Was ist der Unterschied zwischen Israel-Kritik und Antisemitismus?

Von | 30. Mai 2016

(Florian Markl) Die International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), zu deren Mitgliedern u. a. Österreich, Deutschland sowie 22 weitere EU-Staaten gehören, hat sich auf eine vorläufige Definition des Antisemitismus geeinigt. Darin wird auch auf ‚Israelkritik‘ eingegangen, die als eine der Manifestation des Antisemitismus bezeichnet wird, sofern sie sich von Kritik unterscheidet, wie sie auch an anderen Ländern geübt wird. In den weiteren Erläuterungen werden einige Beispiele für einen derartigen, gegen den jüdischen Staat gerichteten Antisemitismus genannt:….. (weiter hier)

12 Gedanken zu „Was ist der Unterschied zwischen Israel-Kritik und Antisemitismus?

  1. Thomas Holzer

    Und wird das jetzt auch noch in Gesetzesform gegossen werden?!

    Mit Verlaub, aber langsam wird das alles mehr als nur skurril; anscheinend haben “unsere” Politikerdarsteller zu viel Zeit, sich um unwesentliche Dinge des menschlichen Daseins zu kümmern

  2. Fragolin

    Und das wird jetzt dem Rat der Muslime zur gnädigen Kenntnisnahme vorgelegt oder was?
    Muss unsere neue Staatssekretärin mit den glänzenden Fatah-Kontakten das auch unterschreiben?
    Darf man jetzt endlich auch zwischen Islamkritik und Islamfeindlichkeit unterscheiden oder beharren unsere Dauerempörten weiterhin darauf, dass jede Kritik an Moslems automatisch eine Geisteskrankheit ist?
    Fragen über Fragen…

  3. Lisa

    @Fragolin: … und keine Antworten. Was sollen überhaupt Resolutionen aller Art, wenn sich das ein paar Leutchen ausdenken, die global überhaupt keinen realen Einfluss haben? Wer Einfluss hat, ist die Wirtschaft, sind die Banken – und damit auch die Masse ihrer Kunden, letztlich wir alle – als mehr oder weniger manipulierbare Masse eben, nicht als Individuen. Wir brauchen Geld, Smartphones, Internetanschlüsse, Marktplätze im Netz und in den grossen Einkaufszentren, wir brauchen Handels-/Verkehrsverbindungen, Fahr-/Flugzeuge und einigermassen funktonierende Staaten. Was wir effektiv nicht brauchen, sind dauernd neue Regelungen: nichts gegen die erwähnten Punkte, aber die Realität spielt sich woanders ab. Unkontrolliert und unkpntrolierbar, unvorherzusehen und unvorhersehbar. Wer von den (v.a.islamischen, leider zahlreichen) Judenhassern lässt sich schon von Wörtern beeindrucken, die nciht im Koran stehen?! Und Israel ist meiner Ansicht und Erfahrung nach der einzige Staat in der Region, der einigermassen demokratisch funktoniert: da werden sogar fanatische jüdische Minderheiten toleriert, die keinen Staat Israel wollen, also eigentlich der gleichen Auffassung sind wie die Araber, Iraner usw., – und den israelischen Arabern geht es dank Bildung und Auskommen dort besser als in sämtlichen umliegenden Ländern. Medienwirksame Tränendrüsen- und Empörungstrigger findet man immer… Wenn ich beweisen will, wie schlecht es den Schweizern geht, wüsste ich auch, mit Kamera und ein paar Banknoten bewaffent, in welche Quartiere, in welche Häuser, in welche Familien ich gehen müsste…

  4. caruso

    @Lisa — Liebe Lisa, Du hast so recht, daß man rechter kaum haben kann. —

    Übrigens: In welche Sparte gehört die letzte Resolution der Weltgesundheitsorganisation,
    die man nicht anders als zutiefst antisemitisch bezeichnen kann?
    lg
    caruso

  5. aneagle

    @Caruso
    um welche WHO Resolution handelt es sich? Habe ich etwas verpasst?
    Werden Palästinenser in Gaza von der Besatzungsmacht zu Grabungen in menschenunwürdigen Schmugglertunneln gezwungen, müssen sie täglich rauchen, oder werden sie mit jüdischen Süßspeisen gefüttert bis sie Diabetes bekommen?

  6. Der Realist

    jetzt bin ich aber auf die endgültige Definition des Antisemitismus gespannt. Es gibt zum Beispiel einen Nachbarn oder Arbeitskollegen den in seiner Umgebung niemand mag, weil er eben ein richtiges Arschloch ist, kommt nicht selten vor, was ist aber, wenn der Betreffende Jude ist?

  7. Fragolin

    @Der Realist
    Das Gleiche, wie wenn er Muslim ist (Islamophobie) oder wenn er Schwarzafrikaner ist (Rassismus) oder Chinese (Xenophobie). Laut Definition der Liga der Gutmenschen und Moralapostel kann und darf nur ein Weißer ein Arschloch sein bzw. ist jeder Weiße automatisch ein Arschloch und jeder andere automatisch keins.
    Also somit ist bereits die Behauptung, es könnte schwarze muslimische Arschlöcher mit Schlitzaugen geben, eine islamophobe und xenophobe rassistische Hetze. 😉

  8. Gert Cok

    Man kann also ruhig sagen der linke Antisemitismus ist deutlich häufiger, als der rechte.

  9. MM

    Der Anstisemit mag den Juden nicht, weil er Jude ist.
    Der Israel-Kritiker mag den Juden nicht, weil er weiß ist und sich nicht dafür entschuldigt.

  10. caruso

    @aneagle – weder noch. Ich weiß den genauen Text der Resolution nicht. Es geht ungefähr
    darum, daß Israel schuldig gesprochen wurde, weil es angeblich den physischen, psychischen und umweltmäßgen Zustand der “Palästinenser” beschädigt, vernachlässigt. Und man will eine Kommission hinschicken, damit sie die Zustande untersucht. Es fiel kein Wort über die Russen oder Syrer, die z. B. Spitäler bombardierten und dabei eine Vielzahl an medizinisches Personalgetötet wurde. Vergessen hat man selbstverständlich, daß Israel, wenn notwendig, sogar Mitglieder oder Angehörige der Hamas-Führung, aber auch einfache Gazaner medizinisch behandelt und zwar kostenlos. Von ca. 3000 syrischer Verletzen nicht zu reden. – So viel von der Ausgewogenheit der WHO.
    lg
    caruso

  11. Christian Weiss

    Meine Liste, wann Israelkritik nicht antisemitisch ist:

    – wenn man sich mindestens genau so fürchterlich darüber aufregt, dass ein Teil Zyperns und ganz Tibet von Türken bzw. Chinesen besetzt ist.
    – wenn man sich mit gleicher Hartnäckigkeit im Rahmen einer Zweistaatenlösung für ein freies Kurdistan einsetzt, wie für ein freies “Palästina”. (Kurden gibt es wirklich.)
    – wenn der nächste Gay Pride mal zur Abwechslung nicht in Tel Aviv, sondern in Gaza ist.
    – wenn man “Kein Mensch ist illegal” ruft und damit nicht nur integrationsunwillige künftige Sozialhilfebezüger, sondern auch jüdische Siedler im Westjordanland meint.
    – wenn man es genau so selbstverständlich findet, dass trotz der Aggression Schlesien und Ostpreussen wieder zu Deutschland und das Südtirol wieder zu Österreich gehören sollten wie das Westjordanland zu – keine Ahnung was – und die Golanhöhen zu Syrien
    – wenn man die 800’000 aus arabischen Ländern vertriebenen Juden genau so zum Thema macht wie die 450’000 Palästinenser, die aus Kuwait vertrieben wurden.

  12. aneagle

    @ Christian Weiss
    Wunschergänzung::
    – Wenn über die Vorgänge gegen die Bevölkerung in DAFUR genauso akribisch berichtet wird wie über Gaza, jeder Vorfall gefilmt wird, in europäischen Städten regelmäßige Proteste veranstaltet werden und ganze Staatenbünde den Menschen in Dafur Gehör bei der Uno verschaffen und Resolutionen initiieren und verabschieden.

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