Warum kommt mir das jetzt bloß bekannt vor?

Wir sind Sozialisten, wir sind Feinde der heutigen kapitalistischen Wirtschaftsordnung für die Ausbeutung der wirtschaftlich Schwachen, mit seinen unlauteren Gehälter, mit seinen Auswertung eines Menschen nach Reichtum und Besitz, anstatt Verantwortung und Leistung, und wir alle sind entschlossen dieses System unter allen Bedingungen zu zerstören.” (Adolf Hitler, Rede zum 1 Mai 1927)

14 comments

  1. herbert manninger

    “Wenn die Juden ein Volk sind, dann ein mieses.”(Bruno Kreisky)
    Es war halt schon immer fest verwachsen, was zusammen gehört….

  2. Thomas Braun

    Es kommt nicht von Ungefähr, dass im Wort “Nationalsozialismus” der ach so menschenfreundliche Sozialismus enthalten ist.
    Hören sie nur nicht so gerne, die lieben, linken, Neidgenossen.

  3. Selbstdenker

    Wenn Politiker und Meinungsartikelschrieber gegen “die Neoliberalen” wettern, so wird dieser wesensmäßig umstrittene Begriff heute als Platzhalter für den – bereits vor der Machtergreifung der National-Sozialisten – in weiten Kreisen der Bevölkerung diffus verwendeten Begriff “Jude” verwendet.

    Als “Jud” wurden damals in abschätziger Weise “Spekulanten”, “Geschäftemacher”, “Kapitalisten”, “Wucherer”, “Geldwechsler”, “Krämerseelen”, etc. bezeichnet, da es viele gab, die von Neid und Missgunst getrieben, diese Eigenschaften “den Juden” zuschrieben.

    Der tägliche Fünf-Minuten Haß der Sozialisten gegen “Neoliberale” ist eine Art Ersatzbefriedigung eines Triebes, den sie mit den National-Sozialisten teilen. Erschwerend kommt hinzu, dass sie dies in voller Kenntnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts tun.

  4. Franz Parteder

    Da muss man schon genauer sein. Die antikapitalistischen Phrasen waren für die Masse. Wichtiger war das Einvernehmen mit Reichswehr und einflußreichen Industriekreisen. Das ist alles dokumentiert.
    Ich nehme auch die sozialen Sprüche der heutigen FP nicht zum Nennwert. In Graz erleben wir derzeit eine solide schwarz/blaue Koalition, bei der die Interessen der Grazer Unternehmerschaft nicht zu kurz kommen.

  5. Thomas Holzer

    Aber bitte!
    Herr Hitler mit seiner NSDAP war doch nie und nimmer ein Sozialist 😉 Das behaupten doch nur unverbesserliche Reaktionäre.
    Nicht umsonst haben die Sozialisten aller Länder den Bürgern mehr erfolgreich als weniger vermittelt, daß es einen wesentlichen Unterschied zwischen dem “realen” Sozialismus/Kommunismus und Stalinismus/Maoismus gäbe, es aber immer nur einen menschenverachtenden realen Nazismus/Faschismus gibt, selten einen Nationalsozialismus, und natürlich nie einen Hitlerismus.
    Nicht umsonst werden Regime wie von Pol Pot oder in Nordkorea von den “mainstream”-Medien fast immer als stalinistisch, selten jedoch als sozialistisch/kommunistisch bezeichnet.

  6. DailyMirror

    Aus Hitlers Rede am 28. Februar 1926 vor dem „Hamburger Nationalklub von 1919“: „Die Aufgabe meiner Bewegung ist sehr eng umschrieben: die Zertrümmerung und Vernichtung der marxistischen Weltanschauung.”
    (…)
    Die Nazipartei bemühte sich ihrerseits nach Kräften, ausländischen Unternehmen zu versichern, dass ihre Investitionen in einem von ihnen geführten „Dritten Reich“ absolut sicher wären. So berichtete der US-amerikanische Journalist Hubert R. Knickerbocker in seinem viel gelesen Buch „Kommt Europa wieder hoch?“ Beruhigendes von seiner im Sommer 1932 geführten Unterhaltung mit Gregor Strasser: „Wir erkennen das Privateigentum an. Wir erkennen die private Initiative an…Wir sind gegen die Verstaatlichung der Industrie. Wir sind gegen die Verstaatlichung des Handels.“

    http://www.dasjahr1933.de/das-deutsche-groskapital-der-keppler-kreis-und-die-nsdap/

  7. Selbstdenker

    @DailyMirror

    Mit diesen Sprüchen versuchte man Fluchtreaktionen zu vermeiden, die wirtschaftspolitische Agenda der National-Sozialisten war definitiv eine sozialistische. Es war sogar den Nazis klar, dass die Enteignungsbeute kleiner ist, wenn man potentielle Enteignungssubjekte mit Ankündigungen vorher warnt.

    Das “Privateigentum” war unter dem National-Sozialismus ein nacktes Recht; d.h. ein rein formales “Recht” ohne Inhalt. So mussten größere Bargeldbestände, Ankäufe und Verkäufe von Waren und Immobilien, die Vergabe und die Annahme von Krediten, etc. entsprechenden Stellen gemeldet und Rechtsgeschäfte genehmigt werden. Ohne derartige Genehmigungen waren die Rechtsgeschäfte gegenstandslos.

    Nachdem (echtes) Eigentum seit jeher sowohl aus dem Recht eine Sache uneingeschränkt zu nutzen als auch aus dem Recht über eine Sache uneingeschränkt zu verfügen besteht, gab es während der Zeit des National-Sozialismus de facto auch kein Privateigentum, das diesen Namen verdienen würde.

    Vielmehr hatte der national-sozialistische Staat ein uneingeschränktes Durchgriffsrecht (Primat der Politik) auf sogenanntes “Privateigentum”, von der die National-Sozialisten auch regelmäßig Gebrauch machten, wenn es etwas Nennenswertes zu holen gab.

    Es mag sein, dass diese wirtschaftspolitische Verwandtschaft vielen Sozialisten peinlich sein mag. Seine Verwandtschaft kann man sich leider nicht aussuchen. Es behauptet auch hier niemand, dass die Sozialisten auf der gleichen Stufe wie die National-Sozialisten stehen würden.

    Es wäre allerdings eine Sache des Charakters und der Glaubwürdigkeit, wenn sich die Sozialisten ihrer unangenehmen eigenen Vergangenheit stellen würden und nicht stets den ausgestreckten nackten Zeigefinger auf andere richten würden.

    Die wirtschaftspolitischen Ähnlichkeiten zwischen dem aktuellen Neo-Sozialismus europäischer Prägung mit dem Faschismus und dem National-Sozialismus sind jedenfalls verblüffend. Die Aushöhlung vom Privateigentum, der Vertragsfreiheit und der Rechtsstaatlichkeit zugunsten eines politisch-motivierten zentralen Dirigismus und Interventionismus können mit ein und derselben Schablone gezeichnet worden sein.

  8. Tom Jericho

    Der größte Propagandaerfolg der Linken war und ist es, den National-Sozialismus als “rechtsextrem” eingeordnet zu haben. Die Rechten waren traditionell die Monarchisten, also der Adel bzw. das (gehobene) Bürgertum und das war grosso modo national (no na ned), aber niemals sozialistisch.

  9. Manuel Leitgeb

    @Selbstdenker
    Doch, ich behaupte, daß die Sozialisten auf der selben Stufe wie die Nationalsozialisten stehen! Nationalsozialismus ist wie Stalinismus, Maoismus etc. nur eine weitere Variante des Sozialismus (sowjet. Kommunismus selbst ist wieder ein Spezialfall). Das Merkmal und die Gemeinsamkeiten beziehen sich v.a. auf die Totalitärität. Vergleichen Sie die politischen Umsetzungen in Politik, Recht und Gesellschaft zwischen NSDAP, sozialistischen Staaten und anderen Diktaturen z.B. faschistischen Staaten. Obwohl Hitler die Vergesellschafterung der Produktionsmittel ablehnte, werden Sie feststellen, daß das 3. Reich mehr Gemeinsamkeiten mit der Sowjetunion hatte, als mit faschistischen Staaten (z.B. in der strikten Durchsetzung der Indoktrination der Kinder und Entziehung von den Eltern). Die Anwendung des Begriffs Faschismus auf die Nazis kam v.a. aus der Sowjetunion unter Stalin und verschiedener sozialistischer und marxistischer Autoren.

  10. menschmaschine

    natürlich waren die nationalsozialisten sozialisten. und das war ihnen bewußt. sie bezeichneten die ideologie des sowjet-regimes immer als “bolschewismus”, um sich scheinbar abzugrenzen.
    allerdings waren die nazis in wirtschaftsdingen schlauer als die sowjets. sie nahmen die industrie an die kandare, ohne die industriellen zu enteignen und bekamen auch so, was sie wollten.

  11. Thomas Holzer

    @menschmaschine
    @Manuel Leitgeb
    @Tom Jericho
    @Thomas Braun

    Wir sollten aufpassen, daß wir nicht wegen Geschichtsrevisionismus und Widerbetätigung vom DÖW vor Gericht gezerrt werden 😉

  12. Selbstdenker

    Ich sehe hier nicht das Geringste, das in die Kategorie Widerbetätigung oder Geschichtsrevisionismus fallen würde. Auch wird hier absolut nichts verharmlost.

    Vielmehr geht es hier darum, jenen Teil der historischen Entwicklung vom Sozialismus sichtbar zu machen, den heutige Sozialisten gerne totschweigen. Einige Sozialisten meinen den braunen Dreck an anderen abstreifen zu müssen um sich dann selbst leise aus der Affäre zu schleichen.

  13. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Na, dann wünsche ich Ihnen viel Spaß bei einer Diskusssion über diese Tatsachen in z.B. der Sektion VIII in Wien 🙂

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