Warum kommt der Staat mit unserem Geld nicht aus?

“Die entscheidende Frage lautet also, warum die Bundesregierung mit all dem Geld nicht auskommt. Während Deutschland mit einer Steuer- und Abgabenquote von 39,6 Prozent des BIP Budgetüberschüsse erwirtschaftet, häuft Österreich mit 44,0 Prozent neue Schulden an. Nur um die Dimensionen klarzustellen: Wäre Österreich ausgabenseitig ähnlich gut aufgestellt wie das mit hohen Kosten für die Wiedervereinigung belastete Deutschland, ersparten sich die Bürger 14 Milliarden an Steuern und Abgaben – jedes Jahr! Das wären also zwei größte Steuerreformen in der Geschichte des Landes, oder 3400 Euro mehr Geld für jeden Erwerbstätigen” (hier)

10 comments

  1. FDominicus

    Der Staat kommt damit nicht aus weil:
    “Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.”

  2. Reini

    … könnt es sein das sich die Politiker indirekt ihren eigenen Arbeitsplatz mit Steuergeld erkaufen?!? ,… Wählerstimmen sind teuer!!! …. und wenn man viele braucht muss man viel Geld austeilen,… als dummes Volk muss man dann auch richtig wählen, … wir vernichten uns selber,…. den die Gier is a Hund!!! … also auf zum Futtertrog, ein paar MRD EURO Schulden gehen noch!!!

  3. Ehrenmitglied der ÖBB

    Die im Redetext angeführte Schwäche der Wirtschaft, die hohe Arbeitslosigkeit etc hat einen weiteren Indikator, der nicht expressis verbis angesprochen wird:
    Verfolgen sie bitt die Häufigkeit an Arbeitsgerichtsprozessen welche durch die Arbeitsinspektorate verursacht werden.
    Daraus schließen sie dann bitte die überbordende Bürokratie durch unsinnige Vorschriften und Gesetze verursacht, und folgern sie dann daraus die Stimmung der Unternehmer.
    Wenn allein jeden Tag ein paar dieser kuriosen Fälle der Öffentlichkeit bekannt gemacht würden, die Leute würden aufschreien. Dann machen sie noch eine Kostenstellenanalyse beim AMS und bei Sozialämtern. Sie werden merken: wieder ein paar Millionen gespart…
    Und man sage nicht, das sind die bösen Roten in den Kammern und Gewerkschaften – alle diesen bürokratischen Wahnsinn haben die bösen Schwarzen mutbeschlossen.
    Vielleicht hilft uns in Zukunft die Troika weiter, diesen Irrgarten zu sanieren?

  4. Christian Peter

    Ganz einfach : Weil sich ÖVP/SPÖ seit Jahrzehnten den Staat zur Beute machten.

  5. Reini

    ein wirtschaftlich denkender und handlungsfähiger Politiker würde nie in die Regierung gewählt werden!!!

  6. Thomas Holzer

    Herr Dr. Vetter hat die Erlaubnis zum Reden im Parlament von Herrn Lopatka erhalten………….der Anpassungsprozess scheint abgeschlossen zu sein 😉

  7. Leitwolf

    Schellhorn hat leider auch keine Antworten, und formuliert selbst die Fragen schon falsch. Weder die Agabenquoten Österreichs, noch jene Deutschlands haben viel mit der Realität zu tun. Der einfache Arbeitnehmer hat unter Berücksichtigung der Konsumsteuern (sind ja auch irgendwie Abgaben, oder?) rund eine 60%ige Quote zu tragen – hüben wie drüben.
    Allerdings hinkt halt der direkte Vergleich, weil es in D zumindest teilweise möglich ist aus der Pflichtversicherung heraus zu optieren. Statistisch ist der Effekt weit größer als in der Praxis, denn der prinzipiell gleiche Sachverhalt fällt dann einfach nicht mehr unter die Abgabenquote.

    Wie wärs denn, wenn wir die Krankenkassen einfach in Aktiengesellschaften ausgliedern würden (Beispiel siehe ÖBB) und diese fortan öffentliche Aufgaben im privatrechtlichen Rahmen erledigen würden? Die Abgabenquote wär schwupp-di-wupp um 7-8% gesenkt. Hurra!

    Die eigentliche Frage ist doch, wieso die leicht erruibare individuelle Abgabenquote so wenig mit der gesamtstaatlichen Abgabenquote zu tun hat. Denken wir ein Beispiel durch: Was wäre wenn wir die Löhne in Österreich durch die Bank um 100% erhöhen würden? Nicht möglich? Doch!
    Da der Staat ja bereits rund 50% vom Lohn wegnimmt könnten wir diese Quote auf 75% anheben. Mit den zusätzlichen Mitteln könnte man einen staatlichen 100% Aufschlag auf jeden Lohn finanzieren. Glauben Sie nicht? Mathematisch geht sich das präzise aus, weil 50% netto von 100 halt gleich viel sind wie 25% netto von 200. Und der (große) Rest reine Zahlenschieberei innerhalb der Verwaltung wäre.

    Wozu das absurde Zahlenbeispiel? Weil es die Antwort die Frage weiter oben ist, also warum die gesamtstaatliche Abgabenquote vergleichsweise niedrig ist. Das kann ja nur möglich sein, wenn die Kapitaleinkünfte im Gegensatz zu Löhnen weit günstiger besteuert würden.
    Das ist aber nur ein statistisches Artefakt. Wie hoch ist etwa die Abgabenquote der ÖBB? Die zahlt ganz regulär und brav ihren Köst-Satz. Und zwar auf einen Gewinn, wenns hoch kommt, von 100 Mio.. Allerdings nachdem vorher 5 Mrd. Euro an Subventionen reingekippt wurden.

    Es wird einem schwindlig wenn man da jetzt versucht eine Abgabenquote zu bestimmen. Denn eigentlich zahlt die ÖBB 25 Mio. Köst auf einen Verlust von 4,9 Mrd. Euro. Das wären -0,5% Abgabenquote, was wenig Sinn macht.

    Gesamtwirtschaftlich kann man nur so herangehen, das man Steuern auf Kapitaleinkünfte und ihre vermutliche Steuerbasis um Subventionen bereinigt. Tja und da fällt auf, dass der Staat viel mehr Subventionen verteilt als er umgekehrt an Unternehmenssteuern einnimmt. Die Aussagekraft der “Abgabenquote” ist dementsprechend..

  8. Thomas Holzer

    @Leitwolf
    Steuern auf Kapitaleinkünfte sind Steuern auf Steuern auf Steuern auf Steuern………..ad infinitum.
    Es hat den Staat nicht mal peripher zu tangieren, wie der einzelne Steuerknecht die -nach mehr als exorbitanter Steuerbelastung- verbliebenen Euros investiert…….

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