Was die Österreicher über den Islam denken

(ANDREAS UNTERBERGER) Eine bisher noch nirgends veröffentlichte Meinungsumfrage bringt gleich mehrere dramatische und signifikante Ergebnisse. So glauben nur 11 Prozent der Österreicher, dass der Islam mit den westlichen Vorstellungen von Demokratie, Freiheit und Toleranz vereinbar ist. 71 Prozent halten das hingegen für unvereinbar.

Die Umfrage wurde von dem Sozialforscher (und früheren ÖVP-Abgeordneten) Josef Höchtl in Auftrag gegeben. Sie zeigt, dass all die Propaganda-Sendungen des ORF, die einseitigen Artikel in vielen Zeitungen, die Kampagnen der subventionierten Kulturblase, die ständigen gutmenschlichen Aussagen von roten, grünen und pinken Politikern an der Sicht der Österreicher überhaupt nichts ändern konnten. Im Gegenteil. Die offizielle Stimmungsmache geht total am Denken und Fühlen der Menschen vorbei, das sich ganz offensichtlich auf Grund vieler Vorkommnisse und Beobachtungen in eine ganz andere als die offiziell erwünschte Richtung entwickelt hat.

Höchtl hat auch eine zweite Frage stellen lassen, deren Beantwortung ganz klar macht, dass die gesamte Entwicklung des Islams für die Mehrheit der Österreicher als gefährlich gilt. Die Frage lautete: „Halten Sie die Behauptung, dass der Islam eine Bedrohung für den Westen und unsere gewohnte Lebensweise darstellt, für richtig, falsch oder kein Urteil?“ 54 Prozent bejahen diese Frage und nur 19 Prozent bezeichnen sie als falsch (obwohl das Wort „Behauptung“ in der Fragestellung keineswegs eine neutrale Formulierung ist, sondern einen abwertenden Beiklang hat).

Dabei kann man ziemlich sicher sein, dass auch das nicht antwortende Viertel den Islam eher kritisch sieht, aber lieber den Mund hält. Rot und Schwarz lassen ja neuerdings unerwünschte, möglicherweise Hass auslösende Meinungsäußerungen mit bis zu drei Jahren Haft bestrafen. Dabei ist allerdings noch fraglich, ob diese Strafandrohung auch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte halten wird, der ja schon längere Zeit der einzig verbliebene Hort der Meinungsfreiheit ist, während sich die hiesige Justiz in den repressiven Vormärz zurückbewegt. Aber nach dem neuen Strafgesetz wären wahrscheinlich 54 Prozent der Österreicher strafbar.

Tatsache ist, dass unter den Befragten auch viele Muslime gewesen sein müssen. Denn deren Anteil an der Bevölkerung betrug schon vor Einsetzen der Völkerwanderung sieben Prozent. Und sie werden vermutlich alle in der eigenen Religion nicht wie die große Mehrheit der Österreicher eine Bedrohung sehen (Manche werden freilich meinen, dass sich etliche Muslime durchaus zu der Kampfansage an die westliche Lebensweise bekennen).

Tatsache ist ebenso, dass die Zustimmung zu der von Politik und Medien dekretierten Willkommen-Kultur in den letzten Monaten deutlich gefallen ist. Denn am Ende des Sommers betrug sie bei allen mir bekannten Umfragen (mit jeweils unterschiedlichen Fragestellungen) noch zwischen 20 und 30 Prozent. In der deutlichen Minderheit sind die zustimmenden Meinungen freilich immer gewesen. Lediglich in Deutschland und Schweden als einzigen Ländern Europas haben sie anfangs noch eine Mehrheit gebildet. Was heute aber auch dort längst vorbei ist.

Lediglich in einem Punkt, den eine weitere Höchtl-Frage anspricht, steht die Politik (noch?) auf der Seite der Menschen: 70 Prozent sind dafür, dass Kreuze und andere christliche Symbole in den Schulen angebracht sein sollen. Wo sie ja vorerst auch noch sind.

Die Österreicher wollen also die christlichen Traditionen des Landes bewahrt sehen, unabhängig davon, dass der Anteil der Kirchgänger viel geringer ist. Aber genauso wollen sie ganz jenseits aller religiösen Dimensionen den aus der Aufklärung stammenden zweiten Kern unserer Gesellschaft verteidigen. Das zeigen eben die eingangs zitierten Antworten auf die Frage nach den Vorstellungen zu Demokratie, Freiheit und Toleranz ebenso wie die eher eine konservative Dimension ansprechende Frage nach der Bedrohung für unsere Lebensweise.

Aber noch immer reagieren die Regierungen zumindest in Deutschland und Österreich nicht auf diese dramatisch klare Meinung der Bürger.

PS: Man muss Höchtl danken, dass er sich noch traut, solche Umfragen in Auftrag zu geben. Und man muss sich wundern, warum all die Medien und Meinungsforscher, die sonst nach jeder Kleinigkeit fragen lassen, da so wenig neugierig sind. Oder sein wollen.(TB)

9 comments

  1. Rado

    Bei diesem Thema hier fehlt ganz klar der Hinweis, dass es in Österreich seit dem 1.1.2016 extrem gefährlich ist, seine Meinung über den Islam offen zu sagen.
    Dafür hat übrigends auch die ÖVP mit ihrem Abgeordneten Höchtl gesorgt!

  2. Der Realist

    Eh klar, besteht die Mehrheit der Österreicher doch aus unverbesserlichen Ignoranten, Rassisten und sonstigen verachtenswerten Geschöpfen. Die meisten haben eben noch nicht kapiert, dass der Islam zu Europa gehört, mit all seinen Segnungen. Auch wollen viele nicht verstehen, dass all die “Schutzsuchenden” für unser aller Wohl sorgen werden, die Konjunktur wird anspringen, die Wirtschaft wachsen, geben sie doch unser Geld aus, das schaffen wir offensichtlich alleine nicht.
    Vielleicht sollte man noch viel härtere Gesetze für diese “Unbelehrbaren” machen, sperrt man die Hälfte der Bevölkerung ein, würde das auch zu einem rasanten Absinken der Arbeitslosenzahl führen.

  3. wbeier

    >Eh klar, besteht die Mehrheit der Österreicher doch aus unverbesserlichen Ignoranten, Rassisten und sonstigen verachtenswerten Geschöpfen. <
    Noch ärger, noch mehr "Gott sei bei uns" : Männlich, autochthon, heterosexuell………
    Und noch steigerungsfähig mit Attributen je nach Bedarf: Fleischesser, Klimaleugner, Raucher, parasitärer Pensionist, Waffennarr usw. usf.

  4. Fragolin

    @Rado
    Stimmt. Die Gedanken sind frei. Aber äußern sollte man sie in der DDR 2.0 lieber nicht, denn die Stasi 2.0 wird mit immer umfassenderen Rechten ausgestattet.
    Die Diktatur legt die Maske der Demokratie scheibchenweise ab, und die meisten merken es nicht einmal. Der Frosch hat schon weichgekochte Füße und denkt immer noch: Was für ein wunderschön warmes Bad…

  5. Reini

    … leider weiß die österreichische Bevölkerung was bei einer Überschwemmung eines fremden Volkes und anderen Glaubensrichtungen passiert! … solange der überdrüber scheinfinanzielle Sozialstaat auf Schulden aufrecht erhalten werden kann wird sich das Volk ruhig verhalten. Und wer glaubt ehrlich das sich diese Menschen an Europa anpassen,… dies hat vor der Flüchtlingswelle mit ein paar Tausend nicht funktioniert warum sollte es jetzt mit Millionen?

  6. mariuslupus

    Der neue Liebling, der Gottseimituns, der linken Presse Donald Trump, hat vor der Gefahr die von der Überflutung durch islamische Vorstellungen von Zusammenleben, Gewalt und Stellung der Frau in der Gesellschaft, ausgeht, gewarnt. Die gleichgeschalteten Medien überschütten ihn dafür mit Hohn und Spott. Dass wird sich auch nach den Gewaltexzessen in Köln, Hamburg und anderswo, nicht ändern. Die Akzeptanz der Medien für Gewalt, diese muss aber von den richtigen Tätern ausgehen, ist enorm. Der Blick in die Medin genügt, es wird beschwichtigt, relativiert, die Polizei beschuldigt und die Opfer sind selbst Schuld.

  7. Falke

    @Rado
    Vor allem hat die ÖVP dafür mit ihrem Justizminister Brtandstetter gesorgt. Zur Belohnung wirde er sogleich als möglicher Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten gehandelt.

  8. Rado

    @Falke
    Richtig! Hier liegt vermutlich auch die Ursache, warum diese “Meinungsumfrage” nirgends zu finden ist.
    Ein Gespräch zwischen dem Justizminister und Abd. Höchtl könnte so ausgesehen haben:
    “Du Sepperl, hast nich nicht mitbekommen, was wir alles verboten haben, im neuen Jahr? Des Thema kannst ned bringen, da kummst vorm Kadi! Kannst dich nicht erinnern, wie du die Hand gehoben hast?”
    “Echt? Wos? Na gut das ma redn, dann brauch i halt irgendein anderes Erdäpfelthema …”

    Und als ganz persönliches PS: Einem Herrn Höchtl von der ÖVP braucht wirklich niemand etwas zu danken!

  9. Fragolin

    @Falke, @Rado
    Man sieht immer wieder: das Problem sind nicht unsere Invasoren; sie sind nur ein Symptom, aber nicht die Krankheit. Der faule Kern sind unsere Politiker und das von ihnen vertretene System der feudalen Parteienherrschaft.

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