Was war der herausragendste antiwissenschaftliche Unsinn der vergangenen zwölf Monate?

Von | 29. Oktober 2017

Auch 2017 wird wieder das Goldene Brett vorm Kopf vergeben – für jemanden, der sich mit besonders bemerkenswerten unwissenschaftlich-esoterischen Aussagen hervorgetan hat. Mitmachen hier.

19 Gedanken zu „Was war der herausragendste antiwissenschaftliche Unsinn der vergangenen zwölf Monate?

  1. raindancer

    also ich gehöre auch zu den Klimawandel Gegnern, was nicht heisst, dass ich absolut dafür eintrete unsere Umwelt vor Giften und Zerstörung zu schützen.
    Es sind für mich einfach zweierlei Diskussionen.
    Komisch – in den bekannten Video kommen auch Wissenschaftler vor und zwar keine unbedeutetenden
    The great global warming swindle:
    Lustig ist die Aussage von Nigel Calder: Einstein hätte unter dem gegenwärtigen System keine Gelder bekommen 🙂

    https://youtu.be/FCCNgLWJwTk

  2. DR

    Ich wollte eigentlich Schellnhuber nominieren, der ja neulich erst wieder einen Meeresspiegelanstieg von 70 Meter im Fernsehen angekündigt hat. Aber dann las ich, dass die faktenbasierte Betrachtung des zu beobachtenden Klimawandels laut Veranstalter bereits als Nominierung für den Preis gewertet wird. Unglaublich, wie religiöse Überzeugungen die Denkfähigkeit behindern können.

  3. Selbstdenker

    Nach mehreren Sauftouren mit meinen Freunden von der KP-C, bleibt mir wieder mal etwas Zeit mich als Spassbremse im Internet zu betätigen.

    Mein persönlicher Favorit wäre die Gender “Wissenschaft”.

    Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass die Damen und Herren vom “goldenen Brett” so mutig sind, jenes goldene Brett, das sie mit großer Wahrscheinlichkeit selbst herumtragen, abzulegen.

    Wer das IPCC so darstellt, als würde es sich um eine unabhängige anerkannte wissenschaftliche Einrichtung handeln, ist selbst nicht gerade eine glaubwürdige Instanz bei der Aufdeckung von Fake- und Anti-Science.

    Mit sprachlichen Konstruktionen wie “Klimaleugner” werden sogar die Verbrechen des Nationalsozialismus auf eine unverantwortliche und geschmacklose Art und Weise relativiert, in dem Kritiker jenes politisch instrumentalisierten Zweiges der Klimawissenschaft, der sich im IPCC manifestiert, auf eine Stufe mit Holocaust-Leugnern gesetzt werden.

    Mit derart untergriffigen Kampfbegriffen, die geradezu einen ganzen Kosmos an Unsachlichkeit und intellektueller Unredlichkeit vermitteln, disqualifizieren sich die Initiatoren dieses Wettbewerbs selbst. Und das gemessen an jenen Kriterien, die sie auf der eigenen Website festgelegt haben.

    Schade: eine an sich gute Idee, die durch Oberlehrerhaftigkeit und Verpolitisierung vergeigt wird.

  4. sokrates9

    Ich finde dass unserem Staatskünstler Menasse, mit vielen Preisen und noch mehr Subventionen ausgezeichnet, der voll Überzeugung alle Staaten abschaffen und durch die perfekte EU ersetzen möchte, dieser Preis noch fehlt und er ihn echt verdienen würde!

  5. Hausfrau

    Auch Wissenschaftler (u.a. auch Nobelpreisträger) können irren. So sind z.B. schon manche Ausssagen von Darwin, Nietsche, Einstein, Weizäcker – um nur einige zu nennen – widerlegt worden. Beispielhaft ist die Evolution, wo nun führende Wissenschaftler von der sog. synthetischen Evolutionstheorie nun wegen fehlender “Bindeglieder” zu einer sog. theistischen Lehre übergehen und damit den Schöpfergott einen kleinen Platz zugestehen. Der Grund der Abkehr ist einsichtig, denn zu keiner Zeit konnte in der Natur ein Prozeß nachgewiesen werden, bei dem Information in der Materie selbst entstanden ist.

  6. astuga

    Selbstdenker bringt es auf den Punkt – Genderwissenschaft ist der größte, umfassendsteUnsinn.

    Die Flat Earth-Theorie wiederum der randständig, absurdeste.
    Ganz im Sinne des Physikers Wolfgang Pauli (That is not only not right; it is not even wrong).

  7. astuga

    @Hausfrau
    Sorry, aber ich glaube Sie haben die Synthetische Evolutionstheorie nicht ganz verstanden.
    Und Information im Sinne von Struktur und Ordnung gibt es bereits bei unbelebter Materie (man denke an das Kristallwachstum).
    https://de.wikipedia.org/wiki/Information#Definition_der_Information_in_verschiedenen_Fachrichtungen

    Und dass scheinbar komplexe Prozesse lebender Organsimen keinen Schöpfer und kein Intelligent Design benötigen konnte ua. schon Alan Turing aufzeigen.

  8. Hausfrau

    @astuga
    Ich sehe, Sie beziehen all Ihr Wissen vom “zusammengebastelten” Wikipedia, da haben wir eben verschiedene Informationsquellen. Ich habe geschrieben, dass die meisten Wissenschaftler die ursprüngliche Sythetische Evolution nicht mehr vertreten, auch wenn diese (und auch Sie) an keinen biblischen Gott als Schöpfer glauben. Die Informationsübertragung (vom Sender zum Empfänger) durchläuft immer das sog. 65-Ebenen-Prinzip:
    Apobetik, Pragmatik, Sematik, Syntax und Statistik, also beabsichtigtes Ergebnis, erwartete Handlung, mitgeteilte Gedanken, verwendeter Code und schließlich das übertragene Signal. Nur so ist das Wesen der Information wissenschaftlich zu erklären und zu beweisen. Und ohne Information gab und gibt es keine Entwicklung von Materie u.a. Mag sein, dasss solche Überlegungen für manche Leute schwer verständlich sind.

  9. Hausfrau

    Tippfehler:
    es sollte 5-Ebenen-Prinzip und nicht 65… lauten.

  10. astuga

    “es sollte 5-Ebenen-Prinzip und nicht 65… lauten.”
    Mit Wikipedia wäre das vielleicht nicht passiert. 😉

    “Und ohne Information gab und gibt es keine Entwicklung von Materie u.a.”
    Was wäre denn der Informationsträger ohne Materie oa.?

    Im übrigen beantwortet der Bezug auf einen Schöpfer oder Intelligent Design-er nicht die Frage, wie dann dieser Schöpfer oder Designer entstanden wäre.
    Die Frage wird also nicht gelöst, sondern bloß ausgelagert (mit dem Nebeneffekt, noch weitere Fragen aufzuwerfen).
    Und angesichts der Tatsache, dass die meisten jemals existierenden Arten ausgestorben sind, sollte man vielleicht von Unintelligent Design sprechen.

  11. Hausfrau

    @astuga
    Da liegt eben der große Unterschied in unserer beider Denkweisen. Nur überzeugte Christen erkennen einen Gott, welcher in x-Dimensionen (und nicht nur in 3, bzw. inkl. Zeit mit 4 Dimensionen, wie wir Menschen) denken und handeln kann. Somit bleiben viele Fragen für die Menschheit für immer ungelöst. Dies nennt man auch: glauben und staunen.
    Danke für den Gedankenaustausch.

  12. astuga

    Danke gleichfalls!
    Wobei ich es amüsant finde, dass die jeweiligen Gläubigen immer davon ausgehen, dass ausgerechnet ihr Gott der richtige wäre.
    Oder wie mal jemand gesagt hat (war es Christopher Hitchens?):
    “Alle Gläubigen sind Atheisten, bei fast allen Göttern. Atheisten bei einem mehr.”

  13. astuga

    Nachtrag: “Wir bestehen alle aus Sternenstaub”
    Das kennt mittlerweile fast jeder, und das Schöne daran, es ist nicht nur eine wissenschaftliche Tatsache, sondern wir wissen es auch nur dank der Wissenschaft.
    Wie phantastisch und poetisch ist diese Erkenntnis, und wie lächerlich und klein wirken dagegen oft die zahlreichen wie unterschiedlichen religiösen Kosmologien.
    Und der wissenschaftlich-rationale Blick zum Größten und zum Kleinsten offenbart uns noch viele derart faszinierende Einsichten, ebenso wie neue und überraschende Fragestellungen.

    Nur jemand mit einer Vorliebe für das Profane, wird deshalb religiöse Welterklärungsmodelle vorziehen.
    Er beschwört zwar das Sakrale und beruft sich ständig darauf, doch eigentlich macht es ihm Angst, seinen Geist tatsächlich für wahre Wunder zu öffnen.
    Er braucht nur solche Wunder die er glaubt selbst beeinflussen zu können – mit einem Kelch Wein, Trommelschlägen, Hühnerblut, dem Herumschneiden an Geschlechtsteilen, oder dem ritualisierten sich zu Boden werfen (und das ist bereits ein Fortschritt, denn früher konnten es auch schon mal Menschenblut, abgeschlagene Köpfe und Herzen sein).

    Doch wir wahren Gläubigen – wir sind Sternenstaub und Neugierde.

  14. Mourawetz

    Warum wollen die einem den Roland Düringer madig machen? Was haben sie gegen ihn? Was wirft man ihm vor?

  15. MM

    “Preisträger der letzten Jahre waren unter anderem Xavier Naidoo oder der Kopp-Verlag, aber wir haben gelernt: Immer, wenn man denkt, man hätte die absurdeste Theorie gefunden, kommt wieder jemand mit einer noch abgedrehteren Idee um die Ecke.”

    Die Gendertheorie oder Atomangst kommen also kaum in Frage. Das ist ein weiteres Projekt im Kampf gegen räächtz 😉 Susanne Winter (FPÖ) wurde schon einmal als Klimaleugnerin “ausgezeichnet”.

    @Mourawetz: kenne den Mann nicht, aber die Seite schreibt “Roland Düringer – rechtsrechte Gäste,…”

  16. Mourawetz

    Warum ist eigentlich das Verhöhnen und Verächtlichmachen immer ein Projekt der Linken?

  17. Peter Malek

    @ raindancer:
    Der erste Satz Ihres Eintrages scheint widersinnig.
    Ich wähle-um beim Thema zu bleiben-Ryke Geerd Hamer.

  18. Wanderer

    Sieht im großen und ganzen nach einem etwas subtileren Baustein des Kampfes der Guten gegen Rechts aus. Klar finden sich dort auch einige ganz spezielle Fälle – aber nicht nur dort.

  19. Selbstdenker

    @Wanderer:
    Treffend beschrieben. Es ist der Versuch jegliche Opposition der westlichen “Intelligenzija” in die Nähe von Obskuranten, offenkundigen Spinnern und Hetzern zu rücken.

    Gerade diejenigen, die sich “Linke” nennen (die “Intelligenzija”, ihre Funktionäre, ihre bezahlten Mitläufer und ihre Fanatiker), haben historsich, aber speziell in den letzten zwei Jahrzehnten ein Ausmaß an anti-wissenschaftlichen Sondermüll produziert, der, würde man sie auf auf der Website vom goldenen Brett posten, jeden Server in die Knie zwingen würde.

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