Was Linksradikale und Islamisten eint

“….Antisemitismus tritt in verschiedenen Kreisen auf: islamistischen, links- wie rechtsextremen. Was sie eint, ist ihr Hass auf Juden. Interessant ist die historische Entwicklung in der Schweiz: In den 50er- und 60er-Jahren war der Antisemitismus in erster Linie rechtsgerichtet. Ab den späten 60er-Jahren wurde der Judenhass zunehmend in linken Kreisen salonfähig. Die klassischen Neonazis waren noch in den 1990er-Jahren stark präsent. Inzwischen hat ihre Bedeutung abgenommen. Heute geht die grösste Gefahr von islamistischen Kreisen aus. Und manchmal kommt es zu unheiligen Allianzen. (…)
Wenn beispielsweise Linksradikale und Islamisten in der Schweiz gemeinsame Pro-Palästina-Demonstrationen organisieren. Es ist ein Phänomen, das in ganz Europa in Erscheinung tritt. Ein typisches Beispiel ist die Respect Party in Grossbritannien. Gegründet wurde sie von der trotzkistischen Socialist Workers Party und Anhängern der Muslimbruderschaft. Oft sind es Antisemitismus und ein antiwestliches Feindbild, die diese Kreise einen. Oder ein antisemitisch angehauchter Antikapitalismus, in dem das Jüdische einem Turbokapitalismus à la Wallstreet zugeschrieben wird.” (hier)

11 comments

  1. Lisa

    Das ist jetzt aber arg vereinfacht! Genausogut könnte man man die anitzionistischen Ultraorthodoxen als Verbündete der Palästinenser bezeichnen. Es gibt keinen “Judenhass”, oder nur insoweit als es einen “Sozihass” oder “Nazihass” oder “Linkenhass” oder”Muslimhass” gibt. Leute, die hassen, sollten sich in Therapie begeben und sich mit ihren eigenen Schattenseiten auseinandersetzen. Es ist nachvollziehbar, dass jemand, der sich einer bestimmten Gruppe zugehörig fühlt, eine davon verschiedene Gruppe erst einmal als bedrohlich wahrnimmt – besonders, wenn sie, wie die Gruppe “Migranten” in Massen aufftritt. Eine Nachbarin, mit einer Jüdin befreundet, äusserte mal: “Den Kaffee muss fast immer ich bezahlen, da sieht man halt doch die Jüdin” Natürlich hab ich ihr den Kopf gewaschen und sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie bei einer Landsmännin doch einfach gesagt hätte, sie sei ein Geizkragen. Seither grüssen wir nur noch… Bei assimilierten oder Drei-Tage-Juden weiss man oft gar nicht, dass sie jüdischen Glaubens (Privatsache eben!) sind und kommt daher auch nicht auf die Idee, seine Vorurteile zu bestätigen! (die im übrigen jeder hat – die Frage ist: wie gehe ich mit dieser Info um)

  2. Rado

    Warum in die Ferne schweifen? Das ist doch im Österreich seit Jahrzehnten ein alter Hut. Dank Internetgedächtnis kommt man übrigends bald dahinter dass 2006 auch die Mainstrammedien große verehrer der Islamisten waren. Nur jetzt gerade trauen sie sich halt nicht so. Ein netter Link: In den dort verlinkten Fotos entdeckt man gleich das Gesicht vom talentiertesten Kopfabschneider Wiens!
    http://www.antiimperialista.org/de/node/4526
    http://www.filastin.at/060617/10.JPG
    http://www.filastin.at/060617/6.JPG
    http://www.filastin.at/060617/18.JPG

    Beim Profil fanden sie ihn damals so richtig herzig!
    http://www.profil.at/home/guantanamo-wien-josefstadt-197637

  3. Rupert Wenger

    Der Artikel ist aus der jüdischen Sicht geschrieben und daher auf den Antisemitismus beschränkt. Das Problem ist allerdings viel umfangreicher und gefährlicher. In Frankreich zeichnet sich eine Allianz zwischen den linken, gewaltbereiten Berufsdemonstranten und den “Flüchtlingen” ab:
    http://premium.lefigaro.fr/actualite-france/2016/01/24/01016-20160124ARTFIG00141-les-no-borders-ces-militants-radicaux-qui-soutiennent-les-migrants-a-calais.php?m_i=qYZq3IYwLqZvRdGoqB2GA7urCBgnAvLVclblz7OnNo134OWG5Ot_PHt2fIwBpork4iVI9eY0Q65g_oBMJktD8N8KBiYbXlt3RllVcfqA&a2=20160125134551&a3=763-7678524-885273

    http://premium.lefigaro.fr/politique/2016/01/25/01002-20160125ARTFIG00262-xavier-bertrand-j-en-appelle-au-chef-de-l-etat-qui-doit-maintenant-s-impliquer.php?m_i=GcdGerQNNhAagHYwvS3dTDtpmPgIPnql6zwTzIIt9jJyaOUWi4UgGi4iIot1JqYEP6uoUV_R3rraAgEQXH_QQ6_BrftlyGQgxFDzFqav&a2=20160126094930&a3=763-7678524-885308
    Es handelt sich nicht um eine Zusammenarbeit zwischen den gewaltbereiter Antifaschisten und den Islamisten, sondern um Anwerbung und Radikalisierung von Flüchtlingen für die linke Gruppierung. Einerseits vertritt man die Interessen der Flüchtlinge und stellt sich damit auf eine höhere moralische Stufe und kann andererseits die Flüchtlinge eigenen politischen Zielen nutzbar machen. Die Flüchtlinge sind ohne Beschäftigung, daher jederzeit einsetzbar, stellen angesichts ihrer Stärke ein beachtliches Potential dar, könnten damit eigenes Geld verdienen und scheinen zumindest in Teilen eigenen Interessen zu dienen. Angesichts der Vernetzung der NoBorders- oder NoWKR- oder No…-Bewegung und der Massen junger islamischer Flüchtlinge werden wir die Auswirkungen wohl auch bald bei uns erleben.

  4. astuga

    Trias des Totalitarismus
    = Vergehen (Todeswürdig) =
    Faschismus: Volksverrat, Verrat am Führer, Rassenschande
    Linksradikalismus: Reaktionär, Konterrevolution, Klassenfeind
    Islam: Apostasie, Ridda/Takfir, Islamophobie-Mohareb (Verschwörung gegen Gott), Religionsschande (Heirat mit männlichem Nichtmuslim)
    ___________________________________
    = Feindbilder =
    Faschismus: USA, Juden/jüd. Verschwörung, Demokratie, Moderne
    Linksradikalismus: USA, Juden, DAS internationale Kapital, Imperialismus, Schweinesystem-Demokratie
    Islam: USA, Juden/Zionistische Weltverschwörung (USrael), Dämonkratie/Demokratismus, Moderne
    ____________________________________
    = Selbstbild =
    Faschismus: Opferrolle – Selbstverteidigung
    Linksradikalismus: Opferrolle – Selbstverteidigung
    Islam: Opferrolle – Selbstverteidigung
    ____________________________________
    = Die beste Gemeinschaft =
    Faschismus: Volksgemeinschaft
    Linksradikalismus: Diktatur des Proletariats
    Islam: Umma

    Und natürlich benutzt die extreme Linke den Islam als Instrument im Kampf gegen die verhasste westliche Kultur und deren kapitalistische, bürgerliche Werte.
    So wie ja auch in Wahrheit Umweltschutz, Gleichberechtigung, Homo-Rechte, Multikulturalismus, Antirassismus, Pazifismus etc. letztlich nur Mittel zum Zweck sind.
    Die je nach Großwetterlage hervorgeholt werden.
    Darüber sind sich aber viele linke Mitläufer und Idealisten gar nicht bewusst.

  5. astuga

    @Rado
    Kann man gar nicht oft genug daran erinnern!
    Auch etwas das in den Medien totgeschwiegen wurde.

  6. Rado

    @astuga
    Gerne geschehen, Noch eine schone Quelle ist diese Seite, “Palästina Plattform Österreich”; scheint übrigends recht gute Kontakte zu SPÖ zu haben.
    http://www.filastin.at/bilder3.shtml#
    Siehe: Demo am 18. 3. 2006 in Wien gegen die Besatzung in Palästina und Irak!
    http://www.filastin.at/060318/2.JPG
    http://www.filastin.at/060318/8.JPG
    http://www.filastin.at/060318/20.JPG

    Auch sehr lesenwert (aus 2011):
    http://othes.univie.ac.at/13470/1/2011-03-04_9332504.pdf

  7. Selbstdenker

    Linksextremismus, Rechtsextremismus und Islamismus bilden die Dreifaltigkeit des Schreckens.

    Sie haben Großteils die gleiche totalitäre DNA – nur das Frontend sieht auf den ersten Blick anders aus.

  8. Selbstdenker

    @astuga
    Treffende Auflistung!

    Eine weitere Gemeinsamkeit: Identity Politics.

    Sie führen einen Kulturkampf mittels a) Unterwanderung, b) Destabilisierung / Terrorismus und c) Vernichtungskrieg

  9. Heinrich Elsigan

    Es gibt bei allen möglichen einen Anti-Semitismus! Nur was mich beunruhigt ist, dass offiziell Saudi Arabien und sunni arab als Alliierte Israels angesehen werden und Erdogan und der Iran teilweise als „Feinde“, wobei jetzt vom konkreten Anti-Semitismus die arab sunni in Taten, Worten und Werken sicherlich den Iran und Erdogan bei weitem übertreffen. Ich wunderte mich lange darüber, aber ich denke jetzt die Haltung Israels verstehen zu können. Erdogan und der Iran können von Bibi so ziemlich unendlich lange gebasht werden und die Shia Drusen verhalten sich trotzdem noch immer loyaler zu Israel als die semitischen arab Palästinenser, Israel hat sich die „judenfeindlichere“ Macht zum Alliierten gemacht und das aus puren Überlebensinstinkt, Herr Ortner bedenken Sie einmal, wie viel anti-semistischen Straftaten, die in D & Ö ansässigen Türken begingen und wie viel die immigrierten arab sunni dans la France. Ich kann die Strategie Israels nachvollziehen, da jeder gerne zu Israel steht, aber im Endeffekt bei Bedrohung dann die USA vielleicht für Israel ein wenig kämpft und es sonst ziemlich auf sich alleine im wilden Osten gestellt ist!
    Bei ihnen und Herrn Unterberger bin ich mir nicht sicher, wie sie tatsächlich zu Israel stehen.
    Nur ich befürchte, dass wenn es zu einem Konflikt zwischen Israel und Iran kommt, dass die europäischen Mächte und die arab sunni Staaten dann genau gar nichts für Israel machen werden.
    Allerdings importiert Europa primär alle Instabilitäten des nahen Ostens, wenn es dort zu noch mehr Instabilitäten kommt. Ich habe schon einen Grund für mein konkretes Handeln. Sie mögen sich vielleicht dann empören, wenn durch mehr Instabilitäten noch mehr Flüchtlinge in Massen nach Europa strömen. Ich versuche das im Vorhinein etwas zu vermeiden, damit sich diese Anzahl nicht noch verzehnfacht!

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