Was, bitte, soll das Wort “LehrerInnen” denn bedeuten?

“…..Wir sollten nur Wörter schreiben, die es auch gibt. Das Wort LehrerIn kann es nicht geben: Denn welchen Artikel sollte es haben? Und was sollte es bedeuten? Und wie sollte z.B. der Genitiv lauten? Des Lehrers und der Lehrerin lässt sich nicht zu einer sinnvollen Buchstabenfolge verschmelzen. Das Binnen-I versagt bei Personenbezeichnungen, die in der femininen Form einen Umlaut aufweisen oder bei denen der letzte Buchstabe wegfällt: AnwaltIn, KochIn, BiologeIn, JudeIn. Das Binnen-I wird von der erdrückenden Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt….” (hier)

9 comments

  1. Thomas Holzer

    Erst die Politik hat durch die Subventionierung der Tschänderasten (wieder einmal) ein “Problem” geschaffen, welches zumindest zu 95% ohne ihr Zutun in den Katakomben der Irrelevanz verblieben wäre.

    Aber wir wären nicht in Österreich, würde zu diesem “Thema” nicht ein Runder Tisch, früher auch Arbeitskreis genannt, abgehalten

  2. fts

    Es handelt sich lediglich um einen kleinen Schreibfehler.
    Korrekt geschrieben heißt es: “leerer innen”.

    Worauf sich das “innen” bezieht? Nun darauf müssen
    sie schon selbst kommen.

  3. Mourawetz

    “Liebe KollegenInnen” also die Zusammenziehung von Kollegen und -innen habe ich einmal gesehen. Möglicherweise geschieht das, um die sprachliche Entgleisung des Genderns aufzuzeigen. Entweder es fällt sonst niemandem auf oder wird beinhart ignoriert: man/frau schreibt weiterhin “Liebe KollegInnen”. Nur alte Haudegen wie ich verweigern sich dem Gruppendruck und verwenden das generische Maskulinum in der Anrede wie früher.

  4. Hans Immer

    Liebe MitgliederInnen und Mitglieder dieses Blog’s. Ich bin’s leid. Das ist wieder einmal eine Welle des Unfug’s die aus Österreich zu uns nach Deutschland geschwappt ist.
    Österreich ist zwar ein schönes, aber sein wir mal ehrlich, total unbedeutendes Land. Das sieht man schon an Eurer AußenministerIn. Welches seriöse Land leistet sich einen 27jährigen AußenministerIn? Ebent. Keines. Auf diese Idee können nur sie Ösi’s kommen. Bei einem vollkommen unbedeutenden Land ist es auch kein Problem. Spielt’s nur. Probiert Euch aus, usw. Aber behaltet diesen Quatsch doch bitte für Euch!!
    Deutschland ist (nebenbei kein weniger schönes Reiseziel wie Ö) das wichtigste Land der Welt. Wir haben Vorbildfunktion und sind SypathieweltmeisterIn.
    Erst ein gewisser Herr Adolf. Dann die ganzen Recht’s Populistischen Parteien. Dann schwappte die Idee der Energiewende aus Ö zu uns (die ich für Alternativloß halte), ebenso wie die Neigung zur Opulenz und zur stiellosen Kitschigkeit. Die Idee, das Asylheim der ganzen Welt zu sein. Und nun dieses “I”.
    Hat das auch Eurer 27jähriger AußenMINIsterIn erdacht?
    Deutschland geht zugrunde an diesen ganzen Quatsch aus Österreich.

  5. Wettbewerber

    Diese Tschänderei bewirkt vor allem auch eines: Die eigene Sprache zu meistern wird (z.T.) wesentlich schwieriger, die rhetorische Wirkung wird abgeschwächt, der Stress sowohl für Sprechende als auch für Zuhörende steigt.

    Die Unterdrückung des Weiblichen in unserer Kultur hat sicherlich sehr alte Wurzeln. Aber wieder einmal bewahrheitet es sich, was ohenhin jeder mti ein bißchen Hirn weiß: Die Benachteiligung des einen Geschlechts wird nicht verbessert, indem man das andere schwächt.

  6. Thomas Holzer

    @Mourawetz
    Wie wird eigentlich das Wort die(sic!) “Führungskraft” von den Tschänderasten korrekt?!getschändert?!

  7. gms

    Wettbewerber,

    “Die Unterdrückung des Weiblichen in unserer Kultur hat sicherlich sehr alte Wurzeln.”

    Nun, man kann auch zu einem gegenteiligen Befund kommen, so man der These folgt, wonach die Mehrzahl kultureller Hervorbringungen dazu dient, daß Männer ihre individuellen Kopulationschancen und damit ihre Reproduktionsmöglichkeiten erhöhen. Ohne dieses universellste und grundlegendste aller Motive sähe die Welt wohl anders aus.

    Die Darstellung, ausgerechnet Sprache als eine maßgebliche Säule der Kultur würde nicht diesem Ziel dienen, ja viel mehr noch, sie sei frauenfeindlich und treibe daher seit Urzeiten einen Keil zwischen die Geschlechter, indem sie permenent Frauen vor den Kopf stoße, ist etwas seltsam. Sie wird umso seltsamer, wenn man miteinbezieht, daß Frauen seit jeher mehr und intensiver sprachlich interagieren.

    Demzufolge mutet aktuelle feministische Sprachkritik an wie die Behauptung, ein Tausendfüßler könne schlichtweg garnicht effektiv und effizient vom Fleck kommen, selbst wenn er dies seit Urzeiten praktiziert. Weil Sprache vorgeblich garnicht richtig funktionieren konnte, wurde dem kommunikativen Tausendfüßler nun nach und nach ein Stock nach dem anderen als vermeintliche Krücke angedient. Die Folge ist ein lächerliches Stolpern, bei gleichzeitiger Unsicherheit, wie sprachliche Fortbewegung denn ohne diese Krücken gelingen könnte.

    Ohne lila gefärbte Brillengläser ist ein völlig anderer Schluß plausibler, nämlich eine Ausgestaltung der Sprache, die das Männliche als Sexus als zu wenig bedeutsam erachtet, um dessen Hervorhebung zu betonen. (“Frauen und Kinder zuerst in die Boote!”)
    Das Weibliche bekommt dabei den Vorzug einer eigenen Form. Über Beamte, Lehrer, Bäcker usw. usf. zu reden bedarf des längeren rhetorischen Umweges, falls damit reine Männergruppen bezeichnet werden, ein Umweg, der andernfalls mit ihren entsprechenden weiblichen Mehrzahlformen trivial beschritten werden kann, so allein Frauen gemeint sind.
    In den Generika sind daher weniger Frauen gnädiger Weise mitgemeint, als diese viel mehr als Funktionsbezeichnung (!) dienen and aufgrund dieser Unpersönlichkeit eher einen männlichen Artikel aufweisen, wohingegen ausgerechnet “die Person”, ob Zufall oder nicht, weiblich daherkommt. Daß Berufe geschichtlich betrachtet eher von Männern ausgeübt wurde, kommt ergänzend hinzu.

    Obige Darstellung ist sicherlich nicht wasserdicht, sie veranschaulicht aber, wonach die Sprache aus weitaus besseren Gründen so ist wie sie ist, als daß sie ein Instrument zur Unterdrückung der Frau wäre.

  8. Wettbewerber

    @gms
    Vielen Dank für diesen erhellenden Beitrag.

    Ich bin völlig bei Ihnen, dass der gegenwärtige Zeit(un)geist des Tschänderns nicht die (angebliche) Unterdrückung der Frauen aufheben soll. Im Gegenteil, der von Ihnen völlig richtig hervorgehobene Spruch “Frauen (und Kinder) zuerst” deutet auf eine ganz andere Schieflage hin. Man kann in der Tat vieles anführen, warum unsere Gesellschaft über weite Teile in Wahrheit von Frauen dominiert wird (Wer hat die Erziehung der Kinder in der Hand, ob in der Wiege, im Kindergarten, oder in der Schule? Welches Geschlecht “darf” man unter gewissen Umständen schlagen, welches aber auf keinen Fall? Wem wird die Türe aufgemacht, wer muss sie aufmachen? Wer wird zuerst begrüßt, wer muss zuerst grüßen? Wer hat sich im Notfalle für das andere Geschlecht zu opfern (z.B. im Kriegsfalle)? Wer trifft in der Ehe idR die wichtigen Entscheidungen? Wem werden bei Scheidung zu 99,5 % die Kinder zugeteilt? Wer trägt grundätzlich die Schuld, wenn es auseinandergeht, bis allenfalls doch das Gegenteil bewiesen wird? usw.).

    Wenn ich im vorigen Beitrag geschrieben habe, “das Weibliche”, dann habe ich das auch so gemeint (nicht: “die Frauen”). Das weibliche Prinzip umfasst nach meinem Verständnis traditionell u.a. die (Ob)Sorge, das “Sich-um-andere-Kümmern”, etc. Schauen wir unsere Gesellschaft an, wird offensichtlich, wie all das schwer unter Beschuss ist. Durch die Auslagerung all dessen in immer größer werdendem Umfang an den Staat gehen auf der individuellen Ebene die entsprechenden Fähigkeiten mehr und mehr verloren (bei Frauen wie bei Männern), sie verkümmern nach und nach. Dies erfolgte mE nicht zufällig und ist u.a. das Ergebnis, auch Frauen am Kollektiv(selbst)betrug namens “Wahlen” teilhaben zu lassen.

    Zuvor hat sich bei der Unterdrückung des Weiblichen vor allem die Kirche hervorgetan (siehe die “böse” Eva, die “unbefleckte Empfängnis”, der Ausschluss der Frauen vom früher so wichtigen Priestertum bis heute, die Bevorzugung männlicher Nachkommen wegen derer – siehe oben – leichterer Vergatterung zu schwerer Arbeit bis hin zur Selbstopferung in sinnlosen Kriegen, ohne dabei den Fortbestand des “Menschenviehbestands” zu gefährden, da der singuläre Dorfbulle bekanntlich auch hundert Weibchen von ihrer “Pflicht zur Fortpflanzung” “freien” kann, etc.).

    Da aus der Sicht gewisser Leute nun das weibliche Prinzip ausreichend geschwächt ist, war man offenbar der Meinung, nun auch das männliche Prinzip mehr und mehr zu schwächen, und wie Orwell richtig erkannt hat, ist die Sprache ein vortreffliches Werkzeug, dies zu bewerkstelligen. Andere Beispiele dafür sind wohl auch die Modeerscheinungen “New Age” und das Aufkommen des Buddhismus in unseren Breiten, die beide eine völlig “unmännliche” Grundseinstellung verbreiten (und somit freie Bahn für jene ermöglichen, die selbst eine konkrete Agenda haben und bereit sind, jeden Widerstand Schritt für Schritt aus dem Weg zu räumen).

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