Was wurde eigentlich aus den Willkommens -Klatschern?

Von | 16. November 2021

(Christian Ortner/ “EXXPRESS”) Es war eine eher eigenartige, um nicht zu sagen befremdliche Feststellung, die Angela Merkel dieser Tage zu Protokoll gab. „Wir haben das geschafft“, meinte sie unter Anspielung auf ihre berühmt-berüchtigte Formulierung „Wir schaffen das“ vom 31.August 2015, dem Beginn der großen Migrationswelle nach Deutschland, Österreich und die anderen europäischen Wohlfahrtsstaaten.

„Wir haben das geschafft“ – das ist eine Diagnose, die wahrscheinlich nur sehr wenige Menschen mit der am Ende ihrer Amtszeit stehenden Bundeskanzlerin teilen werden, jedenfalls was diese Migrationswelle betrifft.

Denn geschafft hat Merkel mit ihrer durchaus nicht alternativlosen Entscheidung, Millionen Menschen aus der arabisch/islamischen Welt hierher kommen zu lassen, vor allem: ein starkes Ansteigen von Gewalt im Alltag, von Messerattacken und Angriffen auf Frauen, Juden und Schwule, deren Leben dank der Bereicherungspolitik Merkels nicht wirklich an Qualität gewonnen hat.

Geschafft hat Merkel darüber hinaus das Entstehen von Parallelgesellschaften bildungsferner und nicht übertrieben leistungsaffiner Milieus, die vor allem enorm hohe Kosten für den Steuerzahler bedeuten: schätzungsweise zwei Milliarden Euro im Jahr in Österreich, geschätzte 20 Milliarden in Deutschland.

Geschafft hat Frau Merkel schließlich, dass als Reaktion auf diese Probleme in ganz Europa rechtsaußen-Parteien stark an Terrain gewonnen haben, meist auf Kosten bürgerlicher Parteien mit eher vernünftigen wirtschaftspolitischen Ansichten. – Da kann man nur gratulieren.
Wo bitte bleiben die Willkommensklatscher heute?

Wie weltfremd Frau Merkels Einlassung in Wahrheit ist, wie sehr ihre Politik gescheitert ist und ganz Europa noch auf viele, viele Jahre schädigen wird, merkt man interessanterweise auch daran, wer in diesen Tagen aller scheinbar völlig von der Bildfläche verschwunden ist, sich bedeckt hält und kein Wort rausbringt angesichts der neuen Migrationswelle, die gerade gegen die polnische EU-Außengrenze zu Weißrussland schwappt.

Wo bleiben Leute wie der ehemalige mächtige Raiffeisen-Boss Christian Konrad, der noch im vergangenen Jahr völlig tatsachenwidrig getrötet hatte, „Faktum ist, dass dieses Land durch die Aufnahme von 50.000 Flüchtlingen in den vergangenen Jahren keinen Schaden erlitten hat“ („Die Zeit“, 16. 8. 2020)?

Wo bleiben Leute wie der ehemalige ÖBB-Chef Christian Kern, der die Krise 2015 als “einen der besten Momente der Zivilgesellschaft in Österreich” in Erinnerung hat, heute?

Wo bleibt jener liberale Wiener Großkolumnist, der 2016 die Migranten noch poetisch zu „Schutzerflehenden“ umdefinierte, heute?

Sie alle ziehen es vor, in diesen Tagen den Ball äußerst flach zu halten und vornehm zu schweigen. Und das mit gutem Grund. Denn angesichts der tausenden meist männlichen Invasoren, die teils mit Bolzenschneidern, Beißzangen und Spaten gerüstet versuchen, die Außengrenze der EU in Polen gewaltsam zu durchbrechen, ist die Fiktion von den „Schutzerflehenden“, die „keinen Schaden“ anrichten werden und unsere Zivilgesellschaft zu neuen „besten Momenten“ inspirieren werden, einfach nicht einmal ansatzweise aufrecht zu erhalten, ohne schwere bewusstseinsverändernde Substanzen zu sich zu nehmen.

Selbst die naivste Kaschmir- Latte-Mutti aus Wien -Hietzing wird angesichts der Bilder, die wir von der polnischen Grenze jeden Tag sehen, nicht mehr übergroßes Bedürfnis verspüren, diese resoluten jungen Herren am Westbahnhof mit Plüsch-Teddys und leicht erotisch aufgeladener Faszination für die „Wilden“, wie man das zu Zeiten der Romantik noch nannte, erwartungsfroh zu empfangen.
Wir dürfen diese Krise nicht vergeuden

Man könnte sagen: die Illusion des wohlmeinenden Milieus ist nun geplatzt, spät aber doch. Das Schweigen der Belämmerten, die noch 2015 von der Hohen Warte ihrer vermeintlichen moralischen Überlegenheit gepredigt hatten, legt davon Zeugnis ab. Und davon, dass sich ein paar Veteranen der Willkommenskultur unter einem Merkel-Bildnis beim Kaffeekränzchen gegenseitig versichern, wir hätten es „geschafft“, geht heute wenigstens keine Gefahr mehr aus. Geschenkt.

Für all jene, die schon 2015 vor den gravierenden Folgen der damaligen Migrationswelle gewarnt hatten und sich dafür als fremdenfeindliche, islamophobe Nazis beschimpfen lassen mussten, bietet diese weitgehende Kapitulation der Willkommenspolitik eine echte Chance: die öffentliche Meinung in Europa, die sich gerade zu drehen beginnt, wenn ich mich nicht irre, endlich in Richtung Realismus zu bewegen. Und das heißt jetzt einmal primär: die Außengrenzen der EU so zu befestigen und zu beschützen, wie das zuerst Ungarn und nun Polen vorzeigen. Denn der politisch Erfahrene weiß: Man darf niemals eine gute Krise vergeuden. Wir schaffen das!

8 Gedanken zu „Was wurde eigentlich aus den Willkommens -Klatschern?

  1. Rado

    Es ist schnell erklärt, wo die Willkommensklatscher heute sind. In der österreichischen Regierung und in der Hofburg! Neben den Grünen selbstverständlich auch die ÖVP mit weit geöffneter Geldbörse des Steuerzahlers.
    Habe nicht vergessen, wer es war, der dem BK Kurz damals die Unterzeichnung des UN Migrationspaktes vermiest hat, worauf dieser bis zuletzt extrem nachtragend reagiert hat.
    So schrill wie damals sind die Willkommensklatscher nicht mehr. Einige sind auch schon tot, aber die Bewegung ist mit Sicherheit ungebrochen.

  2. Cora

    In den grünen Bezirken Wiens ist das Experiment nicht gescheitert: dort spazieren die jungen Frauen immer noch mit ihrem Juttesack mit der Aufschrift Hashtag wir haben platz herum. So gesehen letzten Samstag in Wien-Mariahilf beim einkaufen. Manche machen einfach die Augen zu, lassen nichts an ihre Blase heran. Es sind Frauen, die die Außenwelt zu ihrem häuslichen Domizil erklärt haben. Zuhause kann man leicht lieb zu allen sein.

  3. Susi

    Ich kann mich noch gut erinnern als der damalige SPÖ BP Fischer mit Herrn SPÖ Faymann extra nach Salzburg gereist sind um die “Gaste” persönlich per Handschlag zu begrüßten, beide haben zu den dann rasch folgenden schweren Straftaten einiger “angeblich Schutzbedürftigen” NIE Stellung genommen. Danke Herr Ortner für die ausgezeichnete Aufstellung und Erinnerung an das Versagen des damaligen SPÖ Kanzler Faymann, der alle Schleusen geöffnet hat und die Weisung gegeben hat, selbst grauhaarige Männer mit schlechten Zähnen als 16-jährige Schutzbedürftige durchgehen zu lassen ,später Herr SPÖ Kern, und der Untätigkeit der “alten schwarzen ÖVP”, Herrn Mitterlehner”, der in bewährter Manier, bequem im Sessel sitzend, sich kaum bewegend, allem zustimmte, Hauptsache er wurde nicht mit Themen des österreichischen Volkes belästigt.

  4. Allahut

    Bei Merkel ist ja schon länger eine intellektuelle Verwahrlosung zu bemerken, bei vielen heimischen Spitzenpolitikern ist davon nichts zu erkennen, deren intellektuelle Kapazität glich ja schon immer der eines Hydranten.
    Und die Willkommensklatscher sind halt auch nur Opportunisten.

  5. hausfrau

    Nach dieser glasklaren Erkenntnis vergißt die Susi sicher nicht sich bei Ihren Lichtgestalten vielmals zu bedanken daß Österreich heuer wieder Nummer 1 EU-weit in der Aufnahme Von Migranten ist. Liebevoll das Empfangskomitee an der Grenze plus dem serviceorientiertem Transport in die überquellenden Asylzentren.
    Auch ich kann mich noch gut erinnern an “Wir erleben die qualifizierteste Einwanderung” “Wir brauchen mehr Willkommenskultur”
    Aber seit ihm leider die FPÖ kein Pateiprogramm mehr schreibt das er 1:1 kopieren kann, bleibt ihm jetzt das der Grünen.
    Ein exzellenter Wurf auch die Zustimmung zum Migrationspakt.

  6. Falke

    Man sollte die “Willkommensklatscher” nicht vergessen, die nach wie vor mit eigenen Schiffen “Schutzerflehende” aus dem Mittelmeer “retten” und auch “Platz” haben (natürlich nicht bei sich zu Hause, sodern auf Kosten der Allgemeinheit). Besonders die evangelische Kirche ist da besonders aktiv, natürlich auch nicht auf eigene Kosten.

  7. sokrates9

    Ein großer Teil der Willkommensklatscher hat jetzt” das Klima” entdeckt! da kann man noch viel heroisch handeln und weiter daran zündeln mit dem Ziel den Staat / Europa zu ruinieren!

  8. seerose

    Sie sind doch immer noch unter uns. Sie segeln auf den Meeren, retten 10 km vor der afrikanischen Küste unzählige Menschen, indem sie sie auf die Kanaren bringen. Wir bieten das Bundesheer an der burgenländischen Grenze auf, um die Eindringenden zu begrüssen und in sichere Unterkünfte zu geleiten und behalten und unterhalten sie dann für immer und ewig.

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