Warum soll Nationalsozialismus kein Sozialismus sein?

(von Marcus FRANZ) Die Einteilung der politischen Haltungen in „Rechts“ und „Links“ stammt aus der postrevolutionären Sitzordnung in der französischen Nationalversammlung von 1789. Links saßen die Revolutionäre und deren Epigonen, die an die neuen Ideale wie kollektive Gleichheit und Brüderlichkeit glaubten. Rechts waren die Konservativen und Bürgerlichen platziert. Die beiden Bezeichnungen haben sich bis heute im Wesentlichen erhalten: Links ist alles, was den aus der französischen Revolution hervorgehenden sozialistischen Idealen entspricht. Mit Rechts ist nach wie vor konservativ, bürgerlich und in den letzten Jahrzehnten auch wirtschaftsliberal gemeint.

Wenn man heute über die politischen Begriffe Links und Rechts nachdenkt, muss man der Geschichte Rechnung tragen. Und in allen Überlegungen zu Links und Rechts stößt man natürlich unweigerlich auf den Nazismus. Seltsamerweise wird allgemein davon ausgegangen, dass die Nazis  extreme Rechte waren.

Diese Diagnose ist jedoch mehr als zweifelhaft, weil sie bei näherer Betrachtung nicht in die oben zitierte Einteilung passt und auch sachlich unrichtig ist. Sie wurde vermutlich als Mythos kreiert, um zu verhindern, dass der „gute“ Sozialismus in die Nähe der verdammungswürdigen Nazi-Ideologie gerückt wird. Auch wenn schon in der Bezeichnung NSDAP der Sozialismus explizit vorkommt, wird trotzdem alles versucht, die ultrarechte Punzierung der Nazis aufrecht zu erhalten und den sozialistischen Charakter des Nazismus entsprechend umzudeuten. Man rekurriert dabei auf den Rassismus und vor allem auf  den Anti-Semitismus, welche unbestritten die Erkennbarkeit der sozialistischen Grundideen im Nazi-Gedankengut auf den ersten Blick erschweren.

Namhafte deutsche Historiker wie Joachim Fest oder Götz Aly kritisierten immer wieder, dass die Perzeption des Nazismus als rechtsextreme Strömung eine falsche sei. Die NSDAP war laut ihrer Meinung vielmehr eine klar sozialistische Partei, die  den Nationalismus und vor allem den Rassismus untrennbar mit den frühsozialistischen und marxistischen Ideen vermengte. Der Unterschied zu den klassischen sozialistischen und marxistischen Parteien liegt laut diesen Autoren vor allem darin, dass die einen den Internationalismus forcierten und die anderen den Nationalismus und das völkische Ideal.

Friedrich von Hayek und Ludwig von Mises, beides Zeitzeugen, wiesen nach, dass der Kollektivismus ein wesentliches Merkmal der Nazi-Ideologie war und die NSDAP den Individualismus massiv bekämpfte. Vor allem das Fehlen eines starken deutschen Bürgertums (also das Fehlen rechter Kräfte!) hat Hitler zur Macht verholfen. Nach Hayek waren übrigens die Proto-Sozialisten Lassalle und Fichte nicht nur die Väter des Sozialismus, sondern auch Urahnen des Nazi-Unwesens.

Der angesehene deutsche Geschichtsforscher Friedrich Meinecke schrieb bereits 1946: „Die große in der Luft liegende Idee, die Verschmelzung der nationalen und der sozialistischen Bewegung, fand in Hitler ohne Frage ihren brünstigsten Verkünder und den entschlossensten Exekutor“. Hitlers Reichsmarschall Hermann Göring berichtete in den Nürnberger Prozessen: „Bereits 1922 war klar gewesen, dass Hitler die Ideen des Sozialismus, des Marxismus  und des Nationalismus zusammenführen würde“.

Der weltbekannte Historiker Joachim Fest schrieb 2003 in der TAZ: „Als im Frühjahr 1933 ganze kommunistische Kampfformationen geschlossen in die SA übertraten, wurde das von den roten Parteisoldaten keineswegs als Bruch empfunden, und der Berliner Volkswitz, der diese Einheiten als “Buletten-Stürme” verhöhnte (“außen braun, innen rot”) deckt auf, wie nahe beieinander auch die Öffentlichkeit die einen und die anderen wahrnahm. Man wechselte sozusagen nur den Anführer und die Fahne, nicht einmal die Stammkneipe. Im Herzen blieb man Sozialist, nur dass man von nun an auch noch national sein durfte, kein “Vaterlandsverräter” der Komintern. Wer da nicht zum Mitmachen bereit gewesen wäre!“

Die damalige Ähnlichkeit der roten und der braunen Bewegung kommt hier ganz deutlich zum Vorschein und macht auch verständlich, warum sich heutige Sozialisten so heftig und fallweise wütend vom Nationalsozialismus distanzieren: Diese Zeit ist eben kein Ruhmesblatt in der Geschichte der roten Bewegungen.

Joachim Fest weiter: „Noch viele weitere Gemeinsamkeiten zwischen Nationalsozialismus und Kommunismus lassen sich anführen, auch tiefer reichende. Wie häufig haben gerade die unversöhnlichsten Rivalen auf politischem Feld immer etwas von feindlichen Zwillingen. Auch in diesem Falle verhielt es sich so. Beide Epochengegner, die sich so erbittert bekämpften, träumten den Traum vom Neuen Menschen, der mit ihnen erst die Möglichkeit erlange, sich auf Erden zu verwirklichen. Beide machten sich, wenn auch mit scheinbar gegensätzlichen Parolen, auf die Suche nach dem verlorenen Paradies. Und beide hassten mehr als alles andere die bürgerliche Welt.“

Der englische Historiker George Watson schrieb im Independent: „Hitler was an unorthodox Marxist. It is now clear beyond all reasonable doubt that Hitler and his associates believed they were socialists, and that others, including democratic socialists, thought so too. The title of National Socialism was not hypocritical.“

Viele Historiker weisen auch auf die Tatsache hin, dass in den Urformen des Sozialismus die Eugenik eine große Rolle spielte und somit auch rassenideologische Überschneidungen zum Nationalsozialismus vorhanden waren. Die Idee von der Schaffung des Neuen Menschen enthielt auch im Ur-Sozialismus durchaus konkrete Vorschläge zur Vernichtung „unwerten Lebens“.

Der österreichische Geschichtswissenschaftler Herwig Czech arbeitete dunkle Flecken der heimischen Sozialdemokratie auf und zitiert in der Zeitschrift Zukunft einen in den 30er Jahren führenden österreichischen Sozialisten, nämlich Julius Tandler: „Das gesamte Bestreben der Eugenik kann nur auf zwei Momente hinauslaufen: die Gesunden, die voll Beanspruchbaren in der Fortpflanzung zu begünstigen, die Minderwertigen von ihr auszuschließen.“ Der Arzt Julius Tandler war auch der Meinung, dass man behinderte Neugeborene nach der Geburt töten und man „Minusvarianten des Menschen“ aus rassehygienischen Gründen nicht unterstützen sollte.

Wenn also die meist grundsätzlich links eingestellten antifaschistischen Kämpfer heute immer den „Kampf gegen Rechts“ propagieren und damit die Nazis und Neonazis meinen, so unterliegen sie einem grotesken Irrtum. Wenn sie schon kämpfen möchten, dann sollten sie zuerst Geschichte lernen. Wenn sie die Geschichte aber kennen, dann muss man ihnen vorwerfen, dass sie mit ihrer Anti-Rechts-Propaganda vor allem die Bürgerlichen, Konservativen und Liberalen verunglimpfen wollen.

51 comments

  1. Syria Forever

    Und dazu hat Europa 70 Jahre gebraucht??
    Das weiss in Israel bald jedes Kind. Shalom

  2. Thomas Holzer

    Da darf ich Ihnen uneingeschränkt zustimmen.
    In Europa scheint halt die sozialistische (Um)Erziehung in den vergangenen Jahrzehnten ziemlich erfolgreich gewesen zu sein.
    Alle Ideologien, welche das Kollektiv gegen das Individuum, die Masse gegen das Persönliche stellen und dies natürlich nur mittels Zwang versuchen können, zu verwirklichen, sind links.
    Und der “Antifa” geht es ja nur darum, die, welche anders sind, welche sich nicht freiwillig den kruden “Idealen” der Gleichmacherei etc. unterwerfen, zu diesen zu zwingen, und wenn dies nicht “erfolgreich” ist, zu eliminieren.

  3. Michael Schmid

    Höchste Zeit, den Julius-Tandler-Platz umzubenennen !
    War da nicht einmal was mit einer Historikerkommission, die Strassenbezeichnungen durchleuchten sollte ?

  4. Thomas Holzer

    Umbenennungen erfolgen nur dann, wenn die vereinigte Linke in diesem Land dies beschließt.

  5. Christian Peter

    Dass die Nazis eine linke Wirtschaftspolitik betrieben, ist ein Mythos. Die NSDAP war in Wahrheit eine äußerst wirtschaftsfreundliche Partei – die deutsche Großindustrie genoss eine Menge Privilegen zu dieser Zeit und konnte durch die Ausschaltung der Arbeiterparteien und Gewerkschaften enorm profitierten.

  6. Thomas Holzer

    Warum wohl genoss die deutsche Großindustrie “eine Menge Privilegien”?!
    Das “Entgegenkommen” der NSDAP-Repräsentanten der Großindustrie war nur einem einzigen Zweck geschuldet….

  7. Christian Peter

    t.holzer

    welche Zwecke verfolgt wurden, tut nichts zur Sache. Die Behauptung, die Wirtschaftspolitik einer Partei wie der NSDAP, welche Arbeiterparteien und Gewerkschaften zerschlug, sei ‘links’ gewesen, ist absurd.

  8. Fragolin

    @Christian Peter

    Das Zusammenführen in Zwangskartellen und die Unterwerfung unter Planungskommissionen des Reiches bezeichnen Sie als “Privileg”? Eigentümer ohne Entscheidungsbefugnis, staatliche Produktionspläne und Überwachung sind paradiesische Zustände? Wohl eher der feuchte Traum eines Zentralisten…
    Die Eigner wurden nur deshalb nicht ausgeschaltet, weil Hitler keine geeigneten Führungspersonen in seiner Nähe hatte, die die Industrien hätten sofort übernehmen können. Ein Zusammenbruch hätte bedeutet, das Aufrüstungsziel und den geplanten Krieg nicht zu erreichen, ein Szenario das unweigerlich in die Pleite geführt hätte. Also arrangierte man sich und verschob das Problem der Verstaatlichung auf die Zeit nach dem Krieg.
    Das Glück der deutschen Industriellen war, dass der Krieg verloren ging. Unter einem allmächtigen Hitler in einem stabilen national-sozialistischen System wäre bald Schluss mit lustig gewesen. Die Nazi-Sozen haben nämlich recht offen an den Tag gelegt, dass sie Privateigentum als Raub am Volk betrachten – außer ihrem eigenen, versteht sich. Da sind sich alle Sozen gleich.
    Und die Arbeiterparteien wurden nicht ausgeschaltet, sondern regierten. Buchstabieren Sie mal N-S-D-A-P, besonders die letzten zwei Buchstaben weisen auf die Kernwählerschaft hin.

    Putzig die ewigen Versuche der Linken, sich von ihrem nationalistischen Zwilling abzugrenzen.

  9. Fragolin

    zu 13:12:
    Auch das Zerschlagen von Gewerkschaften gehört in das linke Spektrum.
    Schon mal von “Solidarnocs” gehört? Es war eine – illegale – Gewerkschaft, die dem Sozialismus in Polen das Ende bereitete und der ärgste Feind des sozialistischen Kampfblockes wurde, der nur eines kennt: einen Führer, eine Partei, eine Gewerkschft. Ein Volk.
    Sozialisten bleiben Sozialisten, egal in welcher Farbe sie daherkommen.

  10. Selbstdenker

    Christian Peter auf Reinwaschungsmission für Sozis…

    Beim National-Sozialismus handelt es sich um eine lupenreine sozialistische Ideologie. Die NS-Schergen haben Eigentumsrechte derart ausgehölt, dass es sich nur mehr um ein reines Formalrecht ohne echte Verfügungsgewalt handelt.

    Große Unternehmen waren de facto Staatsbetriebe und deren Eigentümer bestenfalls Verwalter ihres Formaleigentums. Die von Ihnen angesprochenen Unternehmerfamilien hatten die Wahl zwischen Totalenteignung oder einem Dasein als politisch höriger Verwalter.

    Ein sehr anschauliches Beispiel über die wirtschaftspolitische Verortung liefert der Tiroler Agrarstreit. Unter dem NS-Regime wurden von Bauern gemeinschaftlich genutzte Liegenschaften mittels der Deutschen Gemeindeordnung der politischen Ortsgemeinde unterworfen und die gemeinschaftlichen Eigentümer zu Verwalter und Bittsteller degradiert.

    Nach dem WK2 wurde dieses NS-Unrecht revidiert. Nachdem auf einigen dieser Liegenschaften gewinnbringende Gewerbebetriebe errichtet wurden, kam das alte Modell der NS-Zeit wieder auf die Agenda finanziell chronisch klammer Gemeinden. Mit einer Reihe fragwürdiger Bescheide und VfGH (“atypisches Eigentum”) und VwGH (“der historische Eigentumsnachweis ist bei der Feststellung als atypisches Eigentum nicht zu berücksichtigen) Urteile wurden nun die Gegebenheiten unter der NS-Zeit wiederhergestellt. Bestimmte Abschnitte aus dem nunmehr novellierten Tiroler Flurverfassungsgesetz könnten man glatt mit der Deutschen Gemeindeordnung verwechseln. Lieber Christian Peter, erzählen Sie uns bitte keine Gschichtln über das “wirtschaftsfreundliche” NS-Regime.

    Eigentumsrechte, Marktwirtschaft und Vertragsfreiheit waren während der NS-Zeit so gut wie bedeutungslos. Sie wurden nach politischen Belieben völlig ausgehebelt.

  11. Selbstdenker

    @Fragolin:
    “Diebstahl am Volk” und die Suggestivfrage “Wem gehört Tirol?” waren auch bei dem seit 2006 medial äußerst untergriffig ausgetragen Tiroler Agrarstreit gängige Parolen. Die Eigentümer wurden als Diebe hingestellt und besonders eifrige Enteignungsaktivisten haben in zahlreichen Foren den Satz “Wann klicken endlich die Handschellen” gepostet.

    Der Eigentümer als “Dieb”, der eingesperrt und öffentlich gedemütigt werden soll. Kommt das wem irgendwie bekannt vor? Gelegentlich las ich auch die Forderung man solle diese Diebe “nach Oberösterreich schicken”.

    Nachdem man unserer Familie – mangels Kooperation mit dem NS-Bürgermeister – auch das Zugticket ins Innviertel angedroht hat, weiß ich zufälligerweise was es mit dieser Phrase auf sich hat.

  12. Syria Forever

    Shabbat shalom Selbstdenker.

    (…)Eigentumsrechte, Marktwirtschaft und Vertragsfreiheit waren während der NS-Zeit so gut wie bedeutungslos. Sie wurden nach politischen Belieben völlig ausgehebelt.(…)
    Vertragsbruch, Enteignetes Eigentum, Planwirtschaft.
    Und jetzt bitte erklären Sie Herrn Peter die markanten Unterschiede der EU zu den Naaz, ich kann kann keine finden.

    Die Naaz haben deren angestammten Positionen nie verlassen. Sie haben, wie auch davor, nur die Sturmhauben farblich neu abgestimmt.
    In dem Zusammenhang möchte ich an, weil Herr Ortner in Österreich residiert, Dr. Kreisky, Dr. Fischer und Simon Wiesenthal erinnern. Oder an Dr. Renner, der als erster für einen Anschluss an Naaz-Deutschland plärrte.
    Hitler und Lenin kamen aus dem selben Stall. Deutschland. Unterstützt von Deutschland, finanziert von Deutschland (gut die Naaz waren auch sehr eng mit der Familie Bush befreundet) und Österreich als Mitläufer immer und überall an erste Stelle dabei.

    Guten Samstag.

    PS.
    Der Fairness entsprechend darf doch gesagt werden, keine politische Einheit in Europa unterscheidet sich wesentlich von der anderen. Der Mob der sich Anfang des 20. JH an die Macht mordete und betrog sind Grossteils die selben geblieben; “Ein wenig Schule macht noch keinen Intellektuellen”!
    Für mich von Interesse, die Stammbäume des politischen Establishments, besonders in Deutschland und Österreich, unter Augenschein zu nehmen, egal unter welcher Sturmhaube man sich nach 1945 versteckt hat.
    Auch ist bezeichnend; Linke Regierungen, und Judenhass ist garantiert.

  13. Syria Forever

    Selbstdenker.

    In jungen Jahren habe ich es versucht. Die Treppen sind doch recht anstrengend und das ganz ohne Rucksack.
    Ihre Familie hat gut entschieden in Tirol zu verbleiben. Anderen Familie wurde diese Wahl nicht gelassen…

  14. Elisabeth Tanzer

    Als Nachgeborene kann ich nur annehmen, dass der Erfog der NSDAP wohl genau darin lag, dass für jedermann etwas dabei war. Essenziell populistisch und mit radikal militaristischen Methoden gegen jeden Widerstand aufgezogen, fand das Regime Zustimmung – wie ich aus der Generation meiner Eltern und Großeltern weiß – fast aller, die sich unterprivilegiert fühlten, oder das auch waren. Die menschenverachtende Systematik in der Durchsetzung von Machtansprüchen ist beim rechten und linken extremen Rand jedoch die gleiche. Der Artikel ist interessant und regt zum Nachdenken an; nicht zuletzt darüber, was der Autor damit eigentlich loswerden möchte.

  15. Christian Peter

    @Fragolin
    @Selbstdenker

    nichts als dummes Gerede. Der Nationalsozialismus hatte zwar stark antiliberale Tendenzen, war aber niemals ‘sozilalistisch’, denn dieser verfolgte überhaupt keine ökonomischen Ziele.

  16. Fragolin

    @Christian Peter
    Natürlich erscheint einem Menschen, der nur in Parolen redet, Argumentation als dummes Gerede. Das kann ich verstehen. Ebenso dass keiner als Zwillingsbruder des ungeliebten Schmuddelkindes bloßgestellt werden möchte.
    Der Nationalsozialismus verfolgte überhaupt keine ökonomischen Ziele?
    Na, wenn Sie das sagen.

  17. Selbstdenker

    @Christian Peter
    Wahrscheinlich leiden wir alle – Sie natürlich ausgenommen – am “Hundsdorfer Syndrom”: wir haben Ihre “scharfsinnigen Argumente” und “abgesicherten Fakten” offenbar überlesen…

    …oder die umfassenden Beweise, die Sie gerade schreiben wollten, sind bei einem Computer-Crash verloren gegangen und leider nicht mehr auffindbar.

    “Die SPÖ-Skandale haben nichts mit der SPÖ zu tun”
    “Der National-Sozialismus hat nichts mit dem Sozialismus zu tun”

    Na wenn Sie das sagen, Herr Christian Peter…

  18. Selbstdenker

    @Christian Peter:
    “…denn dieser verfolgte überhaupt keine ökonomischen Ziele.”

    Na was jetzt? Vorhin wollten Sie uns noch erzählen, dass die NSDAP sehr wirtschaftsfreundlich gewesen wäre.

  19. Christian Peter

    @Selbstdenker
    @Fragolin

    leider nimmt der inflationäre Gebrauche von Begriffen wie ‘Sozialismus’ (und vieler anderer) heutzutage überhand, obwohl sehr viele deren Bedeutung gar nicht kennen.

    Noch einmal : Der Nationalsozialismus war nicht ‘sozialistisch’, denn dieser hatte keinerlei wirtschaftliche Motive. Selbstverständlich war der Nationalsozialismus mit seinem starken Vergangenheitsbezug, seiner Verherrlichung von Volk, Heimat, Autorität und der Natur (Sozial-Darwinismus, Rassismus) eine konservative Bewegung.

  20. Selbstdenker

    Die linke Propagandadrohne hat gesprochen.

    Sie wird stets dann aktiviert, wenn ein paar unschöne Seiten vom Sozialismus angesprochen werden.

  21. Selbstdenker

    Exemplarisch für die Wirtschafts-Verfassung vom national-sozialistischen Unrechtsstaat;

    Die Deutsche Gemeindeordnung

    Laut Artikel II, § 1 der Einführungsverordnung zur D.G.O. wurden Ortschaften,
    Fraktionen und ähnliche innerhalb einer Gemeinde bestehende Verbände,
    Körperschaften und Einrichtungen gemeinderechtlicher Art aufgelöst. Ihr
    Rechtsnachfolger wurde die Gemeinde. Das Fraktionsgut ging in der
    Gesamtgemeinde auf. Auch wenn den ehemaligen Fraktionisten ihre auf den Haus- und Gutsbedarf beschränkten Bezugsrechte erhalten blieben, so gingen die
    Ertragsüberschüsse des Fraktionsguts nunmehr nicht mehr in die Fraktions- sondern
    in die Gemeindekasse. Verschärft wurde dies durch Gemeindezusammenlegungen.
    Es wird von großer Verbitterung in der bäuerlichen Bevölkerung berichtet.

    Die Deutsche Gemeindeordnung vom 30.01.1935, (dRGBl I Nr. 6), die am
    1.10.1938 auch in Österreich in Kraft getreten war, sah keine demokratisch
    gewählten Gemeindevertretungen vor und sollte die Übereinstimmung der
    kommunalen Organe mit der NS-Staats- und Parteiführung und den Durchgriff der
    Partei nach unten absichern. § 6, Abs. 2 lautete: „Bürgermeister und Beigeordnete
    werden durch das Vertrauen von Partei und Staat in ihr Amt berufen. Zur Sicherung
    des Einklangs der Gemeindeverwaltung mit der Partei wirkt der Beauftragte der
    NSDAP bei bestimmten Angelegenheiten mit.“ Und § 33, Abs. 1: „Zur Sicherung des
    Einklangs der Gemeindeverwaltung mit der Partei wirkt der Beauftragte der NSDAP
    bei der Berufung und Abberufung des Bürgermeisters, der Beigeordneten und der
    Gemeinderäte mit“ „Versagt der Beauftragte der NSDAP seine Zustimmung und
    kommt es zu keiner Einigung“, so entscheidet der Statthalter bzw. die
    Aufsichtsbehörde. Die Partei hatte Zugriff auf Bürgermeister, Beigeordnete und
    Gemeinderäte. § 51 lautete: „Der Beauftragte der NSDAP beruft im Benehmen mit
    dem Bürgermeister die Gemeinderäte.“

    Die nationalsozialistische Gemeindeordnung
    von 1935 und die Angleichungsverordnung für Österreich (Angleichungsverordnung
    zur DGO, Ges.Bl. f. Öst. Nr. 429/38) ordneten dem Bürgermeister, was das
    Gemeindegliedergut und Vermögen betrifft, umfassende Macht zu: Vor allem § 55,
    Abs. 8 und 9 der Gemeindeordnung musste das Misstrauen aller agrarischen
    Gemeinschaften mit Sondervermögen wecken: „Der Bürgermeister entscheidet über
    Umwandlung von Gemeindegliedervermögen in freies Gemeindevermögen, über
    Veränderungen der Nutzungsrechte am Gemeindevermögen, Veräußerungen etc.“
    Der NS-Staat war als monokratischer Einheitsstaat ausgelegt. Die Partei kontrollierte
    alles. Dieser Zugriff wäre auf autonome Fraktionen, Agrargemeinschaften oder
    Vereine nicht in dieser Art möglich gewesen, zumal die Organisationsdichte der
    NSDAP in Osttirol sehr niedrig war. Daher wollte man möglichst viel den leichter
    beherrschbaren Gemeinden zuordnen. Die Fraktionen, Kommunen und sonstigen
    Korporationen wurden daher aufgelöst.

    Generell lag es in den Intentionen des nationalsozialistischen Staates, die
    Gemeinden gegenüber „Fraktionen, Ortschaften, und ähnlichen innerhalb der
    Gemeinde bestehenden Verbänden, Körperschaften und Einrichtungen
    gemeinderechtlicher Art“ (DGO, Art. II, § 1), aber auch gegenüber
    Agrargemeinschaften oder Vereinen etc. zu stärken. Nach Möglichkeit sollten
    autonome oder subsidiäre Unterorganisationen beseitigt werden. Auf die Gemeinden
    hingegen hatte sich die Partei einen entsprechenden Zugriff gesichert.

  22. Selbstdenker

    Wahrscheinlich nur “zufällige” (milieutypische Unmutsäußerungen?) bekannter Sozialisten:

    “[…]
    Die Juden hätten sich in der Geschichte “nur durch Verbrechen und Brutalität hervorgetan” (der französische Sozialist Charles Fourier);

    Der Jude sei ein bloßer “Zwischengänger, immer falsch und parasitär, der sich im Geschäft wie in der Philosophie der Fälschung, betrügerischen Nachahmung und Roßtäuscherei bedient” (Pierre-Joseph Proudhon, 1809 bis 1865);

    Die Juden hätten “alle Zeitungen in der Hand und lenken die Politik in Deutschland wie in Frankreich” (Proudhon);

    Sie unterstützten die obszöne Literatur (Georges Sorel, 1847 bis 1922);

    Jesus müsse als ein zufällig in Judäa geborener Arier betrachtet werden (Edmond Picard, belgischer Sozialist, 1836 bis 1924);

    Der Schacher sei der weltliche Kultus der Juden, das Geld sei “der eifrige Gott Israels, vor welchem kein anderer Gott bestehen darf” (Marx);

    Die jüdischen Bankiers seien die Verkörperung ausbeuterischer Instinkte und des Volksbetrugs (Johann Baptist von Schweitzer).
    […]”

  23. Selbstdenker

    Man beachte die Ähnlichkeit:

    “Marx und Engels aber zeichnen das Bild eines militärischen Oberkommandos, in dem die
    einzelnen Wirtschaftszweige als Teilarmeen fungieren.

    “Arbeitermassen, in der Fabrik zusammengedrängt, werden soldatisch organisiert. Sie
    werden als Industriesoldaten unter die Aufsicht einer vollständigen Hierarchie von
    Unteroffizieren und Offizieren gestellt.”

  24. lichtgestalt

    @selbstdenker
    “Die SPÖ-Skandale haben nichts mit der SPÖ zu tun”
    “Der National-Sozialismus hat nichts mit dem Sozialismus zu tun”

    Das kann man schön weiterspinnen:
    Islamismus hat nichts mit dem Islam zu tun!
    Alkoholismus hat natürlich auch nichts mit Alkohol zu tun!

    Usw und willkommen. in der schönen neuen Welt!

  25. DNJ

    @Lichtgestalt
    Aha, dann hat wohl auch christlich-sozial mit grauslichem Sozialismus zu tun?

  26. DNJ

    Übrigens solche netten Sinnsprüche postet Herr Marcus auf Twitter:
    “Warum haben eigentlich alle, die aus der Kirche ausgetreten od. kein oder ein anderes Bekenntnis haben, an Sonn- u. kirchl. Feiertagen frei?”

    Eiin echter Liberaler halt. Ach ja, echte Liberale sind klarerweise streng katholisch. Dass Feiertage für arbeitende Menschen rechtlich schon lange nichts mehr mit Kirche zu tun haben, ist an dem Herrn vorübergegangen. Kein Wunder, dass das TS eine einzige Lachnummer ist.

  27. Selbstdenker

    @Christian Peter:
    “Selbstverständlich war der Nationalsozialismus mit seinem starken Vergangenheitsbezug, seiner Verherrlichung von Volk, Heimat, Autorität und der Natur (Sozial-Darwinismus, Rassismus) eine konservative Bewegung.”

    Sagt Ihnen der Name Julius Tandler etwas?

    “Julius Tandler, jüdischer Herkunft, seit 1910 Universitätsprofessor in Wien, 1920 bis 1933 sozialdemokratischer Stadtrat für Wohlfahrtsangelegenheiten, ideologischer Wegbereiter der NS-Massenvernichtung an sog. »lebensunwertem Leben«, vertritt in einem im Februar 1923 gehaltenen und in der Wiener Medizinischen
    Wochenschau vom 19. Jänner 1924 abgedruckten Vortrag (»Ehe und Bevölkerungspolitik«) die Forderung nach der »Vernichtung lebensunwerten Lebens«. Überdies ein »großer« Theoretiker der »Aufzuchtsoptimierung als Hauptgewicht sozialer Bevölkerungspolitik«. Perfektioniert umgesetzt wurden seine Ideen in
    Österreich zB in der nationalsozialistischen Euthanasie-Station Schloß Hartheim bei Linz.”
    […]
    Seinen Thesen wird in Wien durch die Benennung des »Julius-Tandler-Platzes« und durch die Herausgabe einer Briefmarke (20. August 1986) ehrend gedacht. Tandler wechselte 1930 inskommunistisch-diktatorische Rußland, wo er 1936 in Moskau verstarb.

  28. Ronald

    Selten so einen schwachsinnigen Artikel gelesen wie den hier. Die NSDAP war ein völkisch-ideologische-antisemitische-und anti-marxistische Partei. Die NSDAP hasste den Sozialismus und Kommunismus wie die Pest. Nur weil sich die NSDAP auch im Wortlaut sozialistisch nannte, heisst das noch lange nicht das diese auch sozialistisch war. Die NSDAP war eine extrem-nationalistische Parte und hat das Wort Sozialismus für ihre kruden und wahnsinnigen Ideen und Expansionen und Ideologien missbraucht. Das ist absolut lächerlich hier zu schreiben, das Hitler – anfangs marxistisch gewesen sein soll. Belegen Sie das mal. Was Hr. wollen Sie damit andeuten, das die Antifaschisten, welche gegen eine rassistische und hetzerische Partei wie die FPÖ auftreten in Wahrheit selber Faschisten wären? Sozialismus und Kommunismus steht für einen Anti-Militarismus das ist genau das Gegenteil von dem was die NSDAP getan hat!.Lesen Sie Marx, und schreiben Sie nicht so einen diffarmierenden Unsinn!

  29. Christian Peter

    @DNJ

    er hätte besser bei der Medizin bleiben sollen. Eine Ideologie, welche keine ökonomischen Ziele verfolgte wie der Nationalsozialismus, kann gar nicht ‘sozialistisch’ sein. Weder wurde Privateigentum beseitigt noch eine klassenlose Gesellschaft ausgerufen. Ganz im Gegenteil, die deutsche Industrie hatte die NSDAP nicht nur massiv finanziell gefördert, sondern infolge erheblich von der Politik Hitlers profitiert, während Arbeiter radikal entrechtet wurden.

  30. DNJ

    Quite so, dieses ganze Gefasel Nazis = Sozis ist schließlich nur ein spätes Echo der 68er, für die jeder Konservative ein fieser Faschist war. Alles/Beides zusammen nicht sehr originell, sondern eher along the Lines von billiger Polittheatralik-Klischees.

  31. Christian Peter

    Wörterbuch kann wieder einmal Abhilfe schaffen (Meyers Taschenlexikon) :

    Sozialismus (lat.), eine als Gegenmodell zum Kapitalismus entwickelte politische Lehre, die bestehenden politischen Verhältnisse MIT DEM ZIEL DER SOZIALEN GLEICHHEIT UND GERECHTIGKEIT verändern will, eine nach diesen Prinzipien organisierte Gesellschaftsordnung sowie eine polit. Bewegung, die eine solche Gesellschaftsordnung anstrebt; im Marxismus das Übergangsstadium von der kapitalist. zur kommunistischen Gesellschaftsformation (…).

  32. Selbstdenker

    Der Sozialismus ist für sich gesehen ist gar nicht lebensfähig, deshalb vergreift er sich am Eigentum, der Freiheit und dem Leben jener, die er mit Gewalt unterwirft. Selbst in Ländern mit immensen Rohstoffvorkommen (UdSSR, Venezuela, etc.) fuhr bzw. fährt der Sozialismus die Wirtschaft krachend an die Wand.

    Den Sozialismus kann man mit drei Worte übersetzen: Error by Design. Da dem Sozialismus der wirtschaftliche Niedergang, der Verzehr der produktiven Substanz, der Zwang und ultimativ die Verachtung des Individuums innewohnt führte und führt jedes sozialistische Experiment auf kurz order lang in den totalitären Terror.

    Beispiel Venezuela: zuerst verspricht der inzwischen verstorbene Militarist den Leuten den Himmel auf Erden, dann kollabiert die Wirtschaft, es kommt zur Verfolgung politisch Andersdenkender (alle, die nicht einer Meinung mit den Machthabern sind, sind ja “Faschisten”) und schließlich wird auf die Opposition geschossen.

    Komisch: kann es sein, dass sich die Geschichte des Sozialismus in einer Endlosschleife wiederholt? Der große Terror, die Gulags, die Killing Fields, etc.?

    Der Sozialismus ist de facto ein Sozial-Kannibalismus. Da er nicht in der Lage ist, ausreichend zu produzieren, in seiner Substanz zu erhalten oder gar aufzubauen (das wäre ja – pfui! – Kapital), ist er davon abhängig andere zu berauben und zu versklaven. Deshalb ist er stets auf der Suche nach neuen Feindbildern: “die Neoliberalen”, “die Juden”, “die Spekulanten”, “die Burgeousie”, etc.

    Der Sozialismus gleicht dem Spiel Reise nach Jerusalem. Wenn die Musik aufhört zu spielen muss einer daran glauben und die Beute wird unter den Genossen verteilt. Danach kann das “Spiel” wieder von vorne beginnen.

    Heute die Kulaken, morgen die Kleinbauern und übermorgen jeder, der nicht pariert. Heute die Juden, morgen das “unwerte Leben” und übermorgen die Homosexuellen. Heute die Juden, morgen die Andersgläubigen und übermorgen alle, die nicht den eigenen Glauben auf Punkt und Beistrich vertreten.

    Unter wie vielen Nicknames seid Ihr zwei (Christian Peter / DNJ) eigentlich angemeldet? Oder wurden Euch die anderen von Christian Ortner gesperrt?

  33. Selbstdenker

    @Christian Peter
    Glauben Sie nicht alles was Ihnen ein verbohrter Ideologe verspricht. Derart schwülstige Selbstdarstellungen können Sie praktisch von jeder Verbrecher-Ideologie mit mehr als 1 Million Todesopfern haben.

    Wenn Sie im realen Leben auch so leichtgläubig sind, müssen sich bei Ihnen zuhause ja dutzende Staubsauger, nicht ausgepackte Fitnessgeräte und tonnenweise Zeitschriften (ja, wegen der Zeitungs-Abos…) stapeln.

  34. Selbstdenker

    @Christian Peter
    “Weder wurde Privateigentum beseitigt”

    Es wurden dafür die Leute mit Privateigentum beseitigt.

  35. Christian Peter

    So ist es. Die Endlösung der Judenfrage war einer der Hauptziele des Nationalsozialismus, soziale Anliegen gehörten aber mit Sicherheit nicht zu den Bestrebungen dieser Ideologie.

  36. wiener31

    Das mit “lernen Sie Geschichte” ist ja doch ein Kreisky Zitat! Marx war ein schwer-enttäuschter Christ. Seine wissenschaftliche Arbeit sollte immer in Zusammenhang mit seiner Zeit gesehen werden. Kein Privatbesitz und alles im Gemeinwesen zu bewirtschaften, ist schon bei den Ägyptern in den Priesterkasten und auch im vielen Weltreligionen ein Begriff- Hat also nichts mit Sozialismus zu tun. Marx und Engels wollten nur den Entwicklungshistorischen Zwang erkannt haben. Sozialismus hat nicht mit Nationalsozialismus zu tun! Die radikalen Jakobiner hatten soviel mit Sozialismus zu tun wie eine Naturreligion mit einem heiligen Buch.
    Speziell in Österreich wurden die Sozialisten durch das Verbot ins braune Eck gedrängt. Auch heute noch ist es für die Generation, die den Bürgerkrieg als Kind in Wien erlabt hat, eine Schicksalsfrage ob Schwarz oder Rot. Die NSDAP war für alle die bei Schwarz und Rot in der Mitte waren der kleinste Gemeinsame Nenner. Widerstand gab es nennenswert durch Kommunisten und strenge Katholiken, jedenfalls die Zahlenmäßig relevanten Gruppen.
    Dieser Artikel hat als einzige These nur die Wortähnlichkeit zwischen National-Sozialismus und Sozialismus.
    Die NS Bewegung hat sich selbst diesen Namen gegeben. Wenn es nur am Wort liegt dann sind die Indianer aus Indien, die Roma aus Rom und die Franken aus Frankreich. Jedenfalls heißt das Frankfurter Würstchen – Wiener, überall auf in Welt.

  37. DNJ

    ad wiener31

    Sie bringen den Sachverhalt sehr genau auf den Punkt, alles andere hier ist angeblich “liberalkonserrvatives” Geplapper, was immer das auch genau sein soll, außer heiligen Egoismus auf theroretischem Niveau zu rechtfertigen.

  38. DNJ

    @Selbstdenker
    Durch Schwadronieren wird ihr Standpunkt nicht logischer. Wer mitteleurop. Sozialdemokraten und Gewerkschafter mit Pol Pot und Stalin in einen Topf wirft, hat sowieso ein Problem mit der Realitätswahrnehmung. Genausogut könnte ich sagen, dass Rasputin oder Nostradamus Ihre engsten Geistesverwandten sind.
    Mit Christian Peter habe ich wenig gemeinsam, bin sonst zu ihm meist konträrer Meinung, nur hier hat er recht.
    Sich mit merkwürdigenh Spinnern Ihres Schlages überhaupt auf Argumentation einzulassen. ist schon mal ein schwerer Fehler. Oder sind Sie etwa selbst der verfassende Arzt mit den merkwürdigen Ansichten??

  39. Selbstdenker

    @DNJ
    Von einen Narren als Spinner genannt zu werden geht mir am Arsch vorbei.
    Was für mich zählt sind Fakten und Argumente. Von Ihnen habe ich nichts dergleichen gelesen.

  40. DNJ

    @Selbstdenker
    1. Sie kehren sich hier ziemlich selbstherrlich raus und 2. Sie werfen alles links der FPÖ in den Topf “böse und grausliche Kommunisten”, tschuldigen sowas kann man nicht ernst nehmen und auch nicht mit vernünftigen Argumenten dagegen angehen. Wer eine derartige schwarz-weiß-Sicht vertritt, mit dem kann man nicht reden. Und schon gar nicht möchte ich in einem politischen System nach Ihren Vorstellungen leben, dagegen ist die späte DDR wahrscheinlich ein idyllischer Ort.

  41. Selbstdenker

    @DNJ:
    Sie haben keine Argumente. Ihr Verhalten bestätigt das.

    Wobei ich verstehen kann, wenn bei Ihnen die Nerven blank liegen: zuerst würdigt ein linker österreichischer Ökonom bestimmte Aspekte der NS-Wirtschaftspolitik und dann koaliert die griechische Syriza noch zu allen Verdruss mit einer rechtspopulistischen Partei. Das macht wirklich kein gutes Bild.

  42. DNJ

    @Selbstdenker
    Leider spielt sich Ihr gesamtes Weltbild nur innerhalb ihres eigenen Kopfes ab und wird so passend zurecht gezimmert. Besser wenn Sie Arzt bleiben und das wenigstens gescheit machen.

  43. DNJ

    @Herr von Selbsthenker
    Zur Ergänzung: Wer ein politisches System, das Adelige, Großgrundbesitzer und Großindustrielle nicht nur nicht enteignet, sondern ihnen noch Geld und Boden zugeschanzt hat, während es Millionen besitzlose Juden und Zigeuner ermordet hat, als sozialistisch oder kommunistisch bezeichnet, hat sowieso mehr als ein Problem.

  44. Selbstdenker

    @DNJ:
    “…während es Millionen besitzlose Juden und Zigeuner ermordet hat…”

    Das könnte daran liegen, dass die Juden von den Nazis zuerst um ihren Besitz und dann um ihr Leben gebracht wurden.

    Es stellt sich die Frage warum es Restitutionsverfahren arisierten jüdischen Eigentums gibt, wenn die Juden – laut Ihrer kruden Behauptung – ohnedies besitzlos gewesen wären.

    Hören Sie sich selbst bitte einmal zu!

  45. DNJ

    Die meisten ermordeten polnischen und russischen Ostjuden lebten in oft ärmlichsten Verhältnissen und hatten wohl meist weniger besitz als der damalige durchschnittliche Deutsche. Sie leben wohl auch im Klischee vom “reichen Juden”? Diese wurden freilich enteignet, aber eben nicht ihre deutschen und sonstigen arischen Kollegen auch wenn Sie noch so viel Besutz hatten, das hat mit Kommunismus wohl genausowenig zu tun wie die amerikanische Sklavenhaltergesellschaft, wohl halt Schwarze automatisch Sklaven waren. Sie sollten sich selbst mal anhören, Ihr historisches Faktenwissen ist durch die ideologische Brille wohl sehr stark eingetrübt (wohl bei Frank gelernt?). Aber natürlich ist an Holzköpfe aller Alterstufen jedes Wort nur verschwendet.

  46. Christian Peter

    @DNJ

    Ohne erhebliche finanzielle Zuwendungen der deutschen Großindustrie wären Hitlers Nationalsozialisten niemals an die Macht gekommen. Diese konnte von den gewaltigen
    staatlichen Investitionsprogrammen und der radikalen Entrechtung der Arbeiter ganz erheblich vom Nazi – Regime profitieren. Ganz zu schweigen von Millionen Zwangsarbeitern (nur ein Bruchteil davon waren Juden), die für deutsche Industriebetriebe gratis schuften mussten.

  47. DNJ

    @Christian Peter
    Sehr richtig, aber nochmals ganz wichtig: im Dritten Reich gab es nie und schon gar nicht gegen Reiche eine generelle Enteignung wie im Kommunismus. Im Gegenteil, die Reichen waren in der Regel Systemprofiteure, darunter große des Teiles des honorigen Wirtschaftsbürgertums und auch der Großbauern, die angeblich nicht für Hitler waren. Waren diese sehr wohl, denn in ihm sahen diese teilweise zu Recht den einzigen Schutz gegen die kommunistische Gefahr.

  48. Christian Peter

    @DNJ

    ‘Reiche waren die Systemprofiteure der Nazizeit’

    das kann man wohl sagen. Großindustrielle wie Krupp, Thyssen, Flick, Klöckner, Reusch, Vögler, Keppler, Schröder (und wie sie alle hießen) waren mit Hitler eng befreundet und haben diesen in wirtschaftspolitischen Fragen beraten. Schließlich haben diese auch die Wahlkämpfe der NSDAP (Co-) finanziert. Hitlers Sozialpolitik sah folgendermaßen aus : Zerschlagung der Gewerkschaften, Beseitigung überbetrieblicher Tarifverträge, Beschränkung aller sozialen Ausgaben auf ein Minimum, Verringerung der Arbeitslosenunterstützung, Reduzieren der Löhne für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst, Erhöhung deren Arbeitszeit, steuerliche Entlastung des Mittelstandes, etc.

  49. Peter Vogl

    Im Desaster der Weimarer Republik, kurz vor dem Untergang im Kommunismus war Adolf Hitler mit seinem Nationalsozialismus wesentlich erfolgreicher als es alle anderen Systeme jemals waren, weil er mit den Unternehmern kooperierte und es verstand, die Deutschen auch für sehr geringe Entlohnung zur Arbeit zu animieren. Doch Entlohnung fürs süße Nichtstun gab es nie.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .