Was will uns Herr Erdogan damit eigentlich sagen?

Von | 23. März 2017

„Wenn ihr euch weiterhin so benehmt, wird morgen kein einziger Europäer, kein einziger Westler auch nur irgendwo auf der Welt sicher und beruhigt einen Schritt auf die Straße setzen können“, sagte der türkische Staatschef Erdogan am Mittwoch bei einer Veranstaltung für Journalisten in Ankara. „Wir als Türkei fordern Europa auf, die Menschenrechte und die Demokratie zu respektieren.“ (“Welt“)

15 Gedanken zu „Was will uns Herr Erdogan damit eigentlich sagen?

  1. Gerald Steinbach

    Das ist eine Kriegserklärung , mich wundert oder eigentlich nicht, dass der Aufschrei von Merkel und Co eigentlich nicht zu hören ist und auch die guten Deutschen/Ösis die so gerne für Menschenrechte und Gerechtigkeit demonstrieren halten sich versteckt

    Das gute für Erdogan er hat ja seine Armee schon hier stationiert mit Hilfe unserer Politikdarsteller

  2. raindancer

    Frau Merkel sagt nun: man darf nicht weiter eskalieren …
    dh der Bund mit Erdogan bleibt bestehen …den Rest kann sich jeder selber denken

  3. nattl

    Erdogans drohen erinnert an Nazideutschland in der ersten Hälfte der 30er Jahre. Mit jedem Auftritt wettert er gegen die bösen Europäer während er die Türkei gleichzeitig zum Opferlamm stilisiert. Jedes Appeasement des Westens interpretiert er als Schwäche, jedes unfreundliche Wort als Unterdrückung. Jeder Auftritt bringt ihm mehr Wähler.

    Änlich wie in den 1930ern besteht Resteuropa aus einem zerstrittenen Tuntenhaufen ohne Entscheidungskraft. Die nächsten Jahre werden sehr interessant werden, vor allem, wenn die Türkei großosmanische Anwandlungen bekommt und Gebiete von Nachbarstaaten annektiert. Es wird passieren. Und Europa wird alle zwei Wochen eine neue rote Linie ziehen, die nicht überschritten werden darf.

  4. sokrates9

    Solche Typen will die EU unbedingt aufnehmen! Noch immer sind die Verhandlungen nicht ausgesetzt!

  5. raindancer

    @nattl
    —>Resteuropa aus einem zerstrittenen Tuntenhaufen ohne Entscheidungskraft
    ich glaube es ist viel schlimmer, das ist alles so gewollt

  6. mariuslupus

    Erdogan sagt nur dass, was bereits eine Tatsache ist. Viele europäische Städte, die in Ländern liegen, die mit Erdogan paktiert haben und paktieren, sind nicht sicher. Erdogan als Führer aller Türken, von den meisten, seiner Landsleute im In- und Ausland bedingungslos akzeptiert, hat die Absicht Europa zu destabilisieren. Diesem Ziel ist er, den unterwürfigen Politikerinen in Berlin und Politikern in Brüssel sei Dank, bereits sehr
    nahe gekommen.
    Die bereits erfolgte Islamisierung der Türkei, wird durch die Islamisierung Europas fortgesetzt. Erdogan hat
    sein 5.Kolonne in Europa bereits in Position gebracht. Es fehlt nur der richtige Zeitpunkt um loszuschlagen.
    Ungefähr, wie der Angriff auf den Reichsender Gleiwitz, oder ähnlich.

  7. Falke

    Abgesehen von den hier schon mehrfach angesprochenen Aussagen von Deniz Yücel über Deutschland: Wenn er, wie das von Steinmeier über Merkel alle Politiker immer betonen, “Deutscher” ist, muss man sich fragen, warum er dann seinen türkischen Pass samt Staatsbürgerschaft behalten hat. Damit gilt er für Erdogan – zu Recht – als Türke und wird auch dementsprechend behandelt. Mein Mitleid für ihn hält sich in sehr engen Grenzen.

  8. wbeier

    Erdogan demonstriert anschaulich den „clash of cultures“ frei Haus. Der gesamte Orient und Afrika ist nach dem Prinzip der Unterwerfung und der Unterordnung gestaltet. Das hat nur insofern etwas mit dem Islam zu tun, als dieser eine Klammer sowie den geistigen Unterbau bietet und somit eine ideale Plattform für die expansive Orientalisierung darstellt.
    Damit besteht ein quasi natürlicher Antagonismus zu den alten, müden westlichen Gesellschaften mit ihrer über Jahrhunderte entwickelten sowie gelebten Orientierung an Appeasement, Interessenausgleich und Kompromiss.
    Eigentlich sollte man Erdogan fast dankbar sein, denn er zeigt ungeschminkt die Fratze des Orients! Wenn jetzt nicht langsam der Groschen fällt, ist ohnehin Hopfen und Malz verloren……

    Weils irgendwie dazupasst das Statement des islamischen Bürgermeisters zum Londoner „Vorfall“:
    http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/sadiq-khan-london-mayor-terrorism-attacks-part-and-parcel-major-cities-new-york-bombing-a7322846.html
    Zu gut deutsch: „Sche***t euch nicht an, so ist es halt in Bunteuropa!“

  9. bill47

    Erdogan outet sich doch mit dieser Aussage als Terrorist. Man sollte seiner Regierung die Anerkennung als legitime Regierung entziehen und ihn auf eine Stufe mit dem Kalifen von Mossul stellen.

  10. Reini

    Bitte erklärts dem Erdogan was der Unterschied ist zw. Demokratie und Diktatur! … im Endeffekt wissen es die europäischen Diktatoren auch nicht!

  11. Tom

    @ Nattl:
    Zitat: “Änlich wie in den 1930ern besteht Resteuropa aus einem zerstrittenen Tuntenhaufen ohne Entscheidungskraft.”

    —> das war schon ein paar Jahre früher (gar nicht so weit von den 30er entfernt nicht anders;

    Für “Leseratten” sehr erhellend: “ Die Schlafwandler ” von Christopher Clark
    (leicht zu finden mit der Suchmaschine seines Vertrauens 😉

    LG aus den Bergen 😉

  12. ethelred

    Man kann Erdogan nicht vorwerfen, dass er tut, was seiner Realitätssicht und seinen Zielen entspricht. Man muß kein Erdowahnversteher sein, um zu begreifen, was er bezweckt. Ebenso kein Putinversteher oder Fan von Trumpelstilzchen.Vielmehr muss man sich fragen, was denn die Ziele der europäischen Politiker sind, bzw wie ihr Realitätssinn geschaffen ist. Europas Politiker haben schlechte Chancen auf Erfolg in einer Welt von kühl kalkulierenden Machtmenschen. Früh ausgesondert und nach Brüssel abgeschoben, ist Ihnen weder Ihre schwach entwickelte Erkenntniskapazität, noch ihr überdurchschnittliches Versagen in Sachen Lösungskompetenz. bewußt. Wichtige Eigenschaften wie natürliche Autorität, Praktischer Menschenverstand, Entscheidungsfähigkeit, Kreativität, Verantwortungsbewußtsein und Mut(nicht zu verwechseln mit moralisierendem Gratismut!) fehlen ihnen derart gänzlich, dass die Abwesenheit dieser Talente von Ihnen nicht eimal als Fehler verstanden werden. Gemeinsam ist diesen Europäern lediglich eine überhebliche realitätsentfremdete Selbstgerechtigkeit, die sonst nur bei völlig abgehobenen unbelehrbaren Diktatoren auftritt. Diese Leute würden noch im Kochtopf einer Kannibalentruppe sitzend, ihre Köche mit völkerverständnis triefenden, vegetarischen Kochrezepten belehren. Unverständlich, der Übermut solche Menschen mit geborgter Macht und abgepresstem Geld auszustatten. Auch die Demokratie hat Schwächen.

  13. stiller Mitleser

    @ ethelred
    bravo!!!
    (noch dazu ist Brüssel vorwiegend ein Ausgedinge und lukratives Trostpflaster)

  14. Johannes

    Der Vorwurf “`Kinderschänder“ von Erdogan entbehrt nicht einer gewissen Tragikkomik wenn man bedenkt in welchem Alter Aischa verheiratet wurde.
    Aber die Logik dieses Mannes ist sowieso für uns schon lange nicht mehr verstehbar.
    Das er nun aber unverhohlen mit Gewalt droht und schon am nächsten Tag diese Gewalt in Londons Strassen Realität wird ist nicht mehr komisch. Wer weiß vielleicht war auch die Drohung Erdogans und seine Hetze mit ein Grund für diesen irren Attentäter, sozusagen der letzte Anstoß für seinen Amoklauf.
    Ist Erdogna indirekt mitschuld an diesem Terrorakt? Es könnte sein wir wissen es nicht aber für Radikalisierung hat er gesorgt und so ist dieser barbarische Akt auch ein Zeichen dafür das wir uns mit solchen Hetzern nicht in eine Gemeinschaft begeben dürfen.
    Ich glaube wir Europäer haben es satt in dieser ewigen Basarmentalität mit der Türkei zu keinem vernünftigen Ergebnis zu kommen.
    Die Türkei hat sich entschieden sie hat die Verbindung zu Europa gekappt und unter Erdogan wird das nichts mehr.
    Zum Glück, es ist wie eine Schicksalsfügung das dieser Kelch an uns vorüber gegangen zu sein scheint.
    Schon beginnt die Türkei andere Töne anzuschlagen, sie haben zweifellos erkannt das sie sich ins Aus befördert haben. Jetzt müssen wir alle aufpassen das die beiden Füchse Erdogan und Junker uns nicht alle für blöd verkaufen.

  15. Dr.Fischer

    Die Füchse setzen unbeirrt ihre Agenden fort, werter Johannes. Und selbst wenn die Völker der EU auf die Straße gingen, würde in ihrem Sinne nichts Gutes dabei herauskommen: Es wäre lediglich eine Brandbeschleunigung, die von den Fädenziehern durchaus begrüßt würde. Ich verweise auf Rockefellers Memoiren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.