Warum fürchtet sich niemand vor dem Atomkrieg?

“Nie waren so viele Atomwaffen in den Händen prekärer Regime wie heute. Und trotzdem ängstigen sich die Deutschen eher vor der friedlichen Nutzung der Atomenergie als vor dem nuklearen Waffengang….” (Berechtigte Frage der “Welt”)

16 comments

  1. Herbert Manninger

    Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, ob ,,Das hat nichts mit dem Islam zu tun”-Terroristen einen Sprengkopf in ihre Hände bekommen.
    In Metropolen der westlichen Welt möchte ich dann nicht leben.

  2. Herbert Manninger

    Nachtrag: Und falls so ein Anschlag gelingt: Dann sehen wir wieder, wie 2001, massenhafte Jubelszenen in der ,,Das hat nichts mit dem Islam zu tun”-Welt. Wetten?

  3. Erich

    @Herbert Manninger
    Wenn Sie unter den geschilderten Möglichkeiten nicht in den Metropolen der westlichen Welt leben wollen dann hoffe ich, dass Sie nicht, wie früher(?), als viele Generäle der Atommächte vom begrenzten Atomeinsatz träumten, hoffen, dass Strahlung an den Grenzen Halt macht. Beispielsweise würde ich eine Atombombe auf/in München in der Stadt Salzburg nicht sorglos zur Kenntnis nehmen können. Erinnern wir uns an Tschernobyl.

    Menschen, denen es auf Erden dreckig geht und denen das Paradies versprochen wird, wenn sie im Kampf oder bei Selbstmordaktionen sterben, kennen keinerlei Zurückhaltung. Ob deren Befehlshabern, die immer in sicheren Bunkern sitzen, die Auswirkungen und Reichweite einer Atomexplosion klar sind, bezweifle ich ebenso. Jene Europäer, denen es gut geht, die in den Krieg ziehen und im Gegensatz zu ihren dortigen Mitkämpfern meist wieder lebendig nach Hause kommen, werden dann zu spät erkennen, wo sie mitgeholfen haben.

  4. Herbert Manninger

    > Erich:Terroristen, also ideologisch verbohrte Typen, rekrutieren sich nicht aus den armen Bevölkerungsschichten.
    Wirklich arme Menschen sind mit der täglichen Existenzerhaltung beschäftigt und könnten auch nicht, so nebenbei bemerkt, Tausene Euro Schleppergebühren bezahlen, wie uns fett gefressene verlogene Asylindustrielle und Journalisten der Staatsmedien weis machen wollen.

  5. Thomas Holzer

    @FDominicus
    Sie haben in Ihrer Aufzählung Israel vergessen! Der prekäre Staat schlechthin 😉

  6. Herbert Manninger

    > T.Holzer
    Ich hoffe, Sie haben mit Ihrem Seitenhieb Recht, denn auf die Genugtuung, es geahnt zu haben, kann ich verzichten.

  7. FDominicus

    @Thomas Holzer. Stimmt auf eine Art; die Lage Israels war/ist prekär. Ich dachte bei dem anderen prekär an diejenigen die quasi am zerfallen sind. Ich traue Israel nach all den Jahren durchaus eher zu in der jetzigen Form weiterzuexistieren als den von mir aufgeführten prekären Staaten. Die Israelis beweisen seit ziemlich lange, daß Sie nicht die Bombe werfen wollen/werden. Die USA haben bewiesen, daß Sie tun – zynischerweise im Namen einer verkürzten Qual der Gegner ….

    Was scheren schon Militärs/Politiker ein paar hunderttausend Tote? Solange es die “richtigen” Toten sind…

  8. Christian Weiss

    @ FDominicus: Die USA haben die Atombombe nicht zur “verkürzten Qual der Gegner” eingesetzt, sondern zur Verhinderung von weiteren Todesopfern unter den eigenen Bürgern. Eine Invasion Japans, die nötig geworden wäre, wenn das Land der aufgehenden Sonne nicht nach den Atombombenabwürfen bedingungslos kapituliert hätte, hätte womöglich hunderttausende amerikanische Soldaten das Leben gekostet. Die moralische Verpflichtung gegenüber dem eigenen Volk hat den Atombombenabwurf gerechtfertigt. Insofern ist es eben schon sehr entscheidend und rechtens, zu überlegen, ob die “Richtigen” sterben.

  9. Christian Weiss

    Bezüglich Gefahr der friedlichen Kernenergienutzung und Gefahr von Atomwaffen ist der Schweizer Grüne und Islamversteher Daniel Vischer eine der “faszinierendsten” Persönlichkeiten. Kernenergienutzung in der Schweiz hält er für unverantwortbar. Er findet es dagegen völlig legitim, dass sich das Mullah-Regime in Teheran Atomwaffen beschaffen will. Schliesslich gelte gleiches Recht für alle.

  10. FDominicus

    @Christian Weiss Danke für die Bestätigung. Es ist halt eben wichtig das die “Richtigen” sterben. Warum man hätte in Japan einmarschieren müssen? Und warum man sich hauptsächlich zivile Ziele gesucht hat muß wohl daran liegen das zivilisiert und zivil gleich anfangen. In der Tat es muß nur die Richtigen erwischen und wer entscheidet das? Ach derjenige des es überlebt, ja scheint mir gerecht zu sein…

  11. Thomas Holzer

    @FDominicus
    Bei aller “Ehre”
    Aber die USA wollten nicht in Japan einmarschieren! Sie haben zwar Japan die ökonomische Zwinge angelegt, wollten Japan via Sanktionen in seine Schranken weisen, aber erobern wollten die USA Japan nie!
    Sowohl die USA als auch GB haben sich auch in Deutschland primär zivile Ziele gesucht, due “Germanen” in GB aber auch.
    Man sollte nie geschichtliche Ereignisse mit dem Wissen der nachfolgenden Generationen beurteilen, das geht immer daneben!

  12. freeman

    @Erich: Die Freisetzung von radioaktivem Material durch eine Bombe ist weit geringer als bei einem Kraftwerksunfall. Hiroshima und Nagasaki sind bewohnt, Prypiat nicht mehr…

  13. FDominicus

    @Thomas Holzer. Habe ich doch nicht geschrieben. Herr Weiss meinte doch:
    “Die USA haben die Atombombe nicht zur “verkürzten Qual der Gegner” eingesetzt, sondern zur Verhinderung von weiteren Todesopfern unter den eigenen Bürgern. Eine Invasion Japans, die nötig geworden wäre, wenn das Land der aufgehenden Sonne nicht nach den Atombombenabwürfen bedingungslos kapituliert hätte, hätte womöglich hunderttausende amerikanische Soldaten das Leben gekostet”

    Und das mit den zivilen Zielen ist mir schon klar nur kann ich nicht sehen warum diese Sachen nicht schlicht als das aufgefaßt werden was es sind. Kriegsverbrechen. Die USA habe sich hier genauso verbrecherisch betätigt wie andere Länder auch. Nur eben mit weitaus härteren Geschützen.

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