Was bitte ist der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn?

ORF.at berichtet:” In den drei Monaten nach der Ankündigung zum Ausstieg aus dem INF-Abrüstungsvertrag haben die USA nach Angaben von Aktivisten für mehr als eine Milliarde Dollar neue Raketen bestellt. Mit sechs Rüstungsfirmen wurden Verträge in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar (rund 980 Mio. Euro) abgeschlossen, wie die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) heute mitteilte.” Interessant auch die Details: “Der US-Rüstungshersteller Rytheon strich den Angaben von ICAN zufolge mit 44 Verträgen über 537 Millionen Dollar den größten Gewinn ein. Lockheed Martin bekam 36 Aufträge für 268 Millionen Dollar und Boeing vier Aufträge für 254 Millionen Dollar.” – Sittliche Empörung ist ja wohlfeil, aber wenn man über Wirtschaft berichtet, empfiehlt es sich, Umsatz von Gewinn unterscheiden zu können. Denn welches Unternehmen mit welchem Auftrag unter dem Strich welchen Gewinn machen wird oder auch nicht, wissen wir schlicht und einfach nicht.

 

 

4 comments

  1. Rizzo C.

    Die sittliche Empörung relativiert sich auch dadurch, weil beispielsweise Aufträge für Boeing über 254 Millionen Dollar zwar recht nett sind, aber gerade mal 0,2% von Boeings Umsatz im Jahr 2018 ausmachen. Alleine Boeings Gewinn 2018 betrug das 41-fache dieses Auftragswerts.

    http://www.airliners.de/jahreszahlen-boeing-gewinnprognose/48656
    Im abgelaufenen Jahr [2018] kletterte Boeings Umsatz um acht Prozent auf rund 101,1 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 88,4 Milliarden Euro) nach oben. Der Überschuss stieg um fast ein Viertel auf fast 10,5 Milliarden Dollar (9,2 Milliarden Euro) und übertraf damit klar die Erwartungen von Analysten.

  2. Thomas F.

    Für unsere Lehrmeister am Küniglberg reicht es auf ‘die Konzerne’ hinzudreschen, so wie ja auch die SPÖ in ihrer akutellen Werbecampagne. Wie wäre es, wenn wir ‘die Konzerne’ einfach zusperren – verbieten, so wie es die Sozialisten so gerne leichtfertig tun bei allem, was sie in ihrer schlichten Denke nicht unterzubringen vermögen? Dumm nur, dass die Unternehmensgruppe genau die unternehmerische Rechtsform ist, in deren Dienstnehmerschaft die Roten ihr treuestes Stimmvolk sehen. Insbesonders dienstfreigestellte Betriebsräte gäbe es dann plötzlich sehr wenige – die eifrigsten Agitatoren für jegliche Art von geschützen Werkstätten und Zwangsmitgliedschaften.

  3. sokrates9

    ThomasF@ Der Jusochef in Deutschland schlägt gerade vor alle Konzerne zu verstaatlichen!
    Dank der neuen Mittelschulen in denen soziale Kompetenz Priorität hat, ist das wirtschaftliche Grundwissen auf Kindergartenniveau geschrumpft!

  4. Falke

    Dabei hält sich der ORF einige (wohl hochbezahlte!) Wirtschaftsexperten, die uns im Mittagsjournal u.a. immer die Börsenkurse erklären. Ob diese “Experten” vielleicht den Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn kennen?

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