Warum Macron auf neue Atomkraftwerke setzt

Von | 16. November 2021

Frankreich hat keine Kohle, kein Gas, kein Öl – also keine Wahl: Das etwa mag, verkürzt, die cartesianische Logik hinter Emmanuel Macrons Ankündigung sein, Frankreich werde neue Atomkraftwerke bauen. Jedenfalls ist es ein geschickter Schachzug im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl in fünf Monaten. Macron hat zwar seine Kandidatur noch nicht offiziell angekündigt, doch steht ausser Zweifel, dass er eine zweite Amtszeit anstrebt und auch gute Chancen auf die Wiederwahl hat.

Sein aktueller Vorstoss signalisiert dem Volk, dass die Versorgungssicherheit Chefsache ist und angepackt wird; zugleich zeigt Macron, wo er den Königsweg zur Dekarbonisierung ortet. Dieses «Paris Gambit», um im Schach-Jargon zu bleiben, ist Gaullismus pur et dur, und nur schon daran erweist sich, dass Macron auf der Höhe der Zeit ist wie sonst kaum ein Staatsmann in Europa (allenfalls noch Boris Johnson, der erklärtermassen auch auf Atomkraft setzt; man lasse sich durch seine zur Schau getragene Spleenigkeit nicht täuschen). weiterlesen hier

Ein Gedanke zu „Warum Macron auf neue Atomkraftwerke setzt

  1. Cora

    Atomenergie ist alternativlos würden die Deutschen sagen, wenn sie sich nicht im letzten Moment dagegen entschieden hätten. Die Klimaforscher sagen einen kalten Winter voraus, Klimaerwärmung hin oder her. Vielleicht hilft ein minus dreißig Grad Winter als Denkerleichterung.

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