Was alles schief lief im Kampf gegen das Virus

(ANDREAS UNTERBERGER) Von Tag zu Tag sinkt weltweit die Zahl jener, die überzeugt sind, der (beinahe) globale Lockdown wäre absolut richtig und notwendig gewesen. Und täglich steigt die Zahl jener, die sich fragen: Wie konnte das alles trotz der vermeintlich eisernen Absicherung des demokratischen Rechtsstaats gegen totalitären Zugriff passieren? Trotz der tausenden Schwüre und Aktionen im Zeichen eines “Nie wieder” in vielen Ländern, ganz besonders in den deutschsprachigen? Trotz der großen Zahl von Ärzten, Wirtschaftsexperten und Rechtsgelehrten, die den Anfang März zwar möglicherweise gerechtfertigten, aber inzwischen längst durch viel mildere Mittel ersetzbaren Lockdown insbesondere wegen seiner verheerenden Nebenwirkungen verurteilen – die längst zu Hauptwirkungen geworden sind? Diese Fragen führen zu einigen ganz erstaunlichen Antworten.

Diese Antworten hängen mit absoluter Sicherheit nicht mit jenen abstrusen und jetzt überall kursierenden Verschwörungstheorien zusammen, die sich irgendwer aus dem Finger gesogen hat – teils aus böser Absicht, teils aus Dummheit, teils aus dem total verständlichen und positiven Drang des Menschen heraus, die Zusammenhänge hinter der größten globalen Umwälzung seit 1989, wenn nicht gar seit 1945 zu finden.

Es gibt mit absoluter Sicherheit nicht den einen großen Bösewicht, der hinter all dem Unheil dieses Jahres steht. Menschen, die glauben, dass die Funktechnologie 5G oder der Microsoft-Gründer Bill Gates oder der Neoliberalismus (was auch immer das genau sein soll) oder irgendeine Religionsgruppe oder Ähnliches der große Regisseur der Katastrophe von 2020 seien, sollten primär den eigenen Geisteszustand überprüfen lassen. Keiner der genannten Faktoren hat auch nur im Geringsten etwas mit der Corona-Katastrophe zu tun, weder mit der Epidemie noch mit den Panik-Reaktionen.

Es gibt jedoch eine lange Liste all jener Akteure, die durch große oder kleinere Fahrlässigkeiten und Irrtümer im Zusammenwirken Schuld auf sich geladen haben. Dabei steht ganz zweifellos China an der Spitze, das wochenlang den Ausbruch der Seuche vertuschen wollte und sich dadurch erst richtig schuldig an der globalen Ausbreitung machte. China zeigte das klassische Verhalten einer totalitären Diktatur, die nicht zugeben will, dass “der Partei” und dem in einem globalen Propaganda-Feldzug befindlichen Land gravierende Fehler passiert sind. Was die Fehler erst so richtig folgenschwer gemacht hat.

Aber dennoch steht außer Frage: China hat mit absoluter Sicherheit die Seuche nicht absichtlich inszeniert oder gewollt, was da passiert ist.

Auch die Liste der weiteren Verantwortlichen für – aus heutiger Sicht – erkennbare Fehler und Fehleinschätzungen ist lang. Sie reicht von der Weltgesundheitsorganisation über den Gesundheitsminister bis zum Betreiber einer Bar in Ischgl. Auch jeder der jetzt ständig durch Fernsehinterviews und Krisenstäbe tingelnden Experten hat immer wieder Dinge gesagt, die sich einige Tage oder Wochen später als falsch herausgestellt haben. Dennoch sei ihnen allen zugebilligt, dass man im Nachhinein immer gescheiter ist, speziell angesichts einer solchen Herausforderung.

Der schlimmste dieser Fehler war jedoch, blind einem Experten oder einer herrschend gewordenen Lehre geglaubt und nicht ständig die kritische Diskussion erlaubt, ja geradezu gefördert zu haben. Dabei sind die klassischen Naturwissenschaften genau wegen dieses Prinzips der ständigen Überprüfungsmöglichkeit jeder Aussage in den letzten Jahrhunderten so erfolgreich geworden, während Aussagen, die nicht überprüfbar sind, auch keine Wissenschaft sind. Hingegen hat die Wissenschaft in der Geschichte immer wieder katastrophale Fehler begangen, wenn sie – meist mit Hilfe der politischen Macht – kritische Gelehrte zum Schweigen gebracht hat, weil diese der jeweils herrschenden Lehre widersprechen.

Das gelang am Beginn der Neuzeit der herrschenden Wissenschaft mit Hilfe des Scheiterhaufens und der päpstlichen Autorität. Dagegen anzukämpfen sowie zu rufen “Und sie bewegt sich doch” hatte großen Mutes bedurft. Das geschieht aber auch derzeit auf frappierend ähnliche Art mit fast totalitärer Unterdrückung angeblich “falscher” Aussagen, angeblicher “Fake News” durch die Wahrheitspolizei der Mächtigen, durch Google, Twitter oder Facebook, durch von der politischen Macht instrumentalisierte Mainstream-Medien, die alle unterwegs sind, “falsche” Meinungen, andersdenkende Wissenschaftler möglichst mundtot zu machen. Selbst die von einem gestandenen Sozialisten geleitete Ärztekammer macht da munter mit.

So schlimm das ist, so erfreulich ist zugleich, dass die politmediale Elite dabei nicht wirklich erfolgreich ist. Es gelingt ihr weniger denn je, die so wichtigen andersdenkenden Wissenschaftler zum Verstummen zu bringen. Vielleicht auch deshalb, weil diese heute nur Verächtlichmachung oder Totschweigeversuche durch den Mainstream riskieren, aber nicht mehr den Scheiterhaufen. Insbesondere über das Internet, aber auch über einzelne mutige Fernsehsender und Zeitungen haben sie auch ohne Twitter, Facebook und Youtube immer mehr Möglichkeiten, kritische Fakten einzubringen.

Dieses Plädoyer für anders denkende Wissenschaftler heißt nun nicht, dass diese Kritiker immer im Recht wären. Genausowenig aber wie die Annahme absurd ist, dass die staatsoffiziellen Wissenschaftler Drosten & Co automatisch im Recht wären.

Es wäre daher ganz zentral, dass Meinungsverschiedenheiten offen und sauber ausgetragen werden, vor allem dann, wenn deren Ergebnis uns alle angehen; dass niemand wissenschaftliche Diskussionen für beendet erklären darf, sie sind vielmehr bei jedem neuen Argument neu aufzunehmen; dass es keine Verbote geben darf, sich öffentlich und gleichberechtigt zu Wort zu melden; dass niemand im Gesundheits- oder Innenministerium auch nur eine Sekunde einen Wahrheitsanspruch erheben kann; dass niemals ein Bundeskanzler eine medizinische Aussage als Dummheit bezeichnen darf.

Wir wollen eigentlich alle nur in so einer Gesellschaft leben, wo diese Regeln gelten. Auch unsere Verfassungen und Menschenrechtskataloge haben eine solche Gesellschaft konzipiert. Aber dennoch war niemand in den letzten zwei Monaten imstande, diese Konzeption zu schützen.

Viele Menschen, die Unbehagen ob dieser Degeneration der wissenschaftlichen Debatte, ob des Allmachtsanspruchs einer einzigen Disziplin wider viele andere Ärzte und Wissenschaftler, ob der katastrophalen Schäden an Rechtsstaat und Wirtschaft spüren, wagen freilich noch nicht ganz, ihrem Unbehagen Recht zu geben. Und zwar aus einer einfachen Überlegung heraus: “Können wirklich alle Regierungen dieser Welt gleichzeitig Unrecht haben, die ja alle auf den totalen Lockdown gesetzt und nicht auf die Kritiker des Lockdown-Konzepts gehört haben?”

Die Antwort: Ja, das können sie! Selbst wenn alle etwas sagen, glauben oder tun, muss es noch nicht automatisch richtig sein.

Das beweist etwa die Entwicklung der Astronomie im letzten halben Jahrtausend, in der sich das geozentrische Weltbild (fast) aller Wissenschaftler erst langsam zu einem heute durch unzählige Experimente, Beobachtungen und Weltraumreisen halbwegs gesicherten (Teil-)Wissen über die Vorgänge da oben gewandelt hat: Diese stellen das hundertprozentige Gegenteil der einst herrschenden Lehre dar. Das beweist auch der Rückblick auf den Ersten Weltkrieg: Damals haben auch alle Regierungen geglaubt, absolut richtig zu handeln, als sie ihre Völker ohne echte Not in den verheerendsten Krieg der jüngeren Weltgeschichte geschickt haben, der ja gleich auch den Zweiten Weltkrieg mitausgelöst hat.

Die geistigen und ideologischen Ursachen der damaligen Fehlentwicklungen sind inzwischen von vielen Historikern recht detailliert aufgedröselt worden.

Das hat uns aber offenbar nicht immun dagegen gemacht, ein Jahrhundert später einen neuen Zug der Lemminge zu beginnen.

Aber, so kann man nun zu Recht einwenden: Heute will doch – fast – kein Staat mehr fremdes Territorium erobern (wie damals etwa Italien, Frankreich oder Japan), seine Jagd auf Mörder in fremden Ländern durchsetzen (wie etwa Österreich-Ungarn), einen sinnlosen und schon verlorenen Krieg mit Millionenopfern fortsetzen (wie etwa das Deutsche Reich) oder sich in panslawistischen Machtphantasien selbst vernichten (wie etwa das zaristische Russland).

Das stimmt schon zum Teil. Jedoch: Das Unheil für die Menschheit kommt nie in der gleichen Gestalt. Daher ist es so lächerlich, dass heute zwar von den Eiernockerln bis zu den Ziffern 1 und 8 alle möglichen unwichtigen Randdetails des nationalsozialistischen Verbrecherstaates gejagt werden, aber die wirkliche Gefahr nicht gesehen wird. Und die besteht einerseits in der offenbar noch immer so leicht möglichen Ausschaltung des Rechtssystems und andererseits in dem in Wahrheit nie ausrottbaren Streben, Macht im Eigeninteresse der Akteure zu missbrauchen.

Das heißt nicht, dass jetzt schon eine neue Diktatur voll ausgebrochen wäre. Aber das heißt sehr wohl, dass die Sorge groß ist, weil wir zu wenig Schutzmauern gegen Machtmissbrauch, gegen die Vorherrschaft des Eigeninteresses haben. Dieses Defizit sollte eigentlich die wichtigste Lehre der letzten Wochen sein.

Die Schutzmauern

Was wären nun die besten Schutzmauern?

  1. eine echte direkte Demokratie wie in der Schweiz: also das Volk als oberster Verfassungsrecht-Setzer, über das sich die politische Macht nie hinwegsetzen darf;
  2. eine Verfassungsjudikatur, die sich immer als Diener des demokratischen Willens, aber nie als Instrument der Regierenden betätigt, und die schon gar nicht die eigenen Machtgelüste der Richter bedienen darf;
  3. eine echte Meinungsfreiheit, die von der politischen Macht nie eingeschränkt werden darf, wie sie es in der letzten Dekade so verhängnisvoll begonnen hat;
  4. eine absolute Offenheit des wissenschaftlichen Diskurses, der nie beendet werden darf und immer wieder kritische Fragen zulassen darf;
  5. völlig von willkürlich beeinflussbaren staatlichen Geldströmen unabhängige Medien.

Gewiss glauben viele Menschen den politischen Argumenten, dass die Rettung von Menschenleben vor dem Virus wichtiger wäre als alles andere, als Gesetze, Grundrechte und demokratische Mehrheiten.

Aber wäre die Lebensrettung wirklich so absolut zu setzen, dann dürfte zum Beispiel:

  • kein einziges Auto, kein Zug, kein Flugzeug, kein Schiff jemals wieder fahren, hat es doch bei allen schwere Unglücksfälle gegeben, und wird sie weiter geben;
  • kein einziges Kraftwerk in Betrieb bleiben, auch nicht die derzeit so politisch korrekten Wasserkraftwerke, hat es doch durch Bruch von Staumauern schon schlimme Katastrophen gegeben;
  • keine einzige Zigarette mehr verkauft werden;
  • kein einziger Nichteuropäer ins Land kommen, weil bei ihnen statistisch nachweisbar die Verbrechenshäufigkeit größer ist;
  • kein einziges Messer mehr verkauft werden;
  • keine einzige Aktion mehr zur Verhinderung der angeblich menschgemachten Erwärmung unternommen werden – zeigen doch sämtliche historische wie aktuelle Sterbeanalysen, dass Sommer und Wärmeperioden besser für die Gesundheit, die Ernährung und das Leben von Menschen sind als Winter und Zwischeneiszeiten.

Und so weiter. Schon diese Beispiele zeigen, dass unsere Gesellschaften bei anderen zu vielfachem Tod führenden Dingen keineswegs so radikal sind wie beim Kampf gegen Corona. In Sachen Erwärmung wird von einer lautstarken Gruppe sogar für das Gegenteil gekämpft.

Das Corona-Virus wird auch 2020 bei weitem nicht die häufigste Todesursache gewesen sein, auch wenn es bei  einer kleinen Zahl der Erkrankten zum Tod führt (bei einer größeren zu schlimmen Krankheitswochen, bei der großen Mehrheit aber zu recht harmlosen bis gar nicht bemerkbaren Phänomenen). Bei viel mehr Menschen werden – auch heuer – als Todesursache Krebs, Herz/Kreislauf-Krankheiten, Unfälle und vieles andere auf dem Totenschein stehen. Von den dominierenden Todesursachen der Dritten Welt von Malaria bis zur Gewalt gar nicht zu reden – oder dem neuerdings außer Mode gekommenen Aids.

Wenn wir aber ausgerechnet bei der jetzigen Corona-Epidemie plötzlich einen so totalitären Durchgriff erleben, dann spielen da ganz offensichtlich auch andere Interessen eine entscheidende Rolle als nur das Vermeiden von Leiden und Tod für einige Mitmenschen.

Die Herrschaft des Eigeninteresses

Das dominanteste dieser Interessen ist ganz eindeutig das Eigeninteresse. Viele Gruppen haben in den letzten Wochen entdeckt, wie intensiv eine Seuche für das Eigeninteresse eingesetzt werden kann:

  1. Insbesondere für das der Regierenden: Diese müssen plötzlich nicht mehr auf finanzielle Grenzen, auf die lästigen Anliegen einzelner Gruppen, auf internationale Verträge, auf verfassungsrechtliche Grundrechte schauen und haben dabei zusätzlich Wählererfolg. Sie handeln gemäß der in fast allen Ländern früher oder später gewonnenen Erkenntnis: Wenn man den Menschen nur genug Angst einjagt, dann hat man leichtes politisches Spiel, dann scharen sich die sonst so widerborstigen Massen ängstlich hinter den Machthabern, dann sind zahllose Durchgriffe gegen Kritiker möglich.
  2. Ganz besonders für das der diversen Gesundheitsminister: Nie hätten diese früher auch nur davon zu träumen gewagt, dass sie als lange unwichtigste Regierungsmitglieder plötzlich die allerwichtigsten werden, die von der gesamten Wirtschaft über die staatliche Verschuldung und das Bildungssystem bis zum Privatleben der Bürger alles bestimmen können.
  3. Auch für das der Virologen: Nie hätten sie gedacht, dass sie als sehr kleine Gruppe unter den Ärzten über Nacht das totale Sagen bekommen, dass sie viele andere Wissenschaftler und Ärzte buchstäblich an die Wand drücken können.
  4. Für das von Polizei und Behörden: Auch für sie ist die plötzliche Allmacht extrem verführerisch, mit der sie mit den in den letzten Jahren schon allzu aufsässig gewordenen Bürgern umgehen können. Man beobachte nur die auftrumpfende Körpersprache, mit der Polizisten durch Parks auf der Jagd nach – etwa gar sich küssenden – Übeltätern unterwegs sind. Man höre nur den Innenminister, wie er sich öffentlich entrüstet, weil vier Männer in einem Raum Pizza gegessen haben.
  5. Für das der Medien: Vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen bis zu den Papierzeitungen kannten ihre Leser- und Seherzahlen in den letzten Jahren nur eine Richtung: bergab. Wie herrlich ist es da, wenn man diese Zahlen durch Angst- und Panikmache endlich wieder eine Zeitlang nach oben treiben kann – und gleichzeitig zu finanziell renummerierten Helfershelfern der Regierenden wird, die man nur bisweilen und nur pro forma in Nebenfragen tadelt.
  6. Für alle Linken, die immer schon Advokaten jeder Ausweitung staatlicher Macht gewesen sind.
  7. Für alle Altkonservativen, die nicht einmal das bürgerliche Aufbegehren von 1848 und die in der Folge erkämpften Grundfreiheiten so richtig verkraftet zu haben scheinen.

Jetzt endlich haben sie alle es geschafft, die Mehrheit der Bürger für eine Ausdehnung der eigenen Ambitionen und Eigeninteressen zu gewinnen. Das ist für all diese Gruppen wie Weihnachten und Silvester und ein Totozwölfer am gleichen Tag. Und niemand soll glauben, dass die um Virologen erweiterte politmediale Machtelite jetzt, da sich zunehmend alles als übertrieben herausstellt, daran denkt, den Bürgern alles an Macht und Freiheit zurückzugeben, was eigentlich des Bürgers sein sollte.

Man wird doch eine so schöne Krise nicht ungenutzt verstreichen lassen …   (TAGEBUCH)

11 comments

  1. dna1

    Ich kann mich noch gut erinnern, als der Lockdown in Wuhan bereits seit Tagen in aller Munde war und trotzdem noch jeden Tag ein Flug aus China in Wien landete, auch mit jemanden aus meinem Freundeskreis, die mir berichtete, dass zwar am Airport in China strenge Regeln galten, aber in Wien gab es gar nichts, nicht einmal Temperatur messen, und sie doch sehr verwundert darüber war. Jetzt zu sagen, die Chinesen hätten vertuscht oder, wie Leute in der USA, die Ausreise verbieten sollen, ist quatsch, die Heimländer hätten genau so gut die Einreise verbieten oder kontrollieren können.
    Wie war das in Ischgl und anderswo: Da hat man die ganze Gegend abgesperrt und unter Quarantäne gestellt, aber alle (zumindest ausländischen) Urlauber durften vorher mit dem eigenen PKW nach Hause fahren. In Quarantäne waren dann die einheimischen “Lift- und Schipistenangestellten”, die ohnehin nicht infiziert waren, und das gros derer, die von den Apres-Schi-Bars infiziert waren, waren abgereist. Toll!

  2. sokrates9

    Sehe 2 große Problemkreise: Der eine sind die Medien die es schaffen einen unglaublichen Druck auf die Politiker und Staaten auszuüben.Ob da “opinion leaders” dahinterstehen kann ich nicht beurteilen.Tatsache ist aber dass die intellektuelle Qualität der Journalisten massiv gesunken ist, man keine Zeit mehr für ordentliche Recherche hat und es unglaubliche Maulkorberlässe gibt die das Denken der Journalisten durch Zensur massiv begrenzen. Dazu kommt keine Selbstreinigungskraft “Fall Relotius” und keiner mehr sich zu hinterfagen traut welchen Blödsinn er gestern geschrieben hat.
    Der 2. Bereich ist dass im Sinne einer Toleranz jede Meinung als gleichwertig akzeptiert wird, es 65 Geschlechter gibt und wer etwas in Frage stellt sofort medial hingerichtet wird.Freie Meinungsäußerung gibt es nicht mehr, die Regierung ist jeden Tag in Besitz der absoluten Wahrheit – hunderttausende Tote – und keiner traut sich sofort dagegen zu protestieren. Erst Monate später wenn sich rausstellt dass damit nicht wie ausgedrückt Österreich, sondern auf der ganzen Welt es 250.000 angebliche Corinatote gibt, trauen sich einzelne Ratten wieder aus ihren Löchern..

  3. WienerBürger

    Sehr kluger Artikel!
    Wie wird man wohl in 50 oder 100 Jahren über das Corona-Jahr 2020 urteilen? Vielleicht als größte Massenhysterie der jüngeren Geschichte?

  4. GeBa

    Was läuft noch immer schief? Ich finde es als reine politische Willkür, den 15. Mai für Öffnung der Lokale festzulegen, obwohl vorher Muttertag ist und das Wetter so, dass man draußen sitzen könnte. Medizinischen Grund sehe ich keinen, dieses Datum kommt mir vor wie festgelegt, weil die Erdachse am 15. im Zenit des dunkelgrünen Eichhörnchen steht …

  5. Der Bockerer

    Wenn man willfährige Medien hat, kann man als Politiker (fast) alles machen. Aber wehe, man entspricht nicht dem politkorrekten Lakaien, dann wird man medial hingerichtet (Beispiel Dirndlgate etc.). Ich frage mich, wer mehr Macht besitzt, Politik oder Medien. Antwort noch offen. d

  6. astuga

    “Aber dennoch steht außer Frage: China hat mit absoluter Sicherheit die Seuche nicht absichtlich inszeniert oder gewollt, was da passiert ist.”

    Steht das außer Frage? Also etwa für mich nicht…
    Sicher, China hat jetzt einen ökonomischen Backlash zu befürchten.
    Aber auf eines ist Verlass – die kommunistische Partei Chinas agiert aus einer langfristigen Perspektive heraus.
    Die Wirtschaft Chinas hat sich schon seit langem abgekühlt und stand bereits vor Corona vor einem Haufen Probleme.
    Bereits vor mehr als 5 Jahren zogen die ersten Unternehmen ihre Produktionsstätten ab und verlagerten sie etwa nach Vietnam und Indien.
    Auch die leerstehenden Geisterstädte Chinas – Spekulationsruinen – zeugen von Fehlentwicklungen.

    Corona hat China geschadet, aber wie sehr eigentlich?
    Wir sind bei einer Beurteilung fast auschließlich auf die propagandistisch nachbearbeiteten Verlautbarungen angewiesen.
    Wie viele Tote gab es in China denn tatsächlich? Und vor allem, woran sind diese überhaupt gestorben?
    Menschen wurden teilweise gewaltsam in aus dem Boden gestampfte Isolationszentren gebracht, wo es teilweise nichtmal Toiletten oder medizinsiche Versorgung gab.
    Andere wurden in ihren Wohnungen eingeschlossen und die Türen zugeschweißt.
    Glaubt jemand ernsthaft, dass dies keine Opfer gekostet hat?!

    Wenigen ist auch bewusst, dass es in China, grob vereinfacht gesagt, drei Sorten Spitäler gibt.
    * Mehr traditionell chinesische Kliniken (werden von vielen Chinesen bevorzugt).
    * Äußerlich moderne, mit westlicher Behandlung. Wo man aber für jeden Handgriff Schmiergeld bezahlen muss, aber dennoch nie sicher sein kann eine gute Leistung zu bekommen (inklusive Gefährdung durch gefälschte Medikamente und Impfstoffe).
    * Einige wenige Spitäler in bedeutenden Großstädten wo man gegen Cash annähernd (!) westliche Standards erwarten kann. Dort gehen überwiegend die Ausländer hin.

    Eine Partei die Millionen ihrer Landsleute (und unterdrückter Minderheiten) auf dem Gewissen hat (durch Hunger und ideologisierte Gewalt), die hätte auch kein Problem damit, einige zigtausend weitere zu opfern wenn man sich einen strategischen Vorteil dadurch verschafft.
    Zu wenige Menschen war noch nie Chinas Problem – vor allem Männer gibt es ohnehin zu viele, dank Ein-Kind Politik und vermehrter Abtreibung von weiblichen Föten.
    Chinas Partei denkt da nicht weniger strategisch als die europäischen Mächte vor dem 1. Weltkrieg.
    Als die militärischen Planer genau wussten, wie lange sie noch genug menschliche und wirtschaftliche Ressourcen besitzen um ihre Nachbarn zu dominieren und zu besiegen.
    Corona hat jetzt vor allem die USA und EU mehr geschwächt als China selbst.
    Das sind keine angenehmen Gedankenspiele, aber man muss sie anstellen, wenn man nicht in noch Schlimmeres hineinstolpern will.
    Zwei Weltkriege haben wirklich gereicht – jedenfalls uns im Westen, aber vielleicht nicht der chinesischen KP.

    China ökonomisch einzubinden war der Versuch eine spätere Konfrontation zu vermeiden, dass das nicht völlig geglückt ist (abgesehen von den Kosten durch Deindustrialisierung und Arbeitsplatzverlust im Westen) war schon bisher offenkundig.
    Etwa wenn man sich Chinas aggressives imperialistische Vorgehen gegenüber seinen asiatischen Nachbarn ansieht (Stichwort: Südchinesisches Meer).

    Nur ein beliebiges Video zum Thema Falle des Thucydides (Thucydides Trap)

  7. Gerald

    Ich denke die Maskenpflicht ist die Kurz‘sche Rache. Spätestens nach 2 Jahren Maskenpflicht bricht über Österreich die Flugohrenepidemie herein😉

  8. Johannes

    (ANDREAS UNTERBERGER) “Von Tag zu Tag sinkt weltweit die Zahl jener, die überzeugt sind, der (beinahe) globale Lockdown wäre absolut richtig und notwendig gewesen.“

    Von Tag zu Tag sinkt auch die Zahl – zumindest in Österreich – der an Covid 19 Erkrankten.
    Daher ist die von Ihnen beschriebene Beobachtung insofern ganz normal als Undank der Welten Lohn ist.
    Damit muss man als Politiker wohl leben. Es gibt nichts was die Menschheit weniger zu schätzen weiß als eine verhinderte Katastrophe.

    Dazu ein jüdischer Witz den ich ein wenig bezeichnend finde, vorausgeschickt möchte ich die Regierung jedoch ausdrücklich warnen sich nicht zu sehr mit der göttlichen Gestalt zu identifizieren.

    ….der Witz von der Mutter und ihrem Sohn, der im tiefen Wasser zu ertrinken droht:

    Der Junge kämpft mit den Wellen, geht unter, kommt wieder hoch. Die Mutter betet verzweifelt: “Bitte, bitte, o Herr, gelobt und gepriesen sei Dein Name, rette meinen einzigen Sohn. Ich will auch alles tun, was Du von mir verlangst, aber erbarme Dich!” Die nächste Welle spült das Kind an den Strand. Verbittert blickt die Mutter nach oben: “Und wo ist seine Mütze?”

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