Was der IS wirklich will

Von | 22. November 2015

Ein längerer, aber sehr kluger und informierter Text in “The Atlantic”.        Muslims can say that slavery is not legitimate now, and that crucifixion is wrong at this historical juncture. Many say precisely this. But they cannot condemn slavery or crucifixion outright without contradicting the Koran and the example of the Prophet. “The only principled ground that the Islamic State’s opponents could take is to say that certain core texts and traditional teachings of Islam are no longer valid,” Bernard Haykel says. That really would be an act of apostasy.   (zum vollständigen Text hier)

10 Gedanken zu „Was der IS wirklich will

  1. Volker Seitz

    Interessant. Aber leider viel zu ausführlich, um viele Leser zu haben.

  2. O.d.S.

    Was der IS wirklich will? Die Frage ist etwas einseitig. Die Kämpfer des IS wollen zweifellos nur eines: uns abschlachten, einen nach dem anderen. Die wollen keine Werte untergraben, die wollen keinen Keil in unsere Gesellschaft treiben, sie wollen uns schlicht töten.
    Die Schöpfer des IS hingegen wollen Europa zerlegen und den Nahen Osten in ein Wespennest verwandeln. Divide et impera.

  3. sokrates9

    Der Islam ist nicht kompatibel mit unseren Wertesystemen! Da braucht man gar nicht weiter zu lamentieren!

  4. Mario Wolf

    Man könnte dem islamischen staatlichen Terroristen empfehlen sich die heutige ORF Sendung Im Zentrum azusehen, es sei den sie fällt wegen eine Bombenalarn aus. Dort werden die Herren, sollten sie sich diese Sendung anschauen, erfahren wie nahe sie am Ziel sind. In der Sendung werden dann die Gutmenschen Asche auf ihre Häupter streuen weil sie die Willkommenskultur nicht genug propagiert haben, die Integration der muslimischen Mitbürgerinen vernachlässigt, sogar grüne Poltikerinen zeigen sich unverschleiert in der Öffentlichkeit, im Beisl direkt neben dem islamischen Verein darf der Wirt Stelzen servieren. Ausserdem werde die IS Genossen erfahren dass der Islam zu Europa gehört, und dass die Islamisierung von den massgeblichen Politikerinen und Medienschafferinen ausdrücklich begrüsst wird .

  5. astuga

    @Hanna
    Allerdings wird in dieser Replik ziemlich schwach argumentiert.
    Natürlich sind Muslime keine Polytheisten nur weil im Quran eine Art arabisches Pluralis Majestatis verwendet wird.
    Ist auch für das eigentliche Thema als Argument irrelevant.
    Und der IS gehört natürlich der Salafiyya an, die nichts anderes predigt als der Wahabismus (Saudistan, Qatar) der zur Rechtsschule der Hanbaliten gehört.
    Wobei sich die 4 Rechtsschulen der Sunna gegenseitig ohnehin voll anerkennen (die Vielfalt im Islam ist ja in Wahrheit eine Chimäre, weil es sich immer um Minderheiten handelt, von denen die meisten deswegen aber auch noch nicht liberal oder tolerant sind, siehe Ahmadiyya).

    Irgendwelche Probleme oder Widersprüche bei der Auslegung von Suren oder Hadith gibt es innerhalb der Sunna nicht (im Zweifel hat al-Ghazali Recht).
    Deshalb argumentiert der Autor wohl auch mit den Shiiten, nur sind die eine Minderheit im Islam und sie haben nichts desto weniger auch ihren eigenen gewaltbereiten Fundamentalismus.
    Ist ja nicht so, als ob der IS die einzige gewaltbereite Gruppe bei den Muslimen wäre.
    Der IS ist weder aus aktueller noch aus historischer Perspektive ein singuläres isoliertes Phänomen im Islam.

  6. astuga

    Ja, Aslan ist wirklich ein Lichtblick, insofern er das Problem anspricht und nicht leugnet.

    Aber als Europäer und Nichtmuslim muss ich dennoch einwenden, dass sich erstens kein europäischer Islam herausbilden kann wenn laufend Muslime aus dem Orient nachkommen, und ich auch nicht einsehe, weshalb wir als Nichtmuslime die islamischen Religionskonflikte importieren müssen.
    Wir hatten jahrhundertelang unsere eigenen Kriege und Konflikte (und das obwohl das Christentum sogar friedlicher ist als der Islam).
    Die Muslime sollen die ihren gefälligst auch selber lösen, noch dazu wo der Ausgang religiöser Konflikte ungewiss bleibt.

    Eher noch wird Europa islamisch, als dass der Islam europäisch wird.

  7. Thomas Holzer

    @astuga
    Ich befürchte, ich werde Ihrem letzten Satz zustimmen müssen, vor allem bedenkend, daß dieser “europäische Islam” nicht von den Muslimen in Europa, sondern von Menschen wie einem Herrn Kurz und anderen Tagträumern aus allen politischen Lagern gefordert wird

  8. Lisa

    ZumArtikel:Wer hat das genau gesagt, die IS-Krieger seien Vorboten des Weltendes? Ist das tatsächlich das Ziel? Immerhin trifft sich das ja gut mit Stellen im (christlichen) Matthäus-Evangelium. Es sieht aber doch eher wie eine sehr weltliche Machtübernahme (Kalifat) aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.