Warum unsere Unis immer schlechter werden

(A. UNTERBERGER) Es ist nur eine unscheinbare Zahl. Aber sie zeigt noch viel deutlicher als die zahlreichen und immer deprimierenden Vergleichs-Rankings den jämmerlichen Qalitätsverlust der Unis, an dem einzig und allein die SPÖ schuld ist. Denn in Österreichs Fachhochschulen wurden heuer nicht weniger als 28.000 Bewerber abgewiesen. Da diese FH fast überall Aufnahmetests machen, ist klar, dass die 19.000 aufgenommenen Studenten im Schnitt deutlich besser (intelligenter, gebildeter, interessierter) sind als die erfolglosen Kollegen. Diese aber verschwinden nicht im Nirwana oder im Arbeitsmarkt, sondern gehen fast alle in die „wissenschaftlichen“ Universitäten. Das muss ganz automatisch und zwangsläufig deren weiteren Abstieg bewirken. Dabei tun die Unis noch immer so, als ob sie qualitativ weit über den verschulten und meist mit eher unbekannten Lehrkräften bestückten Fachhochschulen stünden. Das ist zumindest in Hinblick auf die Studenten eine reine Lüge. Und zwar so lange, bis auch die Unis in allen Fächern – vor allem den nicht-naturwissenschaftlichen Billigstudien – Limitierungen und Aufnahmeprüfungen machen dürfen. Das aber verhindert weiterhin aus kurzsichtiger Ideologie die SPÖ. Und das schadet jenen Uni-Studenten am meisten, die sehr wohl talentiert, eifrig und leistungswillig sind, die eigentlich optimal gefördert werden sollten. Die daher immer öfter an ausländische Unis gehen – wenn ihre Familien es sich leisten können – und dann gleich im Ausland bleiben. (TB)

7 comments

  1. Christian Peter

    Na ja, die Ausbildung an Fachhochschulen mit denen an Universitäten zu vergleichen ist schon ein wenig verwegen. Dass FH’ler einen Aufnahmetest machen müssen bedeutet gar nichts – außer, dass diese bei bestandener Prüfung selbst bei mässiger Leistung bis zum Abschluss mitgeschleppt werden, während sich Studenten an Universitäten (in der Regel, je nach Studium) jeden einzelnen Schein hart erarbeiten müssen.

  2. sokrates9

    Wie sollen Unis / FH besser werden wenn man schon froh ist wenn Maturanten einfache Texte sinnerfassend lesen können? Der Untergang unseres Systems war Bologna, wo man auf das US – System des unkritischen Fachidioten umgeschwenkt ist und nicht mehr die alten Bildungsziele verfolgt werden!Das ist auch schon in der Politik angekommen: Die Heinisch Hosek als ehemalige Volksschullehrerin braucht ja öfteters eine Schultafel um zu belehren wie die Bundeshymmne politisch correct lautet, aber auch 10 Gebote für die Schüler! Und da heißt es im 7.Gebot: Du sollst für den Job lernen!!

  3. Sven Lager

    „ …Denn in Österreichs Fachhochschulen wurden heuer nicht weniger als 28.000 Bewerber abgewiesen. Da diese FH fast überall Aufnahmetests machen, ist klar, dass die 19.000 aufgenommenen Studenten im Schnitt deutlich besser (intelligenter, gebildeter, interessierter) sind als die erfolglosen Kollegen. „

    Stimmt das wirklich, oder wurden (Mehrfach-) Anmeldungen mit Studierenden gleichgesetzt ?
    Kenne FH Studenten, die sich zB. für vier FH Studiengänge anmelden und dann nur einen davon tatsächlich beginnen. Wie werden in dieser Statistik die drei nicht angetretenen oder die erfolgreich bestandenen Aufnahmetests ohne Studienbeginn gezählt ?

  4. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ Christian Peter
    Da ich beide Bereiche (Uni und FH) sehr gut kenne, halte ich ihre Bemerkungen – mit Verlaub- für Blödsinn!
    Bitte informieren sie sich gründlicher, bevor sie (vorgefasste?) Meinungen dieser Art verbreiten!

  5. Christian Peter

    @Sven Lagler

    auf den FH’s landen meistens Leute, denen reguläre Studien zu anstrengend sind oder solche abgebrochen haben. Die Lehrqualität auf den FH’s ist zudem miserabel. Nicht selten üben dort Personen Lehrtätigkeiten aus, die nicht einmal über mittlere Reife verfügen.

  6. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ Christian Peter zur Zweiten,
    sie haben wohl noch nie ein der leistungsfähigen FH`s besucht?
    Die Studierenden dort sind meist leistungswilliger, fähiger und brauchbarer als so manche “echte” Studierenden an Universitäten.
    Aber ich vermute, auch für sie gilt das Wort “wozu brauche ich Fakten, wenn ich meine Vorurteile habe”?
    oder haben sie ein Trauma gegenüber den FH´s?

  7. Christian Peter

    @Ehrenmitglied

    keine Vorurteile, nur Fakten. Sicherlich gibt es auch einzelne FH’s mit brauchbarer Ausbildung, mit einer universitären Ausbildung lassen sich aber auch diese nicht vergleichen. Lehre an Unis und FH sind völlig verschiedene Dinge, denn an Unis wird Theorie gelehrt, während sich FH’s hauptsächlich um eine praxisorientierte Ausbildung kümmern.

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