13 comments

  1. Thomas Braun

    In dem Artikel steht wörtlich, Putin habe die “Zerstörung des vom Maidan initiierten demokratischen Erneuerungsprozesses in der Ukraine”weiterhin aggressiv im Visier.

    So kann man die gewaltsame Beseitigung einer demokratisch gewählten Regierung natürlich auch sehen.

    Und wenn eine mehrheitlich russische Bevölkerung, die von der ukrainischen Regierung bombardiert und ausgehungert wird, lieber zu RUS gehören würde, dann zeigt, wer Verständnis dafür hat, von – Achtung – “einem erschreckenden Mangel an Empathie für das ukrainische Freiheits- und Unabhängigkeitsstreben”. Das Unabhängigkeitsstreben der ukrainischen Russen ist wurscht.

    So einfach kann die Welt sein, wenn man ganz genau weiß, wer gut und wer böse ist.

  2. Der Realist

    “das größte Geschenk, das den Deutschen im 20. Jahrhundert zuteilwurde”, dafür haben sie aber auch ordentlich gezahlt, jeder andere Staat in Europa wäre an dieser Aufgabe zerbrochen.
    Dass die Bereitschaft der leidgeprüften Westeuropäer, ständig irgendwohin Milliarden zu schicken, ist vermutlich auch enden wollend.

  3. H.Trickler

    Die Lage an den Ostgrenzen ist total verbockt, eine objektive und gerechte Beurteilung praktisch unmöglich und eine gute Strategie für die Zukunft in weiter Ferne.

  4. Fragolin

    Ein Putsch ist ein “demokratischer Erneuerungsprozess”? Naja, mich wundert nichts mehr, seit die Amis unbewiesen und ungestraft behaupten dürfen, die Russen würden auf der Krim und im Donbass permanent foltern und vergewaltigen…

  5. Enpi

    Die fanatischen Unterstützer des Neofaschisten Putin (für alle die vom Kreml für ihre Westmedien-Spams einen Sold erhalten, nehme ich “fanatisch” gerne zurück und ersetze es mit dem Adjektiv “prinzipienlos”) hätten damals sicherlich auch die französische und amerikanische Revolution als “Putsch” bezeichnet, denn von Demokratie im westlichen Sinne, war die russische Marionette Janukowitsch weit entfernt. Daher ist das Argument eines Putsches gegen einen “gewählten Präsidenten” nur eine absurde Nebelkerze, um die russische Aggression zu verschleiern.

    Nicht daß Tatsachen irgendeinen Einfluß auf einen paranoiden haßerfüllten Geist wie dem eines lokalen österreichischen Putinisten hätte.`38 widerholt sich. Habt ihr schon Eure Fähnchen (diesmal mit russischem Motiv) zum Wedeln herausgelegt?

  6. sokrates9

    Enpi@ können sie bitte erklären, was die USA in der Ukraine zu suchen hat, und ob die 5 MRD die in einen Putsch laut US – Aussage gesteckt wurden, auch ein Putin- Schmäh ist? Als zusätzliche Fleißaufgabe die Frage
    warum niemand die Daten des malayischen Flugzeuges veröffentlicht, obwohl klar die Schuld Putins nachgewiesen werden kann??! Warum werden von Merkl die Cockpitaufzeichnungen unter Verschluss gehalten?- Was macht man nicht alles um ihr Weltbild nicht ins wanken geraten zu lassen!

  7. Marcel Elsener

    Waren die Ukrainer seit der Sezession von der Sowjetunion jemals wirklich frei? Oder waren sie nicht eher stets Unfreie der jeweils gerade herrschenden Klasse von Oligarchen?

    Poroschenko hat kürzlich die Einberufung von zusätzlichen 50’000 Wehrpflichtigen verkündet, die nach lediglich 3-wöchiger Ausbildung in den Kampf gegen kampferfahrene Separatistenverbände geworfen werden sollen; im Sommer sollen nochmals so viele ausgehoben werden. Wie steht es eigentlich um die Freiheit dieser Männer und Jugendlichen, die als Kanonenfutter missbraucht werden, um die Machtgelüste einer kleinen politischen Elite zu befriedigen? Ist es nicht der Gipfel der Unfreiheit, wenn man gezwungen wird, seine Gesundheit oder gar sein Leben zu opfern für eine Sache, für die man nicht bereit ist freiwillig zu kämpfen?

    Wenn aber offensichtlich nicht einmal die Ukrainer selbst bereit sind, freiwillig ihre angebliche Freiheit zu verteidigen, weshalb sollten sich dann die Deutschen den Kopf darüber zerbrechen? Weshalb sollten sich die Westeuropäer in diesen Bürgerkrieg hineinziehen lassen?

  8. Fragolin

    @Enpi

    1. Putin ist kein Neofaschist sondern ein Retrokommunist, der am liebsten als Großer Vorsitzender über eine Sowjetunion nach altem Vorbild herrschen würde. Nur weil das Wort “Faschist” sich so schön als Keule verwenden lässt, muss es nicht richtig sein. Übrigens: Neofaschisten stellten die Kerntruppe des Putsches und waren sogar an jener demokratisch nicht legitimierten Regierung beteiligt, die nach ihrer Machtergreifung sofort langfristige Verträge mit EU und USA abschloss.
    Also bitte, nicht dümmliche Phrasen dreschen, die uns eine von aufgeregt flatternden Falken aus Washington vorgelegt werden. Auch wenn Kerry behauptet, es würde auf der Krim gefoltert und vergewaltigt, gibt es weder Berichte noch Beweise darüber. Im Gegensatz zu Abu Ghraib oder Guantanamo. Man muss sich immer vor Augen halten, was jene tun, die gerade das Wort führen.

    2. Die Wahl Janukowitschs wurde von der OSCE beobachtet und für gültig erklärt. Nur weil Sie gerne Propagandafloskeln dreschen, steht es Ihnen nicht zu, die Rechtmäßigkeit einer international anerkannten Wahl rückwirkend in Zweifel zu ziehen. Formal läuft eine Wahl in Russland oder der Ukraine sogar demokratischer ab als in den USA, das wissen wir nicht erst seit Bush junior. MAn stelle sich vor, solches wäre in Russland passiert…

    3. Die “lupenreinen Demokraten” in der Ukraine, dem korruptesten und mafiösesten Land in ganz Europa, sind nichts anderes als eine Gruppe Oligarchen, die ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollen. Sie haben die Ukraine ausgeplündert und wollen sich jetzt an EU-Hilfsgeldern weiter bereichern – das griechische Modell, wenn man so will, konsequent weiterentwicklen.
    Diese Leute haben Gas, das Russland mit sehr hohen Rabatten an die Ukraine verkauft hat, abgezweigt und teurer weiterverkauft. Sie haben ihre eigenen Leute im Winter frieren lassen und sich mit Milliardengewinnen die Taschen vollgestopft. Ein Vielfaches dessen, was jetzt weinerlich als “Soforthilfe” benötigt würde, haben diese Menschen auf ihren Konten gebunkert. Würden sie ihr Volk ach so lieben, könnten sie ihm helfen. Es ist ihnen aber wurscht, hier geht es ausschließlich um Revieraufteilung der Mafiaclans.
    Das bedeutet aber nicht, dass Putin und seine ihm getreuen Oligarchen nicht genauso mafiös organisiert sind und nicht genau so ihre Reviere abstecken wollen.

    4. Wer das Kind beim Namen nennt ist also gleich ein Putin-Fan? Nein, man muss kein Fan von diesem kleinen Despoten sein, aber die Glorifizierung menschenverachtender Plünderer und Auspresser ihres eigenen Heimatlandes zu demokratischen Lichtgestalten durch Menschen mit dem geistigen Niveau einer Nachttischlampe – es gibt nur schwarz und weiß, und was was ist bestimmt der, der den Schalter drückt – bereitet einem denkenden Menschen gtelegentlich fast körperlichen Schmerz.
    Es geht wie gesagt um die Macht, das Land auszuplündern. Und Putin hat spätestens seit der Ansage Ihrer demokratischen Vorkämpferin mit dem süßen Ringelzöpfchen, sie wolle ihre Freunde von der NATO soweit bringen, die Russen in der Ukraine atomar auszulöschen, in der Ostukraine sicher mehr Freunde als Feinde.
    Der Donbass, der bei seiner letzten Wahlteilnahme Janukowitsch massiv unterstützt hat, wurde aus der letzten Wahl ausgeschlossen. Das Ergebnis der “demokratischen Wahl” ist also eigentlich gar nicht repräsentativ.
    Ein milliardenschwerer Oligarch, der sich zum Präsidenten ausrufen lässt, obwohl nicht einmal das gesamte Volk zur Wahl antreten konnte – also Kommentare von Leuten Ihres Schlages würde ich gern lesen, wenn sowas in Russland passiert.

    5. Wenn Sie Ihre eigenen Formulierungen mit Hirn lesen, werden Sie erkennen, dass Sie hier der einzige sind, dessen Wortmeldung man als “hasserfüllt” bezeichnen könnte. Ist aber nicht verwunderlich, wenn emotionales Denken zu Faktenresistenz führt.

  9. Marcel Elsener

    @Fragolin
    Wohl gesprochen! Gemäss dem vorherrschenden manichäischen Weltbild so manches Jubelwestlers erscheint es unerhört, dass man die Gauner in den Schaltzentralen der Macht in der Ukraine, in Russland, in der EU und in den USA (und meinetwegen auch in China) gleichermassen für verworfen halten kann. Nur so ist zu erklären, dass man gleich zum Putin-Versteher erklärt wird, wenn man die vorgefertigten Denk-, Wert- und Schuldzuweisungsschablonen der westlichen Chefideologen nicht widerspruchslos übernimmt.

    Wer nicht mehr selbst denkt sondern das Denken an Ideologen delegiert hat, dem verbleiben halt nur noch Affekte und Ressentiments, in denen er von den Obertanen fleissig konditioniert wird.

  10. Christian Weiss

    “können sie bitte erklären, was die USA in der Ukraine zu suchen hat.”

    Also meiner Empfindung nach, sucht die Obama-Administration herzlich wenig in der Ukraine und verhält sich ausgesprochen passiv. Grundsätzlich bin ich als nicht institutioneller Europäer froh, dass die USA gelegentlich was in Europa zu suchen hat und auch bei etwas anstrengenderen Aktionen zur Befriedung und Befreiung der mässig demokratisierten und liberalisierten Europäer mitmacht.

    Und, liebe Putin-Versteher, Ihr dürft mich gerne “Jubelwestler” nennen. Ich steh mehr so auf Marktwirtschaft, Föderalismus und Rechtsstaat als auf den ganzen pseudohistorisch begründeten Terz und Grösse-als-Selbstzweck-Schrott, den der Genosse Vladimir da ablässt. Und ich bin weiss Gott kein EU-Freund (siehe Marktwirtschaft, Föderalismus und Rechtsstaat), aber das Brüsseler Trauerspiel ist mir immer noch um Längen lieber als das Brimborium dieser grossmannssüchtigen Minderwertigkeitskomplex-Ivans mit ihrem 1000-jährigen Dauer-Failed-State.

  11. Marcel Elsener

    @Christian Weiss
    Oh, der ‘Jubelwestler’ hat offensichtlich gesessen. Aber was hat das mit Marktwirtschaft, Föderalismus und Rechtsstaat zu tun? Wie auch immer: Sie brauchen sich hier nicht zu rechtfertigen.

  12. Fragolin

    @Christian Weiss
    Ihr Hang zu Marktwirtschaft, Föderalismus und Rechtsstaat ehrt Sie, aber auch Sie verfalllen dem Schwarz-Weiß-Schema.
    In der Ukraine gibt es aber kein Schwarz-Weiß, eher Schwarz-Schwarz.
    Es gibt eine Gruppe mafiöser Oligarchen, die ihr Heil in einer engeren Verbandelung mit Putins mafiösem Freundeskreis suchen. Und es gibt eine Gruppe mafiöser Oligarchen, die auf eine Freihandelszone mit dem Westen setzen; auf einen potenten Markt und das Brüsseler Füllhorn. Zwischen diesen beiden tobt ein mit Oligarchen-Millarden finanzierter Revierkrieg, in dem Putin und seine Freunde kräftig mitmischen.
    Um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geht es in dem korruptesten Sumpf Europas, gegen den selbst Albanien oder das Kosovo wie Musterstaaten aussehen, keinem der beiden Kampfhähne. Und egal, wen wir unterstützen zu müssen glauben, werden wir uns die Finger besudeln bis über die Schulter.

    Wenn die Russen in der Ostukraine lieber einen eigenen Staat gründen wollen, bitteschön. Wenn die Krimrussen mehrheitlich beschließen, zu Russland gehören zu wollen, bitteschön. Man schwurbelt sich auf ein “Völkerrecht” heraus, das gar keines ist, sondern ein “Staatenrecht”. Der Staat steht über dem Volk und jede Sezessionsbewegung, jede Formulierung eines Volkswillens, der von der Staatsdoktrin abweicht, wird kriminalisiert. Die Völker haben eben kein Recht auf Selbstbestimmung; eine historische Grenzziehung steht höher als jeder Volkswille.
    Hätte man nach 45 die Südtiroler gefragt, auf welchem Staatsgebiet sie leben wollen, dürfte man heute den moralingetränkten Völkerrechts-Zeigefinger heben. Das Volk hatte aber kein Recht. Und hat es bis heute nicht. Machen Sie eine Umfrage im Ländle, ob sie lieber zu uns oder zur Schweiz gehören wollen – hätten die wirklich eine Wahl?
    Oder geht es nur um hohle Phrasendrescherei im großen Propagandatrommelwirbel?

    Nein, ich möchte den Russen nicht vor der Haustür haben und sein System einer 100 Jahre lang verschleppten Zarenherrschaft nicht am Hals. Wenn die Russen das haben wollen, sollen sie. Hören wir endlich auf, von Völkerrecht zu faseln und geben wir den Völkern das Recht zu bestimmen. Warum macht keiner bisher den einzig friedenswahrenden und völkerrespektierenden Vorschlag zur Beendigung des Krieges? Der wäre: Sofortiger Abzug aller Truppen aus den umkämpften Gebieten, OSCE-Beobachter rein und sofortige Volksabstimmung, wer in einem autonomen Staat leben möchte. Lasst die armen Schweine selbst entscheiden, denen gerade die Häuser unterm Hintern abgefackelt werden – übrigens auch von amerikanischen Söldnertruppen.
    Aber davor haben jene phrasendreschenden und sich gegenseitig Friedensnobelpreise auf die Brust tackernden Dampfplauderer die meiste Angst – Demokratie. Volksentscheid. Freie Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten.
    Nein, dann lieber Panzer und Raketen, Todeslisten und Drohnen.
    Um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geht es denen keine Sekunde.

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