Was, bitte, ist da denn los?

Von | 12. November 2017

The majority of millennials would prefer to live in a socialist, communist or fascist nation rather than a capitalistic one, according to a new poll. In the Victims of Communism Memorial Foundation’s “Annual Report on U.S. Attitudes Toward Socialism,” 58 percent of the up-and-coming generation opted for one of the three systems, compared to 42 percent who said they were in favor of capitalism. (Details hier)

11 Gedanken zu „Was, bitte, ist da denn los?

  1. Karl Markt

    Naja, Meinungsfreiheit halt. Und demokratische Umfrageergebnisse muss man respektieren.

    Nachdem “socialism“, vor allem im US amerikanischen Verständnis, ja auch nur ein ganz gewöhnlicher Kapitalismus bloß mit ein bisschen weniger Militärbudget und dafür ein wenig Obamacare ist, und Faschismus und Kapitalismus sowieso Hand in Hand gehen (deshalb unterstützten die USA ja zum Beispiel einen faschistischen Putsch in Chile), kommt Kapitalismus getrost auf 93%.
    Die verbleibenden 7% sind sicher keine Stalinisten, sondern ein paar unbeirrbare Utopisten.

    Man braucht also nicht gleich hyperventilieren und kann getrost zum Alltag übergehen, in dem sich die lang herbeigesehnte bessere Hälfte der neuen österreichischen Bundesregierung gerade heute einmal mehr nicht von den faschistischen Judenpogromen distanzieren konnte. Aber Hauptsache wir unterstützen sie mit dem Hayek Institut.

  2. Milton Friedman

    Naja, Meinungsfreiheit halt. Und demokratische Umfrageergebnisse muss man respektieren.

    Nachdem “socialism“, vor allem im US amerikanischen Verständnis, ja auch nur ein ganz gewöhnlicher Kapitalismus bloß mit ein bisschen weniger Militärbudget und dafür ein wenig Obamacare ist, und Faschismus und Kapitalismus sowieso Hand in Hand gehen (deshalb unterstützten die USA ja zum Beispiel einen faschistischen Putsch in Chile), kommt Kapitalismus getrost auf 93%.
    Die verbleibenden 7% sind sicher keine Stalinisten, sondern ein paar unbeirrbare Utopisten.

    Man braucht also nicht gleich hyperventilieren und kann getrost zum Alltag übergehen, in dem sich die lang herbeigesehnte bessere Hälfte der neuen österreichischen Bundesregierung gerade heute einmal mehr nicht von den faschistischen Judenpogromen distanzieren konnte. Aber Hauptsache wir unterstützen sie mit dem Hayek Institut.

  3. Der Bockerer

    Hier gibt es nichts zu wundern. Man sehe sich aktuelle Kampagnenszene an: metoo, de facto Einschränkung der Redefreiheit an US-Universitäten (jetzt auch in D) etc. Das alles sind Auswüchse einer jahrzehntelangen Indoktrinierung, die nunmehr bei einer gesättigten, denkfaulen und sich dabei hyperkritisch wähnenden Jugend Früchte trägt.
    Ich kenne selbst mehrere Exemplare dieser Sprösslinge aus verschiedenen Ländern: sie ticken alle mehr oder weniger gleich bei Themen wie Umweltschutz, Klimawandel, critical whiteness, fair trade etc. Da wird nichts hinterfragt. Irgendwann, irgendwo hat ein Leitwolf die Parole ausgegeben und seither wird im Chor geblökt.

    Dass es möglich sein sollte, mit dieser Generation eine selbstbestimmte und wehrhafte Gesellschaft aufzubauen, kann nur ein Träumer glauben.

  4. Rupert Wenger

    Die 68er Generation hatte fast 50 Jahre Zeit, sich die Deutungshoheit in den Medien und den Schulen zu erkämpfen. Es handelte sich um eine bewusst durchgezogene, erfolgreich Strategie, weil in Österreich zwei weniger starke, aber ebenfalls erfolgreiche Vorläufer anderer politischer Ausrichtung auszumachen sind. Wir können also davon ausgehen, dass es Jahrzehnte dauern wird, bis diese Einrichtungen parteipolitisch neutral gestellt werden können, so es überhaupt einmal angegangen wird.
    Erstmals ist diese Strategie auch in anderen Ländern synchron erfolgreich durchgezogen worden. In den USA versucht man jetzt, zumindest die Redefreiheit an den Hochschulen herzustellen. Diese Maßnahme greift aber erkennbar zu kurz. Erstens muss neben Medien und öffentlichen Schulen aller Ebenen auch in der Justiz und der Verwaltung Macht und Einfluss der Parteien gebrochen werden. Und zweitens muss der Ansatz breiter, also auch in den anderen betroffenen Ländern erfolgen. Wer die internationale Medienkampagne gegen Präsident Trump verfolgt, erkennt die Bedrohung für jede Bewegung, die den bestehenden Mainstream brechen will. Gleichzeitig muss auf der politischen Ebene eine neue, unverbrauchte Idee aufgebaut werden, die in der Lage ist zu verhindern, dass die in diesem Prozess frei gewordene Macht wieder einer Ideologie anheim fällt, sondern dem Volk zurück gegeben wird. Also frisch ans Werk!

  5. bill47

    Der US-Präsident Trump hat meiner Meinung nach, die Wahlen durch sein offensichtliches Ignorieren von Political Correctness und den von den 68igern vertretenen Werten gewonnen.
    Es ist also interessant, wer Trump gewählt hat.
    Wie man der von der CNN durchgeführten Nachwahlbefragung (http://edition.cnn.com/election/results/exit-polls) entnehmen kann, wählten die unter 40-jähringe mehrheitlich Clinton. Interessanterweise, wählten im Gegensatz dazu die unter 30-jährigen Weißen mehrheitlich Trump.
    Was Bildung betrifft, wählten Amerikaner, welche zumindest einen College-Abschluss haben mehrheitlich Clinton, Trump bekam eine Mehrheit unter denen, die keinen solchen Abschluss haben.
    Genau anders sieht es bei Gruppierung nach Einkommen aus: Clinton konnte nur bei jenen eine Mehrheit erzielen, welche UNTER $50.000.- im Jahr verdienen, diejenigen die mehr verdienen wählten mehrheitlich Trump.
    Was Religionsbekenntnis betrifft, wählten diejenigen, die sich zu einer christlichen Religion bekennen, mehrheitlich Trump, areligiöse und Amerikaner, die sich zu einer anderen Religion bekennen, mehrheitlich Clinton.

  6. Selbstdenker

    @Rupert Wenger:
    Perfekt beschrieben. Vielen Dank!

    Was auffällt, ist, dass sich viele der “intellektuellen” Brandstifter intensiv mit Psychoanalyse, Philosophie und Lingusitik beschäftigt haben und beschäftigen. Schuldgefühle und Sexualität spielen eine zentrale Rolle in ihren philosophischen Konzepten, die sie im “Forschungs- und Lehrbetrieb” der von der 68er Bewegung heimgesuchten Unis etablieren konnten.

    Ihre Arbeit ist nicht wissenschaftlich, sondern in hochgestochenen “wissenschaftlichen” Jargon verpackte Politik, die sich der Modifikation grundlegender Prämissen und der Sprache bedient. Was hier zählt ist nicht der wissenschaftlich einwandfreie Weg zum Erkenntnisgewinn, sondern das politisch gesteckte Ziel. Der Rest ist Makulatur und codierte Sprache.

    Wer sich gelegentlich wundert, warum sogenannte “Progressive” bei völlig harmlosen Wörtern und Sätzen komplett austicken, muss sich vor Augen halten, dass bei ihnen durch jahre- bzw. jahrzehntelange Indoktrination vormals neutrale Wörter mit neuen begrifflichen Inhalten aufgeladen wurden.

    Beispiel:

    Feministische Professorinnen impfen den formbaren Studenten ein, dass der Begriff “Objektivität” ein Codewort für “Denken wie ein Mann” ist. Wer das Konzept “patriarchale Unterdrückung” samt dazugehörigen Schuldreflex verinnerlicht hat, wird ablehnend bis gereizt auf die Forderung nach mehr Objektivität bei der Formulierung einer Problemstellung reagieren.

    Abgesehen von einer Hand voll teurer Elite-Unis, die ihrerseits immer mehr ideologisch unterwandert werden, liegen die US-Unis am Boden. Nicht aus Geldmangel, sondern aufgrund der Zersetzung der wissenschaftlichen Methode.

    Meiner Meinung nach kann es innerhalb dieser korrupten Institutionen keine Lösung mehr geben. Man sollte ihnen sämtliche Mittel streichen und mit dem gesparten Geld und den besten Leuten neue Institutionen aufbauen.

    Im Zuge vom voranschreitenden Ausbau superschneller Internet-Verbindungen wird die klassische Bullshit-Massenuni zum Auslaufmodell. Künftig wird man on-demand von zuhause aus weltweit bei den besten Seminaren teilnehmen können.

    Den faulen Package-Deal “Du musst das Gender-Seminar besuchen, damit Du ein MINT-Studium abschließen darfst” kann man künftig mit einem rein auf das Fachliche ausgelegte Angebot in Taiwan, Singapur oder den UAE begegnen.

    Dankbarerweise beschleunigen die westlichen HexenjägerInnen diesen Prozess, in dem sie die besten Köpfe westlicher Unis dazu “motivieren” das sinkende Schiff zu verlassen und ihre Karriere an Orten fortzusetzen, die sich dem Aufstieg und nicht dem Niedergang verschrieben haben.

  7. Selbstdenker

    @Karl Markt:
    Nicht so vorschnell, lieber Freund.

    Es gibt bereits anarcho-kommunistische Siedlungen in den USA; sehen Sie selbst:

  8. Rennziege

    12. November 2017 – 13:34 — Selbstdenker
    Danke! Jetzt haben wir uns dieses YouTube-Video angeschaut, komplett über die halbe Stunde. Und halb totgelacht über diese grenzdebilen Sozialparasiten. Dann haben wir auch Mitleid empfunden für den Anarcho-Sozialismus, der (entgegen Lenins Maximen) völlige Untätigkeit praktiziert, umgeben von Müll aller Art. — Allerdings erinnerten uns die Abfall-Kunstwerke an die jüngesten Jahre der “Documenta”. 🙂

  9. Selbstdenker

    Unter wie vielen Pseudonymen verfasst unser Kollege Karl Markt eigentlich seine Beiträge?

    Das ist ja fast wie beim Sozialismus: wenn man den gleichen muffigen Inhalt nicht mehr unter dem bestehenden Namen an den Mann bzw. die Frau bringen kann, wird halt ein neuer Name verwendet 😀

  10. Selbstdenker

    @Rennziege:
    Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie bestimmte ideologische Konzepte in der Praxis “funktionieren” 😉

  11. Thomas F.

    Vielleicht sollte man die ‘Millenials’ auf ein Arbeitspraktikum nach Nordkorea schicken. Dort sind sie dann endlich für eine Zeit von all dieser übertriebenen, überbewerteten Freiheit, nun ja, befreit und können die Segnungen von Kommunismus-Faschismus genießen.
    Kann allerdings die Gesundheit gefährden, wie der Fall Warmbier gezeigt hat.

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