Was wir vom alten Rom lernen können…

Von | 20. Januar 2017

“Schon vor 1600 Jahren kam es in Europa zu großen Flüchtlingsströmen, schreibt der deutsche Althistoriker Alexander Demandt: Das damalige Römische Reich war Fremden wohlgesinnt und nahm die Migranten auf. Doch deren Zahl war zu hoch. Sie ließen sich nicht integrieren. Schließlich übernahmen die Zuwanderer die Macht….” (hier)

13 Gedanken zu „Was wir vom alten Rom lernen können…

  1. nattl

    Den Vergleich mit dem alten Rom ziehe ich seit mindestens 10 Jahren immer wieder und ernte dafür meist irritierte Blicke. Vermutlich werden auch bei uns die Nachkommen der Migranten von heute in zwei oder dreihundert Jahren von der westlichen Zivilisation träumen, sie verklärt idealisieren und ihr mit einem heiligen europäischen Reich nachstreben, so wie dies einst die Germanen taten.

  2. raindancer

    man kann die Geschichte auch so deuten ..wann immer die Germanen involviert sind ….ist es Sch…….

  3. Reini

    Das der Mensch leicht vergisst und sich die Geschichte wiederholt liegt wohl in der Natur. Man muss nur Hundert Jahre zurück,… Hohe Arbeitslosigkeit inkl. Inflation, es folgen Streiks, Uneinigkeit in der Regierung, die Staatsordnung geht verloren, das Volk übernimmt den “Rechtstaat”, ein Politiker kennt die Sorgen des Volkes und Handelt danach, es werden Schuldige gesucht, es erfolgt eine Säuberung, … usw… kein Diktator hat es geschafft in Europa ein Großreich zu halten. Es 2000 Jahre Krieg gegeben damit “fast” jedes Volk ein Stück Land besitzt.

  4. Wanderer

    Nicht neu, aber gut zusammengefasst. Vielleicht liegt Spenglers Untergangstheorie doch nicht ganz daneben.

  5. cmh

    Dass soviele gleich mir die Ähnlichkeiten mit dem Römischen Imperium schon zeit geraumer Zeit aufzuzeigen versuchen zeigt vor allem auch die grenzenlose, verbohrte Blödsinnigkeit der “Eliten”.

  6. Fragolin

    Merkel als durchgeknallte Imperatorin, die über ihrem brennenden Reich die Laute klampft und das Hohelied des gescheiterten Multikulti singt – das erinnert mich an was…
    Quo vadis, Germanien?

  7. Lisa

    Grossreiche können nun mal nicht “volksnah” regiert werden, auch wenn man der ganzen Bevölkerung eine “Amtssprache ” aufzwingt. Wie sollte aus dem verzipfelten, verwinkelten, kulturell so unterschiedlichen und dazu bevölkerunsreichen Europa je eine politische Einheit werden? Man kann wohl English als Koine benutzen – aber damit werden alle, ausser den Briten, sprachlich vergewaltigt. Lasst doch wieder die Regeionen sich selbst verwalten: jeder nach seiner eigenen Fasson – und mit eigenen politischen und wirtschaftlichen Ordungen. DAS würde Leben in die verkrusteten politischen Strukturen von heute bringen!

  8. waldsee

    die römer (europäer,deutschen…) haben ABER auch….
    WARUM nicht einmal was neues versuchen….
    so ähnlich versanden die meisten gespräche.
    yesbut-ter und whynot-ter nennt man diese gesprächspartner und davon gibts viele.

  9. Falke

    Es wird ja auch immer – halb im Spaß – das Beispiel der nordamerikanischen Indianer angeführt: Sie wehrten sich nicht ausreichemd gegen die Einwanderer – heute leben sie in Reservaten.
    Bei den Römern gab es doch einen entscheidenden Unterschied zur heutigen EU: “Es war ein Grundsatz römischer Politik, jeden, der tüchtig war, aufzunehmen”. Heutzutage scheint “Tüchtigkeit” (Ausbildung, berufliche Qualifikation) ja eher ein Hindernis für die Aufnahme zu sein.

  10. astuga

    Naja, etwas schwach für einen Althistoriker.
    Denn es gab viele Gründe: Klimaverschlechterung, Seuchen (Antoninische Pest), fehlende innere Reformen (Masse an verarmten Landbewohnern), teils auch die Christianisierung als nachhaltiger Kulturwandel die zum Bruch mit alten Traditionen geführt haben (Symmachuskreis).
    Und natürlich hat Ostrom noch sehr lange überlebt.
    Im Westen wiederum waren es oftmals gerade die “Barbaren” die das kulturelle antike Erbe hochgehalten und bewahrt haben (die sprichwörtlichen Vandalen etwa haben in Rom weniger zerstört, als dass sie tatsächlich wieder aufgebaut haben). Natürlich um den Preis der Machtübernahme.
    Was bereits damals der spätantiken Welt des einst kulturell geeinten Mittelmeerraumes auch den Todesstoß versetzt hat, war der Aufstieg des uns leider immer noch bekannten Islam mit seinem Jihad.
    Denn erst mit diesem Bruch begann das eigentliche frühe Mittelalter.
    Westeuropa konnte sich aufgrund seiner geographischen Lage Richtung Westen und Norden befreien und neu orientieren, für Byzanz in seiner Randlage im Mittelmeer und der Ostorientierung war es letztlich irgendwann das ökonomische und kulturelle Ende.

    Und dann darf man auch nicht vergessen, Rom war ein Imperium, diese Provinzen waren eroberte Gebiete.
    Teils schon vorher von keltisch-germanischer Bevölkerung besiedelt, auch wenn es andere Stämme waren.
    Rom im engeren Sinn war eigentlich immer nur Italien (nach dem Bundesgenossenkrieg).
    Bei uns geht es im Ggs. dazu heute nicht um riesige kolonisierte Provinzen, die militärisch und logistisch schwer zu halten sind, sondern um unsere unmittelbare Heimat.

  11. astuga

    Und die eigentlichen Invasoren jener Epoche in Europa (die Hunnen) wurden gemeinsam von Germanen und Römern vernichtend geschlagen.
    451 n.Chr., Schlacht auf den Katalaunischen Feldern.
    Wobei natürlich auch die Hunnen “europäische” Verbündete hatten, ebenso wie später die Muslime bei ihren Eroberungen (der Nimbus des vermeintlichen Siegers, die Aussicht auf Beute oder persönliche Motive ziehen immer Verräter an).

    Und dann war es ja nicht mehr lange hin bis zu Muhammed…

  12. mariuslupus

    Die Geschichte hat immer zwei Seiten. Geschichte schreiben immer die Sieger. Nach dem Untergang Europas wird es niemanden geben, der diese Geschichte wird schreiben können. Würde sich auch nicht lohnen. Wird niemanden geben der fähig sein wird, diese Geschichte zu lesen

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