrieb ich im Kommentar zum Blog-Beitrag “Nächste Phase der Globalisierung: Es wird die Besserverdienenden treffen” folgendes:

    “Der leider in der Öffentlichkeit unausgesprochene […] ‘Deal’ ist der Tausch von Know-how und Fabriken gegen vermeintlich niedrigere Produktionskosten und das häufig ungedeckte Versprechen von Zugang bzw. Anteil am lokalen Markt.”
    https://www.ortneronline.at/naechste-phase-der-globalisierung-es-wird-die-besserverdienenden-treffen/

    So vielfältig die Probleme und die Protestbewegungen in den einzelnen westlichen Ländern auch sein mögen, sie führen geradezu wie der Jabkobsweg immer wieder zum oben erwähnten “Deal”.

  2. CE___

    Die Gründe für das “Gelbwesten-Phänomen”, für welches ich übrigens sehr viel Sympathie habe, denn solche Schepperer gehören auch einmal nach Österreich bzw. generell in die Bonzen-Sowjet-EU wenn irgendein Bonze wieder einmal die schon obszöne Steuer-und Abgabenschraube anziehen will oder ein Kummerl-Grüner die nächste sinnlose 30er-Abzock-Zone beschliesst oder andere Verbote fordert) sehen für mich wie das klassische TSHTF (the shxx hits the fan) eines Fiatgeldsystems mit Teilreserve aus.

    Jahrzehntelang hat man den “einfachen Bürgern bzw. Menschen” vorgegaukelt und “Studierten auf den Unis” vorgelogen dass das hirnlose Drucken von Fiatgeldmassen kombiniert mit Teilreservesystem keine Auswirkungen (Teuerungen in aller Breite) hätte und die dadurch steigende Staatsverschuldung kein Problem sei mit dem man dann einen überdimensionierten Wohlfahrtstaat aufrechtherhält der die Bürger korrumpiert und wohlstandsverzieht wie kleine Bengel, weil man, und da schliesst sich der Kreis, ja eben wieder Geld einfach drucken könne ohne Auswirkungen. Ja, und dass sich von Fiatgeldsystem eine parasitäre Bonzen- und Funktionärsklasse bestens speist, die mit diesen Geldmitteln den einfachen Bürgern dann ihre krude Weltsicht mit abgehobenen Gesetzen auf das Auge drücken will, hier vor allem in heutiger Zeit die Linksgrünen als Staatsgläubige besonders hervorgehoben.

    Nur wie schon Mises richtig feststellte, die Folgen einer Inflationspolitik die immer dann auch massive für alle fühlbare Teuerung nach sich zieht holt einen ein und ist so sicher wie das Amen im Gebet.

    Und daher kommt auch die im Artikel beschriebene Melange an explosiven Unzufriedenheiten verschiedener Strömungen, alle im einzelnen richtig und nachvollziehbar, im Gesamten aber verwirrend, besonders wenn den Artikel wieder ein Linksgrüner Journo schreibt.

  3. Selbstdenker

    Eine selbsternannte Elite mit “Weltverbesserungs- bzw. Weltrettungsambitionen” monopolisiert ökonomische, mediale und politische Macht im Turbo-Modus.

    Fatal wäre es dies mit einem “Turbo-Kapitalismus” oder “Weltverschwörungstheorien” welcher Art auch immer gleichzusetzen, denn es geht hier nicht um irgendwelche Systemfragen, sondern um den völlig ungehemmten Griff von Leuten, die derzeit ihre große Chance dazu sehen, nach totaler Macht in ihrer reinsten Form.

    Eine Stärkung von Eigentumsrechten, der Vertragsfreiheit, das Recht der Menschen auf die Früchte ihrer eigenen Arbeit, politische Selbstbestimmung und schließlich Meinungsfreiheit! würde diesem Treiben der selbsternannten Eliten sogar relativ rasch die Luft rauslassen.

    Damit politischer Widerstand im Keim erstickt werden kann, hat man das überholte zweidimensionale politische System von typisch “linken” und typisch “rechten” Package-Deals in ein ptolemäisches System überführt: im Zentrum steht die erlaubte (alternativlose) Meinung. Wer die virtuelle Grenze der Political Correctness überschreitet, wird als “rechter” Ketzer gebrandmarkt und als Individuum vernichtet.

    Viele Volksparteien – egal ob mitte-links oder mitte-rechts – in Ländern mit repräsentativer Demokratie zerreisst es, da sie ihre auf Zweidimensionalität ausgelegten Package-Deals nicht rasch und verlustfrei auf sich ändernde mehrdimensionale Anforderungen anpassen können.

    Die Proteste in Frankeich als Aufstand gegen das Apolitische umzuinterpretieren um damit offenbar eine Legitimation zur weiteren Politisierung sämtlicher Lebensbereiche abzuleiten, ist grobfahrlässig bis destruktiv.

    Meines Erachtens gehen die Menschen gegen den von mir im oberen Kommentar beschriebenen “Deal” auf die Straße – entweder weil sie von den Auswirkungen direkt betroffen sind oder es instinktiv spüren, dass man sie gerade mächtig über den Tisch zieht.

    Die Politik ist mit ihren Package-Deals an ihr Ende gekommen. Dieses und weiteres Chaos könnten vermieden werden, wenn sich die Politik im Sinne vom dritten Absatz aus Bereichen zurückzieht in denen sie nichts verloren hat und sich staatliche Institutionen wieder auf ihre Kernaufgaben (Justiz, innere und äußere Sicherheit) besinnen würden.

    Warum die Politik hier nicht mehr weiterkommt, beschreibt Thomas Sowell ganz unaufgeregt im Buch Knowledge and Decision, das er dem Werk von Friedrich August von Hayek gewidmet hat.

  4. sükrates9

    Was war eigentlich der ” Auslöser” für die Gelbwesten? Die Erhöhung des Benzinpreises auf € 2.-, das heißt ein Zusatzaufschlag von 25% gegenüber unseren Preisen wo schon gewaltig abkassiert wird -um “das Klima zu retten”. Präpotente Abzocke die viele kleine Bürger in existenzielle Nöte bringt, damit völlig irrationale grüne Ziele theoretisch befriedigt werden! Frankreich trägt ca 0,4 % zur globalen Umweltverschmutzung bei wobei Umweltverschmutzung nicht mit Temperaturwandel gleichgesetzt werden darf! Die Büchse der Pandora wurde geöffnet und wenn jetzt Macron das zurücknimmt und zusätzlich 10 Mrd auf unsere EU -Kosten zusätzlich ausschüttet, das wird ihm meiner Meinung nicht helfen. Die französische Infrastruktur 8im weitesten Sinne) wurde jahrzehntelang nicht verbessert, das rächt sich nun!”

  5. astuga

    War es die Gewalt – ich bin mir da weniger sicher. Gewalttätige Proteste ist man gerade in Frankreich gewöhnt. Die Gewalt ging auch nicht unbedingt von den eigentlichen Gelbwesten aus, sondern von späteren Mitläufern aus der extremen Linken und dem Migrantenmilieu.
    Die vereinzelt auch Gelbwesten die zur Besonnenheit aufforderten zusammenschlugen.

    Dass diese Gruppen auf den Protestzug aufgesprungen sind mag die Regierung zusätzlich beunruhigt haben.
    Der eigentliche Grund war imho aber eher die momentane Schwäche und Angreifbarkeit Macrons, und dass es sich eben um eine untypische Massenbewegung handelte.
    Von Bevölkerungsteilen die sonst eher nicht auf die Straße gehen.
    Und obwohl der Anlass sehr konkret war, sah man wie die Forderungen der Gelbwesten schnell auf andere Themenbereiche übergriffen. Und diesen Knoten hätte niemand mehr politisch aufgelöst.

  6. astuga

    Nachsatz… die Aussage des Autors die Russen und die Neue Rechte (Alt right) hätten zusätzlich angeheizt richtet sich von selbst in ihrer einseitigen Dummheit.
    Es sei denn die SPÖ wäre jetzt Teil dieser Neuen Rechten. Und Erdogan wäre Putin.
    Dort und anderswo hat man sich ja solidarisiert und versucht den Protest für sich zu vereinnahmen.

    Anderswo hat man den Protest lediglich wohlwollend als Bestätigung der eigenen Linie gesehen.
    Öl ins Feuer zu gießen war da gar nicht notwendig.

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