Was “Schutz vor Privatisierung” kostet

Von | 18. Februar 2013

“„Die SPÖ schützt vor Privatisierung.“ Bei „Gemeindewohnungen“, bei „kommunalen Betrieben“, „Öffis“ und sogar beim „Wasser“. Wer das bisher nicht wusste, erfährt es seit vergangener Woche von tiefroten Plakaten an jeder Wiener Straßenecke. Mir war es schon vorher klar, und ich weiß den Wert dieses Schutzes auch einzuschätzen, ja zu beziffern: Alleine im Fall der AUA hat der Widerstand der SPÖ gegen ihre Privatisierung die Steuerzahler rund eine Milliarde Euro gekostet. Statt dass wir sie für 500 Millionen Euro verkauft hätten, mussten wir 500 Millionen drauflegen, damit sie uns von der Lufthansa doch noch abgekauft wurde.” (Peter M. Lingens im “profil“)

29 Gedanken zu „Was “Schutz vor Privatisierung” kostet

  1. Gerhard

    Mich erinnern solche blöden Plakate an die Energieeinsparaktion “Kampf dem Kohlenklau” im 2. Weltkrieg. Damal wurden mittels Karikaturen – es gab sogar Aufkleber für jeden Lichtschalter – der Bevölkerung Angst eingejagt, was alles passieren kann, wenn man unökonomisch handelt.
    Ähnlich versucht uns die Wiener Stadtregierung zu “beweisen”, was die bösen Kapitalisten mit unserem Wasser, den Gemeindewohnungen und den kommunalen Betrieben passieren wird.

  2. aneagle

    Ob der Schutz vor der Privatisierung, der Globalisierung, dem Klima, den Radwegen, dem Pferdefleisch, der Frauen vor den Männern und umgekehrt, dem Spekulieren, dem Lukrieren von Fremdwährungs- oder Firmengewinnen, den Arbeitnehmern vor den Arbeitgebern und umgekehrt, den Banken, der Armut, dem Wasser als ganzes oder nur seiner Privatanteile, Österreich vor einem Tsunami, etc.,etc., die SPÖ “schützt” uns zuverlässig.

    Angesichts der gesammelten heroischen ungebetenen “Schutz”-Wohltaten welche die SPÖ uns seit dem Kohlenklau hat angedeihen lassen, die meisten dieser Wohltaten unter tatkräftiger Mithilfe von bläßlichen Koalitionären, die auch gerne schützen, ist es hoch an der Zeit, dass Herr Ortner ein kleines sorgfältig recherchiertes Büchlein über diesen wundersamen Schutz und seine segensreichen Auswirkungen auf die geschützte Bevölkerung verfasst.

    Gut möglich dass dieses, will man beim Konsum und der AZ beginnen und auch die segensreichen Schutzaktionismen von Gewerkschaft und Arbeiterkammer nicht unerwähnt lassen, jeden Rahmen sprengen wird.
    Als Titel käme in Frage: “UNTER LEMMINGEN- Ihre Sitten und Gebräuche”

    Hoffe, Österreich kann noch subskribieren, ehe es ans kondolieren geht!

  3. Frtz Wunderlich

    Jetzt sind schon die Sozialisten am Niedergang der AUA schuld?
    Ist denn die allgemeine Verdummung der Anti-Prolokraten schon soweit fortgeschritten? Oder gehört das einfach zur Propaganda gegen die politökonomischen “Feinde” und im Krieg ist jedes Mittel recht?
    Nur gewinnt man den Eindruck, hier sitzen die Erfinder von Lügen ihrer eigenen Erfindung schon auf.
    Dabei haben doch die Schwarzblauen die AUA mit aller Gewalt dermaßen in den Boden gerammt haben, dass die Al Quaida vor Neid erblasste.

  4. herbert manninger

    Hoffentlich kommen die Sozn nicht diversen “Schutzorganisationen”, denen bisher das Geschäftsfeld Nachtlokale überlassen war, in die Quere, denn das gäbe brutale Kämpfe im Rot(licht)milieu.

  5. Rennziege

    @Frtz Wunderlich
    “Dabei haben doch die Schwarzblauen die AUA mit aller Gewalt dermaßen in den Boden gerammt haben, dass die Al Quaida vor Neid erblasste.”
    Na servas! Hör’ ich zum ersten Mal, dass die Schwarzblauen vier AUA-Jets gekidnappt und samt Passagieren gecrasht haben.
    Von Ihnen kann man viel lernen, Wunderlich. Lassen S’ uns ned dumm steam, pittäh — posten S’ Ihre gesammelten Wahrheiten! (Auch für Al Qaida wären die ungemein lehrreich.)

  6. Rennziege

    @herbert manninger
    Danke für Ihre Solidarität! Fritz Wunderlichs investigativer Fleiß erklärt uns endlich, warum Wolfgang Schüssel die jüngste Wahl verloren hat: Er trägt einen modischen orangen Overall und sitzt in Guantànamo. 🙂

  7. Rennziege

    Weil wir grad bei rotgrünen Wohltaten sind und ich heut frei hab’, wage ich einen Hinweis, nicht ganz off-topic, auf die in Deutschland wogende Diskussion über die Abschaffung des Sitzenbleibens in allen Schulen:
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article113719919/Die-Schule-wird-ein-wettbewerbsfeindlicher-Raum.html

    Es ist so eine Art Endspurt der verlogenen Heilslehre, die mit Chancengleichheit die Gleichheit der Ergebnisse meint. (Was letztere automatisch weit unten nivelliert.) Gut, die “Welt” ist nicht gerade das “Neue Deutschland” … aber man beachte auch die Leserkommentare.

  8. Carlos Maxx

    Ein volkstümliches Sprichwort leicht abgewandelt:
    “Wer solche Beschützer hat, braucht kein Feinde”

  9. Rennziege

    @Thomas Holzer
    “Wer schützt uns eigentlich vor der SPÖ?”
    Ein kleines Fetzerl öko-kompatibel recyceltes Altpapier vielleicht, im Volksmund Stimmzettel genannt?
    Ned schimpfen S’ mit mir, bitte! I waaß eh, wie viele leicht zu unterhaltende Zeitgenossen auf unserer Insel der Seligen ihre Kreuzerln ins “richtige” Kasterl malen. Aber hoffen wird man ja noch dürfen.

  10. Rennziege

    @Thomas Holzer
    O.K., Sir. Dem ist nichts zu entgegnen. Aber die Anderen, hoffe ich, tauchen nur mit dem Rüssel in den Futtertrog ein — weil sie noch etwas g’schamiger sind als die, die sich seit vielen Jahren bis zu den Hinterbeinen darin gütlich tun.

  11. wollecarlos

    @Rennziege #12
    Tscha, wir Deutschen wollen eben nicht immer hinterher-hinken.

    Sitzenbleiben wir abgeschafft, was bedeutet, daß man -ohne irgendwelche Anstrengungen und Wissen-/Fähigheits-Nachweise zum Abitur kommt.

    Man wird ja automatisch “versetzt” in die jeweils nächst-höhere Klasse.

    Hat man erstmal das Abi, dann geht es auf der Uni genauso lustig weiter und schnell hat man den “Doktor” gebaut, mit Copy&Paste ein Kinderspiel.

    Dann endlich ist Jedermann und Jederfrau ein “Doktor”, eine “Doktorin” ein “Geheimrat”, ein “Kommerzienrat”, genau so wie in Austria.

    Dann haben wir den Anschluss an die Welt-Elite gefunden.

    Endlich!

  12. gerry weber

    bei einem jahresverlust v 930.000.000 EUR -nach bilanzkosmetik- allein im jahr 2012 ist die ansage d wiener SPÖ eine drohung mit dem staatsbankrott…

  13. herbert manninger

    @wollecarlos
    Warum noch das komplizierte So-tun-als-ob?
    Mit der Geburtsurkunde gleich den Dr. – unbürokratisch, sozial gerecht, billig.
    Und bei Überschreitung der EU-Außengrenze natürlich auch für alle PlanetenbewohnerInnen Dr. – antirassistisch, antifaschstisch, multikultig.

  14. wollecarlos

    @PP
    @herbert manninger
    Der Herr Manninger hat ja eine gute Idee….

    aaaber:

    Dann fehlt die nötige Reifungszeit, damit man dann auch weiß, wie man mit Messer und Gabel isst !

    Und Sie, PP sind ein ganz abscheulicher Sexist
    Wie kommen Sie darauf, das “PETER-Prinzip” anzuführen!

    Im Zeitalter der Feminination heißt das “PETRA-Prinzip”!
    Verstanden??

  15. PP

    @wollecarlos
    Interessanter Ansatz! Stellen sie sich vor, unser prolokratisch gewählter Herr Bundeskanzler heißt FayMANN!

  16. Nattl

    @PP
    Ein “Fay” im Wortstamm hebt das Maskulinum auf. Also das weiß aber wirklich jedes Kind.

  17. wollecarlos

    @PP
    @Nattl
    Da haben wir Deutschen (kennt man ja: Wesen >> genesen) mal wieder die Nase vorn:

    Bei uns heißt es “DAS Merkel”

    Übrigens: GUHUTEN MOHORGEN ALLE SAMT

  18. Jennerwein

    @Rennziege
    “Aber die Anderen, hoffe ich, tauchen nur mit dem Rüssel in den Futtertrog ein”

    Diesen Eindruck kann man nur haben, wenn man aus einem nicht jahrzehntelang ÖVP-dominierten Bundesland stammt. Da wird auch nicht nur eingetaucht, sondern behaglich tief geschlürft. Von den FPK-BZÖ Eskapaden in Kärnten zu schweigen. Es ist ja gut, auf das Missverhalten der SP hinzuweisen, sich einzubilden dass es unter den anderen Tradutionsparteien besser lauft ist Wunschdenken, oder schlimmstenfalls ideologische Bias, das in der Theorie gut klingt, aber in der Realität kläglich versagt.

  19. Frtz Wunderlich

    Kaum erwähnt man Schwarzblau, reagieren deren Adepten wie die Talibans und dogmatisieren die wörtlicher Auslegung, wo es doch um das Bildhafte ging.
    Bilderverbot – Radikale Konservative unter sich, sozusagen.
    :-))

  20. Mercutio

    @Frtz Wunderlich
    Tuns Ihnen nicht versündigen und den größten Kanzler der 2. Republik schlecht nachreden, Sie Bösewicht Sie! 🙂

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