Warum Israel vorhersagen kann, wer Terrorist wird

“Lange war Israel gegen spontane Terrorangriffe von Einzeltätern praktisch wehrlos. Jetzt hilft den Geheimdiensten das Internet” (spannend, hier)

12 comments

  1. sokrates9

    Hurra! Wir sind bei Orwell gelandet! Wenn jedes Gedankenverbrechen ausreicht Leute aus dem Verkehr zu ziehen ist von Freiheit keine Rede mehr! Man findet in jedem Haus eine Messer und ein Buch auch. Bald werden auch Sparbücher verboten werden, dann tut man sich noch leichter alle als Verbrecher darzustellen! 🙂

  2. mike

    der israelische Geheimdienst ist zweifellos ein Meister seines Faches, ich möchte aber nicht wissen, was dieser Aufwand kostet. Wenn die Geschichte wahr sein sollte, dann ist dies zweifellos ein Weg, Attentate zu verhindern, auch auf Kosten der Freiheit (die einem die anderen sowieso nehmen!).

  3. wbeier

    @sokrates9
    Präventive Bekämpfung eventueller Terroristen und deren allfällige Festsetzung ist nicht nur Israel vorbehalten.
    Zur Erinnerung der Fall des 14-jährige Merkan G. der angeblich den Wr. Westbahnhof sprengen wollte. Na das war doch ein Höhepunkt der inländischen Front gegen den Dschihadismus aber konkret in Anlehnung an Meischberger: Wo war sei Leistung ausser deppert reden?

  4. sokrates9

    wbeier@ Einverstanden! Mit dem Unterschied dass Meischberger frei herumläuft, der gemeingefährliche 14 – jährige jedoch ich glaube 2 Jahre Häfen ausgefasst hat. Habe Pionierausbildung gehabt; doch den Westbahnhof ohne legale Logistik zu sprengen würde ich mir nicht zutrauen :-). Ausnahme: Flutung durch Refugees mit ähnlichem Effekt! 🙂

  5. Rennziege

    23. Mai 2016 – 09:17 sokrates9
    Infantiles Posting, leider — besonders angesichts der massiven Bedrohung, der Israelis tagtäglich ausgesetzt sind.
    Die geschilderten Geheimdienstmethoden haben weder mit Gedankenverbrechen zu tun, noch entsprechen sie George Orwells “1984”. Es handelt sich um ausgeschlafene Algorithmen zur Kreuzverbindung (cross-referencing) von Äußerungen, Kontakten und Reisen, die terroraffine Bereitschaft erkennen lassen. Es ist schlichte Notwehr und Prävention heimtückischer Attentate.
    Google samt Töchtern macht mit uns und Ihnen datentechnisch nichts anderes, bescheidet sich aber (zumindest zur Zeit) mit konsumrelevanten Klicks, Äußerungen, Suchanfragen, Kontakten und Vorlieben, aus deren Kombination sich auch andere Neigungen ablesen lassen. Und macht damit Milliardengeschäfte, wie Sie zweifellos wissen.

  6. Lisa

    So ist es nun mal mit dem Begriff “Freiheit”: Wenn Freiheit triebbestimmte egozentrische Willensdurchsetzung ist, kann eine Gemeinschaft sie ertragen, solange sie ihr nicht schadet. Natürlich ist Überwachung von Telefonie und Internet kaum jemandem angenehm – anderseits: wer nichts zu verbergen hat… Und klar hat jeder seinen secret garden, wo kein anderer Mensch reingucken darf, schon gar nicht irgendwelche Fremde. (Je “abartiger” der Garten gestaltet ist, desto ängstlicher versucht man natürlich, ihn vor den “Artigen” zu verbergen…) Wenn die Sicherheit bedroht ist, nimmt man indes wohl auch Unfreiheiten, Beschränkungen und Kontrollen in Kauf. Zumindest bis die Gefahr gebannt ist. Freiheit versus Sicherheit: Von einem Mordanschlag Bedrohte unter Polizeischutz werden überwacht, verfolgt, beobachtet – das ist es ihnen jedoch wert, wenn sie dadurch ihre Ermordung verhindern können. Absolute Freiheit gibt es ohnehin nicht – ebensowenig wie absolute Sicherheit: aber für letztere kann man praxisorientierte gemeinschaftstaugliche Lösungen ausarbeiten, während erstere im Anspruch grenzenlos, wechselhaft und egoistisch-triebbestimmt ist und nur widerwillig den Ansprüchen der Gesellschaft untergeordnet wird. Darum werden Kinder ja “sozialisiert”, dh. gemeinschaftstauglich gemacht, egal, wie viel “Unbehagen in der Kultur” das bei ihnen oft auslöst…

  7. Alexander Scheiner, Israel

    Der Aufwand lohnt sich, da damit Menschenleben gerettet werden.

    Inzwischen wissen die falastinischen Terroristen, dass sie ein Angriff zu Märtyrer macht.

    Was teils nicht bekannt ist, diese jungen Falastiner werden von ihrer politischen und klerikalen Obrigkeit und von der UNWRA aufgehetzt.

  8. sokrates9

    Rennziege@ Bin total beruhigt weil alle Maßnahmen jedes Staates nur immer der Ruhe, Sicherheit und öffentlichen Ordnung dienen! Oder kennen sie einen Staat wo anders argumentiert wird??

  9. Rennziege

    23. Mai 2016 – 15:18 sokrates9
    Sie argumentieren leider schon wieder eindimensional. Israel ist eben nicht jeder Staat, sondern unterliegt einer permanenten Bedrohung seit 1948. So wuchs zwangsläufig einer der weltbesten Geheimdienste heran, durch den der tägliche Blutzoll zwar nicht verhindert, aber doch gemildert werden kann. Es ist Notwehr.

    P.S.: Ein Verbot von Sparbüchern, auch von palästinensischen Bewohnern (und Staatsbürgern), ist in Israel nicht mal angedacht. Für diese Version Orwells ist die EU zuständig.

  10. sokrates9

    Rennziege@ Ich habe nicht Israel zitiert, sondern den Trend in allen fortschrittlichen Ländern begonnen von Nordkorea bis…

  11. Mona Rieboldt

    Je mehr Anschläge es noch in Europa gibt, je mehr steigt das Verständnis für die Lage in Israel und die permanente Bedrohung seiner Bürger. In Deutschland werden die Leute Anlaß unabhängig überwacht. Dagegen kann Israel differenzieren, sie wissen z.B., dass 60jährige bayerische Frauen keinen Sprengstoffgürtel tragen.
    Rennziege hat vollkommen recht in ihren Kommentaren.

  12. Hanna

    Auch wenn es nur am Rande relevant ist (oder aber auch sehr?) – der Artikel erinnerte mich daran, warum ich Muna Duzdar nicht als Regierungsmitglied/Staatssekretärin akzeptiere und es für einen riesen Fehler und Affront halte, dass Kern sie überhaupt ins Team geholt hat. Bitte – wer noch nicht hat – schauen Sie sich die Youtube-Videos (Duzdar Landtag) an. Es wird Ihnen das Grausen kommen.

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