Warum Zentralisierung arm macht

Von | 30. Juni 2013

Increasing centralization has been viewed as the solution for all social and economic problems for quite some time. The Eurozone project is one recent manifestation of this belief.

The basis of this belief is rationality and efficiency. If we centralize production and decision-making, we eliminate all sorts of inefficiencies. Decisions can be made by “top people,” and supply chains can be rationalized from a hopelessly inefficient clutter down to a supremely rational and cost-effective pathway.

Ironically, in eliminating inefficiency and messy decision-making, centralization eliminates redundancy, decentralized pathways of response and dissent. Once you lose redundancy and all the feedback it represents, you lose resiliency and fault-tolerance. The centralized system is fault-intolerant and fragile.

By rationalizing decision-making and authority in a centralized hierarchy, the system slowly but surely eliminates dissent: those who “don’t get on board” and “get with the program” imposed from the top are marginalized, pushed out or liquidated.

From the point of view of the “top people,” this is merely rational; why tolerate a lot of chatter and resistance that doesn’t serve any real purpose except to bog down the duly chosen program?

As Nassim Taleb has observed, dissent is information. Eliminate or marginalize dissent and you’ve deprived the system of critical information. Lacking a wealth of information, the system becomes a monoculture in which the leadership is free to pursue confirmation bias, focusing on whatever feedback confirms its policy mandates.

A system that suppresses dissent is fault-intolerant, ignorant and fragile. Any event that does not respond to centralized, rationalized policy creates unintended consequences that throws the centralized mechanism into disarray. Lacking dissent and redundancy, the system piles on one haphazard, politically expedient “fix” after another, further destabilizing the system.

The event that triggers crisis and collapse isn’t important; the system, rendered unstable and fragile by centralization, is primed for crisis and collapse. The dry underbrush is piled high, and if the first lightning strike doesn’t start the fire, the second one will. With dissent and the inefficiencies of redundancy and decentralized pathways of response gone, there is nothing left to stop a conflagration that consumes the entire forest.   (Zerohedge)

5 Gedanken zu „Warum Zentralisierung arm macht

  1. Sven Lagler

    Zusätzlich zu den Problemen durch Zentralisierungseffekte kommt der Fehlglaube, dass eine Ansammlung und Erweiterung von inhomogenen Staaten die Union stärkt.
    Je höher der Anteil der Nettoempfänger, desto höher ihr Stimmenanteil an der Entscheidungsfindung. Durch den Betritt Kroatiens steigt der Anteil der Schuldner von derzeit ca. 70% weiter an.

    Ebenso gibt es keine klare Grundausrichtung. Es ist nicht klar, ob das stabilitätsorientierte Norden oder der etaistische Süden die Vorlage für die Union sein soll.

    Und dennoch wird versucht, durch die Aufgabe von Autonomie die Voraussetzung für eine gemeinsame Wirtschaftsregierung / Annäherung zu einem Bundesstaat zu schaffen.

    Dass Großbritannien, welches dieser Vorgansweise widerspricht und auf die Grundsätze der Ursprünge pocht vom Rest als unerwünschter Querulant abgetan wird bestätigt den oben stehenden Artikel.

  2. rider650

    Die Lösung ist das genaue Gegenteil von Zentralisierung, nämlich Sezession. Kleine Staaten mit auf die örtlichen Gegebenheiten maßgeschneiderten Gesetzen, in denen die einzelne Stimme verhältnismäßig schwer wiegt, die Hierarchien flach sind und die Herrscher persönlich verfügbar – so sieht die Zukunft aus. Welche Firmen bewegen sich schneller – kleine inhabergeführte Startups oder gigantische Aktiengesellschaften? Bei Staaten ist es das selbe. Für die Bürger hat dies den weiteren Vorteil, dass die Staaten in viel stärkerem Wettbewerb untereinander stehen, weil man viel weniger weit wegziehen muss, um in einen anderen Staat zu wechseln, sollten die Bedingungen daheim einmal suboptimal im Vergleich zur Nachbarschaft werden.
    “Aber der Freihandel, dafür brauchen wir doch die EU!” werden jetzt viele schreien. Dieses Argument ist absurd. Freihandel ist der Naturzustand der Menschen bei Abwesenheit von Staaten und ihren Einschränkungen. Staaten müssten also lediglich von einschränkenden Gesetzen Abstand nehmen, und wir haben Freihandel. Und es ist empirisch belegt, dass, je kleiner ein Staat ist, er um so weniger zu handelsbeschränkendem Verhalten neigt. Was ja auch logisch ist, da ein kleinerer Staat viel stärker auf Außenhandel angewiesen ist als als gigantische Kolosse wie die USA, Russland, China oder die EU.

  3. oeconomicus

    Je näher Entscheidungen am Ort des Geschehen getroffen werden, desto besser sind sie. Das ist auch der Gedanke der Subsidiarität. Unsere Eliten wollen aber bei ihrer “Arbeit” nicht von den Bürgern (in ihren Heimatstaaten) gestört werden, also verlagern sie die Entscheidungen in die Hinterzimmer in Brüssel. Zu Hause verkaufen sie diese als Diktat aus Brüssel, gegen das sie sich heldenhaft gewehrt haben.

  4. Thomas F.

    @rider650
    Leider hat Österreich für die Abschaffung des Salzmonopols schon die EU benötigt. Und für die Telekom-Liberalisierung und…
    Aber die Früchte der Mitgliedschaft haben wir längst geerntet und seither werden wir nur mehr ausgesaugt.

  5. G. Kahofer

    Unsere “Eliten” sollten jetzt schnell mal einen Sprung ins kalte Wasser machen und ihre Steuerschulden bezahlen. Danach wäre jedenfalls jene erforderliche Entspannung da, die uns laut William White seit gut 30 Jahren davon abhält, die Finanzmärkte “zu regeln”, sprich neu zu erfinden und damit die an den Finanzmärkten entstandene Totalentartung, fern jeglichen Realitätsbezugs abstellen. (http://forum.spiegel.de/f22/krisenprophet-william-white-wir-stecken-mitten-einer-neuen-blase-94162.html)

    Fakt ist doch, dass unseren neuen bzw. alt bekannten monetären “Hocharistokraten” die Ideen ausgehen, sollten sie jemals selbst welche gehabt haben. Ich befürchte dass wir in erster Linie deshalb in einem förmlichen Endlos-Loop verharren, zum Vorteil jener, die diesen idealen Moment dafür nutzen, gemütlich die noch verbleibenden Vermögenswerte an sich zu reißen.

    Freud hätte jedenfalls in gwissen Fällen gleich nach dem Erstgespräch eine dringliche Therapie empfohlen, zumal auch die mythologische Fassade keinen nennenswerten Tiefgang hat und selbst in den bestens sortierten Bibliotheken zwar jede Menge Schauergeschichten, aber bestimmt keine Lösungskonzepte für dieses neue Zeitalter verborgen sind.

    Irre ich mich, oder war es Anfang des letzten Jahrhunderts, als man in bestimmten Wiener Kreisen (Wiener Schule) ähnlichen Situationen bzw. Denkaufgaben gegenüber stand und mit durchwegs substanziellen Outputs die darauf folgende globale Entwicklungsgeschichte maßgeblich prägte ?

    Wenn uns nicht bald etwas Gutes einfällt, bzw. im globalen Verbund eine ernsthafte Initiative ergriffen wird, dann fürchte ich wirklich das Schlimmste. So billig hat es einen Abverkauf von unseren Rechten, für die teilweise über Jahrhunderte hinweg blutig gekämpft wurde, sicherlich noch nie gegeben ..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.