Warum verhandelt Israel nicht über seinen Untergang?

“….Mag schon sein, dass Netanjahus voraussichtliche Wiederwahl die internationale Isolation Israels – die man in deutschen Medien weniger befürchtet als vielmehr für eine gerechte Strafe hält – verstärkt. Nur ist das mitnichten automatisch ein richtiges Argument gegen die israelische Außenpolitik – sondern ein Zeichen dafür, dass der jüdische Staat in einer existenziellen Situation allein gelassen wird. Worüber sollte er auch mit denjenigen verhandeln, die ihm den Garaus machen wollen? Über die Modalitäten des eigenen Untergangs? Und weshalb sollte er ausgerechnet auf die Warnungen aus Europa hören, wo man – wie sich in Toulouse, Brüssel, Paris, Kopenhagen und andernorts zuletzt wieder einmal gezeigt hat – nicht einmal die eigene jüdische Bevölkerung zu schützen imstande ist?…” (hier)

2 comments

  1. aneagle

    Häufig ruinieren Besserwisser nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern auch das jener, die ihren katastrophalen Ansichten nicht lemminghaft folgen. Dabei meinen sie es in ihrem dümmlichen Dünkel “ja nur gut” und sind, folgt man ihren oberlehrerhaften Vorschlägen nicht, gekränkt, wie ein gemäßigter Moslem, der sich über die vermeintliche Kränkung hin, zum Islamisten radikalisiert.

    Das ideale Beispiel für dieses Verhalten ist Europa, sein Schicksal ist in Houellebecqs aktuellem Roman rechtzeitig vorausbeschrieben.
    Warum soll dieses Staatengebilde, das aus welchen Gründen immer, willig seine Kehle darbietet, nicht jetzt schon eine zukunftweisende Aussenpolitik betreiben ? Irgendwo muss man ja vorneweg und nicht hintennach sein ! Und die innenpolitische Veränderungen sind demographisch und monetär ohnehin unumkehrbar, bzw. werden am mangelnden gemeinsamen Gestaltungswillen der Europäer scheitern. Da nützt nicht einmal mehr wenn alle Europäer gemeinsam Herrn Juncker ein inbrünstiges “Je suis Jean-Claude” entgegenrufen.

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