Was das Orakel von Omaha dieses Jahr zu sagen hat

Von | 9. März 2021

Seit mehr als 60 Jahren veröffentlicht Börsenlegende Warren Buffett nun schon einmal jährlich den Brief an Berkshire-Aktionäre. Marktteilnehmer weltweit verfolgen das Erscheinen des Briefes mit großem Interesse, gibt das Orakel von Omaha darin doch meist wertvolle Investmenttipps und seltene Einblicke in dessen eigene Investitionsentscheidungen, die seine Holding Berkshire Hathaway betreffen. Anleger, die mit dem Schreiben jedoch gehofft hatten, Buffetts Einschätzungen zur aktuellen Corona-Lage oder dem neuen US-Präsidenten Joe Biden zu erfahren, wurden enttäuscht. Denn auf die aktuelle politische, gesundheitliche und auch wirtschaftliche Situation Amerikas ging der Börsenexperte dieses Jahr nicht ein. Insgesamt war der Ton des Briefes recht nüchtern und in gewisser Weise distanziert gehalten. Auch die dringliche Frage nach einer möglichen Nachfolge Buffetts – der Starinvestor ist mittlerweile über 90 Jahre alt – blieb weiterhin ungeklärt. Stattdessen ging der Börsenexperte auf folgende Themen ein.

2 Gedanken zu „Was das Orakel von Omaha dieses Jahr zu sagen hat

  1. Johannes

    Wenn nun erstmals von einem sehr einflussreichen Investor davon abgeraten wird die Schulden von Staaten durch Anleihenkäufe zu finanzieren darf man sich fragen: Wer soll dann diesen Ausfall finanzieren?

    Nun in Europa werden diese Anleihen inzwischen von der EZB gebunkert. Wenn man so will werden Schuldscheine gekauft.
    Da die EZB aber nun kein florierender Konzern ist dem erwirtschaftetes Geld eingesetzt wird, bekommen Staaten welche ihre Schuldscheine abgeben frisch gedrucktes Geld dafür das nur auf dem ersten Blick wie ein Anleihenkauf aussieht.

    In Wirklichkeit ist es ein verstecken von Schulden um eine Illusion aufrecht zu erhalten.
    Jeder Euro für den Kauf maroder Staatsanleihen wird automatisch zur Schuld aller.

    Irgendwann werden die versteckten Schulden laut zu schreien beginnen, so laut das man sie nicht mehr vor der Öffentlichkeit durch geschickte Manipulationen verbergen wird können.

    Dann wird im Euroraum zum ersten mal reiner Wein eingeschenkt werden. Und er wird paradoxerweise zu einer großen Ernüchterung führen.

    Dann wird nämlich jeder einzelne kleine Vermögensbesitzer zur Bezahlung per Gesetz herangezogen werden.

    In der Geschichte folgte auf solche Momente der Wahrheit meist eine große Depression.

    In diesem Sinne sollte man auch die Vorbereitungen verstehen bei denen vermeintliche kommende Naturereignisse verwendet werden um die Unausweichlichkeit des wirtschaftlichen Niederganges darauf abzulenken.

  2. Klaus Kastner

    Köstlich, wie man eine 11 Mrd.$ Abschreibung erklären kann, wenn man eine Legende ist:

    „The final component in our GAAP figure – that ugly $11 billion write-down – is almost entirely the quantification of a mistake I made in 2016. That year, Berkshire purchased Precision Castparts (“PCC”), and I paid too much for the company“.

    Ende der Geschichte!

    Man ist beinahe versucht, der Legende für seine Offenheit ein Kompliment zu machen.

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