Was Kinder über Wirtschaft lernen

“………Mit ziemlich ernüchternden Ergebnissen, wie eine brandaktuelle Studie von Bettina Fuhrmann (WU Wien) zeigt. 1200 Schüler (4. Klasse Gymnasium/NMS) wurden befragt, welche Aufgaben denn der Staat in unserer Wirtschaft erfülle. 64 Prozent meinen, dass er festlege, was importiert und was exportiert werde. 32 Prozent glauben, die öffentliche Hand bestimme die Höhe der Löhne in den Betrieben, und immerhin 28 Prozent sind davon überzeugt, dass der Staat die Preise in den heimischen Geschäften festlegt.” (hier)

24 comments

  1. elfenzauberin

    Im heutigen Bildungssystem werden nur noch Haltungen und Meinungen vermittelt. Jeder Schüler hat eine Meinung, von den zugrundeliegenden Fakten aber nur in den seltensten Fällen eine Ahnung.
    KInder, die nicht einmal ein oder zwei im Wald wachsende Früchte nennen können, vermeinen zu wissen, dass Atomkraft gefährlich, der Klimawandel unvermeidbar und vegetarische Kost gesund sei. Wie das kommt, erfährt man als Elter, wenn man zum Elternsprechtag gebeten wird. Da findet man genau denselben Analphabetismus bei den Lehrern, den sie den Schülern vermitteln. Ich habe mir das angetan und fühlte mich gegen die anbrandende Blödheit dort tatsächlich machtlos. Wenn man nämlich die Lehrer in detaillierte Gespräche verwickelt, egal ob es um Klimawandel, Atomkraft, Genderei oder ähnliches geht, ist man ob ihrer Antworten fassungslos.

    Die politische Rechte hat in der Vergangenheit den kardinalen Fehler begangen, die Bildungspolitik sowie die Medien komplett der politischen Linken zu überlassen. Das rächt sich jetzt.

  2. Thomas Holzer

    Nach der flächendeckenden Einführung von tablets in den Schulen wird den Schülern dann wenigstens durch die Matura bescheinigt werden, daß sie professionell wischen können; ist ja auch schon etwas 😉

  3. aneagle

    @ elfenzauberin
    Komplett idente, leidvolle Erfahrungen gemacht. Für redundante Elternsprechtage habe ich ganze Packungen von Blutdruckmitteln verbraucht. Unsere verbildeten Kinder, denen sorgfältig jede eigenständige Erkenntnisfähigkeit abtrainiert wurde, können einem leid tun. Hätte ich noch eine Seele, würden Sie mir aus dieser sprechen. Da ich, angepasst an moderne Zeiten, lediglich nur noch über eine Psyche verfüge, sprechen Sie mir aus dieser. 🙂

  4. Karl Markt

    Stimmts nicht?
    Agrarsubventionen, Kollektivverträge, Sanktionen, TTIP, etc….

  5. aneagle

    Stimmt leider. Aber das ist nicht Wirtschaft sondern sozialistische Plan- und Misswirtschaft. Dafür braucht es wahrlich kein Lehrfach. Ein Ausflug nach Venezuela reicht

  6. sokrates9

    Wie der Herr, so das Gscherr.. Was verstehen unsere Toppolitiker von Wirtschaft??Es hat doch in den letzten Jahren eine enormen intellektuellen Verlust bei führenden Politikern gegeben! Das wirkt sich auch aus!

  7. waldsee

    wenn ATTAC unter den Wissensvermittlern ist ,verspricht diese (mit Muslimbrüdern gespickte) Gruppierung nichts GUTES.
    Und wenn sich das Profil eines Themas annimmt ,habe ich sofort Bedenken bezüglich unlauterem Journalismus.Sorry

  8. Christian Peter

    @sokrates9

    ‘Es hat in den letzten Jahren einen enormen intellektuellen Verlust bei führenden Politikern gegeben’

    Ein wahres Wort. Besonders schlimm sieht es bei der ÖVP aus, die in einem Studienabbrecher ohne Berufserfahrung ihre Zukunft sieht. Eigentlich hätte sich Werner Faymann den Rücktritt ersparen können.

  9. Christian Peter

    @Rado

    Wenigstens hatten die in der Regel eine abgeschlossene Ausbildung (meist Studienabschluss) vorzuweisen. Dass man das bei Berufspolitikern (die häufig über keinerlei Berufserfahrung in der Privatwirtschaft verfügen) mittlerweile nicht mehr als erforderlich erachtet, ist eine Bankrotterklärung der Politik in Österreich.

  10. Kluftinger

    @ Christian Peter
    eine abgeschlossen Ausbildung besagt noch lange nichts. Oder waren sie noch nie Opfer eines “Meistergeprüften” Pfuschers. Der einzige Vorteil ist bei solchen Handwerkern, dass gewisse Regressansprüche bestehen die man bei geprüften Taxilenkern nicht so leicht geltend machen kann.
    Und, Herr Kurz ist kein “Studienabbrecher” sondern er hat sein Studium unterbrochen.
    Immer noch lieber als diplomierte Inkompetenz!

  11. aneagle

    Wozu soll ein Politiker der Kraft seines Amtes als Diplom- Tausendsassa ohnehin für jedes Ministeramt geeignet ist und nicht vorhat in diesem Leben je zu arbeiten (vgl. Glawischnig, VdB, et al) , etwas lernen? Jahrelange verschwendete Zeit, in der man schon manche EU Tagsätze abrechnen könnte. Nein, angesichts der Bildungsleistung der Lehrer, ist heutzutage der Studienabbrecher dem Ausgebildeten vorzuziehen. Der nicht Studierte ist zwar ungebildet, aber wenigstens nicht total verbildet.

  12. Christian Peter

    @aneagle

    In der Privatwirtschaft muss man ohne Berufsausbildung Hilfstätigkeiten verrichten. Es ist eine Bankrotterklärung, wenn derartige Personen die höchsten politischen Ämter eines Landes bekleiden.

  13. Christian Peter

    @aneagle

    Wenn man als Angler ohne Angelschein nicht angeln darf, warum sollten Personen ohne Berufsausbildung die (hochbezahlte) Tätigkeit als Politiker ausüben dürfen ?

  14. aneagle

    @CP
    warum nicht? Vor allem für Politiker und hier im Besonderen für EU-Mandatare gilt: Endlich sind alle gleich, alle können alles werden. Ausnahmen : Berufe wo andere Menschen an Leib und Leben gefährdet sind, z.B. Lastkraftwagenfahrer in französischen Küstenstädten.
    Wie gut es mit nicht überdurchschnittlich gebildeten Ministern in Ö funktioniert, zeigen genderkorrekt aufgeteilt, Herr Stöger und Frau Bures. Ein noch viel besseres Beispiel wie sparsam man mit Bildung in der Politik auskommt, war Erwin Pröll. Der war viel gescheiter als sein studierter Neffe. Angeln ohne Angelschein hingegen ist problematisch. Es setzt eine wesentliche Fertigkeit voraus, die nicht so ohne weiteres erlernbar ist: Schweigen. 😉

  15. Rennziege

    31. Juli 2017 – 13:44 — aneagle
    Ich knüpfe an, wenn Sie gestatten: Wären unsere politischen Kümmerer in der Lage, die hohe Kunst des Fliegenfischens zu erlernen, hätten sie nicht nur Handfertigkeit, sondern auch die Weisheit erworben, die dem Schweigen innewohnt. Und sie wüssten — egal, ob schwarz oder legal fischend —, dass der Köder nicht dem Angler, sondern dem Fisch schmecken muss.

  16. Falke

    Unseren Schülern wird ja sogar der linke Attac-Mitbegründer Christian Felber als großer Wirtschaftstheoretiker vorgeführt.
    @Christian Peter
    Ein abgeschlossenes Studium ist noch lange keine Garantie für berufliche Fähigkeiten, und schon gar nicht in der Politik. Bester Beweis: unser Pizzabote und die Doktorin der Physik bei unseren nördlichen Nachbarn.

  17. Christian Peter

    @Falke

    Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist keine Garantie für berufliche Fähigkeiten, aber die (Mindest-) Voraussetzung für die Ausübung fast jeder Tätigkeit in der Wirtschaft, Hilfstätigkeiten ausgenommen.

  18. sokrates9

    Gemäß Gausscher Normalverteilung sind die Deppen überall zu finden! Trotzdem fehlen Politiker mit Visionen, und normalen Hausverstand! Das bekommt / bekam man – zumindest früher – mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einen Studium mit! Erkennen von Situationen, vorurteilsfreie Beurteilung, Auswahl der Besten Alternative ( heute ist alles Alternativlos) und entsprechender Umsetzung war früher dann das Resultat welches man von einem Absolventen / Meister erwarten konnte! Heute sitzen 1 Mio Afrikaner in Libyen und warten “auf günstigen Wind”, 100.000 in Italien, die spätestens in Südtirol dann heimisch werden wollen, aber gemäß unserer Politik ist es undenkbar dass die nach Österreich kommen!

  19. Thomas F.

    Unter den Studienabbrechern fallen mir spontan ein: Bill Gates, Steve Jobs, Mark Zuckerberg, Richard Branson…
    Die Dodeln mit Doktor- und sonstigen akademischen Titeln wollen wir hier nicht namentlich aufzählen. Das würde Seiten füllen.

  20. Selbstdenker

    Wenn Kinder bereits über simple biologische Fakten belogen werden, kann man in etwa abschätzen wie es um die Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge steht.

  21. Christian Peter

    @Thomas F.

    Der ist gut, eine Lachnummer wie S. Kurz mit Steve Jobs u.a. zu vergleichen ist lustig. Außerdem : Selbständige Unternehmer können machen, was sie wollen, bei Volksvertretern im öffentlichen Dienst sieht das ganz anders aus.

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