Was so alles falsch läuft in der FPÖ

(A. UNTERBERGER) Das nicht gerade berauschende Wahlergebnis der FPÖ bei der Nationalratswahl ist von drei schweren Fehlern und Fehlentwicklungen umgeben, die für die Freiheitlichen negativer und potentiell folgenreicher sind als das Wahlergebnis selbst. Was die Sache für die FPÖ besonders schlimm macht: Die freiheitliche “Familie” ist, von der Spitze angefangen, sich bisher überhaupt nur einer dieser drei Katastrophen wirklich bewusst  mehr hier

6 comments

  1. Mourawetz

    Vieles mag falsch laufen in der FPÖ, aber was erstaunlicherweise zu kurz kommt, ist die Frage wie sich die FPÖ in Zukunft gegen ungerechtfertigt eingereichte Spesenabrechnungen wehrt. Kommen jetzt endlich Compliance-Richtlinien oder bleibt die FPÖ ein Selbstbedienungsladen wie bisher, wo man eine Gucci-Handtasche anstandslos einreichen kann. Oder werden die eingereichten Rechnungen weiterhin abgezeichnet und zur Auszahlung freigegeben? Der eigentliche Übeltäter, der das hat durch gehen lassen, sitzt immer noch in den eigenen Reihen. Da möchte man nicht wirklich, dass so eine Partei Regierungsverantwortung bekommt, wo es um wesentlich mehr geht als die Ausgaben für eine Gucci-Handtasche. Diese Partei hat ihre Finanzen nicht im Griff. Wie wollen die einen Staat mit einem Milliardenbudget führen ?

  2. astuga

    Eine etwas überlange Analyse, und manchem kann man durchaus widersprechen.
    Von den Inhalten her gäbe es einiges für die FPÖ zu holen: EU, Migration, Asyl, Terror, Kriminalität, Missstände im Rechtssystem der Republik, ORF und Wirtschaftsthemen (so man geschickt einen Weg zwischen sozialer Wärme und Liberalismus fände).
    Die Rückkehr Straches haben beide Seiten verbockt, aber nicht wegen dem was er getan oder gesagt hat.
    Selbst in Deutschland sitzen Politiker in der Regierung die im Ggs. dazu tatsächlich Straftaten begangen haben (siehe zB. Schäuble), von ethischen Vergehen ganz zu schweigen.
    Auch was Personen in Regierungsämtern der ÖVP und SPÖ sich schon alles geleistet haben (bis zur Regierung Kern) reden wir da besser nicht.
    Den Kernwählern der FPÖ wäre das alles trotz Dauerfeuer von ORF und Krone überwiegend egal gewesen.
    Den jetzigen Kurs und die Selbstzerstörung der FPÖ verzeihen sie aber nicht so leicht.

  3. astuga

    Nachtrag…
    Auch wenn ich selbst diesem Lager nicht angehöre, nach meiner Beobachtung gibt es gar nicht so wenige junge FPÖ-Wähler die etwa mit den Identitären sympathisieren und die im Zweifelfsll auch kein Problem hätten sich als Deutschösterreicher oder als deutschnational zu bezeichnen (immer in Abgrenzung zum Faschismus natürlich, anders als öst. Jungsozis die Stalins Geburtstag feiern).
    Stichwort “ethnische Wahl” in Migrantencommunities wie bei Einheimischen.

    Und es sind gerade die politisch interessierteren und aktiven Personen.
    Auch hier begeht die FPÖ schwere Fehler, allerdings bereits seit Strache.
    Mag eine Generationenfrage sein, dass Herr Unterberger das nicht wahrnimmt.
    Selbst in meiner Jugend war das als Thema ja noch verpönt und belastet.

  4. GeBa

    Wenn man die Kommentare in der Krone liest ist für viel der Strache noch immer der “Superman”, auf den bei der kommenden Wien Wahl gehofft wird 🙄

  5. ottomosk

    an die fpo: verbindet euch mit den Identitären. diese haben 1)Jugend 2)Glaubwürdigkeit 3)Mut 4)Intellekt 5)Visionen. alle punkte vermisse ich bei euch!

  6. sokrates9

    Da gibt es wirklich viel was falsch läuft! Das erste Problem ist die völlige Rückgradlosigkeit der Partei wo man bei einem Rattengedicht das zwar vertrottelt aber sonst harmlos ist wochenlang Luftschnappend am Boden liegt aber sofort den Verfasser aus der Partei wirft! Somit realisiert man nicht dass diverse Standards, Profile und andere Zeitungen sicherlich kistenweise Material im Keller haben um mit gespielter Empörung diese Uraltschinken wieder vor Wahlen aus dem Staub rauszuholen! Straches Handy ist sicherlich auch interessante Quelle! Zweitens weiß man ähnlich der SPÖ nicht wofür man steht! Diese Nazipropaganda mit Solidareffekt zählt nicht mehr so richtig! Es fehlen Persönlichkeiten – Nationalisten brauchen Zugpferde – und die sind mit Hofer, Haimbucher, Waldhäusl nicht da! Dann fehlen Themen die man verkaufen kann!CO” Debatte – windelweiche Reaktion von “Decarbonisierung”,Flüchtlingsthema ,Energie, Wirtschaft – klare Kante gegen die linken Medien – – man hat den Eindruck davon versteht die FPÖ auch sehr wenig! Einzig auf den Mitleidseffekt zu bauen ist zu wenig!
    FPÖ hat natürlich das Problem dass viele “heimatverbundene FPÖ Potentialwähler” lieber studieren und Arbeiten als ähnlich den Grünen / Sozialisten 20 Semester in Kaderschulen der ÖH verbringen, dann in diversen linken Institutionen,der EU, bei NGOs vernetzt sind und Karriere machen!

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