Was tun mit kriminellen Kindern?

Von | 26. August 2016

(ANDREAS UNTERBERGER) Es ist zwar von der Political correctness strikt verboten, darüber auch nur nachzudenken. Aber dennoch sei sehr kritisch gefragt: Kann es wirklich sein, dass man bis zum 14. Geburtstag straffrei jedes Delikt begehen kann?

Einige Exempel:

Da rast ein 13-Jähriger mit 100 km/h in einem Auto mit gestohlenen Nummerntafeln durch Wien und über mehrere rote Ampeln.
Da werden in der Türkei und im Irak von Kindern blutige Anschläge mit vielen Toten begangen.
Da werden von Afrika bis zum „Islamischen Staat“ immer öfter Kindersoldaten fürs Töten eingesetzt.
Da gibt es zahllose Fälle, wo Roma-Banden solche Kinder gerne an die vorderste Front bei Taschendiebstählen schicken (auch ich wurde einst Opfer einer solchen Inszenierung – freilich war die Beute mit einem Fahrschein so enttäuschend, dass sich das Roma-Kind wahrscheinlich familiären Tadel eingeheimst hat…).
Da geben Kriminalbeamte hinter vorgehaltener Hand zu, dass es eine gezielte Häufung von Delikten vor jenem Geburtstag gibt.
Es ist nicht nur unbefriedigend, sondern ein weiterer Schritt, wie sich dieser Staat lächerlich macht, wenn als einzige Konsequenz der Wiener Autofahrt jener Knabe seinem Vater übergeben worden ist. Das ist rechtlich derzeit die einzige Möglichkeit – unabhängig davon, was für ein Vater das wohl sein mag. Das ist in Wahrheit geradezu Anstiftung dazu, dass auch noch andere junge Menschen noch schnell vor dem 14. Geburtstag kriminelle Mutproben ablegen.

Gewiss: Kinder werden oft missbraucht. Von diebischen Familien, von radikalen Moslems, von Verbrecherbanden. Dann sind natürlich die Missbraucher die wahren Schuldigen. Aber dennoch ist ebenso unbestreitbar: In vielen Fällen hätte es durchaus eine spezial- wie generalpräventive Wirkung, wenn auch die Kinder selbst mit Konsequenzen rechnen müssten. Um das Fehlen dieser Konsequenzen im heutigen Rechtssystem weiß ein 12- oder 13-Jähriger nämlich meist schon sehr genau Bescheid. Auch – manche – Eltern würden dann vielleicht eher davor zurückschrecken, ihre Kinder kriminell einzusetzen.

In vielen Fällen wird freilich die Androhung von Konsequenzen nichts helfen. Manche Kinder sind schon im Volksschulalter durch Familie und Umwelt katastrophal ruiniert. Und das, was sich zwischen Afrika und dem Nahen Osten an Verbrechen mit und an Kindern abspielt, wird sich schon gar nicht dadurch beeinflussen lassen, dass in Österreich das Tabu gebrochen wird, ein Unter-14-Jähriger könne gar kein Delikt begehen.

Jedoch: Er kann. Und so manchen Kindern täte es gut und sie wären vielleicht noch vor einer lebenslangen kriminellen Karriere zu retten, wenn sie zu gemeinnützigen Tätigkeiten, Besuchen in Altersheimen und Unfallstationen oder zu Wohlverhaltenskursen gezwungen werden könnten. Während Strafhaft wohl eher nie helfen wird.

Wenn Eltern versagen, muss sich die Gemeinschaft mehr um die Kinder kümmern. Im eigenen Interesse. (TB)

 

15 Gedanken zu „Was tun mit kriminellen Kindern?

  1. Fragolin

    “Wenn Eltern versagen, muss sich die Gemeinschaft mehr um die Kinder kümmern.”
    Quatsch. Wenn Eltern versagen, muss sich die Gemeinschaft um die Eltern kümmern und ihnen klar machen, dass sie für die Taten ihrer Kinder voll zur Verantwortung gezogen werden. Wenn Eltern ihre Kinder vernachlässigen oder gar zu Straftaten ermuntern oder anstiften, sind die Eltern haftbar zu machen.
    Was soll der Blödsinn, dass sich immer “die Gemeinschaft” um jedes persönliche Versagen zu kümmern hat? Was hat das mit “liberal” zu tun? Kindern ist zu helfen wenn sie schwer krank sind und nicht, wenn ihre Eltern Idioten sind.

  2. Lisa

    @Fragolin: im Prinzip schon richtig – aber wie, bitte, soll sich die Gemeinschaft um die Eltern kümmern? Büssen? (mit Sozialgeld?) ins Gefängnis? (wer kümmert sich dann um die Kinder?)DieKinder”fremdplatzieren”? (wer will schon kriminelle Jugendliche in Pflege nehmen!) zu Erziehungskursen und Familiengesprächstherapien schicken? (solche Zwangsmassnahmen bringen nichts, zudem sind gewisse in- und ausländische Schichten dafür schlicht zu … äh… bildungsfern )Nur schon einer Flchtlingsmutter anzuraten, ihre quengelnde und hochnervöse knapp Zweijährige nicht dauernd mit Cola vollzupumpen, wird von der Leiterin als “Eingriff in die Privatsphäre” kritisiert. Wenn solches liberal heisst, dann oute ich mich ab sofort als nicht-liberal.

  3. Fragolin

    @Lisa
    Natürlich sind Sie nicht-liberal, so wie der ganze Sozialstaat, denn mal ganz ehrlich: Ist die Frage “Wer kümmert sich um die Kinder?” wirklich eine Frage der gesellschaft oder eine Frage der Familie? Nur weil unsere Gesellschaft die Familie zerschlagen und pervertiert hat, so dass diese kaum noch soziale Netze spannen kann, muss also die gesellschaft jetzt die familiären Aufgaben übernehmen?
    Genau deswegen lacht Sie die Muslima mit ihrem Kind aus, weil in ihrer Familie diese Frage gar nicht auftauchen würde, selbst wenn sie die einsperren.
    Und ob ein Kind Cola bekommt geht die Gesellschaft schon gar nichts an.

  4. Calderwood

    Kind oder nicht – wer Verbrechen begeht, gehört bestraft.

    Wenn das nicht geschieht, hat das schlimme Folgen: Manche Kinder werden von Erwachsenen zu Verbrechen genötigt, weil ihnen ja nichts passieren kann, und andere, die so massiv kriminell veranlagt sind, das das schon im Kindesalter zum Tragen kommt, sind hochgradig gefährlich. Die muß man sofort aus dem Verkehr ziehen, nicht erst nach ihrem ersten Verbrechen als Erwachsene.

  5. stiller Mitleser

    Als wohlmeinender Paternalist stimme ich Unterberger zu.
    @ Lisa
    Und wenn ich Schwangere, Kleinkinder und Kinder an Energydrinkdosen nuckelnd sehe, was häufig der Fall ist, erkläre ich ihnen freundlich daß das ganz, ganz schlecht für sie ist und gebe ihnen 2€ für ein Fläschchen Apfelsaft. Ich habe stillende Kopftuchfrauen erlebt, die mit ihrem ständig unruhigen Baby schon völlig erschöpft waren, so daß sie taurinhaltige Energydrinks brauchten um den Tag zu überstehen. Den circulus vitiosus kann man ihnen leicht erklären und abstellen.

  6. Lisa

    @Fragolin: Wenn Kinder gesundheitlich, emotional oder intellektuell geschädigt werden, geht des die Gesellschaft sehr wohl etwas an, denn sie muss später die Kosten dafür übernehmen. Bei meiner Oma auf dem Land haben Frauen einem Kind ohne die Mutter zu fragen den Rotz von der Nase gewischt, den Bengeln, die den Ball in die Scheibe geworfen hatte, eins hinter die Ohren und meist gleich noch eins vom eigenen Vater. Und damals war nicht eine einzige Geschiedene oder Alleinerziehende bekannt, die Familien also völlig intakt…

  7. Reini

    Lisa,… die Familien wurden gezwungen Intakt zu sein! … jeder wusste es, dass einige Ehemänner ihre Frauen und Kinder schlagen, und alle waren stillschweigend! … früher sind die Kinder “mit aufgewachsen” mit dem Leben, heute dreht sich alles um die aufwachsenden Kinder!

  8. Fragolin

    @Lisa
    Und das ist der nächste Punkt: Warum muss die Gesellschaft die Kosten dafür tragen?
    Sie merken es ja schon, es geht ja nicht um die Frage allein, wen das Wohl der Kinder angeht, sondern es geht um den allgemeinen Zustand der Gesellschaft. Und Sie beschreiben es ja selbst, wie es eigentlich in einer Familie zu funktionieren hätte. Wenn wir alles in die Hände des Staates legen wird am Ende alles genau so laufen, wie der Staat es haben will. Oder glauben Sie jetzt wirklich im Ernst, der Staat schert sich auch nur eine Sekunde um das “Wohl” von irgendwem?
    Ja, für Straftaten (deshalb heißen die so) gibt es Strafe. Egal ob eine Watschen, Sozialarbeit, Geld oder Knast; das hängt von der Schwere ab. Und Knast sollte nichts anderes bedeuten als Sozialarbeit unter Freiheitsentzug und nicht 5-Sterne-Urlaub mit Fitnesscenter auf Steuerzahlerkosten.
    Das ist es, woran die ganze Wischi-Waschi-Gesellschaft krankt.

  9. Mona Rieboldt

    Es gab auch früher schon Alleinerziehende, z.B., wenn sich der Mann von der Familie abgesetzt hatte und einfach verschwunden oder gestorben war. Aber heute gibt es derart viel Alleinerziehende, weil der Staat Kinder haben will und es auch bezahlt. Nervig ist inzwischen, dass die Alleinerziehende heute als die Heilige Johanna gesehen wird.

    Es gibt in Deutschland drei große kriminelle Familienverbände aus dem Libanon. Frauen und Kinder klauen wie die Raben, Männer sind eher für Drogen etc. zuständig. Sie werden aber von Politik und Polizei in Ruhe gelassen, da sie sonst jeden mit dem Tod bedrohen. Die frühere Jugendrichterin Kirsten Heisig aus Berlin sagte schon vor Jahren, ehe sie angeblich Selbstmord beging, dass eher Kinder aus deutschen Familien genommen werden, nicht aber aus diesen kriminellen Großfamilien. Jeder der das versuchen würde, müsste damit rechnen erschossen zu werden. Sie sah den Rechtsstaat da nicht mehr gegeben.

    Wie will man denn ein klauendes 10jähriges Kind bestrafen? Das ist doch lächerlich. Fragolin hat zweifellos recht, man muss an die Familien gehen. Auch wenn dieses KInd mit Sozialarbeit bestraft würde, kommt es ja anschließend wieder in solche Familien. Kinder werden auch von Roma zum Klauen geschickt. Kinder lernen durch Anschauung und die Familien sind kriminell.

    Die Politik setzt aber den Rechtsstaat gerade bei diesen Familien nicht durch. Auch die Polizeigewerkschaft hat diese Kritik am Staat. Wenn also die kriminellen Erwachsenen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, dann kann man wohl kaum mit Bestrafung von Kindern anfangen. Wie ich schon sagte, Kinder lernen von Beobachtung und Nachahmung.

  10. bürger2013

    wahlalter 16 – da kann man wohl auch die strafmündigkeit auf 12 oder 10 reduzieren, wenn alle schon so klug wie frühreif sind.

  11. Gerald Steinbach

    Würden sie ihre Tochter in dieses Berliner Schwimmbad gehen lassen, wenn sie Glück hat kommt sie mit ca 15 Grapscher davon, herrliches multikulti

  12. astuga

    Das Problem ist wahrscheinlich weniger, welche Sanktionen es ab welchem Alter gibt.
    Sondern dass die bestehenden nicht mal umgesetzt werden, oder erst mit großer Verzögerung (ebenso die Strafprozesse).
    Da wird moralisch und psychologisch dann gar keine Verbindung zwischen Tat und Strafe mehr hergestellt.

    Wenn Kinder wiederholt durch sozial unverträgliches Verhalten und Gewalt auffallen, dann muss das erst mal den Eltern weh tun (beispielsweise finanziell, oder bei Migranten auch durch Verweigerung der Einbürgerung etc.) – und zwar bereits im Kindergarten.
    Auch die Jugendämter gehören unabhängig kontrolliert und besser ausgestattet wie geschult.
    Wir alle kennen die Fälle wo man nur den Kopf schüttelt und sich fragt, warum die überhaupt aktiv geworden sind.
    Und ebenso warum sie nichts unternommen haben.

    Und minderjährige Mehrfachtäter sollten auch mal etwas Härte und Ernst des Lebens zu spüren bekommen (müsste man im Detail diskutieren, das kann auch positive Verstärkung beinhalten, aber ebenso konsequente Vorgaben und Maßnahmen).
    Jedenfalls nicht zielführend ist es, wenn die Täter bereits nach langer Fehlentwicklung einfach ins heutige Jugendgefängnis gesteckt werden, wo sie bloß auf ebensolche oder gar schlimmere Kaliber treffen.
    Oder wenn man sie vielleicht auch noch zum Boxtraining oder zum Segeltörn schickt.

  13. Hanna

    “Kinder” haben vielfach vor ihrem 14. Geburtstag die Menstruation, bzw. sind sie fähig zu Erektionen und Geschlechtsverkehr, also sind sie de facto “Männer und Frauen”, denn sie können Nachwuchs zeugen. In anderen Kulturen ist man erwachsen, wenn die Geschlechtsreife eintritt, also oft vor dem Alter von 14 Jahren. Das sollte man in Erwägung ziehen. Die 14-jährigen Mädchen wirken oft viel älter als sie sind, und 14-jährige Buben detto. Sie schauen erwachsene Filme, tun erwachsene Sachen, ziehen sich erwachsen and und spielen erwachsene Spiele. Also was soll der Sch… mit dem Kinder-Getue? Hier im 15. spielen sich oft viel kleinere als 14-jährige dermaßen großkotzig und brutal auf, dass man geneigt ist, diesen genauso in die Go hauen zu wollen, als wären es Ältere. Ja, “Kinder” sind knallharte, rücksichtslose Bestien, dieser Tage. Klar, haben sie das von ihren Eltern. Aber dennoch sollten sie in Sachen Straftaten wie Erwachsene behandelt werden, allerdings halt in eigene Anstalten kommen. (Ja – “Anstalten” vieler Arten.) Dieser 13-jährige (mit dem Auto) hätte Leute umbringen können (wer weiß, warum er so gerast ist …), und wie kommen Andere dazu, sich von so einem Idioten in Lebensgefahr bringen zu lassen. Aber was sag’ ich da … Knirpse steuern auch mit ihren Rollern auf Erwachsene zu, ohne Rücksicht … also, liebe Leute, ebenso wenig wie ich irgendwelchen Bekopftuchten, Vermummten oder Machos noch Raum mache, wenn es denen nicht zusteht, lasse ich mich von kleinem Gfraster anzipfen. Mit mir nicht mehr. Njet.

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