13 Gedanken zu „Was ist Freiheit?

  1. world-citizen

    Freiheit ist das Recht des INDIVIDUUMS, keinem Kollektiv unterworfen zu sein und über sein Leben selbst zu bestimmen, nicht zwangsweise mit dem Boden verwurzelt zu sein, sondern sich auch die Heimat selbst bestimmen zu können.
    Kurzum: Nicht dem Willen anderer unterstellt zu sein.

  2. gms

    @world-citizen

    Denken Sie Ihren richtigen Zugang zu Ende, wonach der Kern der Freiheit darin besteht, nicht dem Willen anderer unterstellt zu sein, dann unterliegt diesem Prinzip auch die Frage nach der Heimat.
    Ihr Heim ist auch meines? Ihr Wohnzimmer gehört mir genauso? Wessen Wille (sic!) soll hier maßgeblich sein, Ihrer oder meiner?

    Margaret Thatcher: “Gelassenheit ist kein Loslassen, kein passives Erdulden, sondern eine Form der Tüchtigkeit und Lebenstüchtigkeit, die Bejahung der Schicksalsvorgaben und des individuellen Freiheitsanspruchs.”

    Ihrem Schicksal nach ist Ihr Heim das von Ihnen. Dieses Heim gegen meinen Anspruch zu verteidigen, ist legitim, denn mein Schicksal ist ein anderes.

    Man mag nun einwenden: “Heim und Heimat sind doch unterschiedliche Belange!”
    Gekauft, bloß beide eint in ausreichender Analogie, daß an diesen das Herz der Menschen hängt, sie sind dem Individuum ausreichend wichtig, um sie tunlichst nach eigenem Ermessen zu gestalten und es der Willkür Dritter zu entziehen, nachdem beide ihrer Natur nach das ultimative Rückzugsrefugium sind. Egal was passiert – dorthin dürfen wir immer zurückkommen.

    Die mögliche eristische Volte, die Erde sei doch die Heimat von allen Menschen, scheitert spätestens dann, sobald die Analogie zwischen Heim und Heimat negiert wird. Dann nämlich überlasse ich Ihnen mit Handkuss das Haus, solange Sie meiner Wohung innerhalb dieses Hauses fernbleiben.

  3. world-citizen

    Heim, das sind die 4 Wände, die ich mir kaufen oder mieten kann.
    Aber Heimat ist überall, wo ich mich wohl fühle. Wurzeln hat nur ein Baum.
    Wenn ich mich irgendwo wohl fühle und beschließe, für längere Zeit dort zu bleiben, dann kaufe oder miete ich mir dort ein Heim, das so lange mein Heim bleibt, bis ich weiterziehen will.

    Das ist ein wesentlicher Aspekt der Freiheit. In diametralen Gegensatz zur Freiheit stehen alle Ideologien, die den Menschen zum verbleib auf einem bestimmten Boden zwingen wollen, egal ob sozialistisch, national-sozialistisch oder national-konservativ.
    Der rechte Kommunismus der heutigen Zeit ist nicht weniger gefährlich als der linke Kommunismus aus der Zeit des kalten Krieges.

  4. gms

    world-citizen :
    Heim, das sind die 4 Wände, die ich mir kaufen oder mieten kann.
    Aber Heimat ist überall, wo ich mich wohl fühle.

    “Freiheit ist das Recht [] sich auch die Heimat selbst bestimmen zu können.”

    Merken Sie, wenn man diese Aussagen direkt untereinander stellt, wie willkürlich Sie mit den Begriffen hantieren?
    Sie wollen tatsächlich selbst bestimmen können, wo Sie sich wohlfühlen, und heißen diesen Anspruch zugleich legitim im Kontext von Freiheit. Das ist nachvollziehbar, zugleich aber furchbar kindlich.

    Dem sei nüchtern entgegnet: Man braucht bloß aus “Love it, change it or leave it!” konsequent den ersten der drei Parts zu wählen, aufdaß er bezogen auf Heimat stringent Ihrem Freiheitsmodell entspricht.

    Damit schießt sich der Kreis zu Thatcher und ihren Darlegungen zum Stoizismus als Gegenpol zum linken Fordern, andere als man selbst müssten dafür sorgen, daß man selbst eine Sache ausreichend gutheißen könne.

    Der Vorwurf, Menschen “auf einem bestimmten Boden zwingen wollen” ist naheliegend, aber unangebracht, da er in seinem Furor völlig über Ziel schießt. Besagter “bestimmter Boden” beträgt nach Adam Riese rund 150 Mio. km2 abzüglich der Fläche des angestrebten Gebietes. Unbestimmter geht’s nicht.

    Wir und unsere Vorfahren haben, um Ihre obige Aussage aufzugreifen, unsere Heimat als Heim(!) in Besitz gebracht und deren Wesen kulturell nach eigenem Ermessen verändert. Niemand von Verstand kann und wird diese Veränderungen illegitim heißen. Daraus aber folgt das Recht, selbst bestimmen zu dürfen, wer sonst noch zu welchen Konditionen von diesen Modifikationen profitieren soll.

    Es handelt sich hierbei in erster Lesung nicht um einen abstrakten Kampf um Einwohner pro Quatratmeter (selbst wenn dieser Aspekt für sich schon Gewicht hätte), sondern um Selbstbestimmung, was mit dem zu geschehen hat, was man aus verdammt guten Gründen als sein Eigenes erachtet.

    Man kann diese Argumentation negieren und dem Prinzip der Redefreiheit nach sogar die rhetorische braune Soße über jene gießen, die Eigentum und deren Konsequenzen als zwingendes Prinzip der Freiheit erachten. Der artikulierte Glaube, das einem Andersdenkenden aufgeklebte National-Label würde die Widersprüche der eigenen Bedeutungszweisung zukleistern, ist weder neu noch originell. Genau genommen langweilt er nur noch.

  5. world-citizen

    Es steht Ihnen frei, Ihre eigene Vorstellung von Freiheit zu definieren; ich definiere meine. Fakt ist und bleibt jedoch, daß nur ein Individuum frei oder unfrei sein kann, aber niemals ein Land (= nichts anderes als ein Stück Erdoberfläche), und schon gar nicht ein Kollektiv.

  6. Rennziege

    @world-citizen
    Schon nach meiner kurzen Erfahrung leitet jeder Satz, der mit “Fakt ist” beginnt, eine Lüge ein. Sie bestätigen das immer wieder. “Fakt ist und bleibt” macht die Lüge noch durchsichtiger.
    Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, sinngemäß: “Folge denen, die die Wahrheit suchen. Aber meide alle, die behaupten, sie gefunden zu haben.”

  7. Rennziege

    @world-citizen
    Na, dann belegen S’ halt ausnahmsweise einmal eine Ihrer Theorien und Mutmaßungen, WC! Denn mehr war von Ihnen noch nie zu vernehmen.

  8. gms

    world-citizen :
    Es steht Ihnen frei, Ihre eigene Vorstellung von Freiheit zu definieren; ich definiere meine. Fakt ist und bleibt jedoch, daß nur ein Individuum frei oder unfrei sein kann, aber niemals ein Land (= nichts anderes als ein Stück Erdoberfläche), und schon gar nicht ein Kollektiv.

    Ja, nein, who cares. Ich habe die Freiheit eines Landes oder gar eines Rasenziegels, wie Sie insuieren, mit keiner einzigen Silbe ausformuliert oder auch nur angedeutet.

    Doch selbst auf dem Nebengleis namens “Kollektiv” rollt Ihr Argument mangels Schubkraft nicht aus dem Bahnhof, zeitigen doch auch Kollektive nach außen hin wahrnehmbare Effekte als Folge einer gemeinsamen Vorstellung resp. eines gemeinsamen Zieles und Strebens.
    Allenfalls die Behauptung, ein Kollektiv könne sich frei /fühlen/, bedürfte der unredlichen Verrenkung. Was ein Beobachter aber wahrnehmen kann hinsichtlich kollektiven Eigentums und Anstrengungen zur Wahrung dessen, was man damit verbindet, unterscheidet sich das Kollektiv kein Jota vom Individuum.

    Wenn die Soziotät mit ihrem gemeinschaftlichen Besitz nach eigenem Ermessen verfahren kann und keiner daran geknüpften Willkür Dritter unterliegt, ist sie diesbezüglich frei. Da beißt das Wiesel keinen Faden ab. Es steht Ihnen frei, Ihre Vorstellung von Freiheit ohne jeden Bezug zu definieren, genauso steht es mir frei, dieses Ansinnen als naiv zu bezeichnen. Im Anlaßfall war der Bezug Heimat, falls noch jemand nach dem Kontext fragt.

  9. world-citizen

    @gms

    >>>>>>>>>>>>> zeitigen doch auch Kollektive nach außen hin wahrnehmbare Effekte als Folge einer gemeinsamen Vorstellung resp. eines gemeinsamen Zieles und Strebens. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Bitte wo gibt es denn die? Nicht einmal innerhalb einer politischen Partei gibt es einheitliche Ziele.

  10. wollecarlos

    world-citizen :

    Rennziege :
    @world-citizen
    Na, dann belegen S’ halt ausnahmsweise einmal eine Ihrer Theorien und Mutmaßungen, WC! Denn mehr war von Ihnen noch nie zu vernehmen.

    Bitteschön, hier ist der Beleg: Links der Irrglaube, rechts das Faktum:
    So also sehen “Belege” aus???

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