Wasser-Wahnsinn

“…Eine für den Bürgermeister (Häupl, Anm.) sicher nicht ganz dubiose Quelle, die Arbeiterkammer („Siedlungswasserwirtschaft in öffentlicher oder privater Hand“, Thomas Thaler, Schriftenreihe Informationen zur Umweltpolitik, 2010), beziffert den Anstieg der Wasserrechnung eines durchschnittlichen Waliser Haushalts in den Jahren 1989 bis 2000 mit rund 37 Prozent. Nominell. Im selben Zeitraum ist der Verbraucherpreisindex im Vereinigten Königreich um 44 Prozent gestiegen. Mit anderen Worten: Als böse Wasserspekulanten waren die Waliser H2O-Kapitalisten ziemliche Versager. Es ist ihnen nicht einmal gelungen, die (damals auf der Insel zeitweilig recht hohe) Inflationsrate hereinzuspielen…” (“Presse“)

3 comments

  1. menschmaschine

    bitte keine störenden fakten, hier geht es um gefühle. um die tiefe emotionale verbundenheit des wiener proletariats mit SEINEM wasser und SEINEM gemeindebau. beides dinge, die nur UNSER bürgermeister bewahren kann.

  2. Anton Aushecker

    Ein Erlebnisbericht
    Eine Dame der SPÖ mit vermutlich parteiakademischen Hintergrund gab mir die Propagandabroschüre der SPÖ mit ganz besorgter Frage “Wollen Sie auch nicht, dass das Wasser privatisiert wird?” in die Hand. Ich fragte nach den mutmaßlichen Privatisierern. “Da gibt es ein paar!” war die Antwort. Ich wollte wissen, wohin ich mich wenden kann. Ich will schließlich auch an der Privatisierung teilhaben. Das war für sie so absurd, dass sie ganz empört wurde: “Dass Sie ein so ernstes Thema so ins Lächerliche ziehen wollen, ist wirklich arg!” Ich verwies sie dann auf die 4. Frage nach der Bürgerbeteiligung beim Strom. Leider hatte man ihr in der Akademie den Widerspruch aber nicht erklärt gehabt. Und selbst zu denken war nicht ihre Kernkompetenz.

  3. Sven Lagler

    @Anton Aushecker

    Gratulation, diese Widersprüche aufzuzeigen und das gemeine Parteivolk mit und ohne parteiakademischem Hintergrund dazu zu befragen ist sehr aufschlussreich.
    Haben Sie noch andere Erlebnisberichte dieser Art ?

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