Was es mit der 10%-Sparbuch-Steuer wirklich auf sich hat

Die Frage, ob der “Internationale Währungsfonds” (IWF) eine Art 10%iger Zwangsabgabe auf alle (Spar-)Guthaben empfohlen hat oder nicht, hat in den vergangenen Tagen für einige Aufregung gesorgt. Deshalb hier der Originaltext des IWF, und die entscheidende Passage im Wortlaut:  ” The sharp deterioration of the public finances in many countries has revived interest in a “capital levy”— a one-off tax on private wealth—as an exceptional measure to restore debt sustainability. The appeal is that such a tax, if it is implemented before avoidance is possible and there is a belief that it will never be repeated, does not distort behavior (and may be seen by some as fair). There have been illustrious supporters, including Pigou, Ricardo, Schumpeter, and—until he changed his mind—Keynes. The conditions for success are strong, but also need to be weighed against the risks of the alternatives, which include repudiating public debt or inflating it away (these, in turn, are a particular form of wealth tax—on bondholders—that also falls on nonresidents)There is a surprisingly large amount of experience to draw on, as such levies were widely adopted in Europe after World War I and in Germany and Japan after World War II. Reviewed in Eichengreen (1990), this experience

suggests that more notable than any loss of credibility was a simple failure to achieve debt reduction, largely because the delay in introduction gave space for extensive avoidance and capital flight—in turn spurring inflation.

The tax rates needed to bring down public debt to precrisis levels, moreover are sizable: reducing debt ratios to end-2007 levels would require (for a sample of 15 euro area countries) a tax rate of about 10 percent on households with positive net wealth.”  (S. 49)

12 comments

  1. FDominicus

    Na noch irgendetwas unklar. Klauen wir mal eben 10 % bevor die Leute etwas “merken”. Das ist keine Steuer sondern schlicht und einfach Diebstahl. Was soll man auch von einem IWF verraten der Fiat-Geld ² “ziehen” kann?

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  3. Selbstdenker

    Damit wird klar, warum sich die EU-Kommission so für die Kontensalden von privaten Sparguthaben interressiert.

    Die “Aufdeckung von Schwarzgeldkonten” war zugegeben ein gelungener Publicity-Gag mit dem die wahren Zielsetzungen effektiv verschleiert werden konnten.

    So wie die Vorratsdatenspeicherung ja der “Terrorismusbekämpfung” dient.

    Wer’s glaubt…

  4. Silver Surfer

    Mal ein vielleicht dumme Frage: Wäre Geld in der Schweiz vor dem Zugriff sicher oder würden alle Konten eines EU-Bürgers einbezogen?

  5. Rennziege

    Nur wenige Medien haben über dieses üble Komplott berichtet, jene der linken Reichshälfte nicht einmal in einer Fußnote. Das spricht Bände. Rette sich, wer kann!

  6. RB

    Und wie rettet man sein Erspartes vor diesem Diebstahl? (Die Frage ist ganz ernst gemeint.)

  7. Mario Gut

    Lächerliche Wortdrechselei und Herumgerede um des Pudesl Kern. Das Ziel ist klar: Ein Versuchsballon, dem man nicht einmal dessen “Einmaligkeit” glauben darf!
    Was soll die Erwähnung von Nachkriegszeiten und Schumpeter???

    Dawerden nicht einmal Äpfel mit Birnen verglichen, sondern Schweinsbraten mit Quattro Stagioni Pizza….

  8. Thomas Holzer

    Ich habe es schon gestern geschrieben:
    die Kavallerie bringt sich schon in Stellung, wenn sie nicht schon reitet! Das -Verzeihung- dumme Fußvolk lümmelt vor dem Fernseher, klopft sich auf die Schenkel, kann kaum noch die Bierdose halten vor lauter Lachen, weil im Glauben, daß es eh nur die “Reichen” trifft, wie es unser Taxler affichieren ließ, NGOs wie z.B. Tax Justice Network (TJN) -wirklich eine NGO?- werden vorgeschickt, um das vulgus populus davon zu überzeugen, daß nur ein internationaler Datenaustausch den Steuerbetrug (der Reichen und Konzerne) verhindern kann, für die angebliche “Gerechtigkeit” ist anscheinend alles erlaubt, 99% (occupy Wallstreet) applaudiert, alle sind glücklich, Nowotny dementiert, wie alle Politiker, und dann, eines nahen Tages/Wochenendes, ein zufälliger “black-out”, der muß nicht mal 10 Minuten dauern; die Masse der Geschädigten wird den staatlich autorisierten Diebstahl wahrscheinlich frühestens 2, 3 Tage danach bemerken, wenn sie ihre Kontoauszüge am Automaten ausdrucken läßt

  9. oeconomicus

    Ich habe es gewusst, nach den (deutschen) Wahlen lassen sie die Katze aus dem Sack. Schäuble hatte wenigstens soviel Anstand vor der Wahl zuzugeben, dass Griechenland einen weiteren Schuldenschnitt braucht. Und die Deutschen und Österreicher wählen weiterhin CDU/CSU/SPD bzw. wir SPÖVP, na gute Nacht!

  10. Rennziege

    7. November 2013 – 15:02 — RB
    7. November 2013 – 17:11 — Thomas Holzer

    @RB: Rettung des Ersparten? Wird von Tag zu Tag unwahrscheinlicher, sofern man nicht ein paar Milliönchen besitzt und sowohl beruflich wie privat geographisch ungebunden ist. Meine Familie und ich haben Kanada gewählt. Australien sieht unter der neuen Regierung auch gut aus, aber die jüngst abgewählten Sozen konnen in vier Jahren wiederkehren. Bermudas oder Virgin Islands gehen auch, aber wer will lebenslang dorthin, besonders mit halbwüchsigen Kindern? — Mehr hab’ ich nicht anzubieten. Die Schlinge um unser Erspartes und unsere Hälse wird kontinuierlich enger gezogen. Manche (wie hier) merken’s, die anderen kriegen’s gar nicht mit oder, falls ja, wollen es nicht wahrhaben.

    @Thomas Holzer: Was soll ich hier wertvollen Platz verschwenden? Sie haben alles gesagt, was die G’schicht so endgültig macht. Aber auch lustig, wenn man Galgenhumor mag.

  11. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Ich bin von Natur aus wahrlich kein Schwarzseher, aber zumindest eine “Art von” Realist.
    Ich muß Sie leider präventiv enttäuschen: mit der, euphemistisch, als Datenaustausch bezeichneten, in realiter eher Enteignungsaustausch, Hin- und Herschiebung (welch nettes Wort) von (Steuer)Informationen über den Bürger über nationale Grenzen hinweg (WC würde sich aus Freude niedersaufen, Verzeihung) werden weder die Bermudas, Virgins noch Australien und/oder Kanada die erhoffte “Verheißung” bieten.
    Ich empfehle eher, auch wenn es eigenartig klingen möge, gewisse Länder in Afrika 😉

  12. Mourawetz

    @Thomas Hölzer
    “und dann, eines nahen Tages/Wochenendes”

    Huch, ein Wochenende naht! Schnell alle Konten leer räumen, Geld abheben, wers noch nicht getan hat. Ich hab meine paar Piepen schon gerettet.

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