Warum soll Deutschland bloß weniger exportieren?

“Die EU-Kommission kritisiert Deutschlands Exporte? Völlig falsch. Auch in ihrem neuesten Bericht wirft Brüssel den Deutschen nicht vor, sie würden zu viele Waren ausführen…….” (hier)

10 comments

  1. Reinhard

    Es ist so oder so Schmonzes, der dahergeredet wird. Ich kann keinen Freien Waren- und Kapitalverkehr propagieren und mich dann aufpudeln, wenn jemand mehr exportiert als importiert.
    Export kommt davon, weil viele Leute auf der Welt die Ware aus einem Land besonders schätzen und nachfragen.
    Import kommt davon, weil viele Leute eines LAndes Ware aus aller Welt besonders schätzen und nachfragen.
    Blöderweise treffen jene Länder, deren Waren besonders in aller Welt geschätzt werden, diese Einstellung auch in der eigenen Bevölkerung. Die bösen Deutschen weigern sich trotzig, statt wie der Rest der Welt geil auf deutsche Produkte zu sein, lieber griechische oder spanische Produkte zu kaufen.
    Zusätzlich kommt noch der Wertunterschied hinzu. Deutsche Unternehmen verkaufen Produktionsanlagen, Energieerzeugungsanlagen, Maschinen, Nutz- und Privatfahrzeuge in alle Welt. Teure Produkte.
    Dafür importieren wir Rohstoffe und Genussmittel. Wie viele Flaschen griechisches Olivenöl sollen sich Deutsche auf ihren Salat schütten, um den Gegenwert eines exportierten Kraftwerkes auszugleichen?
    Wie gesagt: Schmonzes.

    Oder wie bitte will die EU die Deutschen zum Konsum ausländischer Waren zwingen, die sonst nicht nachgefragt würden, weil sie selbst was Besseres haben?

  2. herbert manninger

    Das weiß doch noch jeder aus seiner Schulzeit: Die Streber niederhalten, um das eigene Unvermögen zumindest als Durchschnittswert darstellen zu können.

  3. Thomas Holzer

    “……………und die Länder um sechs Milliarden Euro entlasten, damit diese ihrerseits mehr Geld in Kinderbetreuung, Schulen und Hochschulen stecken können.
    All das steigert die Binnennachfrage und damit die Importe.”

    Vielleicht gibt es in diesem Forum jemanden, der meine Wissenslücke schließen kann/möchte 🙂

    Ich frage mich nämlich, wie mehr Geld für Kinderbetreuung, Schulen und Hochschulen die Importe erhöht?

    @Reinhard
    “Oder wie bitte will die EU die Deutschen zum Konsum ausländischer Waren zwingen, …….”

    Ach, um des Friedens Willen wird da der Kommission schon was einfallen 😉

  4. AD

    vielleicht sollte die Kommission die Chinesen bitten, mehr Fahrzeuge von Renault, Citroen und Peugeot, Fiat usw. zu importieren, und weniger von Audi/VW, BMW, Mercedes und Porsche 🙂

    wieso hier vorwiegend deutsche Autos die Strassen verstopfen ….. wer soll das verstehen 🙂

  5. Reinhard

    In der Wirtschaft ist Qualität etwas Gutes.
    In der Politik ist sie etwas Schlechtes.
    Das erklärt eine Menge…

    @Thomas Holzer
    Ich befürchte, Sie haben Recht!
    Gesetzliche Vorschrift zum Verzehr eines Kilos griechischen Schafkäse zum Beispiel. Natürlich pro Person und Woche. Dazu ein Glas Oliven und ein Eimer spanischen Sangria. Geübt haben’s ja lange genug auf Kassandra und Mallorca… 😉

  6. Mona Rieboldt

    Das Ziel der EU ist wohl gleiche Armut für alle EU-Länder. Wenn D weniger exportiert, woher soll dann das viele Geld für die EU kommen, von der Ukraine, Rumänien??

  7. Reinhard

    @Mona Rieboldt
    Das ist ja das absolut Lächerliche daran. Genau jene Bonzen des Brüsseler Hochadels, die sich jetzt so arrogant aufplustern, dass sich die bösen Deitschn doch endlich mäßigen sollen, werden alle ausnahmslos von Deutschland und der winzigen Handvoll Nettozahler ernährt. Sie beißen die Hand, die sie füttert. Aus welchen Gründen auch immer, wer an dem Ast sägt, auf dem er sitzt, wird irgendwann von der Schwerkraft überrascht.

  8. Rennziege

    8. März 2014 – 13:43 Reinhard
    Aber Sie übersehen doch nicht, dass Hunde (in diesem Fall auch: Hündinnen). die die fütternde Hand beißen, in unseren Zeiten faktisch und medial in sind? Heerscharen von NGOs, von staatlich finanzierten Instituten, Kommissionen und “Think Tanks” und Bünden tun das doch ebenfalls, großteils unwidersprochen. Besonders letztere wurden, absurderweise in die Verfassung geschrieben, von der Schwerkraft befreit.
    Physikalisch gesehen ein Ding der Unmöglichkeit; aber die herrschenden Persversionen der Demokratie schaffen sogar dies.

  9. Reinhard

    @Rennziege

    Aber nein, Werteste, bis jetzt ist es ja nur ein harmloses Knabbern; die wirklich spürbaren Bisse folgen erst noch.
    Sie sägen am Ast, aber bis jetzt kratzen sie mehr an der Rinde herum. Wenn es erst einmal an die lebende Faser geht, wenn Sanktionen verhängt und die Wirtschaft aktiv abgewürgt wird, dann schert sich die Physik einen Dreck um das Selbstverständnis der abgehobenen Kaste. Dem Hochmut folgt der Fall so sicher wie das Amen dem Gebet.

    Ich unterstelle den Akteuren eine gewisse Gerissenheit in diesem Punkt; sie pinkeln ihre Ernährer nur so weit an, dass sie ihnen niemals vollends die Hose versauen. Wohl wissend, dass sie nur solange leben können, wie die bösen Klassenfeinde ihr Wirken finanzieren. Alles nur Theater, denn wenn sie wirklich handeln, geht es rasch bergab. Aber irgendwann haben die Zahler auch von der ständig angenässten Hose die Nase voll und treten einmal ordentlich zu.
    Es mag noch dauern, es mag noch manche “Krise” künstlich forciert werden um sich als Retter zu gerieren, irgendwann ist der Krug einmal zu oft zum Brunnen gegangen und übervoll heraufgezogen worden.
    Schön langsam beginnt es zu brodeln. Bei uns dauert sowas. Aber wenn der Deckel vom Topf fliegt, dann wird es interessant…

  10. Leitwolf

    Eine schöne Diskussion, bei der niemand auch nur die geringste Ahnung hat!

    Wenn Deutschland “zu wenig” konsumiert, dann meint man logischer Weise, dass zu viel gespart wird. Es gibt nunmal nur zwei Formen der Mittelverwendung: Sparen oder Konsum. Die Deutschen sparen aber keineswegs viel. Im Gegenteil, ist die Sparquote langfristig leicht sinkend.

    Eine weitere Regel besagt, dass Sparen = Investieren ist. Wobei das im Inland gesparte natürlich nicht auch im Inland investiert werden muss. Was in Deutschland gespart wird, wird zu einem Großteil im Ausland investiert. Hier, und hier allein, liegt die Ursache für den Leistungsbilanzüberschuss. Mit Konsumverhalten hat das rein gar nichts zu tun.

    Es stellt sich daher nur die Frage wie in Deutschland wieder mehr Investitionen anziehen könnte. Offenbar ist der Standort aktuell zu unattraktiv, auch wenn viele Laien was anderes zu wissen glauben.

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