Was die Amerikaner an Europa so komisch finden

“On most autobahns, Germans are not held back by speed limits — but as of Monday, when it comes to the use of some elevators, they face heavy restrictions….” (hier)

17 comments

  1. aneagle

    was Deutschland für seine ca.200 Paternoster jetzt dringend braucht:
    *Führerscheine
    *Fahrkurse
    *Lifttuning
    *Alko-kontrollen
    *Geschwindigkeitsbeschränkungen
    *Versicherungen und-

    -eine beglaubigte Zurechnungsfähigkeitsbescheinigung für ein Mitgliedsansuchen an die SPD;)

  2. Thomas Holzer

    @aneagle
    Aber bitte doch keine “Aufregung” 😉
    Frau Nahles hatte ja vor ein paar tagen verkündet, daß dies alles kein Problem sei, weil dann machen wir halt im Herbst eine Novelle zur Novelle der Novelle!
    So habe ich mir vorausschauende Politik immer vorgestellt.
    Österreich steht dem natürlich um nichts nach; im März wird die größte Steuerreform aller Zeiten verkündet, Anfang Juni noch nicht mal in Gesetzesform gegossen, mahnt der Fiskalrat, welch netter Euphemismus, ein Sparpaket ein, weil diese “Steuerreform” so nicht finanzierbar sein wird. Ende Juni wird sie trotzdem beschlossen, nach den Sommerferien wird dann über die Pläne des Sparpaketes beraten, welches wahrscheinlich zeitgleich mit der “Steuerreform” Anfang 2016 mit teilweise rückwirkenden Bestimmungen in Kraft treten wird 😉

  3. aneagle

    @ Thomas Holzer
    Da kann sich der deutsche michel noch so mühen,
    die ösis sind ihm mal wieder elegant voraus 🙂

  4. Thomas Holzer

    ich bin Österreicher, finde es aber auch lustig, daß sich (fast) die ganze Bevölkerung des Dorfes Krün als Statist für einen Pseudofrühschoppen hergibt 😉

  5. aneagle

    @ TH
    Tja, man bemüht sich eben, wenn man als Nation so herausgefordert wird.
    Wenn aber im Gegenzug Österreich ihre sogar in Deutschland bekannte Caritas aufbietet und Herr Landau ganz Saudiarabien zum Dialog am Schottenring einlädt, ist Deutschland wieder einmal zweiter (sorry, mir ist der Smiley vergangen)

  6. Thomas Holzer

    Auf irgendeinem “Fachgebiet” dürfen wir aber schon Weltmeister sein 😉

  7. hfw

    Um einiges in Europa komisch zu finden, muss man kein US-Amerikaner sein. Geht mir schon lange so…
    DDR-Light – wird auch so enden wie DDR, nur wird es länger dauern, leider…

  8. Astuga

    Übrigens, ich war selbst zwar noch nie dort.
    Aber soweit mir bekannt ist, benutzen die Japaner fast ausschließlich Bargeld, Plastik ist eher verpönt.
    Und die sind auch ein modernes Hochtechnologieland.

  9. aneagle

    @ Augusta
    Das beweist nur, daß man durchaus ein Hochtechnologieland sein kann, ohne zwingend geisteskrank und/oder kriminell, ja nicht einmal durchgängig schafsköpfig sein zu müssen. Aber was erwartet man sich schon von Leuten, die fast durchwegs arbeiten? 😉

  10. Astuga

    Passt schon, und der falsche Thread ist es auch noch (Schluckauf der Webseite beim laden) …

  11. dieter

    Amerikaner sind ängstliche Sicherheits-Paranoiker

    Die Regulierungswut Washingtons steht Brüssel um nichts nach. Besonders in Sicherheitsfragen sind amerikanische Regulatoren paranoid. Die Klage-Freudigkeit der Amerikaner kommt da noch dazu.

    Spielplätze wurden beispielsweise so sicher gemacht, dass sie von Kindern nicht mehr angenommen wurden. Um den Bewegungsmangel und Übergewicht bei Kindern zu bekämpfen gibt es nun aber ein Umdenken. Es werden jetzt deutsche Spielplatz-Geräte importiert:
    New Playground Gear Promotes Risk-Taking to Boost Fitness And Brain Development (Wall Street Journal)

    Die Paternoster-Aufzüge gibt es in den USA überhaupt nicht. So wurden von Anfang an nicht zugelassen.
    Der Mythos, dass Amerikaner individualistische Draufgänger wären, ist hundert Jahre veraltet und traf auch damals nur auf die frontiersmen und Siedler zu, die sich im quasi-anarchistischen Niemandsland zwischen etablierten Kolonien und den Indianerstämmen aufhielten.

    Auf diesem Mythos basiert aber die fatale Einschätzung, dass TTIP mehr Freiheit bringen wird. Unglaublich aber wahr; die Wirtschaftsliberalen erhofften sich damals vom EU-Beitritt Freiheit und Deregulierung. Vereinheitlichung und gemeinsame Standards bedeuten mehr Verbote und zusätzliche Behörden, die sich neue Verbote ausdenken.

  12. Thomas Holzer

    “Um den Bewegungsmangel und Übergewicht bei Kindern zu bekämpfen gibt es nun aber ein Umdenken”

    Und ich dachte schon, Errungenschaften wie McDonalds, KFC, Starbucks etc. wurden verboten 😉

  13. sokrates9

    Bin der Meinung die EU muss sich einschalten! Das gehört EU – Mäßig geregelt! Verbindliche Benutzerprüfung in allen Staaten, Minimum 200 Seiten Vorschriften!

  14. Fragolin

    @dieter

    In Amerika ist es zwar leichter, unternehmerisch tätig zu werden, aber ein einziger unzufriedener Kunde kann den Unternehmer in kürzester Zeit ruinieren.
    Das amerikanische Rechtssystem fußt auf dem verfassungsmäßig verbrieften Recht eines jeden amerikanischen Staatsbürgers, ein absolut lebensunfähiger Vollidiot zu sein und sich wie ein solcher aufzuführen. Das kann man an der jährlichen Verleihung des “Stella-Awards” verfolgen.
    Die Amerikaner verbieten weniger im Vorfeld als die Europäer, dafür räumen sie hinterher brutaler auf.

  15. dieter

    Seit Karl May sind die USA eine beliebte Projektionfläche.

    @Fragolin:
    Die USA sind entgegen dem Mythos absolutes OECD-Schlusslicht bei den Selbstständigen: (Nur 6,6%). Amerikaner sind keine Unternehmer oder Selbstständige sondern ein Volk der braven Angestellten, Arbeiter und Beamten.
    https://data.oecd.org/emp/self-employment-rate.htm
    Das ist aber nichts schlechtes. Italien hat 25% Selbstständige. Mafiosi und korrupte Politiker haben auch Unternehmergeist. Udo Proksch war gar Designer, Geschäftsmann, Massenmörder, Korruptionist in einem. 😉
    Wohlstand, Innovation und Fortschritt enstehen nicht in Garagen durch individualistische Geschäftemacher.

    Der Reichtum der USA begründet sich eher ganz banal auf Rohstoffen, fruchtbaren Böden, mehr Sonne (liegt südlicher als Europa), Größe, Zugang zu beiden Weltmeeren und Sicherheit durch ebendiese Meere, Skaleneffekte ….

    Amerikanische Wohngegenden sind übrigens streng reguliert und verunmöglichen die Selbstständigkeit. Dort darf man vielerorts nicht einmal Zimmer vermieten, Schilder anbringen, Nutzfahrzeuge abstellen, Kundenverkehr haben, etc.

    P.S.: Ich will Italien nicht schlecht reden. Die Mentalität und kleinteilige Wirtschaft hat auch ihr Positives.

  16. Selbstdenker

    @dieter
    Ihr Beitrag beschreibt die Situation in den USA sowie die Auswirkungen vom TTIP meiner Meinung nach sehr treffend. Jene Freiheiten, die den Westen über mehrere Jahrzehnte hinweg charakterisiert haben, wurden durch liberale Werte einerseits und heterogene Staatsgebilde anderseits ermöglicht. Ein vertiefender Zusammenschluss zerstört beides, so dass – für manche vielleicht paradoxerweise – die Freiheit auf der Strecke bleibt.

    Erwähnen möchte ich, dass ein im Verhältnis zu den Bürgern asymetrisches und in sich widersprüchliches System stets nur den wirklich Mächtigen nützt, da sie es sind, die situativ entscheiden können, welche “Catch-22”-Regel die “Vorfahrt” hat. Das was in Europa tendenziell im Öffentlichen Recht an legistischen Müll angesammelt wurde, haben die Amis dafür im Strafrecht und im Privatrecht angesammelt.

    Eine Ausdehnung vom US-Rechtssystem via TTIP als Trägersystem nach Europa klingt für mich wie eine gefährliche Drohung. Es wäre die Überlagerung vom Schlechtesten beider Systeme: Political Correctness (wer hats erfunden?), idiotische Schadensersatzprozesse und ein kombinierter Nanny-Sozialstaat mit totaler Überwachung ist so ziemlich das Letzte, das der leidgeprüfte Westler noch braucht.

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