Warum TTIP gut für uns wäre

Von | 12. Mai 2016

(ANDREAS UNTERBERGER) TTIP ist so gut wie tot. Von Frankreich bis Österreich ist das Freihandelsabkommen Europa-USA praktisch schon umgebracht worden – bevor auch nur annähernd ein Vertragstext fertig gewesen wäre. Die Akteure der Ermordung: die geschickte PR von (europäischen wie amerikanischen) Konzernen, die Konkurrenz aus Übersee fernhalten wollen; die hemmungslose Stimmungmache von Greepeace&Co, die noch stets gegen alles gewesen sind, was Arbeitsplätze schafft; die stets bei vielen Menschen wachrufbare Angst vor etwas Neuem und Populismus.

Als Folge des TTIP-Exitus droht das für Europa schlimmste Szenario: Nordamerika wird mit Asien und Lateinamerika sehr wohl solche Verträge schließen. Das koppelt dann das ohnedies schon kranke Europa endgültig ab. Wachstum, Investitionen und Jobs werden anderswo entstehen.

Fast alle gegen TTIPS vorgebrachten Argumente sind falsch (werden aber von Grünen, russisch-gesteuerten Quellen und vom Boulevard ständig verbreitet):

-„Geheimverhandlungen“: Im Vergleich zu allen Verhandlungen über frühere internationale Verträge finden die zu TTIP in relativ großer Öffentlichkeit statt. Deswegen scheitern sie auch.
-„Chlorhühner“: Niemand wäre gezwungen, solche zu kaufen. Viele würden es aber tun, weil mit Chlor behandelte Hühner keine Salmonellen haben, die bei uns ja regelmäßig Krankheiten und Todesfälle auslösen.
-“Hormonfleisch und genveränderte Produkte”: Eine – noch nicht im Detail feststehende – Regelung würde auf jeden Fall festhalten, dass solche Produkte klar gekennzeichnet werden müssen (ganz abgesehen davon, dass es sie in verschiedenen Formen längst auch in Europa gibt). Wenn etwas gesundheitsschädlich ist, wird es jedenfalls verboten – was freilich wissenschaftlich zu beweisen ist, nicht nur durch Behauptungen von Greenpeace.
-„Standards werden gesenkt“: Kein einziger der heutigen europäischen Standards würde gesenkt (leider, weil Europa ja längst in Überregulierung erstickt).  …. (weiter hier)

35 Gedanken zu „Warum TTIP gut für uns wäre

  1. nattl

    Das habe ich an diesem Blog und an seinem Autoren nie wirklich verstanden: Warum ist es gut für uns, wenn wir uns untertänigst vor dem US-amerikanischen Herrenmenschen im Staub suhlen? Vielleicht erklärt ja jemand der von Presseförderung und Wiener Zeitung ausgehaltenen liberalala Journos einer dummen, bildungsfernen Steuersklavin, warum das so ist. Ich lern ja gerne dazu…

  2. Thomas Holzer

    War und ist es eigentlich nicht das Bestreben von WTO etc., einheitliche (Mindest)Standards weltweit! festzulegen, um eben derlei “Unterabkommen” obsolet zu machen?!
    Außerdem, zum zumindest zehnten Mal:
    Freihandel bedarf keiner von Politikerdarstellern festgezurrter Reglementierungen

  3. Fragolin

    Warum trommelt Unergberger immer so heftig für TTIP? Weiß er etwas über den Inhalt, was uns verborgen blieb? Oder ist er nicht mehr in der Lage, den Unterschied zwischen einem Freihandelsabkommen (das man auf 2-3 Seiten formulieren kann) und einem Reglementierungs- und Knebelmachwerk zu unterscheiden?
    Man möge bitte nicht so tun als hätten wir bisher nichts in die USA verkaufen können, eher wird umgekehrt ein Schuh d’raus. Die Amerikaner wollen all jenes Zeugs endlich auf unseren Markt pumpen, das nicht unseren Qualitätsstandards entspricht oder, so wir es ihnen nicht freiwillig gestatten, Rechtsmittel zu ihren Gunsten formuliert wissen. Das ist legitim, aber aus unserer Sicht bringt es keine Vorteile.
    Herr Unterberger, bitte begeben sie sich nicht auf das Niveau des Ederer-Tausenders hinab, aus welchen Gründen auch immer.

  4. Marcel Elsener

    Freihandel ist eine gute Sache. TTIP ist jedoch kein Freihandelsabkommen sondern ein umfassendes Wirtschaftsregulierungsabkommen; allein schon der grosse Umfang dieses Vertragswerks legt davon Zeugnis ab. Freihandel entsteht eben nicht durch Einführung umfangreicher gesetzlicher Regulierungen sondern durch Abschaffung umfangreicher gesetzlicher Regulierungen. Das sollte Herr Unterberger eigentlich wissen.

  5. Fragolin

    @Marcel Elsener
    “Freihandel entsteht eben nicht durch Einführung umfangreicher gesetzlicher Regulierungen sondern durch Abschaffung umfangreicher gesetzlicher Regulierungen.”
    Danke, perfekt auf den Punkt gebracht!

  6. GeBa

    Eigentlich schätz(t)e ich bisher die Beträge von Andreas Unterberger, mit seinen Ansichten zu TTIP erntet er allerdings keine Lorbeeren bei mir.

  7. Selbstdenker

    Ein Freihandelsabkommen lässt sich so gestalten, dass es auf eine A4-Seite passt. Wenn dies aufgrund verschiedener Sachzwänge nicht möglich ist, war eben die Zeit nicht reif dafür.

    Wenn sich der Kern der Sache nicht kurz, präzise und allgemein verständlich beschreiben lässt, darf man davon ausgehen, dass es ein Einfallstor für mächtige Lobbyisten (Staaten, Konzerne, NGOs, etc.) ist, das auch genutzt wird. Siehe Überwachungsstaat und Bargeldabschaffung: das was technisch und rechtlich möglich ist, wird auch gemacht.

    Wäre TTIP gekommen, wäre es zur Spielwiese sehr mächtiger NGOs geworden, die sich in die Gremien reinreklamiert hätten. Ich denke das war bzw. ist auch die Strategie von Greenpeace & Co. Die handeln nach dem Motto: If you can’t beat them, join them. Und solange sichergestellt ist, dass z.B. Konzerne zusätzliche Kosten (verursacht durch NGO-Erpressung) über ihre Marktmacht an Konsumenten bzw. Staatsbürger weiterverrechnen können, haben die kein Problem mit den NGOs Geschäfte zulasten Dritter abzuschließen.

    Das war übrigens auch mit der EU so: früher waren die Grünen erbitterte Gegner der EU, heute sind sie die größten Befürworter davon. Warum? Weil die EU das ideale Vehikel für den Cultural Marxism ist, für den die Grünen stehen.

    Diesbezüglich sitzt den Leuten einfach die Erfahrung mit der EU in den Knochen: in meinem Bekanntenkreis haben fast alle (auch ich) für den EU-Beitritt gestimmt und heute bereuen sie (auch ich) es. Originalzitat: einmal haben sie mich in die EU reingefi**t, aber das passiert mir kein zweites mal.

    TTIP ist im Grunde genommen an seiner eigenen Intransparenz gescheitert: die Leute haben am meisten vor dem Angst, was sie nur aus Gerüchten kennen. Ich kann aber die Menschen sehr gut verstehen, wenn sie nicht gewillt sind einen weiteren Blankoscheck auszustellen.

    Die Governance super- und supranationaler Institutionen erfolgt über sehr mächtige Organisationen (siehe EZB). Derartige Organisationen entwickeln aber sehr schnell ein kaum zu bändigendes Eigenleben. Wie lange haben EU-Politiker, Beamte und sonstige EU-Abhängige gebraucht, um sich als neue Herrscherklasse über Europa zu begreifen? Die Transformation vom Bürger zum Untertanen hat nur wenige Jahrzehnte benötigt.

    Die meisten Leute, die ich kenne, sind nicht gegen den Freihandel, aber gegen das was die Mächtigen daraus machen bzw. das was sie unter diesem Arbeitstitel umsetzen.

  8. Selbstdenker

    @GeBa
    Jeder hat seine Schwachstellen. TTIP und die Vorratsdatenspeicherung sind halt nicht jene Gebiete, die zu den Kernkompetenzen von A.U. zählen.

  9. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    “Wenn sich der Kern der Sache nicht kurz, präzise und allgemein verständlich beschreiben lässt..”

    Dieser Satz trifft leider auf (fast) alles zu, was von “unseren” Politikerdarstellern so Tag für Tag in Gesetzesform gegossen wird

  10. Reini

    … die EU sollte mal ihre internen Probleme lösen, bevor sie neue Importiert!! …
    Beim EU Beitritt Österreichs wurde auch Probezeit das neue Arbeitsplätze entstehen, kurzfristig ja, aber die heutigen Arbeitslosenzahlen bestätigen das Gegenteil!
    Die EU Exportiert selbst Hühnerfleisch nach Afrika!
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/exporte-gefluegel-afrika

  11. Johannes

    Das Argument unsere Standards würden nicht gesenkt und niemand bräuchte Produkte niedrigeren Standards freiwillig kaufen hinkt denn sie wissen genau das die zb. heimische Landwirtschaft einknicken müsste.
    Wollen wir wirklich das amerikanische Konzerne den Staat Österreich klagen können, bei amerikanischen Gerichten und dann ev. Milliardenbeträge vom österreichischen Steuerzahler zu berappen sind. Handel ist wichtig, das ist doch keine Frage aber braucht es dazu wirklich Knebelverträge, ist ihr Vertrauen in Amerika so groß das sie übersehen das die Dieselabgasnormen bewusst so angesetzt wurden das kein Anbieter sie erfüllen konnte und so die amerikanische Automobilindustrie die keine Dieselmotoren baut geschützt werden sollte. VW konnte der Versuchung nicht widerstehen, ihre Top Dieselfahrzeuge unter Umgehung dieser willkürlichen Abgasnormen, dummerweise durch falsche Angaben, zu erfüllen und ist am Rande des Untergangs gelandet .
    Daher Vorsicht beim Handel mit Amerika, die USA schauen berechtigter Weise , im Gegensatz zu Europa, immer allein auf den eigenen Vorteil und sie sind nicht zimperlich diesen mit allen Mitteln durch zu setzten.
    Also Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht!!!!!!!!

  12. Selbstdenker

    @Johannes:
    “Also Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht!!!!!!!!”
    Das kann ich bestätigen. Die USA treiben üble Spielchen mit gutgläubigen Europäern.

    Beispiel:
    Europäischer Konzern kauf einen bestehenden Produktionsbetrieb in den USA um dort am Markt Fuß zu fassen.
    Plötzlich treten Atemwegs- und Hauterkrankungen in der örtlichen High-School auf. Die Medien berichten, dass die Produktionsstätte vom europäischen Konzern verantwortlich wäre.
    Um potentielle Strafzahlungen zu verhindern, wird eine neue Rauchgasfilteranlage errichtet. Die Kosten sind derart hoch, dass der Standort auf Jahre hinaus Defizite erwirtschaftet.
    Nachdem die Rauchgasfilteranlage errichtet wurde, erscheinen Medienberichte, dass der europäische Konzern doch nicht Schuld ist an den Krankheitsfällen in der High-School. Auslöser der Erkrankungen war ein starker Schimmelbefall in der Klimaanlage dieser Schule.
    Schadenersatz für die ungerechtfertigten Anschuldigungen und die sinnlose “Investition”: Nope.

    Mit TTIP würde sich am Verhalten der US-Behörden nichts ändern. Allerdings würden sich US-Konzerne an europäischen Konsumenten und Steuerzahlern schadlos halten, wenn sie mit den zahlreichen lokalen Rechtsnormen in Konflikt geraten.

    Anstatt staatliche Regulierung auf ein sinnvolles Maß zurückzustutzen, würde ein dauerhafter Prozess zur Kostenabwälzung auf Dritte etabliert.

  13. Falke

    Die USA schließen keinen Vertrag ab, der ihnen nicht Vorteile zu Lasten des anderen Vertragspartners bringt. Daher sei der Appell von @Johannes nochmals unterstrichen: Vorsicht!

  14. Christian Peter

    Statt den Aussagen drittklassiger Journalisten sollte man eher auf die Expertisen von Experten vertrauen. Die angesehene London School of Economics fällte bereits 2013 ein vernichtendes Urteil über TTIP : Kein Nutzen, hohe Kosten und enorme Risiken durch TTIP.

    https://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=0ahUKEwiWvtLhtNTMAhVRKywKHUEAB6UQFggiMAE&url=http%3A%2F%2Fdeutsche-wirtschafts-nachrichten.de%2F2016%2F04%2F26%2Fbritisches-gutachten-vernichtendes-urteil-ueber-ttip%2F&usg=AFQjCNGTMdDvEyZvyQVMk1DeaRlXl6MfZQ

  15. Rennziege

    Auch wenn ich anecken sollte, was ich gern tu’: Das TTIP würde allen Beteiligten, besonders dem durch Wirtschaftsfeindlichkeit, Bürokratie und Steuern gelähmten Österreich, zum Vorteil gereichen, hätten nicht Greenpeace und zahllose andere staatsgefütterte NGOs das Thema schon vor Jahren an sich gerissen. Ungebildete Politiker spielten den Ball sofort weiter, um die dadurch geschürte Abneigung, demoskopisch untermauert, in Wählerstimmen umzumünzen.

    Da auch Donald Trump, obschon aus anderen Gründen (“America first!”), auf dieses Abkommen pfeift, ist es so gut wie gescheitert. Österreichs Medien werden sich dafür auf die Schulter klopfen, wie damals bei der Ablehnung eines harmlosen Kernkraftwerks.
    Also hat sich die Diskussion erledigt.

  16. hojos

    Wieso stellen Autoren und Kommentatoren auf Plattformen wie dieser die wohlstandsspendende Ökonomie weit über die lebensspendenden Ökologie? Woher nehmen sie die Sicherheit, dass menschliches Handeln keinerlei Schuld an gegenwärtigen und bevorstehenden Katastrophen trägt? Denn nur unter dieser Voraussetzung kann das ganze Freihandelsdenken und der Wunsch nach ewigem Wachstum dermaßen unreflektiert stattfinden. Solange nicht alle Umweltkosten in die Transportkosten einfließen, zerstören Freihandelsabkommen jede Regionalität und sind gefährlich.

  17. Falke

    @Rennziege
    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass TTIP grundsätzlich nützlich und positiv wäre. “Wäre” deshalb, weil, wie ich schon weiter oben erwähnt habe, man mit den USA keine Verträge auf Augenhöhe abschließen kann: das Hauptziel der Amerikaner ist, den Vetragspartner zum eigenen Nutzen zu übervorteilen, zu übertölpeln und auzuspionieren

  18. Thomas Holzer

    Wie ein Knebelungsvertrag, welcher zu einem Bürokratiemonster ausartet, den Freihandel fördern soll, müsste Herr Unterberger noch mal versuchen zu erklären 😉

  19. Christian Peter

    Der Plan der Konzernlobbyisten, der europäischen Bevölkerung ohne jegliche Information oder gar Beteiligung ein Abkommen auf das Auge zu drücken, welches die Staaten Europas sowie die Bevölkerung auf viele Jahrzehnte in Geiselhaft multinationaler Konzerne gebracht hätte, ist nicht aufgegangen. Besonders brisant : Ursprünglich war geplant, den Inhalt des Abkommens 30 Jahre lang geheim zu halten, dazu hatte sich die EU – Kommission zu Beginn der Verhandlungen 2013 verpflichtet (siehe Link unten). Übrigens : Erst kürzlich haben einige Staaten wegen schlechter Erfahrungen mit klagewütigen Investoren alle Investitionsschutzabkommen gekündigt, darunter die Regierungen von Australien, Südafrika, Indien, Ecuador, Brasilien, Argentinien u.a. Alleine am Festhalten der USA an diesen eigentlich völlig überflüssigen Klauseln (sowohl in den USA als auch in der EU herrscht höchste Rechtssicherheit für Investoren) sieht man, dass der eigentliche Zweck dieses Abkommens nicht Freihandel ist, sondern ganz im Gegenteil die Durchsetzung von Privilegien für multinationale (US-) Konzerne.

  20. Rennziege

    12. Mai 2016 – 16:12 Falke
    Danke für Ihre Replik. Ihre Meinung allerdings, die Amis seien generell bemüht, “zum eigenen Nutzen zu übervorteilen, zu übertölpeln und auzuspionieren” kann ich nur begrenzt teilen. Natürlich, denn das ist die Basis jedes Geschäfts auf Erden, ist jeder Vertragspartner bemüht, das Beste für sich herbeizuverhandeln. Barack H. Obama, um nicht vollends als Versager und Schuldenmacher in die Geschichte einzugehen, versucht ein paar Fischlein für die USA an Land zu ziehen.
    Da sein Verhandlungspartner der hoffnungslos versumpfte EU-Teich ist, auf dem kein Seeröslein mehr blüht, hätte er leichtes Spiel, wäre er nicht selber eine der vielen lahmen Enten auf dem Teich. Und sie alle schnallen nicht, dass dieser Teich allmählich abgelassen wird unsie alle alsbald mit ihren Gucci-beschuhten Flossen im Schlamm stecken werden.
    So much for that.

  21. Carl Schurz

    Freihandel ist das Beste, was uns passieren kann. Damit gehöre ich jedoch zu einer Minderheit ohne Gehör. Wer aber sich wichtig macht (mit den Mainstreammedien) und förderlich für Wahlstimmenfang ist (selbst schuld wenn Wähler auf solche billigen Tricks hereinfallen), der kann Partikularinteressen zum Schaden einer Mehrheit/des Marktes gesetzlich durchsetzen. Das EEG ist das schlimmste und irrsinnigster Beispiel dafür.
    Aber die deutschen TTIP Kritiker sollten bedenken, dass trotz des Sozialisten Obama der US Markt für alle Bürger freier ist als für uns im eigenen Land. Maßnahmen wie von Erhard den Markt von staatlichen Fesseln zu befreien hätte eine Wirkung wie die Zeiten von 1949-1959. aber schon zu dieser Zeit warnte Erhard vor Zu viel Staat und zu viel Soziale Wohlfahrt bei der am Ende der soziale Untertan steht. Da stehen wir nun als soziale Untertan und halten etwas mehr Freihandel wie das TTIP für eine Bedrohung. Mal ehrlich: wieviel Freiheit können die meisten (auch Kommentatoren) überhaupt ertragen, wenn man es sich kuschelig als sozialer Untertan eingerichtet hat? Ich bin der Meinung, dass die Mehrheit lieber eine sichere Minirente bevorzugt, als eigenverantwortlich und mit Fleiß reich zu werden, um auf die verlogene Staatsrente verzichten zu können. Ich mache mir hier nichts vor. Die Europäer können nicht mit der Freiheit. Das fängt schon bei Begriffe Vaterland an und hört nicht bei “Hotel Mama” auf.
    Lieber TTIP als gar nichts. Statt den Freihandel zu fordern lässt man sich lieber freiwillig und aus Angst vor den Karren von Gruppen spannen, die mehr Konkurrenz fürchten. Armselig so wenig sich für die Freiheit einzusetzen. Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht wird an Ende beides verlieren. Sinngemäß steht das auch in der Bibel, wie auch schon Genesis 1 mehr Aufklärung bietet als so manche Predigten. Fazit. Nichts Neues unter Gottes Himmel. Die Bibel berichtet seit Jahrtausenden darüber.

  22. Christian Peter

    @ Carl Schurtz

    Nichts als leeres Gerede, denn TTIP hat überhaupt nichts mit Freiheit zu tun. Ganz im Gegenteil, durch derartige Verträge werden die nationalen Parlamente entmachtet, die staatliche Souveränität untergraben und letztendlich die Demokratie zu Grabe getragen.

  23. Fragolin

    @Carl Schurz
    TTIP hat nichts mit Freihandel zu tun, sonst wäre es 3 Seiten lang und nicht über tausend. Ist das so schwer zu kapieren? Ein offener, kurzer, ehrlicher Vertrag zum Abbau von Handelsschranken hätte sofort meine volle Zustimmung. Aber dass Menschen glauben, zur Freiheit benötige es ein ganze Aktenschränke füllendes Vertragswerk, kann ich nicht nachvollziehen.

  24. Christian Peter

    Breiter Widerstand gegen TTIP unter den klein- und mittelständischen Unternehmen : 79 % der Unternehmer lehnen TTIP ab. Stimmen aus der Wirtschaft, Teil 1 :

  25. Mourawetz

    Ich bin auch für TTIP und schließe mich Rennzieges Meinung an.
    Wenn Greenpeace dagegen ist, ist das ein deutliches Zeichen, dafür zu sein. Die Österreichische Lebensmittelbranche hat Angst, dass ihr vom Steuerzahler subventionierter Feinkostladen, nicht mehr das Monopol hat, deshalb laufen sie alle geschlossen dagegen an.

    Ich bin schon alleine deshalb dafür, weil mich die Keine Gentechnik-Monokultur in den Lebensmittelgeschäften z.B. bei der Milch ankotzt. Was, und das soll Freie Marktwirtschaft sein? Ich will wählen dürfen. Her mit den Alternativen aus USA!

  26. Thomas Holzer

    @Mourawetz
    Mit Verlaub, aber eine doch etwas naive Ansicht: sind Sie z.B. auch für den Walfang, weil Greenpeace dagegen ist?

  27. Christian Peter

    @Thomas Holzer

    Das Argument hat er sich von A. Unterberber abgeschaut. Nach den Enthüllungen der geheimen Unterlagen von TTIP wird mittlerweile zu kuriosen Methoden gegriffen, um für das nutzlose Abkommen TTIP zu werben.

  28. gms

    Mourawetz,

    “Ich bin schon alleine deshalb dafür, weil mich die Keine Gentechnik-Monokultur in den Lebensmittelgeschäften z.B. bei der Milch ankotzt. Was, und das soll Freie Marktwirtschaft sein? Ich will wählen dürfen. Her mit den Alternativen aus USA!”

    Es ist gar eigentümlich, sich dergestalt motiviert für das Abkommen auszusprechen, wo doch die EU-Kommission wiederholt versichert, ausgerechnet diese Wahlmöglichkeit ginge mit TTIP nicht einher, unterminiert selbige doch das bei uns sakrosankte Vorsorgeprinzip. Daraus folgend verlor TTIP auch medial seine initiale Unschuldigkeit als Handelsabkommen und mutierte angesichts seiner an die Oberfläche schwappenden wahren Natur mitterdings zu einem sogenannten ‘gemischten Abkommen’, welches bei Zustandekommen Freiheit und Zwang der Legende nach derart geschickt verknotet, daß sowohl Ökobolschewiken wie auch Libertäre damit zufrieden sind.

    The Total Irrelevance of Principles

    Vor Jahrzehnten warb ein Hygenieartikelhersteller mit dem Slogan, sein Produkt wäre angesiedelt in einem Kosmos der Irrtümer und Mißverständnisse. Übertragen läßt sich dieser Befund verlustfrei auf TTIP, bei dem Gegner und Befürworter gleichermaßen sich versuchsweise im Aufstellen und Abfackeln von Popanzen üben, deren Aschereste offen lassen, ob sie nun pro oder contra wirken, dies nur der Absicht oder auch dem Ergebnis nach oder schlicht Ausdruck von Langeweile sind..

    Wer dabei, Kollege Mourawetz, seine eigene Zustimmung oder Ablehnung auch nur ansatzweise daran festzumacht, welche prominenten Nulpen im oppositionenellen Lager vertreten sind, liefert seinen Widersachern dermaßen Argumente frei Haus, daß man sich als Außenstehender vor Lachen garnicht mehr einkriegt. Dasselbe Potential, wenn auch eine Ebene drunter, hat die Behauptung, mit einem mehrtausend seitigen Regulierungsmoloch käme irgendwas wie gesteigerte Wahlfreiheit für Anbieter oder Konsumenten daher.

    TTIP steckt in der Krise. Die einen lieben Krisen als Allzweckwerkzeug zum Herbeihebeln ihnen genehmer Zustände. Libertäre schätzen interessante Zeiten aus einem ganz speziellen Grund, lassen dabei andere doch vor Puplikum die Hosen runter wie bei keiner sonstigen Gelegenheit.

  29. gms

    Christian Peter,

    man kann der Darstellung, Sie wären ein Postingbot der Grünen, ja auf viellerlei Arten widersprechen, dies aber ausgerechnet mit dem Hinterlegen des eigenen Namens mit ‘selbstbestimmung.at’ hat schon seine spezielle Tragikkomik, ist diese Domain doch von der SPÖ in der Loewelsstraße registriert.

  30. Gerhard

    Zum sog. Chlorhuhn und allen übertriebenen Hygienemassnahmen in den USA:
    Wenn man in den USA ein Hotel und besonders das gebuchte Zimmer betritt, dann fällt dem Europäer sofort der für uns unangenehme Chlorgeruch auf. Ein Amerikaner erklärte mir auch, dass das Leitungswasser nach Chlor schmecken muss, sonst ist es nicht geniessbar. Andererseits kaufen die Leute riesige Mengen an sauberem Wasser in großen PET-Flaschen und Kanistern, denn ihren täglichen Kaffee u,a, wollen sie doch lieber mit gutem Wasser herstellen.

  31. Christian

    Liebe Rennziege,
    “genauso harmlos” wie das von Ihnen zitierte Kernkraftwerk – aus Tschernobyl und Fukushima haben Sie nicht viel gelernt. Und ich bin froh, dass so wie damals gegen die Atomkraft auch diesmal vernünftige Menschen gegen TTIP und vor allem CETA sind,. weil sie die Folgen (exzessives Bauernsterben z.B.) eben vorhersehen, so wie Tschernobyl auch bei in Zwentendorf hätte passieren können. Unterschätzt das “einfache Volk ” nicht – es hat ganz oft den richtigen Instinkt , so auch bei TTIP (So auch bei der BP-Wahl , nur nebenbei)

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