Weder geistig noch praktisch ist in der deutschen Flüchtlingspolitik eine Konzeption zu erkennen

Von | 18. April 2016

“…..Die Türkei möchte die Visafreiheit für ihre Bürger. Um diese zu erlangen, dienen die Flüchtlinge als Druckmittel. Visafreiheit könnte aber die nächste große Flüchtlingswelle bedeuten: 30 Prozent der türkischen Bürger sind kurdischer Herkunft. Gegen diese große Minderheit führt Erdogans Regierung Krieg. Die kurdischen Verfolgten und Opfer dieser Krieges hätten es künftig sehr einfach, wenn sie in Europa Asyl beantragen wollten: Sie müßten nur mit einem gültigen Personalausweis ein Flugzeug besteigen, und ihre Asylgründe wären mindestens so gut wie bei zahlreichen Eritreern, Afghanen und Syrern. Hat Angela Merkel diese Konsequenzen der Visa-Freiheit für die Türkei bedacht oder nimmt sie sie billigend in Kauf? Wie man es auch dreht und wendet, weder geistig noch praktisch ist in der deutschen Flüchtlingspolitik eine Konzeption zu erkennen….” (Thilo Sarrazin, hier)

10 Gedanken zu „Weder geistig noch praktisch ist in der deutschen Flüchtlingspolitik eine Konzeption zu erkennen

  1. Falke

    Merkel bedenkt offenbar niemals die Konsequenzen ihres Handelns, es sieht ganz so aus, als ob sie schnell und ad-hoc entsprechend ihrer Emotion entscheidet. Damit ist sie als Politikerin, und schon gar als Bundeskanzlerin eines der wichtigsten Staaten der Welt (und jedenfalls des wichigsten in der EU), völlig ungeeignet.

  2. Johannes

    Die deutsche Politik ist zu einer Einfrau-Politik geworden. Gerade jetzt als wir uns von dem großen deutschen Hans – Dietrich Genscher verabschiedet haben ist es mir wieder schmerzlich bewußt geworden wie viele starke Charaktere Deutschland hatte und wie mächtig sie waren als sie gut koordiniert im vollsten Verständnis für die anderen Länder Europas echte Politik und somit Geschichte geschrieben haben.

  3. sokrates

    merkel wird dauernd unterstellt naiv zu sein! Glaube dass da der Plan dahinter steckt Deutschland zu moslemisieren und so kaputt zu machen!

  4. Mona Rieboldt

    Sokrates
    Merkel als Rache Honeckers, dass es die DDR nicht mehr gibt?

  5. Falke

    @sokrates
    Ist durchaus denkbar, wenn auch die Beweise fehlen (außer dem alten Morgenthau-Plan bzw. den Ideen von Soros).

  6. gms

    Falke

    “Ist durchaus denkbar, wenn [bei Merkel] auch die Beweise fehlen (außer dem alten Morgenthau-Plan bzw. den Ideen von Soros).”

    Wenn’s doch bloß Morgenthau oder Soros wäre. Der Finanzmagnat ist bloß hyperaktiver Narziss in der Auslage, der Rest der globalen Oligarchen operiert weit dezenter. Merkel ist für diese bloß eine potente Wasserträgerin, die wiederum aus ihren eigenen Globalisierungsphantasien kein Hehl macht.

    Jegliches vorherige Flip-Floppen vor dem alles entscheidenden Einlochen ist Theater fürs Volk, soll man der Frontfrau ja abkaufen, sie hätte eine eigene Meinung, die irgendwie mit den Bürgern konform liefe. Abgerechnet wird am Abend, und da hat Merkel noch jedesmal auftragskonform geliefert. Wollte man die nächste sichere Bank wetten, wird sie auch North Stream II fallen lassen, sobald Mogherini ihre EU-Sicherheitsdoktrin abliefert.

    Eines Morgenthau-Plans bedarf es schon lange nicht mehr, was es mit Deutschland in Europa aufsich hat, kann jeder Lesekundige selbst herausfinden. Beweis genug?:

    foia.cia.gov/sites/default/files/document_conversions/89801/DOC_0000416288.pdf
    11 October 1989, National Intelligence Daily, declassified 01-Feb-2011
    Over the longer term, the reunification issue could bring US and West German interests into sharper conflict. The division of Germany lies at the hart of the bipolar postwar order, and that order hast been a key ingredient in maintaining US influence in Western Europe. If the East-West divide continues to ease and West Germany moves closer to reunification, the US security role on the continent will become steadily less significant. Indeed, at some point in the process, the West Germans may begin to see the Alliance in its present form as an anachronism and as an impediment to their pan-European aspirations.

    foia.cia.gov/sites/default/files/document_conversions/14/esau-51.pdf
    July 1971, Intelligence Report, The Polish Question, East Germany
    The Western currency reform in mid-1948 was one of the first steps toward permanent partition, for it applied only to the three Western zones, thus evading a Soviet veto and guaranteeing a viable private economy in these zones instead of continuing to maintain a single impoverished Germany. However, public Soviet policy statements continued to profess the desirability of a single German state until 1955, when West Germany joined NATO, and Bonn and Moscow exchanged ambassadors. Even in 1955, Bulanin and Khrushchev repeated to Adenauer that reunification could be had for concrete price, namely, West German abandonment of NATO membership.

  7. sokrates

    Falke@ ” An ihren Taten soll man sie erkennen…” Googeln sie mal: Merkel – Fahne – für mich sehr wohl ein Indiz was dieses Frau will!

  8. Fragolin

    Ein islamisiertes Europa ist kein Wirtschaftskonkurrent mehr und wird lange Zeit keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen.
    Hat sich eigentlich mal jemand für die Rolle der Chinesen in diesem Spiel interessiert? Wieso sind in den afrikanischen Ländern, aus denen so viele “Flüchtlinge” nach Norden drängen, die Chinesen so stark arrangiert? Wieso bevölkern chinesische muslimische Uiguren freigebombte syrische und nordirakische Gebiete? Wer hat den “Flüchtlingen” dort mitten im Kriegsgebiet für ihre angeblich zerbombten Häuser zigtausende Dollar Kaufpreis gezahlt?
    Ich finde, den Blick allein auf die USA zu richten, greift zu kurz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass andere Großmächte wie Russland oder China nicht eigene Interessen verfolgen und im Hintergrund mehr mitmischen, als wir bemerken.

  9. Fragolin

    Man muss die richtigen Worte benutzen.
    Als “Flüchtlingspolitik” erscheint sie konzeptlos.
    Als “Invasionspolitik” erscheint sie glasklar.

  10. mariuslupus

    Frau Merkel fährt nicht auf Sicht, wie ThS meint, sondern hat langfristige Ziele , die sie ansteuert. Der Irrtum ist zu meinen, dass es eine “Flüchtlings- oder Asylpolitik”, gibt, die angeblich planlos sein soll. Merkel wollte keine Einwanderungspoltik, die hätte sie auch einfacher und billiger haben können. Es ging von Anfang an um die Mobilisierung der islamischen Massen, mit dem Ziel sie unkontrolliert nach Europa, bzw nach D, zu befördern. Der Transport der sog. “Flüchtlinge” aus der Türkei, bis nach Deutschland ,ist und war eine logistische Meisterleistung. Nur plötzlich der letzte Schritt, Kontrolle, Registrierung, Entscheidung den weiteren Status betreffend, wurde bewusst nicht durchgeführt. Die Durchsetzung der Gesetze war nie ein Bestandteil des merkelschen Vorgehens. Und die, die Einhaltung der bestehenden Gesetze eingemahnt haben, wurden von den gleichgeschalteten Medien beschimpft.

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