5 Gedanken zu „Warum Hollande kein französicher Schröder ist

  1. aaaaaaa

    Wenn das so läuft, wie in Deutschland, dass am Ende die Regierung entscheidet, welche Unternehmen von Abgaben befreit werden sollen und welche nicht, ist das keine vernünftige Wirtschaftspolitik sondern korrupte Klientelpolitik.

  2. aaaaaaa

    Nachtrag: Gemeint habe ich jetzt konkret die Befreiung von EEG-Abgaben.

  3. gms

    aaaaaaa,

    > .. ist das keine vernünftige Wirtschaftspolitik sondern korrupte Klientelpolitik.

    Stimmt schon, bloß begann die Klientelpolitik bereits mit dem EEG, alles Nachfolgende ist die Konsequenz der damit in Gang gesetzten Interventionsspirale.

    Man mag nun einwenden, das Forcieren einer ganz bestimmten Entwicklung sei in erster Lesung notwendige Sachpolitik. Dem sei entgegnet, wonach jede politische Schwerpunktsetzung immer Verlierer und Gewinner zeitigt und somit immer auch Klientelpolitik darstellt. Entschärfen läßt sich dies einzig durch zwei Vorgangsweisen:

    Erstens – die Eingriffe sind so gering wie unbedingt möglich; zweitens – die Eingriffe erfolgen mit einer tunlichst langen Vorlaufzeit, die allen Betroffenen ein Disponieren erlaubt, sprich sich nach Maßgabe der eigenen Möglichkeiten im Bereich der antizipierten Vor- und Nachteile zu positionieren.

    Beides war beim EEG erkennbar nicht der Fall. Die Eingriffe waren heftig und das Ganze kam völlig überhastet, Gewinner und Verlierer standen dementsprechend frühzeitig fest, der Befund der Klientelpolitik ist tragfähig. Zugleich wurde diese Klientelpolitik mit dem Verweis auf “green jobs” sogar offen deklariert, sprich jeder, der ein Solarpanel halten konnte oder jemanden kannte, der dies konnte, war mitten im Ziel-1-Gebiet der bevorzugten Klientel.

  4. aaaaaaa

    @gms: Sehe ich genauso, das EEG ist schon unsäglich. Aber wie sagt der Angelsachse: “Two wrongs don’t make a right.”

  5. Kapuściński

    Nachdem ich den FAZ-Artikel gelesen habe muss ich sagen, dass mir die Verlogenheit und Raubmentalität der französischen „Kultur”-schaffenden am besten gefällt. Ich bin nämlich eitel und sehe mich gerne in meinen Urteilen und Vorurteilen bestätigt. Siehe auch ähnliche moralische und intellektuelle Instanzen wie Schwarzer, Kässmann, Theo (Valmy) Sommer oder Grass oder das deutsche Regietheater.
    Und so nebenbei: Wenn mir jemand erklären kann, wie Frankreich angesichts seiner habituell zähen Produktivitätsentwicklung ohne Abwertungsmöglichkeit (wegen Friedensprojekt Euro) seine Deindustrialisierung verhindern will, dann bin ich ich sehr dankbar. Ich denke beim Abstieg Frankreichs zum Schwellenland haben wir als Deutsche oder Österreicher aber eine besondere Verantwortung die Sinekuren für Frankreichs „Kulturelite” aufrechtzuerhalten.

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