Warum sucht sich die Regierung kein neues Volk?

Von | 28. Mai 2017

(von ANDREAS TÖGEL) Seit den Tagen des Terrors durch linksextreme RAF-Gangster, wird das Waffengesetz systematisch verschärft. Betroffen davon ist eine verhältnismäßig kleine Personengruppe, die ihre Waffen auf gesetzeskonforme Weise besitzt. Diese verteilt sich im Wesentlichen auf Jäger, Sportschützen und Sammler. Erst seit Beginn der Masseneinwanderung erwerben viele Bürger, die sich bislang nicht für Waffen interessiert hatten, Feuerwaffen für ihren Selbstschutz.

Politiker, beamtete Vertreter des Gewaltmonopols und deren Herolde in den Massenmedien, hatten mit der laufenden Einschränkungen des privaten Waffenbesitzes bislang deshalb leichtes Spiel, weil sie der Öffentlichkeit einzureden verstanden, es bestehe ein positiver Zusammenhang zwischen dem legalen Zugang zu Feuerwaffen und der Gewaltkriminalität. Dass dies nicht stimmt, ist seit geraumer Zeit durch viele wissenschaftliche Studien belegt. Würde ein unproblematischer Zugang zu legalen Waffen tatsächlich der Gewaltkriminalität Vorschub leisten, wäre die Schweiz der gefährlichste Boden Europas. Das ist indes nicht der Fall – ganz im Gegenteil.

Die in jüngster Zeit explodierende Zahl von Tätern, die entweder vom Waffengesetz nicht erfasste Tatmittel zum Einsatz bringen, wie Messer, Äxte und Kraftfahrzeuge oder illegal beschaffte Waffen, die oft aus militärischen Beständen stammen, führen mittlerweile zu einer realistischeren Einschätzung der Lage durch die Bürger: Legalwaffen sind nicht das Problem. Daher ist mit der Verschärfung waffenrechtlicher Bestimmungen, die sich ausschließlich gegen unbescholtene Bürger richten, wie sie etwa die eben beschlossene neue Waffenrichtlinie der EU mit sich bringen wird, im Hinblick auf die innere Sicherheit nichts zu gewinnen. Es handelt sich vielmehr um einen weiteren Beweis für die Torheit der Regierenden, wenn sie an ihren wirkungslosen, weil gegen die Falschen gerichteten Repressionen unbeirrt festhalten.

Doch der Umgang der Obertanen mit dem privaten Waffenbesitz ist von einer Bedeutung, die weit über den Geltungsbereich des Waffengesetzes hinausgeht. Robert Nef hat kürzlich auf folgenden Aspekt hingewiesen: Letztlich geht es beim mit dem privaten Waffenbesitz verbundenen Recht auf Selbstschutz nämlich einerseits um das Recht auf Leben, das durch Terroristen oder gewöhnliche Verbrecher bedroht wird, und dessen Verteidigung der Gewaltmonopolist andererseits durch einen gesetzlich erschwerten Zugang zu wirksamen Selbstverteidigungsmitteln vereitelt. Der Staat macht sich – wir unterstellen unabsichtlich – zum Komplizen krimineller Gewalttäter. Die Verteidigung des eigenen Lebens gegen einen Aggressor ist indes ein Naturrecht, das der Staat keinem zu nehmen berechtigt ist – zumal er selbst zunehmend unfähig ist, für die Sicherheit seiner Insassen zu sorgen.

Es ist bemerkenswert, dass der Furor der Regierenden sich ausgerechnet gegen jene richtet, die ihn tragen und finanzieren – die eigenen Bürger. Der Wunsch, diese zu entwaffnen und wehrlos zu machen, kann, ohne die Phantasie allzu sehr strapazieren zu müssen, als Symptom ihrer Angst vor dem Volk interpretiert werden, wie Nef weiter ausführt.

Dass individueller Waffenbesitz eine Dezentralisierung der Gewalt – eine Beschränkung der Machtphantasien und -Ansprüche der Regierenden – bedeutet, ist ein weiterer Gesichtspunkt, der deren Ablehnung privater Wehrfähigkeit erklärt.

Bertolt Brecht meinte treffsicher: „Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“ Nichts anderes erleben wir dieser Tage.

 

Dieser Beitrag ist zuerst in der aktuellen Ausgabe (Nr. 173) des Magazins „eigentümlich frei“ erschienen.

10 Gedanken zu „Warum sucht sich die Regierung kein neues Volk?

  1. Fragolin

    Eine Diktatur eliminiert am Anfang immer das, was ihr gefährlich werden könnte: Worte und Waffen.

  2. mariuslupus

    Wieso wird wird die Angelegenheit mit dem Volk als Frage formuliert ?
    Die regierenden Machtbesitzer sind gerade dabei das Volk auszutauschen. Dem bisherigen Volk ist nicht zu trauen. Bis jetzt hat es zwar brav gekuscht und apportiert, aber die Möglichkeit besteht das einzelne Individuen anfangen könnten selbständig zu denken, eine andere Meinung haben und sogar die subversive Meinung auszusprechen.
    Sicher ist sicher. Lieber Analphabeten die abhängig sind von den Zuwendungen der Obrigkeit. Vorläufig sind die Zahlen der herbeigesehnten Neuankömmlinge gering, dafür werden sie um so mehr hofiert und bedient. Die Obrigkeit zeigt welches Eigenschaften der Untertanen sie honoriert, und wie sie sich ihre Untertanen in der Zukunft wünscht. Unfähigkeit selbständig zu denken und die Unfähigkeit selbständig für sich und seine Familie zu sorgen.

  3. sokrates9

    Die Politiker übersehen dass sie sich den der Ast auf dem sie sitzen selber absägen! Sollte es nun eine Islampartei in Österreich geben, zu wessen Lasten wird die Wählerstimmen absaugen?? Sicherlich nicht von Strache! Die 2 Welcomeparteien SPÖ und Grüne werden das spüren!!

  4. mariuslupus

    @Fragolin
    Worte sind gefährlicher.

  5. sokrates9

    ..Warum sucht sich die Regierung kein neues Volk?..
    Wozu auch? Das derzeitige ist doch ohnehin blöd genug alles zu finanzieren, und durch den Zuzug von Steinzeitmoslems wird die Intelligenzschicht weiter ausgedünnt!

  6. waldsee

    @mariuslupus
    Sind wir Gemeine nicht die MACHTGEBER ?Somit tragen wir auch eine Mitschuld an den Zuständen.
    Wir klagen noch auf hohem Niveau,aber das ,was uns die Obrigen mit der Islamisierung eingebrockt hat,werden wir auslöffeln,auf deutlich niedrigerem Niveau.

  7. Johannes

    Das tun sie doch die ganze Zeit, wie sonst wären die Immigrationsströme zu verstehen.

  8. wbeier

    A rifle turns a taxpayer into a citizen (Jeff Cooper)

  9. mariuslupus

    @waldsee
    Richtig, mea culpa, aber wie soll ich die Mitbewohner davon überzeugen, dass sie anders wählen sollen.Die meisten sind doch mit den herrschenden Verhältnissen zufrieden. Ein Blick auf die neuen Beiträge in diesen Forum genügt, um zu sehen in welchen Sumpf sich diese Gesellschaft den Führern sei dank, befindet.
    Aber der Kleine Mann ist zufrieden und wählt nach dem Motto “Nur die dümmsten Kälber, ………………………………….

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