Warum Geldpolitik Volkswirtschaften nicht steuern kann

“In der Niedergangsphase eines Konjunkturzyklus geraten prosperierende Unternehmen in Schwierigkeiten oder schlittern gar in Konkurs. Dies geschieht nicht aufgrund firmenspezifischer, unternehmerischer Fehlentscheidungen, sondern parallel zu allen Wirtschaftssektoren. Menschen, die gestern noch Vermögen besaßen, sind heute bankrott und Arbeiter verlieren ihre Jobs. Selbst die Unternehmer wissen nicht, warum das so ist. Sie können sich keinen Reim darauf machen, warum die Geschäftspraktiken, die gestern noch profitabel waren, heute Geld verbrennen. Schlechte Geschäftsbedingungen entstehen, wenn man es am wenigsten erwartet – gerade dann, wenn alle Unternehmen überzeugt sind, dass sich ein neues Zeitalter, geprägt von stabilem und rapidem Wachstum, durchgesetzt hat…..” (weiter hier)

9 comments

  1. Thomas Holzer

    “Stattdessen, glaubte er, dass die Politiker sich nicht damit befassen sollten, die Zinsen künstlich zu senken und unter keinerlei Umständen versuchen sollten, die Wirtschaft über Geldpolitik zu managen.
    Indem sie Abstand von Interventionen in den Geschäftsablauf nimmt, verleiht die Zentralbank den Vermögenserzeugern die nötige Luft zum Atmen und legt somit das Fundament für einen nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung.”

    Früher fasste man dieses erwünschte Verhalten in einem kurzen Satz zusammen: “Schuster, bleib bei deinen Leisten” 😉

    Aber da weder Zentralbanker (eben nicht Bankiers) noch Politikerdarsteller auf einem festen intellektuellen, moralischen Fundament stehen, verfallen beide Spezies leider nur allzu schnell der Megalomanie, egal ob bei Energiewende, Wirtschaftsbelebung, Förderungen oder 2Grad-Ziel,

  2. Lisa

    Wenn Wachstum das Zielvon Wirtschaft ist, muss dafür gesorgt werden, dass sich für die produkte auch Abnehmer finden: da der Markt im Inland zeimlich gesättigt ist, bleibt der export. Nun sind aber nicht alle Importländer zahlungkräftig genug – also holt man konsumgierige Fremde ins Land, alimentiert sie erst mal, damit sie all die schönen Dinge der Einheimischen direkt vor den Augen haben und sie später dann vielleicht auch kaufen können. Drogendealer machen es vor… Politik und Wirtschaft arbeiten da doch Hand in Hand.

  3. sokrates9

    Lisa@ Das Problem ist nur dass man all die schönen Dinge nur kaufen kann, wenn man dafür arbeitet. Oder man bekommt sie geschenkt, dafür muss aber auch wieder wer arbeiten oder nutzloses Papier drucken!
    Somit kann dieses Modell langfristig nicht funktionieren!

  4. Christian Peter

    @TH

    Die Politik betreibt keine Geldpolitik, sondern Privatbanken wie die FED, die BoE oder die EZB unter dem ehemaligen Goldman Sachs Banker Mario Draghi. Das ist das Übel, denn in Zeiten, als der Staat Geldpolitik betrieb, war die Welt noch in Ordnung.

  5. Herzberg

    @Christian Peter

    “Das ist das Übel”

    Das private und vom Staat beschützte Monopol ist das noch größere Übel.

    ” .., denn in Zeiten, als der Staat Geldpolitik betrieb, war die Welt noch in Ordnung.”

    Das ist logisch erkennbar und empirisch bewiesen falsch.

  6. Herzberg

    Im Gegensatz dazu mutieren Banken zu Akteuren der Wohlstandsvernichtung, sobald sie Zirkulationskredite vergeben, denn anders als beim Sachkredit, ist der Zirkulationskredit nicht durch Ersparnisse gedeckt. Diese Art von Kredit ist also nichts anderes als ein leeres Versprechen der Bank

    In dieser Apodiktik sind obige Aussagen, bei aller Richtigkeit der sonstigen Darlegungen, nicht haltbar. Giralgelder (=Zirkulationskredite) sind, bei Ausfall des Schuldners, durch das Eigentum der verbriefenden Geschäftsbank gedeckt.

    Ohne illegitime Eingriffe von Staaten respektive Zentralbanken im Geldwesen wären auch Geschäftsbanken, wie alle anderen Unternehmen auch, dem Markt unterworfen, aufdaß eine systematische Unterdeckung der ausgegebenen Zirkulationskredite ebenso auffliegt, wie konsequent fahrlässiges oder betrügerisches Handeln sonstiger Firmen.

  7. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    off topic
    die übliche Immo-Prosa, da ich davon ausging, daß ÖRAG der Verwalter/Vermieter für die Wlaschek-Stiftung sein würde (nebstbei: ein hochseriöser Verwalter/Vermieter) hab ich dort nachgesehen, wie diese Wohnungen denn aussehen, es gibt aber nur Bilder der Fassade, immerhin nicht zu Tode restauriert, wie das laminierte Sacher, und die Wohnungen werden unbefristet vermietet, so daß die Leute sich ordentlich einrichten können und die Räume Patina ansetzen, nicht wie die in befristeten Vermietungen übliche Flucht-Möblierung mit ein paar Sofa und Hifi-Elementen in grau und beige… die Bilder von ein paar noch erhältlichen Wohnungen in ähnlichen benachbarten Revitalisierungen überzeugen nicht: vertrackter Grundriß,
    in hohe Repräsentationsräume reingemurkste Einbauküchen, Badezimmer/Toilette nicht getrennt – natürlich sind historische Raumstrukturen schwer zu adaptieren, aber warum können das z.B. die Italiener so viel besser?

  8. Johannes

    Meiner Meinung nach ist die Wirtschaftskrise von Europa und Amerika hausgemacht. Es ist die massive Abwanderung nahezu aller produzierenden Teile der Wirtschaft nach Fernost.
    Europa hat auf High -Tech auf Entwicklung und Hochtechnologie gesetzt und dabei darauf vergessen das es auch in Europa Millionen Menschen gibt die in dieser Sparte aus verschiedensten Gründen keinen Platz finden und auf ganz normale Produktionsjobs angewiesen sind.
    Die irrwitzigen Produktionskosten verursacht durch beständig in astronomische Höhen geschraubte Lohnnebenkosten sowie eine grundsätzlich Unternehmerfeindliche Haltung sozialistischer Regierungen und ihrer gewerkschaftlichen Organisationen hat, meiner Meinung nach, viel Schuld an diesem Zustand.
    Es zeigt sich wieder einmal man kann sich dumme Utopien eine Zeit lang schönreden aber man kann die Folgen der Betriebs Abwanderungen mit keinem Streik verhindern.
    Die Länder der Visigradgruppe würden sich förmlich anbieten für Betriebsansiedelungen warum dies nicht passiert verstehe ich nicht es wäre ein enormer Gewinn für Europa.

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