Was vom Empire bleibt

Von | 2. Januar 2018

“Der britische Kolonialismus habe nicht nur Schlechtes hervorgebracht, findet der Moraltheologe Nigel Biggar. Seine Gegner werfen ihm nun ein «simples Geschichtsbild» vor. Hätten beide Seiten miteinander statt übereinander geredet, wäre die Diskussion womöglich fruchtbarer verlaufen. Mehr…”

9 Gedanken zu „Was vom Empire bleibt

  1. Thomas Holzer

    Diese Verhalten -und ich meine nicht Prof. Biggar- finden wir doch heute leider quer durch alle Problemfelder.
    Es wird nicht mehr diskutiert, sondern (vor)verurteilt, abgekanzelt, wenn möglich mittels des Entfachens eines Sturmes der (Pseudo)Empörung die soziale Vernichtung der Person, welche eine Meinung, These vertritt, welche einer kleinen, dafür aber umso lautstarken Minderheit nicht passt.

  2. Hausfrau

    Wenn man sich in ehem. britischen Kolonien umsieht, dann gibt es schon auch Gutes zu erkennen. Z.B. geniessen die heutigren Eiinwohner von Indien und Südafrika immer noch die alten Eisenbahnnetze und die ortsübliche Korruption kann sich durch ein von den Briten eingerichtetes Justizsystem nicht endlos ausbreiten.

  3. Selbstdenker

    Es ist fatal, jene Prämissen, auf denen pauschale und zum Teil auch unrichtige Behauptungen aufbauen, nicht zu hinterfragen. Das fängt bei bestimmten Begriffen an und steigert sich bis hin zur Geschichtsschreibung.

    Jene “Geschichtsschreibung, die zunehmend von linksindokrinierten Ideologen an den Unis vorangetrieben wird, hat immer weniger mit den tatsächlichen historischen Gegebenheiten zu tun. Häufig werden sie völlig aus dem Kontext gerissen.

    Beispiele:

    Mit dem rassistischen Kampfbegriff “white guilt” wird jedem Menschen mit einer weißen Hautfarbe unterstellt, aufgrund seiner Herkunft (welche Kausalität?) kollektive Schuld (wie denn?) für “Verbrechen” (welche?) für seine “Ahnen” (welche?) zu tragen.

    Die Themen Kolonialismus, Eroberung, Sklaverei und Ausbeutung werden mittlerweile überhaupt gleichgesetzt. So als hätte es zwischen den portugiesischen Eroberern und britischen oder gar holländischen Kolonialherren nicht den geringsten Unterschied gegeben.

    Und so, als ob die Sklaverei eine US-amerikanische “Erfindung” und nicht eine taurige “Norm”, die in vielen Erdteilen über Jahrhunderte – wenn nicht gar tausende Jahre – die menschlichen Realität prägte, gewesen wäre.

    Es waren bitte die Briten, die dem Sklavenhandel den Garaus machten und es waren vor allem islamische Eroberer, die die Sklaverei am umfassendsten betrieben und zum Teil auch heute noch betreiben! Der IS ist hier kein Ausreißer, sondern die konsequente sowie technisch und finanziell aufgerüstete Version jenes religiös “fundierten” Eroberungs- und Unterwerfungssystems, das ausgehend vom heutigen Saudi Arabien binnen weniger Jahrhunderte ein Gebiet von Nordafrika bis Indonesien eroberte und versklavte.

    Und so, als ob Finnen, Isländer oder Schweizer auch aufgrund ihrer Hautfarbe auch “Verbrechen” in der Kolonialzeit begangen hätten. Die Empfänger dieses ertragreichen Ablasshandels ohne Ablass, wird es freuen, wenn sich Dumme finden, die sich selbst möglichst viel Schuld einreden um möglichst viel zahlen zu dürfen.

    Wer einen Köder, der auf ein bestimmtes Ergebnis und nicht auf bestimmte historische Gegebenheiten ausgelegt ist, schluckt, braucht sich nicht Wundern, wenn er bald am Angelhaken hängt.

  4. astuga

    Imperialismus und Kolonialismus sind eine feine Sache… aber nur wenn sie von Nichteuropäern verübt wurden.
    Etwa Arabern und Türken, bzw eben Muslimen.

    Die beiden erfolgreichsten und größten Kolonialmächte sind bis heute übrigens China und Russland (und das unabhängig vom jeweils dort vorherrschenden politischen System).
    Kontinentaler Imperialismus scheint ein erfolgreicheres Modell zu sein als überseeischer.

  5. Rado

    Ob es da nicht so manchen Afrikaner gibt, der sich die Briten heimlich wieder zurückwünscht?

  6. Johannes

    Eine Fußnote in der Geschichte wird die lustvolle Selbstanpatzung sein, nicht mehr. Wenn heute noch Gebäude und Eisenbahnstrecken aus der Kolonialzeit Zeugen, oft einzige Zeugen, einer Kultur in gewissen Ländern sind und diese Bauwerke zwar vom Zahn der Zeit zugesetzt aber immer noch einsatzfähig sind und der Bevölkerung gute Dienste leisten so war nicht alles schlecht.
    Europa lebt in der Vergangenheit, während China, Russland, aber auch die USA und die arabischen Länder sowieso, niemals ihre eigene Geschichte und Entwicklung in Frage stellen, tun es die Europäer unentwegt.

    Jetzt wäre eine solche selbstkritische Reflexion noch keine Tragödie wenn es nicht Anlass in Europa für eine widerstandslose Selbstaufgabe wäre.

    Zwei Aussagen stehen heute im Mittelpunkt der Medien, die eine von Macron der von feiger und krimineller Lynchjustiz sprach und die Angriffe auf zwei Polizisten als Angriff auf die Republik bezeichnete.

    Sachsens Innenminister Wöller sagte “Wer Rettungskräfte attackiert, greift unseren Rechtsstaat und die Demokratie an.

    SPD Innenexperte Lischka sagte :`Wer Rettungsleute, Feuerwehrleute und Polizisten angreift attackiert uns alle.

    Und was sagten die Regierungschefs und Minister der Visegradstaaten zu ihren Landsleuten, ich vermute sie wünschten ein schönes neues Jahr, sonst war dort nichts zu sagen.

  7. Calderwood

    Ich habe in Indien Menschen getroffen, die das Ende der britischen Kolonialherrschaft sehr bedauerten, weil, wie sie mir sagten, damals vieles besser war.

  8. sokrates9

    Johannes@.. Europäer stellen unentwegt ihre eigene Geschichte in Frage..die Europäische Union stellt aus political correctness die Geschichte in Frage weil die Nationen keine Geschichte haben dürfen! Der Durchschnitts Nationale Europäer ist demgegenüber sehr wohl auf seine Geschichte stolz und nicht der Meinung dass die Geschichte erst – wie nun in Österreich gepredigt wird – mit der Entstehung des Sozialismus und seiner segensreichen Entwicklung beginnt! In der Regel können die Kolonialländer sehr wohl stolz auch auf die Geschichte sein! Das britische Schulwesen – begonnen mit den Schuluniformen wirkt auch heute noch für Milliarden von Menschen, begonnen von Indien bis Afrika nach! Infrastruktur ist meistens basierend auf europäische Leistungen. So wie wir den Römern ein europäisches Straßennetz zu verdanken haben gibt es in den ehemaligen Kolonien auch heute noch Strukturen die auf der damaligen Entwicklungshilfe im eigennützigen Sinne basieren!
    Was war eigentlich zu Silvester los?? Totales Schweigen in den Medien!!Ganz vereinzelt hört man von Angriffen auf Feuerwehr, Rettungskräfte, Polizei,, Angriffe mit Schusswaffen, 8 Verletzte bei der Berliner Feuerwehr, 60 Sachbeschädigungen, usw. totale Stille! Es wird in NTV berichtet dass ein türkisches Mädchen in Berlin niedergeschossen wurde, dass der Täter ein 63 jähriger Türke war, vergisst man zu erwähnen! Unsere Medien schaffen es Heile Welt darzustellen!

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