Was das Bundesheer wert ist

Von | 10. Juni 2013

„….Wir sehen jetzt, was die österreichischen Streitkräfte auf den Golanhöhen wert sind. Israel kann ausländischen Kräften nicht trauen, und manchmal, wie jetzt, ist ihre Präsenz bei Krisen eher ein Hindernis als eine Hilfe…“ (Der israelische Minister Juwal Steinitz zum Abzug des Bundesheers vom Golan)

14 Gedanken zu „Was das Bundesheer wert ist

  1. world-citizen

    Eine Friedenstruppe wäre dringend vonnöten, aber nicht bloß in der schmalen Pufferzone, sondern im gesamten Landstrich zwischen Mittelmeer und Jordangraben. Dieser käme die Aufgabe zu, alle dort lebenden Menschen zu entwaffnen und die Mauern, die dort in den letzten Jahren entstanden sind zu beseitigen. Wenn das erfolgt ist, dann kann dort ein Gemeinwesen nach bosnischem Muster unter Oberhoheit eines unparteiischen hohen Repräsentanten errichtet werden.
    In diesen Maßnahmen sehe ich die einzige Möglichkeit, diesen Dauerkrisenherd endlich zu befrieden.

  2. Rado

    Das nennt man auf gut jiddisch wohl eine Chutzpe.
    Abgesehen davon dass der Herr Minister Steinitz das Mandat der UNNDOF nicht gelesen haben dürfte – er ist offenbar der Ansicht, die praktisch unbewaffneten Soldaten sollten bis zum letzten Blutstropfen in ihren Bunkern hocken bleiben – sollte er sich dran erinnern, dass die Golan Mission in den Jahren ihres Bestehens bisher 44 Tote zu beklagen hatte.
    Darüberhinaus sollte er von berufener Stelle dran erinnert werden, wer den letzten österreichischen Blauhelmsoldaten umgebracht hat. Und zwar mit einer lasergeteuerten Bombe, punktgenau auf einen UN-Beobachterposten, dessen Besatzung zuvor stundenlang um ihr Leben gefleht hat.
    http://www.profil.at/articles/0646/560/156997/libanon-verschlussakte-khiam

  3. Regninnam

    @Rado
    Danke Rado, diesen Artikel sollte man sich sehr genau durchlesen — leider ist der tote Major Lang vergessen — bevor man dieses israelische Statement ernstnimmt. Die sollen sich andere Fußabstreifer für ihre Haustür suchen. 40 Jahre sind eh genug.

  4. Passant

    Die Israeli hätten die Golanhöhen von Anfang an lieber selber besetzt und verteidigt. Den “Schutz” durch UNO-Truppen, die nicht kämpfen (dürfen), wenn es zu bewaffneten Angriffen kommt, haben sie sich aufschwatzen lassen (müssen), und weil den Frieden bisher ohnehin niemand gebrochen hat, hat das 40 Jahre lang scheinbar funktioniert.

    Das passt wiederum sehr gut zu Österreich und seiner so hochgehaltenen Neutralität: Auch diese ist zu Ende, wenn uns ein anderer Staat angreift, ob es uns gefällt oder nicht. Allerdings können wir dann nicht einfach abziehen.

  5. world-citizen

    @Passant

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Das passt wiederum sehr gut zu Österreich und seiner so hochgehaltenen Neutralität: Auch diese ist zu Ende, wenn uns ein anderer Staat angreift, ob es uns gefällt oder nicht. Allerdings können wir dann nicht einfach abziehen. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Es reicht ja völlig aus, wenn das Militär abzieht. Alle anderen können ja bleiben 😉

  6. Hugo

    Na ja, wenn nach den Österreichern die Russen kämen, hätte Östereich ein Stück Weltpolitik verzapft. Endlich mal wieder, darf man wohl nicht sagen.

  7. world-citizen

    Hugo :
    Na ja, wenn nach den Österreichern die Russen kämen, hätte Östereich ein Stück Weltpolitik verzapft. Endlich mal wieder, darf man wohl nicht sagen.

    Was heißt da “wenn die Russen kommen”?
    Sie sind ja ohnehin da und auch überall gerne gesehen, wenn sie genug Knete hier lassen. 😉

  8. cmh

    Eigentlich ist es für einen UN-Soldaten egal, ob er durch von Russland gelieferten Waffen oder durch von der EU gelieferte Waffen krepiert.

    Bei einem österreichischen und damit EU-Soldaten sollten aber keine EU-Waffen dabei zum Einsatz kommen. Sonst wird es zynisch.

  9. Regninnam

    @Thomas Holzer
    Ganz einfach, indem keine Europäer in dieses Scheissgebiet runtergehen müssen und wir nur die Waffen liefern.

  10. Rado

    Regninnam :@Thomas HolzerGanz einfach, indem keine Europäer in dieses Scheissgebiet runtergehen müssen und wir nur die Waffen liefern.

    Europa liefert, traditionell ohne lästige fragen, vor allem das Geld für die Waffen, bis hin zu den Sprengstoffgürteln der Hamas, die dann woanders preiwert gekauft werden.

  11. Regninnam

    Die deutschen und französischen Konzerne kommen schon auf ihre Rechnung, aber die paar Kilo TNT für Sprenggürtel machen das Kraut nicht fett.

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