Warum soll eigentlich Apple mehr Steuern zahlen?

“…..Es vergeht im Wahlkampf sowohl in Österreich als auch in Deutschland kaum ein Tag, an dem nicht irgendein Politiker fordert, die großen Digitalkonzerne müssten hierzulande endlich so richtig viel Steuern zahlen. Und zwar, erraten, wegen “der Gerechtigkeit”. Vor allem der Computer- und Handyhersteller Apple wird in diesem Zusammenhang immer wieder gern genannt. Angeblich, so haben hiesige Politiker herausgefunden, zahlt der Konzern weniger Steuern als “ein Würstelstand”. Also: Empörung on! Dergleichen zu fordern, klingt natürlich gut und dürfte vom ökonomisch nicht eben übertrieben kompetenten österreichischen Elektorat durchaus freundlich aufgenommen werden. Es zeigt freilich vor allem, wie evidenzbefreit der aktuelle Stimmenfang funktioniert. (weiter hier)

48 comments

  1. Thomas Holzer

    “Es zeigt freilich vor allem, wie evidenzbefreit der aktuelle Stimmenfang funktioniert”

    Nicht nur der aktuelle, sondern jeder Stimmenfang.

  2. sokrates9

    Es ist alte sozialistische Denke auf die “Großkonzerne” als die bösen Kapitalisten hinzuhauen, obwohl der gesamte Fortschritt ja in den sozialistischen Denkfabriken entsteht!

  3. Falke

    @sokrates9
    Für die Sozialisten (und natürlich die kryptokommunistischen Grünen) sind ja nicht nur die Großkonzerne die “bösen Kapitalisten”, sondern – wie wir das ja besonders intensiv jetzt gerade erleben, zufällig parallel in Österreich und Deutschand – all diejenigen, denen es gelungen ist, sich trotz exzessiv hoher Lohn- und Einkommenssteuer etwas zu ersparen oder ein Häuschen zu bauen. Das ist ja nach
    Sichtweise der Roten total ungerecht, und daher muss eine ordentliche Vermögens- und Erbschaftssteuer her. Und fast alle, die meinen, davon nicht betroffen zu sein, sind natürlich dafür. So glauben Kern und Schulz bzw. Lunacek und Göring-Eckhart, sich noch vor dem totalen Absturz zu retten.

  4. aneagle

    vermisse schmerzlich den luziden Kommentar von Christian Peter auf ihren kaltherzig neoliberalen Artikel. Der veranschaulicht sogar dem grünlinksten Vollpfosten den Unterschied zwischen Geldparkgebühr in Europa und Steuerpflicht in den USA . Aber unsere Gutmenschen suchen ja, blind wie sie sind, nur nach Gerrräächtigkeit, weil das so schön von rrräächen kommt. Die irrwitzige Gleichsetzung von Recht und Rache ist, seit dem Aussterben der Sozialdemokraten, durchgängig linksimmanent. Hoffentlich bringt diese Wahl der versammelten Linken das, was ihr zusteht.

  5. Christian Peter

    Selten einen derartigen Unsinn gelesen. Unternehmen müssen nach heutiger Rechtslage natürlich dort Steuern entrichten, wo Gewinne erwirtschaftet werden und nicht in Steueroasen alle erwirtschafteten Gewinne versteuern (bloß funktioniert das mit den heutigen Gesetzen nicht). Dass Apple der größter Steuerzahler der USA sei ist übrigens ebenfalls völlig falsch, Apple zahlt weder in den USA noch in Europa nennenswert Steuern. Selbst das mit der Umsatzsteuer stimmt nicht, da Apple viele seiner Produkte online verkauft und online – Umsätze sind für die Steuerbehörden nicht fassbar.

    https://www.welt.de/wirtschaft/article116397191/Apple-fand-heiligen-Gral-der-Steuervermeidung.html

  6. sokrates9

    Falke@ Gebe ihnen voll Recht! Hoffe die Bevölkerung gibt den Sozialisten jetzt die “rote Karte” Bei richtigen Einheitswerten kommt jeder Häuslbauer ziemlich schnell in den Genuss einer Erbschaftssteuer! Mir ist völlig unverständlich wieweit die Sozialisten schon von der Meinung der Bevölkerung sich gelöst habe! Als Wahlschlager Einführung einer neuen Steuer bei einer der höchsten Steuerbelastungen Europas zu haben und nicht einmal zu sagen wofür man diese Einnahmen verwenden will ist schon silly campaigning!

  7. Christian Peter

    @sokrates9

    Zuerst denken, dann schreiben : Ausländische Konzerne hinterziehen in Österreich nach seriösen Schätzungen etwa 14 Milliarden Euro pro Jahr – mit diesem Geld ließe sich die Steuerreform des Jahrhunderts finanzieren.

  8. mariuslupus

    Die Diskussion, wie auch die Reaktionen in der WZ, ist Neid gesteuert. Warum ist es wichtig zu verlangen, dass jemand mehr Steuern zahlt, nur weil ich selbst akzeptiert habe, das der Staat das Recht hat, mir mein Geld zu stehlen. Das eigentliche Anliegen sollte sein, den Staat endlich zu kontrollieren ob er das eingenommene Geld des Steuerzahlers sinnvoll verwendet, oder es verschwendet. Der Denkfehler, eine Folge der medialen Indoktrinierung ist, dass der Staat der Eigentümer der Steuereinnahmen ist. Der Staat, der Finanzminister, ist nur ein Treuhänder, in der Realität der Untreuhänder, des Geldes, dass ihm der Steuerzahler überlassen hat.
    Hier beginnt das Problem. Der Steuerzahler darf über die Höhe der Besteuerung nicht entscheiden und er darf auch nicht kontrollieren wie mit seinen Geld umgegangen wird. Eigentlich eine Enteignung, ohne Rechenschaftsbericht, Ausschaltung des Shareholders.
    Möglicher Ausweg, direkte Demokratie. Setzt Subsidiarität und Selbstverantwortung des Bürgers, voraus. Beides nicht vorhanden.

  9. Falke

    @Christian Peter
    Die Konzerne “hinterziehen” überhaupt nichts, sie nützen nur ganz legale Möglichkeiten der Steuerminimierung bzw. -vermeidung aus. Es liegt an den Regierungen bzw. der EU, entsprechende Gesetze zu erlassen, dass dies nicht mehr möglich ist. Den Konzernen ist jedenfalls keinerlei Schuld zu geben – niemand zahlt freiwillg Steuer, wenn er nicht muss.

  10. Christian Peter

    @Falke

    Stimmt nicht, Konzerne verletzen geltendes Recht und hinterziehen Steuern, während mittelständische Unternehmen bzw. Privatpersonen hinter Gittern landen, wenn sie Steuern hinterziehen. Dabei ließe sich von steuerhinterziehenden Konzernen leicht Geld eintreiben, wäre bloß der politische Wille vorhanden. Erst kürzlich gab es bei Google in Frankreich, Spanien, Südkorea und anderen Ländern Hausdurchsuchungen wegen Steuerforderungen in Milliardenhöhe.

  11. Christian Peter

    @Falke

    Außerdem sollte nicht so getan werden, als wäre die Forderung nach Steuereintreibung bei steuervermeidenden ausländischen Konzerne lediglich ein Ansinnen von linken bzw. sozialistischen Parteien. Ganz im Gegenteil, in Ländern mit konservativen Regierungen mussten sich Konzerne mit den Regierungen wegen Steuernachforderungen längst einigen, in mehreren Ländern mit konservativen Regierungen gibt es sogar Sonderabgaben für ausländische Konzerne, wie z.B. in Ungarn, Polen und im UK (u.a.).

  12. Thomas Holzer

    Und sie werden! die Umsätze besteuern!
    “Unsere” Politiker sind sich für nichts zu dumm

  13. Thomas Holzer

    @CP
    Ergo, Ihrer Diktion folgend:
    z.B. Mercedes wird zusätzlich in Österreich besteuert, Rosenbauer zusätzlich in Saudi Arabien.
    Auf welcher Basis, Umsatz, VK, EK, oder was auch immer

    Ein bisschen naiv, protektionistisch, planwirtschaftlich sind Ihre Ansichten aber schon!

  14. Christian Peter

    @TH

    Konzerne müssen nach geltendem Recht dort Steuern bezahlen, wo die Gewinne erwirtschaftet werden, bloß funktioniert das System nicht, weil sich Konzerne der Besteuerung entziehen.
    Man spricht in diesem Zusammenhang von ‘doppelter Nichtbesteuerung,’

  15. Thomas Holzer

    @CP
    Also muß Mercedes in jedem Land, in welchem es ein Kfz verkauft, zusätzlich Steuer zahlen, genauso wie Rosenbauer, Voest etc.
    Welche Steuer zusätzlich, außer der MwSt.?

  16. Christian Peter

    @TH

    Warum ‘zusätzlich’ ? Konzerne haben überall dort anteilig Steuern zu bezahlen, wo Gewinne erwirtschaftet werden. Ist das wirklich schwer zu verstehen ?

  17. Thomas Holzer

    @CP
    Auf welcher Basis?
    Ist das wirklich so schwierig (schwer ist etwas anderes) zu erklären?
    Phrasologisieren Sie nicht, sondern bringen doch endlich ein konkretes Beispiel

  18. Rennziege

    23. September 2017 – 12:01 — Christian Peter
    @sokrates9
    Immer noch derselbe Leiberkastenmann, CP! (Wird’s Ihnen nicht langsam fad?) Sooft Sie “nach seriösen Schätzungen” oder “Expertenmeinungen” argumentieren, landen S’ in der geistigen Künettn — brüderlich vereint mit allerlei Berauschten, Nonvaleurs und Bekifften, die für ihr Loser-Schicksal nicht sich selbst, sondern “den Staat” (wer oder was das immer auch sei) verantwortlich machen.
    Nichts anderes bewegt offensichtlich auch Sie. Kleiner Ratschlag: Get a life, sucker.

  19. G.

    Wenn z.B. Mercedes ein Auto in Österreich verkauft, dann schöpft der Staat durchschnittlich ca. 30% ab, MwSt. etc. Von den verbleibenden ca. 70% bleibt die Marge des Großhandels und des Autohauses in Österreich und hier zu Beschäftigung, Gewinnen und Steuern( aus den Gewinnen, aus der Beschäftigung, etc.) führen, sodass letztlich ca. 50% des Verkaufspreises bei Mercedes als Nettoumsatz verbleiben. Davon bezahlt Mercedes im Herstellungsland die dort üblichen Steuern auf Gewinne, auf die Löhne, etc.
    Zudem sind viele Zulieferbetriebe aus Österreich mit im Boot, die ebenfalls auf Gewinne und Löhne Steuern für den österreichischen Staat erwirtschaften.
    Also wenn Mercedes ein Auto in Deutschland produziert und dieses nach Österreich verkauft, dann ist die Republik Österreich der größte Nutznießer bezogen auf den gezahlten Endverbraucherpreis, mit mindestens 35% davon.
    Die Gewinne von Mercedes nach Steuern liegen im Vergleich dazu weit darunter, bestenfalls bei einem Bruchteil davon, vielleicht bei einem Zehntel davon. Selbst bei Porsche werden pro Fahrzeug nicht so hohe Gewinne erwirtschaftet, wie der österreichische Staat an Steuern pro verkauftem Auto absahnt.
    Daher sehe ich jede diesbezügliche Forderung der Sozis als übliche sozialistische Raffgier.

  20. Rennziege

    23. September 2017 – 16:31 — Thomas Holzer
    I love being harsh with imbeciles. You have to insult them to remind them that they can overcome their insanity if they try to dump the dirt in their brains; there’s no other way.

  21. G.

    Ebenso verhält es sich mit Apple, auch hier ist der Steueranteil( MwSt. plus Steuern aus dem Einzelhandel aus Gewinnen und Beschäftigung) zwar anteilsmäßig etwas geringer als bei Autos, aber immer noch höher als der Gewinnanteil von Apple pro verkauftem iPhone. Laut Bördenbericht hat Apple eine Umsatzrendite vor Steuern bezogen auf den Nettoumsatz vor Verkauf an die Einzelhändler von knapp mehr als 20%, was bezogen auf den gezahlten Endverbraucherpreis bestenfalls 15% ausmacht, also immer noch weniger als die Steuern die Österreich pro verkauftem IPhone abschöpft.

  22. Rennziege

    Naive Frage zu “Warum soll eigentlich Apple mehr Steuern zahlen?”
    Ich nehme an, dass zumindest für die gesamte Apple-Hardware, die in der EU landet, Zölle und Importsteuern entrichtet werden müssen, da weder die USA noch China der EU angehören.
    Vor drei Jahren, als wir noch in Österreich wohnten, hat mein Copilot eine betagte Kuckucksuhr aus Nebraska erworben, als Muttertags-Gag via eBay. Ich weiß nicht mehr genau, wie viele Penunzen an Zoll und Einfuhrumsatzsteuer damals berappt werden mussten, aber es waren nicht wenige.
    Vielleicht hat ein Wohnzimmer-Insasse heutige Informationen. Ich danke schon jetzt.

  23. Rennziege

    23. September 2017 – 16:46 — G.
    Danke für Ihr 3 Minuten jüngeres Posting, G. Nun seh’ ich ein wenig klarer, aber noch nicht ganz.

  24. Christian Peter

    @TH

    Konzerne verschieben Gewinne so häufig und lange zwischen den Ländern bzw. Tochtergesellschaften hin und her, dass sie praktisch nirgendwo nennenswert Steuern bezahlen. Dabei entgehen gerade Länden wie Deutschland (und Östereich) viele Milliarden, denn Deutschland ist der mit Abstand wichtigste Markt in Europa für ausländische Konzerne.

  25. G.

    Christian Peter
    Den Blödsinn könnn Sie bestenfalls am Stammtisch unter Ihresgleichen erzählen, börsennotierte Unternehmen zumindest in den USA sind die am strengsten kontrollieren Unternehmen, wo ein Fehlverhalten eines Managers rasch zu Haftstrafen führt, nicht wie in Österreich, wo namhafte börsennotierte Banken noch Alpineanleihen vertickten als bereits klar war, dass ein Totalverlust drohen wird.
    Sie sollten, sofern die Geisteskraft dafür ausreicht, einen Börsenbericht und eine Konzernbilanz sinnerfassend lesen, ist alles öffentlich einsehbar für jedermann.

  26. Christian Peter

    Außerdem tut es wenig zur Sache, ob es sich um legale oder illegale Praktiken handelt. Es ist Sache der Politik, derartige Missstände zu beseitigen, das ist Gegenstand dieser Diskussion.

  27. G.

    Ist alles nichts im Vergleich zu den abgepressten Steuern. Übrigens sollte auf Steuerhinzerziehung und Steuerverschwendung die selbe Strafe stehen.

  28. Christian Peter

    @G.

    Warum sich gerade in einem Forum vermeintlich liberal Gesinnter derart viele für die Privilegierung einzelner Marktteilnehmer aussprechen, ist rätselhaft. Schließlich stellt jede Privilegierung einen staatlichen Eingriff dar, ohne staatlichen Eingriff würden alle Steuersubjekte ausnahmslos gleich behandelt. Außerdem sind Steuerprivilegien Subventionen, nicht umsonst sind die Begriffe Steuerprivileg und Steuersubvention deckungsgleich.

  29. Johannes

    Steuern sollen nicht 40,50 oder mehr Prozent ausmachen das ist meiner Meinung nach unmoralisch.
    Aber 2 Prozent wie für Apple in Irland erscheint mir ebenso unmoralisch.
    Die 20% Prozent MWST halte ich für keinen guten Vergleich denn die zahlt meiner Meinung nach nicht Apple sondern der Konsument.
    Alles in allem, Augenmaß wäre gefragt und Unternehmenssteuern für heimische Unternehmen dürfen dann halt nicht zu Wettbewerbsverzerrungen mit amerikanischen Unternehmen führen.
    Ist wohl ein wenig überholt hier nur verkaufen zu wollen aber sich keiner Gewinnsteuer stellen zu wollen, auch die Vöest zahlt in Amerika steuern allein schon weil sie dort produziert.
    Wenn Apple in Europa gute Gewinne macht so fallen meiner Meinung nach hier auch Unternehmenssteuern an.
    Wie gesagt die meisten Unternehmen werden bei den europäischen Spitzensteuersätzen geradezu dazu getrieben “kreativ“ zu sein.

  30. Selbstdenker

    Wenn man die Besteuerung in den meisten EU-Ländern nicht in derart aberwitzige Höhen getrieben hätte, gäbe es bei weitem nicht dieses Ausmaß an Verzerrungen bzw. Umgehungskonstruktionen.

    Das Gejammere der Politiker, ihrer Herolde in den Redaktionsstuben und ihrer bezahlten und unbezahlten Aktivisten halte ich – freundlich formuliert – für geheuchelt und verzichtbar. Eine “Digitalsteuer” zum “Ausgleich” von Verzerrungen, die es ohne das “segensreiche” Wirken der Politik erst gar nicht gäbe, ist so überflüssig wie ein Kropf.

    Was auffällt, ist, dass der EU-Kommission ein ähnliches Besteuerungskonzept in Bezug auf die Internet- und Elektronikwirtschaft vorschwebt, wie Donald Trump in Bezug auf die Besteuerung von europäischen Autokonzernen, die in Mexiko für den US-Markt produzieren.

    Wir merken uns: Donald Trump schwafelt vom Steuerkonzept X (=schlecht, weil Trump), die EU-Kommission schwafelt vom Steuerkonzept X (=gut, weil EU).

    Das politische Geschwafel um die “Digitalsteuer” erinnert mich an das ähnlich verlogene Geschwafel vom Obersozi Kern, der die Idee einer “Maschinensteuer”, die in Wahrheit eine Wertschöpfungsabgabe ist, die hauptsächlich kleine Dienstleistungsunternehmen (bis zu 387% Mehrbelastung bei bestimmten Lohn”neben”kosten) betreffen würde; siehe:
    https://www.agenda-austria.at/maschinensteuer-abgabe-mit-geringem-lenkungseffekt/

    Würde eine “Digitalsteuer” eingeführt, so bin ich mir ziemlich sicher, dass sie gerade nicht Google & Co treffen würde. Ich kenne diese verlogenen Diskussionen inzwischen recht gut.

    Der faktische Deal mit den US-Internetgiganten sieht in Wahrheit so aus:

    Ihr schaut gefälligst darauf, dass Ihr Inhalte aus dem Verkehr zieht, die unseren teuer implementierten Narrativ in Bezug auf die “Notwendigkeit” der EU und ihrer Einwanderungspolitik angreifen und wir sorgen dafür, dass Eure Steuern andere (=kleinere) Unternehmen zahlen.

    Solltet ihr nicht parieren, werden wir Eure Steuervorzüge, die wir vor einigen Jahren mit Euch ausgehandelt haben, öffentlich machen und Euch als Steuerbetrüger verächtlich machen.

    Kern und die EU wissen, welche Parolen sie rausposaunen müssen, um “sehr einfache” Gemüter wie z.B. CP zu begeistern.

  31. aneagle

    @ CP 12.01

    …..mit diesem Geld ließe sich die Steuerreform des Jahrhunderts finanzieren….

    Geht’s noch? Wo leben Sie?
    Steuerreformen wurden und werden immer, in jedem Jahrhundert, auf dem Rücken der steuerzahlenden Bürger ausgelebt. Das sind jene dem Fiskalstaat ausgelieferten, hart arbeitenden Mitmenschen, denen einfach die Zeit und die zusätzliche Energie fehlt, rasch genug mit jenen zu konkurrieren, die sich alles holen, was ihnen ihrer Ansicht nach zusteht.
    In diesem Zusammenhang von einer Steuerreform des Jahrhunderts zu halluzinieren, ist hart am Rande der schweren Drohung. Wie streichfähig und geschmeidig die Regierungen mit Konzernen umgehen, muss ich Ihnen ja nicht erklären. Wer macht denn die Gesetze so, dass die Konzerne davon profitieren?
    Aber, da weder Sie noch ich von der Menschenliebe von Regierungen gegenüber Konzernen träumen, muss in der Sekundärsteuer, in diesem Fall also über Umsatz-, Lohn- und Gewerbesteuern der wehrlos Ausgepressten, der Gewinn der Regierungen liegen.
    Vermieten diese Regierungen doch die Arbeitskraft ihrer Geiseln an die produktiven “Ausbeuter” um dann von sich selbst zu behaupten, sie, die Regierungen schaffen Arbeitsplätze. Es gibt keine bösen Konzerne nur erfolgreiche, welche es verstehen, die für sie maßgeschneiderten Bedingungen, optimal zu nutzen. Das Geschäft der Bürgerausbeutung, respektive Beraubung, teilen sich die beiden Stärkeren mehr oder weniger redlich. Wie Sie selbst ganz richtig bemerken, es fehlt der Wille. Warum wohl? Regierungen und Konzerne sind Kumpane, sie schulden einander nichts. Beide aber umso mehr den arbeitenden Bevölkerungen, die ihrer beider Geschäftsmodell zum Blühen bringen. Bitte verzerren Sie nicht jedes mal die Realitäten, es könnte Ihnen ja doch mal einer auf den Leim gehen.
    Auch ist es schade um Ihre wertvolle Querulanz. Wenn Sie was zum Meckern brauchen, arbeiten Sie sich doch am Flüchtlingsbusiness oder der Klimareligion ab. Sie bieten tolle moderne Geschäftsmodelle, beide mit einer Menschenverachtung ausgestattet, die Ihresgleichen sucht. Das sind die wahrlich vielversprechenden never ending stories. 🙂

  32. aneagle

    @Johannes -21.25
    …Die 20% Prozent MWST halte ich für keinen guten Vergleich denn die zahlt meiner Meinung nach nicht Apple sondern der Konsument….

    ALLE Steuern zahlt letztlich der Konsument. Firmen, die es nicht schaffen ihre Kosten (= auch alle Steuern) auf den Endverbraucher abzuwälzen, fehlt die Kraft im Wettbewerb zu überleben. Dem Staat ist es egal langt er doch ganz zum Schluss nochmals kräftig zu und schröpft den Konsumenten, egal was es kostet und wessen Kunde es ist, mit 20% Ust . Ein Bombengeschäft, der Staat redet uns ein, er kümmere sich stetig um uns. Von der Wiege bis zur Bahre. Aber der vorgebliche Nannystaat kümmert sich wohl stetig mehr um unser Bares als um unsere Bahre.

  33. dna1

    Manchen Teilnehmern hier im Forum, wie auch in jenem der Wr. Zeitung, würde es gut tun, einmal selbständig zu sein und eine Leistung an einen Endverbraucher erbringen zu müssen. Dann würde schnell Schluß sein mit dummen Aussagen wie: “Die MWSt. zahlt der Konsument.” Alles zahlt der Konsument, auch die Herstellkosten für das Produkt, die gesamte Brutto-Umsatz-Leistung muss vom Unternehmer erbracht werden.
    Und sehr schnell wäre Schluss mit der Vorstellung, 20 Umsatz% wie die MWSt. wäre wenig i.Vgl. zu den Gewinnen, die man nach KÖSt. und EK-Steuern erwirtschaften und behalten kann.
    Ortner hat völlig recht mit seinem Artikel, und wenn jemand in seiner Argumentation nun Apple einfach durch Facebook ersetzt, dann hat er Äpfel mit Birnen verwechselt und sollte noch einmal frisch nachdenken.

  34. Christian Peter

    @dna1

    Hören Sie doch auf mit der Umsatzsteuer, die von Apple nur (teilweise) abgeführt wird, weil es sich nicht vermeiden lässt. Andere Konzerne wie z.B. Amazon führen nicht einmal Umsatzsteuer ab, weil sich der Internethandel der behördlichen Kontrolle entzieht. Diese Unternehmen vernichten in Deutschland und Österreich Millionen Arbeitsplätze, denn heimische Unternehmen melden reihenweise Insolvenz an (fast jedes Jahr gibt es einen neuen Rekord an Insolvenzen einheimischer Unternehmen). Wie sollen kleine und mittlere heimische Unternehmen im Wettbewerb mit Konzernen bestehen, die ihre Steuerlast mitunter auf unter 1 % drücken und teilweise nicht einmal Umsatzsteuer abführen ?

  35. Christian Peter

    @dna

    Außerdem : Wenn Konsumenten keine völlig überteuerten Luxusprodukte wie Apple – Produkte kaufen, geben sie das Geld für andere Dinge aus. Vielleicht kaufen sie bei einem österreichischen Unternehmen, das neben der Umsatzsteuer im Durchschnitt auch noch 43 % Gewinn- und andere Steuern an das Finanzamt abführt – was ist besser für den Steuerzahler ?

  36. dna1

    @Christian Peter
    Wenn sie mir jetzt noch ein österreichisches Unternehmen nennen könnten, welches Mobiltelefone und Notebooks herstellt, dann folge ich ihrem Rat.

    Was sie zu Amazon schreiben stimmt nicht, die führen sehr wohl MWSt. in Österreich ab. Es gibt da eine EU-Richtlinie……

  37. Christian Peter

    @dna1

    Wer statt Apple – Produkte Samsung oder andere kauft, dem bleibt genug Geld, um bei österreichischen Unternehmen einzukaufen (bei Desktop – Computer ist der Preisunterschied noch weit größer als bei Handys), Smartphones anderer Hersteller gibt es bereits ab € 50. Bei der Umsatzsteuer im Onlinehandel hat es zwar vor kurzem eine Änderung gegeben, bis dahin führte Amazon jedoch viele Jahre lang praktisch keine Umsatzsteuer in Deutschland und Österreich ab. Ob sich das durch neue gesetzlichen Rahmenbedingungen tatsächlich änderte, ist ungewiss.

  38. dna1

    @Christian Peter
    Ich soll also statt eines (ihrer Meinung nach) überteuerten iPhones ein Samsung Handy kaufen. Warum soll ich das tun?
    Damit ich mir dann den überteuerten österreichischen Installateur leisten kann, der nur deshalb so teuer ist, weil er im Staat mit den weltweit höchsten Steuern und Abgaben arbeiten muss? Oder soll ich ein überteuertes, dafür österreichisches, Red Bull trinken? Oder soll ich mit dem verbliebenen Geld lieber in die Stadt fahren, damit ich mir die überteuerten Parkgebühren Wiens leisten kann?
    Wissen sie was, je eher das weit überteuerte Österreich pleite geht, umso besser, und deshalb kaufe ich lieber ein Macbook, und noch besser wenn es mit keinen überteuerten österreichischen Steuern belastet ist.

  39. Christian Peter

    @dn1

    Sehr geistreich. In dem Artikel wurde behauptet, der Staat würde großartig davon profitieren, dass Apple (wenigstens teilweise) Umsatzsteuer abführt, diese Behauptung wollte ich widerlegen. Stellen Sie sich vor, der Staat würde nur mehr Umsatzsteuer einnehmen, das wäre kein besonders nachhaltiges Konzept, meinen Sie nicht auch ?

  40. Johannes

    dna1
    Gehe ich recht in der Annahme das der seinerzeitige Luxemburger Ministerpräsident und Finanzminister für sie so etwas wie ein “Freiheitskämpfer“ wider der Steuer war, sozusagen der Robin Hood der internationalen Konzerne?

  41. Johannes

    dna1 Ich bin Selbständig und natürlich sollte der MWST- Satz niedriger sein, ich werde mich hüten ihre Meinung als dumme Aussagen zu qualifizieren erwarte mir das gleiche von ihnen, wenn sie diskutieren wollen dann bitte ohne Untergriffe oder Unterstellungen!

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