Warum sich Vietnamesen im Westen so gut zurechtfinden

“Wohin es sie auch verschlägt, Vietnamesen schaffen den Aufstieg in westliche Gesellschaften besser als andere Migranten. Ihr Beispiel zeigt: Kultur spielt eine zentrale Rolle bei der Integration….” (hier)

19 comments

  1. Der Realist

    Diese Erkenntnis ist ja nicht neu, hörte man von Leuten aus Südosteuropa oder Afrika oftmals den Vorwurf wie fremdenfeindlich die Österreicher sind, wie wenig der Staat für Integration usw. tut, kamen solche Klagen von Zuwanderern aus Fernost so gut wie nie. Auch in der Kriminalitätsstatistik scheinen sie nicht auf, und am Arbeitsmarkt nehmen sie aktiv teil.

  2. Christian Peter

    Das gilt nicht nur für Vietnamesen, sondern für die meisten anderen asiatischen Kulturen. Habe mich immer schon gewundert, wie verwegen und dämlich es ist, fast ausschließlich Flüchtlinge aus islamischen Ländern aufzunehmen, die weder integrationsfähig noch – willig sind.

  3. stiller Mitleser

    Die vietnamesische community in Ö ist mit etwas über 1000 Leuten leider sehr klein (die Zahl wurde mir diesen Sommer von einem freundlichen Vietnamesen genannt, zu dem ich mich auf die Parkbank, wo er in einem dicken Programmierbuch las, setzte und plauderte, weil sich ein unangenehmer Typ zu mir auf meine etwas versteckt im Schatten stehende Parkbank, wo ich ebenfalls gelesen hatte, gesetzt und nach mir gegriffen hatte – eine grüne Altersgenossin, der ich dann davon erzählt hatte, quittierte das mit “hab dich nicht so”) und auch in zweiter Generation nicht nur Bildungsberufen aktiv, aber sehr strebsam und – wie ich bei den Vietnamesen in meinem Vorstadtbezirk beobachten konnte, außerordentlich clever in ök. Dilemmata.
    In meinem Wohnhaus hatte ein vietnamesischer Spitzenboxer in einem ehemals gewerblichen Kellerlokal, das er selbst sanierte und mit Duschen ausstattete, eine Kickboxschule eingerichtet, und abends – er hatte selbstverständlich eine normale Ganztagsbeschäftigung – die migrantische Jugend unterrichtet.
    Das Lokal war immer voll und der Hausbesitzer versuchte – übrigens nicht vertragsgemäß – die ohnehin sehr hohe Miete für das desolat übernommene Kellerquartier stark zu erhöhen. Er dachte er hätte in einem nahegelegenen türkischen Gemüsehändler auch einen Alternativmieter. Der Boxchampion – seine alte Mutter hatte das Lokal samt Duschen piccobello sauber gehalten – zog einfach aus. Er schätzte die Situation richtig ein. Das Lokal steht nun schon seit zwei Jahren leer, ohne Mieteinnnahmen.

  4. mariuslupus

    Ein ganz wichtiger Unterschied, Vietnamesen waren zu Zeiten der boat people und der Cap Anamur, echte Flüchtlinge. Der Terror, die Säuberungen durch den Vietcong nach dem Rückzug der Amerikaner sind für die linken Medien, noch immer kein Thema.
    Vietnamesen haben gezeigt, wie im Artikel richtig beschrieben wird, dass sie bereit sind von der Kultur des Gastlandes das beste zu übernehmen, und es in ihr eigenes Ethos zu integrieren.
    Das gleiche gilt auch für Tibeter, auch wirkliche Flüchtlinge. Auch die Grausamkeiten die Chinesen nach der Besetzung Tibets an der Bevölkerung, verübt haben, bleiben in den linken Medien unerwähnt. Die in die Schweiz geflüchteten, haben sich weitgehend unproblematisch integriert, sind freundlich und unauffällig.
    Das gleiche Trifft auch auf die Tamilen zu.
    Warum die Eurokraten von der Idee besessen sind, ausgerechnet Menschen die jede Integration ablehnen, weil es in ihren Schriften steht, dass es verboten ist, sich mit Ungläubigen einzulassen, unbedingt hier haben wollen, gibt Anlass zu Spekulationen.

  5. Falke

    Ich kann nur unterstreichen, was Christian Peter weiter oben schon geschrieben hat: Was hier über die Vietnamesen geschrieben wurde, gilt grundsätzlich für alle (oder die meisten) Asiaten. Als Beispiel mögen die vor allem in den USA sehr erfogreichen Chinesen gelten. Bekannt ist auch der Leistungsdruck, dem insbesondere in Südkorea bereits die Schüler unterworfen werden. Das hängt sowohl mit deren grundsätzlicher Einstellung zu Bildung, Arbeit und Erfolg zusammen, als auch mit ihrem religiösen Glauben und dem Stellenwert, den sie ihm zumessen.

  6. sokrates9

    Konfuzius war ein intellektueller Philosoph mit mit großem Background der die Kantsche Philosophie ” Tue nichts was du nicht möchtest dass dir Passiert” schon 1000 Jahre früher gelehrt hat! Demgegenüber de Nomade Mohammed der mit Gewalt und Brutalität seine Religion formuliert hat! das Ergebnis ist leicht erkennbar! Interessant ist dass bei den Vietnamesen vor allem intellektuelle Fähigkeiten Priorität haben, während im protestantischen Leistungsstreben auch Sport eine wichtige rolle hat!

  7. stiller Mitleser

    Die Differenzen innerhalb asiatischer Ethnien sind, wenn auch für uns nicht leicht wahrnehmbar, doch erheblich.
    Mariuslupus hat schon die Friedfertigkeit bei Tibetern (zahlreich in der Schweiz) und Tamilen, die ebenfalls Buddhisten sind, angeführt. Bei Konfuzianern imponiert die hohe Fähigkeit zur Selbstkritik, auch bei einfachen Leuten, wie zB. der ersten Generation chinesischer Einwanderer, die zu einer ständigen Optimierung nicht der Person, aber ihrer Entscheidungen führt.
    Hauptargument gegen alle Kritik an der forcierten muslimischen Zuwanderung ist “das Soziale” unter völliger Vernachlässigung des Kulturellen, erlaubt man sich kulturelle Differenzen anzuführen, erinnert das die neuen Mittelklassen an die Kränkungen der Eltern und Großeltern, mit denen sie – unbewußt – doch identifiziert sind.

  8. astuga

    Grundsätzlich kann man dem zustimmen…

    Dennoch darf nicht unerwähnt bleiben, dass bei einigen asiatischen Migrantengruppen Kriminalität ein großes Problem darstellt.
    Dazu gehören Vietnamesen ebenso wie Chinesen.
    Auch weil es bereits in deren Herkunftsländern (teilweise Jahrhunderte alte) kriminelle Strukturen gibt.
    Siehe Schlangenköpfe und Tongs in China.
    Üblicherweise ist diese Kriminalität auf die Communities selbst begrenzt, andere bekommen gar nicht viel davon mit.
    Aber eben auch nur zu Beginn.
    Die USA haben mit diesen Problemen einiges an Erfahrung.

    Massenmigration (!) erzeugt immer Verwerfungen, und Europa ist auch kein dünnbesiedelter Kontinent wie Nordamerika mit Kanada und den USA.
    Und unsere Gesellschaften sind auch gar nicht dafür ausgelegt, Stichwort Sozialsystem.
    Es hat auch wenig Sinn, jetzt über “bessere Migranten” zu diskutieren, so lange wir andere im Land haben und laufend mehr davon zu uns kommen.

  9. astuga

    Historisch waren übrigens auch die Deutschen immer eine recht erfolgreiche und unproblematische Migrantengruppe.
    Davon zeugen etwa in den USA auch Namen wie Astor, Boeing, Steinway und Heinz.

  10. mariuslupus

    @astuga
    Die Deutschen, auch die Österreicher und Schweizer, haben sich, insbesondere in den USA besonders eifrig angepasst, Die zweite Generation, kann meistens kein deutsch, oder leugnet es, zu verstehen.
    Der Unterschied zwischen den Arabern und Vietnamesen, die Kriminalität betreffend, ist ganz einfach. Vietnamesen, Chinesen tragen ihre Konflikte innerhalb oder zwischen dem Clans aus. Die breite Öffentlichkeit ist davon nicht betroffen. Wann hat man einen Chinesen getroffen, der mit seinen Lieferwagen mit Peking Enten beladen, über das Trottoir gepflügt ist ? Oder wer hat eine Messer schwingenden Koreaner in einer Einkaufstrasse in Europa je gesehen ?

  11. Christian Peter

    @astuga

    Die Integration von Einwanderern in fremden Ländern hängt sehr stark von der Kultur der Einwanderer ab, das ist wissenschaftlich bewiesen. Asiaten stehen dabei ganz oben in der Hierachie der Integrationsfähigen, Einwanderer aus islamischen Länder ganz unten. Besonders alamierend : Die erste Generation der Einwanderer aus islamischen Ländern ist meist besser integriert als die zweite und dritte Generation. Nachzulesen gibt es das z.B. beim Oxford – Ökonom und Migrationsforscher Paul Collier.

  12. mariuslupus

    @Christian Peter
    Eine Tatsache, die erste Generation der Türken war anpassungsfähiger, als ihre Kinder und Enkelkinder. Zu erwähnen ist, dass viele der kritischen stimmen aus dieser Ethnie, zu der zweiten Generation gehören. Ist aber die mehrheitliche Verweigerung einer Assimilierung das Problem des Staates der diese Mensche aufgenommen hat, oder ein Problem der Zuwanderer ?

  13. astuga

    Wobei man dabei nicht vergessen darf, dass diese erste Generation noch unter völlig anderen Umständen nach Europa gekommen ist.
    Weder wurde damals im Westen die eigene Kultur derart in Frage gestellt bzw relativiert, noch die Moderne im isl. Raum (weder in der Türkei noch in Ägypten trug man in den Städten verbreitet Kopftuch).
    Auch die mediale Landschaft war eine völlig andere.
    Kein Sat-TV, kein Internet, kein Handy. Man musste sich integrieren.
    Auch waren die Migranten-Communities deutlich kleiner.

  14. Fragolin

    @Christian Peter
    Asiaten integrieren sich überhaupt nicht in dem Sinne, wie es heute populistisch definiert wird. Sie bilden geschlossene Communities und schotten sich recht dicht nach außen ab; eine Freundin ist Chinesin, wenn die anfängt zu erzählen denkt man sich, die werden hier niemals ankommen.
    Es geht um Stolz und Ehre. Die Asiaten reden nicht davon sondern leben sie; sie empfinden Leben von Staatshilfe als Schande und ehren wirtschaftlichen Erfolg durch Tüchtigkeit. Aus der islamischen Welt kommen Leute, die nur von Stolz und Ehre reden, aber gar keine Ahnung haben, was das heißt, sondern sich durchfüttern lassen ohne jeden Genierer, ja Durchfütternlassen sogar als Lebensmaxime sehen.
    Es geht nicht um Integration sondern um gegenseitigen Respekt und ehrliches (im wahrsten Wortsinn) Verhalten. Integrationsblabla ist eine Nebelgranate der Politik, um so zu tun, als würden Deutschkurse alles gut werden lassen.

  15. Christian Peter

    @Fragolin

    Asiaten integrieren sich sehr gut, dazu gibt es ausreichend Forschungsergebnisse. Überhaupt ist Einwanderung kein Problem, sofern Einwanderungspolitik vernünftig erfolgt. Sehen Sie sich typische Einwanderungsländer wie Australien an, dort werden jedes Jahr mehr als 100.000 Einwanderer ins Land gelassen, allerdings nur auf legaler Basis, illegale Einwanderer haben dort keine Chance auf einen legalen Aufenthaltstitel.

  16. astuga

    @Christian Peter
    Ach kommen Sie mir doch bitte nicht mit Forschungsergebnissen! 😉
    Gerade in diesem Bereich sind die überwiegend das Papier oder den USB-Stick nicht wert, weil zu 90 % eine politische Agenda dahinter steht.
    Aber man kann sich ja an jahrzehntelangen Erfahrungen anderswo und an eigene Beobachtungen halten.
    Ja, Asiaten sind überwiegend Vorzeigemigranten!

    Nur soll man sie auch nicht idealisieren, ich kenne Chinesen die wissen weniger von Konfuzius als ich (und ich weiß schon nicht viel), und deren Arbeitsethos hat gerade mal für die Anstellung in einem Fast Food Restaurant gereicht, obwohl ihnen ihre Familie die Matura ermöglicht hätte.
    In erster Linie sind es Menschen, keine Wunderwutzis.

    Und so zu tun, als ob Zuwanderung keine Probleme mit sich bringen würde ist auch unrealistisch.
    Denn das hängt von vielen Faktoren ab, und die Bildungs- wie Leistungsbereitschaft einer Migrantengruppe ist nur ein Aspekt.
    Gerade in Asien selbst waren und sich etwa chinesische Migranten immer wieder Opfer von Übergriffen, weil sie eben nicht überall beliebt sind oder von muslimischen Mehrheitsgesellschaften abgelehnt werden.
    Vor allem wenn ihre Zahl zu groß ist, und Asiaten sind ja in ihren Heimatländern generell nicht gerade für ihre Fremdenfreundlichkeit bekannt (gleich ob Japaner, Koreaner, Chinesen, Vietnamesen etc.) – aber das alles nur am Rande.

    Die Kriminalität habe ich bereits oben angesprochen.
    Das reicht von Schmuggel, Menschenhandel, Drogenhandel bis Korruption und Gangkriminalität (in den USA etwa gibt es das alles bei Asiaten).
    Ebenso im gelobten Australien… https://en.wikipedia.org/wiki/Gangs_in_Australia

    Außerdem ist Europa auch nicht Australien, Österreich schon gar nicht.
    Denn wenn es nicht gerade um Musikstudenten geht, dann ist konkret Österreich für Vorzeige-Asiaten relativ uninteressant (wegen der Bürokratie, der Sprache und jetzt wohl zunehmend auch wegen des Islam) und Chinalokale oder Sushi-Bars brauchen wir auch keine weiteren.

    Und jene die immer davon reden, dass wir ein Einwanderungsland wären, akzeptieren gerade die Regeln und Beschränkungen nicht die uns überhaupt erst zu einem Einwanderungsland machen würden.

  17. Christian Peter

    @astuga

    Es gibt noch unabhängige Forschung, nicht überall herrschend in der Forschung derart verheerende Zustände, wie im deutschsprachigen Raum. In den USA zählen Asiaten zu erfolgreichsten Einwanderern überhaupt, vermutlich liegt das auch an der selektiven Einwanderungspolitik der USA. Zum Nutzen bzw. Schaden von Einwanderung gibt es auch Daten, es verhält sich wie mit einem verkehrten U : Bis zu einem gewissen Punkt bringt (selektive) Einwanderung Nutzen für eine Gesellschaft, ab einem gewissen Punkt nimmt der Wohlstand durch (Massen-) Einwanderung jedoch rapide ab. Als besonders schädlich gilt es überdies, einzelne Auslandsgemeinden (z.B. Muslime) zu groß werden zu lassen, idealerweise sollte es möglichst viele verschiedene, kleine Auslandsgruppen geben. Also genau das Gegenteil von dem, was uns die Politik in Europa seit Jahrzehnten beschert.

  18. Christian Peter

    @astuga

    Schauen Sie sich typische Einwanderer – Länder wie Australien an. Dort gibt es den weltweit höchsten Anteil an Einwanderern (über 50 %), jedes Jahr werden etwa 100.000 Einwanderer aufgenommen, allerdings ausschließlich selektive Einwanderung auf legaler Basis, illegale Einwanderer haben keine Chance auf einen Aufenthaltstitel. Was hier in Europa seit einigen Jahren in Sachen Einwanderungspolitik läuft ist Selbstmord auf Raten.

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