Was wurde eigentlich aus Fukushima?

“……Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal etwas über Fukushima gehört? Schon lange nicht? Die Horrormeldungen sind verebbt und haben Platz gemacht für andere Katastrophenszenarien. Nur die gigantischen Geldausgaben für die Deutsche Energiewende als eine Folge von Fukushima sind uns geblieben. Zwanzigtausend Millionen Euro pro Jahr, bald vielleicht 30. Geld, das uns woanders dringend fehlt…..” (hier)

13 comments

  1. Matthias Wolf

    Bei einem Staatshaushalt, der 2016 eine schwarze Null und 2017 ein Plus von 10Mrd. bringen wird, kann man diese Sorge, dass das Geld woanders ›dringend fehlen würde‹ getrost unter ›H‹ wie »Hyperventiliertes« ablegen.

  2. Rennziege

    Was aus Fukushima wurde? Lehren, die zumindest die Japaner daraus gezogen haben:
    (a) dass Kernkraftwerke an der Küste von bislang nicht für möglich gehaltenen Flutwellen heimgesucht werden können, gegen die man sich wappnen muss;
    (b) dass die Öko-Mafia nicht davor zurückschreckt, mehr als 20.000 Tsunami-Opfer ausgerechnet der Kernenergie in die Schuhe zu schieben, die in Fukushima kein einziges Todesopfer gefordert hat;
    (c) dass Hyperventilatoren wie Herr Wolf, die Rossäpfel mit Germknödeln vergleichen.allmählich die Puste ausgeht.

  3. Matthias Wolf

    Wo wurde jemals auch nur ein einziges Todesopfer dort der Kernkraft zugeschrieben?

    Bitte um einen Beleg für diese – ich lasse sie jetzt adjektivlos – Behauptung. Gut, die 130 000 Evakuierten würden Ihre Aussge für mäßig scharfsinnig halten, aber geschenkt.

    Solange der nicht kommt, weiß man, aus welcher Art von Realitätsbezug die übrigen hervorgehen…

  4. Matthias Wolf

    Berechtigter, wenn auch aufgeblasen vorgetragener Einwand von jemandem, der nicht mit Namen zeichnet. Ich präzisiere also: Wo wurde jemals auch nur ein einziges Todesopfer dort der Kernkraft zugeschrieben, wo man das ernstnehmen müsste?

  5. Christian Weiss

    Die Stimmungsmache von Frau Roth und die pietätlose Verquickung von rund 16’000 Tsunami-Toten mit dem Reaktorunfall in Fukushima gehören zum Standard-Repertoire der Kernenergiegegner. In der Folge sind die beiden Grossereignisse Tschernobyl und Fukushima in aller Munde. Was bei anderen Energieerzeugungsformen so abgeht, ist hingegen den allerwenigsten bewusst, obwohl es dazu auch auf dem Allerweltslexikon Wikipedia recht interessante Tabellen gibt:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Stauanlagenunf%C3%A4llen
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Ungl%C3%BCcken_im_Bergbau
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_bedeutender_%C3%96lunf%C3%A4lle

    Jetzt mag mancher finden: Ja, die anderen Energieformen sind auch gefährlich. Tja. Noch weit gefährlicher ist es allerdings, keine Energie zu haben. Wenn wir wieder in der Steinzeit ankommen und die Menschen wegen mangelnder medizinischer Versorgung, funktionierender Infrastruktur und dem Ausfall technischer Geräte wegsterben wie die Fliegen.

  6. Luke Lametta

    Immerhin wurden die deutschen Grünen von einer 20%-Erlöserpartei wieder auf spießige 8% redimensioniert. Kretschmann macht heute noch drei Kreuzzeichen, wenn er ‘Fukushima’ hört.

  7. Christian Weiss

    @ Matthias Wolf: Die Probleme der Windenergie sind nicht in der unmittelbaren Gefährdung für Menschen durch die Windkraftanlagen zu suchen. Aber: Wind hat eine armselige Energiedichte. Die von Ihnen angesprochenen 25’000 Anlagen produzieren nur halb so viel Strom wie die 9 deutschen Kernkraftwerke. Während diese 9 Kernenergieanlagen insgesamt die Fläche einer kleinen Siedlung einnehmen, ruinieren die 25’000 Propeller ganze Landstriche.
    Obwohl die Kernenergie natürlich im System zusätzlich auch Regelenergie braucht, weil sie selbst nur Bandstrom liefert, braucht die Windenergie ganz andere Kompensationsleistungen. Im Extremfall muss man volle 100% Kompensationsenergie ins Netz speisen. Das geschieht in Deutschland über Gas- und Kohlekraftwerke. Die erhöhte Belastung durch Feinstaub und andere karzinogene Luftschadstoffe, sowie die enorme Landschaftszerstörung durch Kohletagbau ist letztendlich auch dem Irrsinn der “Energiewende” geschuldet.
    Angesichts der vergleichsweise geringen Gefahren der Kernenergie für den Menschen und den enormen Vorteilen in Sachen Landschafts- und Umweltbelastung wird der weise Mann auf dieses Pferd setzen.

    Übrigens hier noch eine interessante Seite zur Kernenergie mit 100 Antworten auf die 100 kühnsten Behauptungen der Anti-Atomkraft-Lobby. Darin steht auch, wie es mit der Uranförderung aussieht. Dem sowohl für die Menschen wie auch die Umwelt meist belastete Teil der Energieerzeugung durch Kernspaltung. http://100-gute-antworten.de/lesen/

  8. Matthias Wolf

    Die Energiedichte ist halt ziemlich nebensächlich, wenn der Primärträger gratis daherkommt.

    Daher ist auch der Vergleich ›25000 Windräder bringen halb so viel wie 9 Atomkraftwerke‹, völlig irrelevant: man muss das beginnend bei der Errichtung über die gesamte Lebensdauer bis zum Rückbau und unter Einbeziehung sämtlicher (verdeckt oder offen subventionierten!) Neben- und Folgekosten rechnen. Tut man das, dann sieht Atomkraft einfach nur armselig aus.

    Das Problem mit der Kernkraft ist halt das enorme Schadenspotenzial, das sich aus der Schadenshöhe ergibt: zwar sind große Schäden selten, aber wenn sie doch eintreten, de facto unfinanzierbar: kein Versicherer weltweit versichert ein Atomkraftwerk. (Die deutsche, gesetzliche Haftpflicht ist ein Feigenblatt mit völlig lächerlicher Deckungssumme – das zählt also nicht.)

    Jedenfalls auf eine Uran-basierte Atomkraft wird der weise Mann kaum setzen, denn wovon so gut wie nicht geredet wird, ist die Reichweite: derzeitige Schätzungen gehen von 80-90 Jahren aus, weniger als die von Kohle und Gas.

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