Warum schneiden Frauen beim MedUni-Test schlechter ab?

Von | 12. August 2013

(ANDREAS UNTERBERGER) Warum schneiden Frauen bei den Schulnoten besser ab als ihre männlichen Kollegen, bei standardisierten Aufnahmetests aber regelmäßig deutlich schlechter? Um diese Diskussion wird auch Österreich nach den neuerlich verheerenden Ergebnissen der weiblichen Kandidaten beim Medizin-Aufnahmetest nicht herumkommen. Auch wenn es den – leider auch bis in die ÖVP eingedrungenen – rotgrünen Quoten-Fanatikern nicht passen wird. Und auch wenn die Frauenministerin in ihrer gewohnten Wahrheitsliebe so tut, als ob die Medizin-Tests einen weiblichen Erfolg gebracht hätten.

Tatsache ist: All das Herumbasteln um „frauengerechtere“ Aufnahmetests für die knappen Medizin-Studienplätze hat nichts geholfen. Nachdem der absurde Quotenversuch der Wiener MUW nach einem Jahr als rechtswidrig wieder abgebrochen werden musste, hat es heuer erstmals an allen drei Medizinischen Universitäten einheitliche und neugestaltete Aufnahmetests gegeben.

Aber auch nach den neuen Testregeln haben Frauen deutlich schlechter als Männer abgeschnitten. Insgesamt haben über 8000 Kandidaten am 5. Juli den Test versucht, der den Zugang zu den bloß 1500 Studienplätzen öffnet. Darunter waren 58 Prozent Frauen. Das Ergebnis: Qualifiziert haben sich weibliche Kandidatinnen nur zu 48 Prozent für das Studium. Das ist das, was man in jeder seriösen Wissenschaft einen mehr als signifikanten Unterschied nennt.

Für die vielen von unserem Steuergeld und einigen hohlen Phrasen lebenden Berufsfeministinnen ist das nun eine ziemlich blöde Geschichte. Auch wenn sie das Ergebnis so wie die Frauenministerin einfach wegzuleugnen versuchen. Diese jubelte doch glatt in einer Aussendung darüber; denn es hätten sich ja annähernd gleich viele Frauen wie Männer für das Medizinstudium qualifiziert. Nun ja, so kann man den Unterschied von 58 zu 48 auch zu verkaufen versuchen. Aber die Verlogenheit der Politik ist heute nicht das Thema.

Es ist längst nicht mehr wegzuleugnen: Mädchen bekommen in Schulen nicht so sehr ihres besseren Wissens oder Könnens deutlich bessere Noten als die Burschen. Der eigentliche Hauptgrund lautet wohl: Sie sind einfach angenehmere und anpassungswilligere Menschen (die paar für die Umwelt weniger erfreulichen Kampffeministinnen fallen ja zahlenmäßig nicht ins Gewicht und werden überdies auch immer weniger, einmal abgesehen von der Politik). Sie sind sozial meist viel besser angepasst. Und das lassen Lehrer – bewusst oder unbewusst? – halt immer auch in die Note einfließen. Obwohl diese eigentlich etwas anderes messen sollte als das nette Verhalten.

Hingegen sind Burschen vor allem rund um die Pubertät ein viel schwieriges Kapitel für viele Lehrer. Sie sind aufsässig, sie sind oft rüpelhaft. Sie wollen nicht dem Lehrer gefallen, sondern sich in das verbeißen, was sie interessiert.

Manche junge Männer tun das mit aber genau jenem Fanatismus, Forschungs-, Erfindungs- und Entdeckungsdrang, der in der Geschichte die Menschheit immer wieder ein Stück nach vorne gebracht hat. Die deutlich größeren sozialen und Empathie-Fähigkeiten von Frauen sind hingegen in anderer Hinsicht für die Menschheit wichtig und genauso unverzichtbar. Sie sind aber nicht unbedingt das, was bei einem wissenschaftlichen Studium gefragt ist.

Gewiss gibt es in beide Richtungen spannende und tolle Gegenbeispiele zu diesen beiden Trends. Bei Trends geht es aber nie um Einzelfälle, sondern um die Masse, um Durchschnittswerte. Aber längst können nur noch ein paar verbohrte Ideologen daran zweifeln, dass die Unterschiede zwischen Männern und Frauen genetische und nicht bloß sozial anerzogene sind.

Diese skurrile These von den Geschlechterunterschieden als rein sozialem Konstrukt hatte vor ein paar Jahrzehnten eine kommunistische Schriftstellerin in Frankreich entwickelt. Die These wird seit einigen Jahren nun von Kampffeministinnen als perfekte Ideologie verwendet, um sich leistungsfrei Privilegien, Quoten, Jobs und Steuergeld zu verschaffen. Obwohl diese These wissenschaftlich durch nichts belegt ist, wird sie absurderweise auch an Universitäten gelehrt.

Damit sind wir beim zweiten Aspekt gelandet: Junge Männer bereiten sich in ihrem oft sehr einseitigen, aber stark zielgerichteten Interesse mit großer Intensität auf jene Tests und jene Aufgaben vor, die ihnen wirklich wichtig sind im Leben. Mädchen handeln hingegen öfter nach dem Prinzip: “Na, versuchen wir‘s mal; wenn‘s nicht leicht geht, versuchen wir dann halt was anderes.”

Dazu kommt ein weiterer Aspekt, der für die Tests gar nicht relevant ist: Auch unter Ärzten gibt es unter den Frauen (zum Glück!!) viele, die etliche Jahre ihres Berufsleben ganz oder teilweise der Kindererziehung widmen. Das bedeutet aber in einer rein ökonomischen Betrachtungsweise, die gerade bei knappen Studienplätzen und bei großem Ärztebedarf nicht zu ignorieren ist: Das teure Steuergeld für eine ganze Ärzte-Ausbildung ist damit im Schnitt bei Männern effizienter eingesetzt.

Das zu sagen ist zwar politisch total unkorrekt, aber absolut nicht widerlegbar. Es sei denn, es gelingt der Nachweis, Frauen wären als Ärzte im Schnitt besser als Männer. Ein solcher Nachweis ist mir jedenfalls nicht bekannt.

Ich selber – und jetzt wird’s zwangsläufig total subjektiv, was aber in einem persönlichen Tagebuch ja auch erlaubt sein muss: Ich selber kenne sowohl exzellente und empathievolle Frauen wie Männer als Ärzte. Aber die einzigen beiden Fachärzte, von denen ich mich unzufrieden getrennt habe (wieder zweifellos subjektiv), sind Frauen. Natürlich werden jetzt manche sagen: Jetzt hat er sich endgültig als Frauenfeind entpuppt. Was aber nicht nur unwahr, sondern auch unlogisch ist. Warum habe ich denn davor längere Zeit völlig freiwillig die Betreuung durch diese beiden Ärztinnen gewählt? Zu Recht kann man diesem Absatz jedoch entgegenhalten, dass es hier nur um Einzelbeispiele geht, die als solche in der Tat nichts bedeuten. (TB)

10 Gedanken zu „Warum schneiden Frauen beim MedUni-Test schlechter ab?

  1. Nattl

    Frauen zurück an den Herd!

    Dr. Unterberger sollte sich um die vakant gewordene Stelle als Staberl bei der Kronenzeitung bewerben.

  2. markus meissl

    gehen wir nun einmal davon aus, dass technisch, wissenschaftliche dinge vielleicht wirklich maennern eher liegen, so ist das verhaeltnis maennliche zu weiblichen studierenden in der medizin in diesem semester dann halt 52 zu 48.
    heisst aber auch, dass immerhin etwa 3880 maedchen bessere testergebnisse geliefert haben als auch etwa 3360 maenner. abgesehen davon, dass sie besser abgeschnitten haben als etwa 4680 frauen.
    ein objektives testverfahren filtert halt nach abgefragten kriterien. und das ist gut so.
    ob man daraus eine generaldiskussion ueber die generelle sinnhaftigkeit des medizinstudiums fuer frauen im vergleich zu maennern ableiten sollte, ist fuer mich zumindest stark fragwuerdig.

    und als ex mann einer erfolgreichen dermatologin, die mit noch nicht 27 turnus und mit 30 die fachausbildung abgeschlossen hatte und waehrenddessen unsere tochter bekommen hatte (sie war 5 monate nach der geburt wieder voll im spitalsdienst), weiss ich halt, das volle karenzzeiten bei aerztinnen eher sehr selten vorkommen.

    ich kann ausserdem sagen, dass die flaschen unter den aerzten, die ich kennengelernt habe, sowohl maennnlich, als auch weiblich waren und die aerztinnen damit keinen hoeheren unfaehigkeitsprozentsatz aufweisen, als er zum beispiel unter maennlichen automechanikern existiert. eher sogar deutlich darunter.

    ich schaetze ihre beitraege, hab aber das gefuehl, dass sie sich bei diesem thema etwas verlaufen. besonders wenn man in der folge betrachtet, in welche richtung die spaeteren spezialisierungen von medizinern gehen. da kommen auch die geschlechterunterschiedlichen interessenlagen wieder staerker zum vorschein.
    und eines ist fuer mich voellig klar. dort wo empathische faehigkeiten gefragt sind, sind weibliche aerzte wiederum ueberlegen. sicher nicht aber dort, wo es um manuelle dinge geht, wie in der chirurgie.

    lassen wir es doch wie es ist.

  3. Heinrich Elsigan

    Meiner Meinung nach spielen diese 3 Faktoren eine Rolle:
    1.) Genetik
    2.) Hormonell, Biochemisch, Umweltbedingungen
    3.) Prägung, Erziehung, soziale Konstruktion

    Alle 3 sind relevant zu einem gewissen Teil, wer daran zweifelt sollte sich fragen, wieso Marathonläufer aus Kenia bessere Leistungen erziehlen als afroamerikanische im Schnitt

  4. Weninger

    Ich als Mann sehe keinen einzigen Grund, warum Frauen schlechtere Ärzte sein sollen, habe mich im Gegenteil bei Frauen meist besser und umfassender behandelt gesehen. Was Unterberger hier verzapft, sind ziemlich abgelutschte und öde Stereotypen aus dem 19. Jahrhundert. Außerdem können auch Männer, die keine Naturwissenschaft und Technik-Genies sind, mehr als passable Ärzte werden. Fragt sich nur, warum ein der Unterberger-Buam im Bundesmobiliendepot sitzt, statt die Welt mit seinem technischen oder medizinischen Erfindungen zu bereichern?

  5. Heinrich Elsigan

    Als liberaler sage ich jetzt ganz was böses: Die Leistung einer Marie Curie ha
    t die Menschheit weiter gebracht, als 2000 gute Landärzte. Dennoch ist die Leistung der Marie Curie nutzloser für die Nachwelt, wenn 90% nicht mehr sinnerfassend lesen können und ihre Leistung nicht auf fruchtbaren Boden fällt.

  6. Christian Peter

    Geschlechtsunterschiede gibt es nur aus biologischer Sicht. Es existiert kein weibliches Denken, keine weibliche Physik und keine weibliche Mathematik.

  7. PP

    @markus meissl
    möchte das aus meiner erfahrung heraus -und damit nona völlig subjektiv- bestätigen. totale nieten, pfeifen, blindgänger, etc gibt es gleicherzahl weibliche wie männliche. ebenso gibt es berufene docs, die ich bewundere! Ich flicke nur an maschinen herum – das an menschen muss man schön wirklich mögen!

  8. gms

    Nattl,

    “Frauen zurück an den Herd!” — Das kann definitiv keine reaktionäre Forderung sein, zumal erstens ja ausgerechnet der bourgoise Haushalt sich vom proletarischen Koch-Wohn-Schlafzimmer der Dimension 3×4 Meter eklatant unterscheidet, und zweitens zugleich eine sexuelle Unterdrückung der Frau behauptet wird, anstatt einer lukullischen.
    Bleiben zum Einlochen der rollenden Gedankenkugel noch industrielle Großküchen, an deren Herde die Progressiven ihre schutzbefohlenenen und geschlechtslosen Roboter auf Kohlenstoffbasis wissen will. Wo einst auf Plakatwänden der Linken der starke Arm des Proletariers den Vorschlaghammer schulterte, ist ‘s heute der in Szene gesetzte, ausgestreckte Finger jener Frau, die – als engelsgleiche Alleinerzieherin mit am Sozialamt angeheiratetem Papa Staat – draußen in der weiten Welt den Männern zeigt, wo der Kochlöffel hängt.

    “Frauen hinaus an den Herd!” — Daß es ausgerechnet Frauen sind, die in jeder öffentlich geäußerten Dummheit einen an sie persönlich adressierten Imperativ erkennen, ist bloß der Auftakt zum Treppenwitz.

    Nach diesem Vorspiel: Wer sein Leben lang ein sorgenfreies Einkommen haben möchte, der wette konsequent darauf, in jeder sich entspinnenden Debatte von wegen Manderl & Weiberl würde sich eher früher als später eine Teilnehmerin finden, welche jegliche statistische Faktenaufzählung als Widerspruch zu ihrem eigenen persönlichen Erleben empfindet und daran anknüpfend selbige Aufzählung als persönliche Kränkung.

    Wollte man sein Wetteinkommen noch erhöhen, so setze man flankierend darauf, Männer würden die Tatsache, es gäbe unter ihnen anteilig mehr Cretins als bei Frauen, achselzuckend zur Kenntnis nehmen. Wenn es nämlich einen initialen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt, so besteht er darin, wessen Gedankenkosmos eher den eigenen Nabel mit dem des restlichen Universums gleichsetzt.

    “Es sind hunderte Tote zu beklagen, darunter auch unzählige Frauen und Kinder.” — Wie befremdlich wirkte auf uns eine anders gestrickte Nachricht, welche explizit die Menge toter Männer nennt?

    “Es sind hunderte Tote zu beklagen, darunter auch unzählige Männer und Kinder.” – Wir haben einen verdammt gut begründeten und bislang noch von niemandem kritisierten Sexismus in unserer Beurteilung dessen, was wir für relevanter halten als anderes.
    Die Biologie schert sich keinen Deut um Wohlfahrststaat und breit angelegte Volkserziehungsprogramme, weswegen jener Teil der menschlichen Spezies, der weniger ersetzbar und zugleich verletzbarer ist, stärker sein Umfeld danach abklopft und bewertet, was dieses ganz speziell mit ihm als Individuum zu tun hat. Dem Ersetzbaren fällt es in der Umkehrung leicht, etwas nicht persönlich zu nehmen.

    Wenn Männer nachwievor öfters unter der Brücke landen, früher mit Särgen in Berührung kommen, und als gegenschlagendes Pendel — quasi als vorgeblich legitime Rache zu Hexenverbrennungen — heute in Werbung und Film als hirnlose Trottel dargestellt werden, denen ein Superweibchen auf die Sprünge hilft, so wird das einen Mann ebenso kalt lassen, wie eine zertretene Sojabohne auf einem Provinzmarkt in Pjöngjang.

    “Gentlemen agree on facts.” — Das eine sind die Tatsachen, das andere ist das Individuum.

  9. Christian Weiss

    @ Nattl
    Ich kann in Herrn Unterbergers Ausführungen keine Ablehnung der grundsätzlichen Wahlfreiheit erkennen. Er stellt einfach fest, dass die männlichen Qualifikanten offensichtlich beim Medizineignungstest besser abschneiden. Das heisst ja nicht, dass Frauen nicht auch Ärzte werden sollen. Er zeigt hier nur auf, dass eine Quote dazu führen würde, dass die Männer trotz im Durchschnitt besserer Eignung weniger Studienplätze erhalten würden. Wenn man Ihren Einleitungssatz also richtigstellen würde, so müsste man sagen, dass eine Quote nichts anderes heisst als “Männer an den Herd! Wir wollen Euch nicht als Mediziner!”
    Während also die Wahlfreiheit im Rahmen der Kompetenz mit quotenfreien Eignungstests gewährleistet ist, die Frauen aber halt weniger häufig Arzt werden können, würde eine Quote keine Wahlfreiheit im Rahmen der Kompetenz für Männer bedeuten, weil sie selbst dann nicht Ärzte werden könnten, wenn sie es drauf hätten.

  10. T

    Ignoranz pur. Es gab/gibt genauso viele erfolgreiche Wissenschaftlerinnen wie Wissenschaftler. Frauen haben in der Geschichte die Menschheit immer ein Schritt mehr weiter gebracht. Zumal, wurden Frauen und Mädchen der Zutritt auf Weiterbildung für hunderte von Jahren verwehrt, im Gegensatz zu Männern.
    Informieren sie sich. Ihre Ignoranz zeugt aus Primitivität.

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