Warum kosten Lebensmittel in Wien um 20% mehr als in Berlin?

“…….Lebensmittel kosten in Wien rund ein Fünftel mehr als in Berlin. Das zeigt ein aktueller Preismonitor der Arbeiterkammer mit 40 Lebensmitteln. Der Wiener Warenkorb, bestehend aus den jeweils preiswertesten erhältlichen Lebensmitteln, ist demnach im Vergleich zum Berliner Warenkorb um 19,4 Prozent teurer. In Nettopreisen gerechnet fällt der Unterschied mit 15,8 Prozent etwas geringer, aber immer noch deutlich aus.” (hier)

10 comments

  1. Rado

    Dieses Verhältnis gibt es auch im Vergleich Salzburg-Freilassing (Luftlinie ca. 3 km). Würde sagen, die Preisdifferenz ist da gefühlt sogar noch höher.

  2. Fragolin

    Ist der übliche Preisunterschied zwischen Österreich und Deutschland. Daran sieht man die Auswirkungen gewerkschaftlichen Klassenkampfes in Form horrender Lohnkosten und exorbitanter Nebenkosten aus staatlichen Vorgaben in Österreich.

  3. Thomas Holzer

    typisch AK, außer kritisieren nichts konkretes!
    Warum eröffnet die AK nicht Supermärkte, welche Waren zu den Preisen in Berlin anbietet?!
    Das würde die Glaubwürdigkeit dieser “Institution” wesentlich stärken; natürlich nur, wenn der Laden nicht subventioniert werden würde

  4. astuga

    Gibt’s eigentlich in Deutschland eine der Arbeiterkammer (und Wirtschaftskammer) vergleichbare Institution mit Zwangsbeiträgen?

  5. Fragolin

    @astuga
    Guckstu hier: http://www.kammerrecht.de/links/deutschland.html
    Das einzige, was fehlt, ist eine Arbeiterkammer. Das ist wohl auch der Grund für den ausgerechnet von unserer AK aufgezeigten Preisunterschied. Diese zwangsfinanzierten Schranzen entblöden sich nicht einmal, einen selbst verursachten Missstand den unter ihren frechen und politisch durchgepeitschten Forderungen leidenden Händlern vorzuwerfen.
    Die Kammern in Deutschland sind das gewerbliche Gegenstück (Gewerke) zu den Gewerkschaften. Sie stehen nicht im Verfassungsrang wie hierzulande, weil sie einen kleineren bis gar keinen politischen Einfluss haben. Leider kennen diese Gewerke aber ebenso die Zwangsmitgliedschaft, aktuell laufen aber einige Verfahren auch am Verfassungsgericht gegen diese Unsitte.

  6. Falke

    Enorme Preisunterschiede gibt es nicht nur bei Lebensmitteln (besonders bei Milch und Milchprodukten: ein Liter Milch in Deutschland 59 Cent, 1/4 Butter 79 Cent)), sondern auch bei Kosmetika. Man muss sich, ganz nebenbei, fragen, wozu es bei uns eine sogenannte Wettbewerbsbehörde gibt, deren hochbezahlte Beamte offenbar nichts tun. Wie sonst kann man erklären, dass die meisten Grundnahrungsmittel (Milch, Butter, Semmeln, Öl, Zucker usw.) überall auf den Cent gleich viel kosten, egal ob es sich um eine Hochpreiskette oder einen Diskonter handelt. Auch jede Preisänderung erfolgt genau am selben Tag, um genau denselben Cent-Betrag. Deren Kalkulationen können doch wohl nicht identisch sein, die einzige Erklärung ist daher wohl Preisabsprache. Das scheint die Wettbewerbsbehörde aber anscheinend nicht weiter zu kratzen.

  7. Christian Peter

    Das war immer schon so, vielleicht liegt es am mangelnden Wettbewerb im Lebensmittelsektor. In anderen Bereichen sind die Preise in Deutschland viel höher als in Österreich (z.B. Telekommunikation, Energie, u.a.).

  8. Seerose

    Ich kaufe mit gutem Gewissen alles (und damit mein ich alles) ausser Lebensmitteln uebers Internet und somit nicht in Oesterreich. Ich werd schon ueber Steuern genug abgezockt. Vor allem der Apothekeneinkauf in deutschen Versandapotheken ist jedesmal ein AHA-Erlebnis.

  9. Reini

    …. kann (darf) man den Preisunterschied überhaupt vergleichen?! … Deutschland ist nicht Österreich!!! … da kann man das ganze Wirtschaftssystem inkl. Steuersystem hinterfragen …

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